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Veröffentlicht am 15.09.2025

Bewegend udn berührend

Wie Sterne in der Nacht
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Das Buch erzählt die schöne, aber traurige Geschichte der jüdischen Kinder aus Prag, die von ihren Eltern getrennt wurden, um nach London zu emigrieren und vor den Nationalsozialisten in Sicherheit gebracht ...

Das Buch erzählt die schöne, aber traurige Geschichte der jüdischen Kinder aus Prag, die von ihren Eltern getrennt wurden, um nach London zu emigrieren und vor den Nationalsozialisten in Sicherheit gebracht zu werden. Sie wussten damals nicht, was mit ihnen passieren würde oder ob sie ihre Eltern je wieder sehen würden. Auch wer sie gerettet hatte erfuhren sie erst Jahrzehnte später.

Noch 1938 können jüdische Kinder in der Tschechoslowakei ein normales und unbeschwertes Leben führen. Sie machen Picknicks im Park, spielen, lachen und gehen zur Schule wie alle anderen. Nach den Judenprogromen im November 38 in Deutschland ändert sich das. Die Kinder werden auf der Straße beschimpft und bedroht. Ihre Eltern planen etwas, was die Kinder noch nicht verstehen. Die Väter schicken Briefe an einen Mann, mehr wissen sie nicht. Bald darauf wird Prag besetzt und es ist von Krieg die Rede.
Als ihre Eltern die Kinder dann schließlich auf ihre Reise nach London schicken, wo gut auf sie aufgepasst werden soll, flüstern ihre Mütter ihnen etwas zu, was sie noch den Rest ihres Lebens, und die Leser den Rest des Buches, begleiten sollte:
„Manchmal wirst du einsam sein und Heimweh haben.
Lass bei Nacht die Sterne und bei Tag die Sonne
Boten unserer Gedanken und unserer Liebe sein.“
Die Reise wurde von jenem Unbekannten aus den Briefen organisiert.
Nachdem es am Bahnhof einigen Eltern schwer fällt, sich von ihren Kindern zu trennen und sie an der deutschen Grenze von Polizisten recht ruppig behandelt werden, begreifen sie allmählich, dass es doch nicht einfach ein großes Abenteuer ist und es ihr altgewohntes Leben nicht mehr gibt. Die Fremden, die sie am Bahnhof herzlich empfangen, kümmern sich tatsächlich sehr gut um die Kinder, aber insgeheim sehnen sie sich dennoch nach ihrer Heimat und ihren Eltern. Sie sind mittlerweile gut integriert. Aber wenn die Nachrichten vom Krieg und dem Leid der Juden berichten, können sie nur hoffen, dass ihre Mütter und Väter nicht zu den Menschen auf den schrecklichen Bildern gehören.
Der Krieg ist zu Ende und sie kehren zurück, doch die meisten finden ihre Eltern tatsächlich nicht wieder. Doch zurück bleibt die Frage, wer war der Fremde, der ihre Reise nach England veranlasst hatte und ihnen allen so das Leben gerettet hat

Das Buch ist für Kinder gut verständlich geschrieben und wird besonders anschaulich, da man durch die bedachte Wortwahl und die wir-Form tatsächlich das Gefühl bekommt, es wären die Kinder damals, die einem ihre Geschichte erzählen würden. Man wird wie an die Hand genommen und durchs Buch geführt, als wäre man selbst ein Kind. Auch wie die Kinder erst im Dunkeln gelassen werden und ihnen erst nach und nach ihre eigene Situation deutlich wird und die Zukunft ungewiss bleibt wird sehr schön vermittelt.

Die Atmosphäre und Gefühle der Kinder werden für die Leser zudem gekonnt durch die farbenfrohen und detailreichen Bilder und Collagen von Selina Alko eingefangen und helfen dabei ins Buch einzutauchen und sich das Beschriebene vorzustellen oder sogar einzuprägen.

Auf den letzten Seiten findet man außerdem neben den Quellen und weiteren Buchempfehlungen zu dem Thema einen kurzen Infotext zu den Kindertransporten, eine ausführliche Chronologie der Ereignisse, eine Erklärung zu den 5 Kindern, die im Buch repräsentativ für alle von ihnen stehen sowie eine kurze Zusammenfassung ihrer persönlichen Geschichte und ein paar Bilder, darunter das Denkmal für die Kinder von Yad Vashem.

Auch sehr berührend ist die Geschichte der Autorin, Caren Stelson, die selbst aus einer jüdischen Familie stammt und von den Bildern der Kindertransporte so berührt wurde, dass sie sich ausführlich darüber informierte und schließlich eher spontan dieses Buch schrieb.
Die ebenfalls jüdische Illustratorin, Selina Alko, berichtet Ähnliches in ihrer Anmerkung. Wie es sie emotional mitnahm für die Recherche tiefer in die schrecklichen Ereignisse zu blicken, es ihr aber auch Hoffnung und Freude schenkte von dieser herzerwärmenden Ausnahme zu hören.

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Veröffentlicht am 10.09.2025

Sei einfach Du selbst!

Einfach Weike - Nicht perfekt, aber genau richtig
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Nach dem Tod seiner Eltern beschließt Weikes (12) Vater, in sein Elternhaus in einem Dorf an der Küste, weit weg von Berlin zu ziehen. Ihre Mutter hat dort die Chance eine eigene Praxis zu übernehmen und ...

Nach dem Tod seiner Eltern beschließt Weikes (12) Vater, in sein Elternhaus in einem Dorf an der Küste, weit weg von Berlin zu ziehen. Ihre Mutter hat dort die Chance eine eigene Praxis zu übernehmen und aus dem Schichtdienst im Krankenhaus zu kommen und ihr Vater will beruflich kürzer treten, um nachmittags mehr für seine Tochter da zu sein. Weike ist alles andere als begeistert. Schließlich kannte sie ihre Großeltern nicht und derenorf schon gar nicht. Was soll sie dort? Sie will zurück nach Berlin zu ihrer besten Freundin Minh! Wie soll sie es auch schaffen, hier nicht sofort wieder zu den Außenseitern zu gehören? Doch kaum ist sie alleine im Dorf unterwegs, begegnet ihr immer eine geheimnisvolle alte Dame, die nur sie zu bemerken scheint und ihr behutsam zeigt, was sie tun soll. Nur als sie in der neuen Schule, die doch nicht so klein ist, wie sie dachte, den Weg ins Klassenzimmer nicht findet, ist sie nicht da. Dafür nehmen sich die zwei Schachnerds Tuba und Hinnerk ihrer an. Tatsächlich sind die Nerds wieder viel netter als die angesagten Kids. Allerdings interessiert sie Schach nicht die Bohne, Tanzen aber schon! Ausgerechnet die Oberzicken Stella, Sophie und Sofia haben es tanzmäßig echt drauf! Bei Stellas Geburtstagsfeier zu der die ganze Klasse eingeladen ist, kann sie das nur bestaunen, dennoch bildet sie mit Tuba und Hinnerk ein Team bei der Schnitzeljagd und die zwei sind super nett! Kann sie tanzen und mit den beiden befreundet sein?

Weike hasst es „die Neue“ zu sein! Sie ist schüchtern und steht nicht gerne im Mittelpunkt. Kommt es dennoch vor, verschlägt es ihr sofort die Sprache und wie peinlich ist das denn?

Weike ist „Die Neue“ in diesem kleinen Dorf und kann sich nicht in der Anonymität der Großstadt verstecken. Außerdem steckt sie in einem echten Dilemma: Tuba und Hinnerk sind super nett, aber sie teilt definitiv nicht ihre Leidenschaft fürs Schachtspielen. Stella und die Sofias teilen ihre Liebe zum Tanzen, sind aber unangenehme, fiese Zicken? Kann sie dennoch beides haben? Was will sie wirklich? Das lässt sich echt gut nachvollziehen, denn Tuba und Hinnerk sind wirklich zum Dahinschmelzen! Für die würde ich sogar Schachspielen! Tanzen würden mir die „Angels“ allerdings abgewöhnen, da ich sehr empfindlich bin, wenn Leute grundlos fies sind. Dabei wundere ich mich mit Weike, wieso Tuba die fiesen Kommentare von Stella einfach so schluckt... aber das wird noch verraten, versprochen. Denn wie immer, nicht alles lässt sich auf dem ersten Blick durchschauen, es gibt nicht nur schwarz und weiß... und die wenigsten Menschen sind wirklich böse... Aber sich selbst zu finden ist ganz schön schwierig, aber da scheint Weike in einer netten alten Dame eine Art Schutz- und Leitengel zu haben. Wie ich die Auflösung dieses Erzählstrangs finde, da bin ich mir noch etwas uneins, ob ich es wundervoll magisch finde, oder unpassend magisch...

Ich habe mich sehr gefreut, wieder an das wunderbare „Patina – Was ich liebe, was ich hasse“ von Jason Reynolds erinnert zu werden und habe es sofort wieder ausgekramt. Eine sehr passende Wahl, den es geht stets um die Frage „Wer bin ich und wer will ich sein?“. Es geht um Identität und Freundschaft und die widerstreitenden Interessen tief in einem drin... Gerade für die Zielgruppe ab 9 Jahren ganz wichtige Themen. Allerdings finde ich für die Zielgruppe ab 9 Jahren die Schrift definitiv zu klein. Gerade weil das Buch relativ kurz ist, wäre es ohne weiteres möglich gewesen für Schrift für junge, nicht immer sehr geübte Leser größer zu gestalten. Die Vignetten von Laura Rosendorfer sind schön stimmungsvoll, aber über Illustrationen von ihr, hätte ich mich auch gefreut.

Eine wendungsreiche und sensibel erzählte Geschichte, über ein Mädchen, dass ganz neu anfangen muss und dabei die Chance nutzen will, sich selbst neu zu (er-)finden.

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Veröffentlicht am 03.09.2025

Bitte weniger schmachten!

Black Witch - Enthüllung
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Nur dank Lucas selbstlosen Einsatz konnte Elloren in letzter Sekunde die Flucht durch ein vorübergehendes Portal gelingen. Doch wie wird man sie in den Reichen des Ostens aufnehmen? Wird man ihr überhaupt ...

Nur dank Lucas selbstlosen Einsatz konnte Elloren in letzter Sekunde die Flucht durch ein vorübergehendes Portal gelingen. Doch wie wird man sie in den Reichen des Ostens aufnehmen? Wird man ihr überhaupt zuhören, auch wenn sie existenzielle Neuigkeiten hat, die das Überleben Neulans sichern könnte hat? Während sie auf die Chance hofft, der Anführerin Neulans über Vogels neueste Macht zu unterrichten, muss sie befürchten, dass nicht nur Evan sondern auch Lucas inzwischen verstorben ist. Sollte er überlebt haben, wäre sicherlich auch er in die Hände des Obermagus und seiner Schärgen gefallen. Sie weiß nicht, welche ihrer Freunde und Verbündeten noch leben und so ist sie überglücklich, in Neulan auch einige wieder zu treffen, die sie für tot hielt.

Ellorens großer (homosexueller) Bruder Trystan und ihre Freundin die Wasser-Fae Tierney konnten sich in die Reiche des Ostens retten. Doch als Bruder der gefürchteten schwarzen Hexe schlägt Trystan blanker Hass und Misstrauen entgegen. Er bekommt extra einen eigenen Bewacher an die Seite gestellt, obwohl er und Tierney sich aktiv der Drachengarde angeschlossen haben. Er will den Kämpfern der Armee des Ostens beibringen, wie sie selbst Magier der Stufe 5 wie er einer ist, schlagen können. Das erfordert nicht nur viel Geduld und Mut, er steckt auch ohne zu Murren unheimlich viele Verletzungen ein. Dennoch bleibt er ein ausgestoßener, der lediglich von weiteren Ausgestoßenen wie den Todes-Fae akzeptiert wird. Sein Bewacher Vothendrile fühlt sich immer stärker von ihm angezogen, ebenso wie von seinem Misstrauen abgestoßen. Auch Trystan spürt die unwiderstehliche Chemie zwischen ihnen. Er scheint verdammt zu sein, hier da er endlich seine sexuellen Neigungen frei ausleben könnte, ist er jedoch zur Einsamkeit verdammt, wegen seiner gefürchteten Herkunft als Enkel der 1. schwarzen Hexe und Bruder der aktuellen.

Band 4 setzt unmittelbar da an, wo Teil 3 endete... Da hätte ich mir eine kurze Zusammenfassung zum Einstieg gewünscht.

Ehrlich, die Liebesgeschichte von Trystan und Vothendrile ist mir eindeutig zu langatmig. Dieses ewige Anschmachten.... Das hätten die Leser und Zuhörer schon schneller verstanden, dass auch die scheinbare Freiheit in den Reichen des Ostens nicht ganz so frei ist, wie erhofft. So offen man im Osten auch alternativen Lebensformen gegenübersteht, so stetig feindlicher wird die Stimmung gegenüber Fremden und Gardneriern im Besonderen.

Mir wird in diesem Band allerdings insgesamt zu viel geschmachtet und geseufzt, da jetzt jenseits der strengen Ge- und Verbote Gardneriens, die Marcus Vogel noch weiter verschärft hat, die Geflohenen endlich lieben dürfen, wen sie möchten, egal welcher Herkunft, so wie sie auch endlich jede Farbe tragen dürfen, die sie möchten und endlich Piercings und Tätowierungen erlaubt sind. Noch dazu steht das Fest des Lavendelmonds und damit der Liebenden an. Es liegt somit Liebe, Sehnsucht und Begierde in der Luft und es ist, als würden alle anderen Gedanken aus ihren Hirnen verbannt. Wir begleiten alle Freunde Ellorens durch diesen besonderen Tag und erfahren daher genau wo sie sind und was sie tun, als die Katastrophe ihren Lauf nimmt... So genau wollte ich es tatsächlich nicht wissen. So viele Perspektivwechsel fand ich dann auch wirklich anstrengend, nur um zu verdeutlichen, dass alle gerade friedlich und glücklich waren, als Marcus Vogel zu seinem nächsten Schlag ausholt...

Gut gefällt mir die Unsicherheit, wer von den bekannten und geliebten Charakteren noch lebt und wer in diesem Band sein Leben lassen wird. Auch hier bewahrheitet sich: Totgesagte leben länger! Nicht nur dass, einige werden sogar durch die Stärke ihrer Verbündeten wiedergeboren. Wer sich noch an die Prophezeiung aus Teil 1 erinnert, dem ist bewusst, dass sie sich genau jetzt zu erfüllen scheint, oder Elloren eben diese Lügen straft....

Die begnadete Dagmar Bittner ist zum Glück auch diesem Teil treu geblieben. Ich bewundere ja sehr, wie sie all diese Namen flüssig spricht, als hießen sie Anna und Paul, so ziemlich die einzigen Namen, die nicht vorzukommen scheinen ;) Es klingt bei ihr alles so selbstverständlich und natürlich.... aber klar, in Aerda versucht die Erbin der Schwarzen Hexe der Natur ganz nah zu kommen. Lebendig weckt sie immer neue Spannungsbögen und lässt auch das ewige Schmachten nicht lächerlich wirken.

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Veröffentlicht am 03.09.2025

Prima für Teens, die die Welt erobern wollen!

Rebel Girls - das Original. Cookbook for Rebel Girls
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Rebel Girls ist eine weltweit bekannte, vielfach ausgezeichnete Empowerment-Marke. Sie hat es sich zum Ziel gesetzt, Mädchen zu stärken und beim Erwachsen werden zu begleiten. Was könnte einem mehr Freiheit ...

Rebel Girls ist eine weltweit bekannte, vielfach ausgezeichnete Empowerment-Marke. Sie hat es sich zum Ziel gesetzt, Mädchen zu stärken und beim Erwachsen werden zu begleiten. Was könnte einem mehr Freiheit und Unabhängigkeit schenken, als gut für sich selbst zu sorgen und kochen zu können? Hier geht es nicht um den Sonntagsbraten, um den Ehemann vor der Schwiegermutter stolz zu machen, sondern um leichte und einfache, zeitgemäße Küche und Ernährung die jungen Mädchen überall auf der Welt schmeckt, nicht zu aufwendig ist und ihre Eigenständigkeit stärkt.
Neben diesen 50 Rezepten z.T. Von Frauen, die auf ihrem Gebiet die Welt ein wenig aus den Angeln gehoben haben, gibt es auch ermutigende Geschichte, von diesen Frauen, die sich ihren ganz besonderen Platz in der Welt erkämpft haben. Dabei lieben sie es, sich und ihre Freundinnen oder Familien und leckerem Essen zu beglücken, ohne ein Heimchen am Herd zu sein. Es geht nicht um eine Bräuteschule, sondern um Eigenständigkeit und Spaß an der (gemeinsamen) Essenszubereitung. Schritt für Schritt erklärt, teilweise mit Fotoanleitung, mit Rezepten und Einkaufslisten, Angabe der Personenzahl, Kennzeichnung von veganen oder vegetarischen Rezepten, Aufforderungen zur eigenen Kreativität, Warnhinweisen, wenn Hilfe von Erwachsenen notwendig ist, Kennzeichnung von Rezepten ohne Messer, Herd oder Toaster.... Dieses Kochbuch richtet sich also auch schon an ganz junge Köchinnen!

Also, ich finde es ja süß, dass es extra Kennzeichnungen gibt, für Rezepte, bei denen Erwachsene in der Nähe sein sollte, oder Rezepte ohne Messer... aber ehrlich, unsere Azubine hat sich kurz vor ihrem 18 Geburtstag mit einer Tütensuppe für 1 Tasse nur mit dem Wasserkocher die Beine so verbrüht, dass sie 2 Wochen krank geschrieben war... Alter ist nicht alles, ich bin der Meinung: früh übt sich! Wer früh lernt mit Herd und Messer umzugehen (und schon im Kindergarten wurde Obst geschnippelt und Scheren benutzt) dem passieren auch später deutlich weniger Unfälle in der Küche (andere sind dafür dennoch nie zu alt).

Einige Rezepte haben meine Töchter quasi sofort angesprungen wie die Schnipp-Schnapp-Nudeln mit Kimchi, die superschnelle cremige Tomatensuppe, das vegane Eis nur aus angegammelten Bananen, Tassenkuchen mit Datteln.... und Avocado-Toast.

Die Rezepte durften mit in dem Urlaub und die Avocado-Baguettes gab es dann immer wieder in den wildesten Varianten und auch das Bananen-Eis wurde immer weiter verfeinert, z.B. auf Crèpes mit geschmolzener Schokolade....

Da dieses Buch sich aber auch ausdrücklich auch an ganz junge Köchinnen richtet, wird in dem Kapitel „Wir stürmen die Küche – Über dieses Buch“ auch erst mal ganz grundlegende Grundkenntnisse vermittelt, z.B. Wie man den Kern aus der Avocado bekommt, Chilis vorbereitet, Knoblauch schält und hackt, man das beste Zitronenaroma erhält... Gut informiert, klappt das alles auch ohne Tränen (gerade bei den Chilis). Wer gut genug lesen kann, um die Rezepte zu verstehen, ist auch alt genug um sie nachzumachen, würde ich sagen. Dabei werden auch einige fertige Zutaten wie Tortilla-Fladen oder Tacos verwendet, oder Tomaten aus der Dose... Es soll extra nicht zu kompliziert sein.

Die Food-Storys oder Food Facts zu den jeweiligen Rezepten sind schön kurz und knackig und bleiben haften! Die Rebel-Girl Storys sind auch schön anschaulich beschrieben, sie inspirieren und helfen Mädchen sich nicht so leicht unterkriegen zu lassen.

Weil es überall auf der Welt tolle Frauen und Mädchen und ihre Geschichten gibt, sind diese Rezepte ganz international. Also seid mutig und probiert Euch durch die Küchen der Welt!

Meine älteste Tochter lebt vegan, zucker- und weizenfrei und auch sie hat Rezepte gefunden, die für sie geeignet waren, da sich die Rezepte wirklich sehr gut anpassen lassen. Das Eis hat es uns besonders angetan, da es endlich mal ein veganes, zuckerfreies Eis war, das nicht so fad schmeckt. Wir sind nicht alle immer angetan, von diesen Lebensmitteleinschränkungen.

Die Schnipp-Schnapp-Nudeln kamen super an, auch wenn wir saisonal kein Kimchi nahmen. Die wird es nun öfter geben, den Rest gibt es ohnehin ständig. Schaut Euch auf den Bildern an, was wir so fabriziert haben!

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Veröffentlicht am 03.09.2025

Wäre die Schule doch nur aufregender!

Krawall im Klassenzimmer - Hitzefrei für alle!
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Fritzi aus der 5 d ist stinksauer! Die blöde 5 a hat das Völkerballturnier nur gewonnen, weil Nils gegen die Regeln verstoßen hat und ihr den Ball an den Kopf geworfen hat! Das schreit nach Rache! Sie ...

Fritzi aus der 5 d ist stinksauer! Die blöde 5 a hat das Völkerballturnier nur gewonnen, weil Nils gegen die Regeln verstoßen hat und ihr den Ball an den Kopf geworfen hat! Das schreit nach Rache! Sie ist daher fest entschlossen, den Wettbewerb der Schülerzeitung „Das blaue Auge“ um den originellsten Schulstreich zu gewinnen und mal ordentlich für Action zu sorgen. Natürlich dürfen sie und ihre Mitstreiter nicht erkannt werden! Doch erstaunlicher Weise nehmen Nils und die anderen Streber aus der 5 a, der Lieblingsklasse der Direktorin, die Herausforderung an! Da kann sich die Schule auf was gefasst machen und das so kurz vor dem Schuljubiläum und den Schulferien!

Wer wünscht sich das nicht, gerade vor den Ferien: Mehr Spaß und Chaos in der Schule, wenn es eh viel zu heiß zum Lernen ist?! So ist es einfach zu schnarchig und die Direktorin versteht eh keinen Spaß und zieht aus irgendeinem Grund immer die 5a vor, die sogar als einzige der Schule eine Tablet-Klasse ist! Warum immer die? Fritzi ist pfiffig, super sportlich, voller Ideen und versteht sich super mit ihren Mitschülern. Da wäre es doch gelacht, wenn sie nicht den coolsten Streich der Schule hinbekämen und es nicht nur in die Digitalausgabe der Schülerzeitung „Das blaue Auge“ schaffen, sondern auch noch Hitzefrei für die ganze Schule hinbekämen. Die Sache mit dem Hitzefrei ist eh so unfair. Wo messen die eigentlich die Temperatur? Im Kühlschrank der Direktorin? Doch mit List und Tücke und guten Beziehungen lässt sich sicherlich einiges machen. Allerdings ahnt sie nicht, dass Nils nicht nur aus Ehrgeiz die Herausforderung angenommen hat, sondern auch, weil er auf sie steht.... Was beide nicht ahnen: es gibt einen guten Grund, warum die Direktorin Strewisch die 5 a so bevorzugt... es ist ein Grund, der diese zwei verfeindeten Klassen noch ganz mächtig zusammenschweißen wird!

Locker flockig, mit Herz und Humor wird hier diese Klassenfehde zelebriert. Dabei gefällt mir sehr gut, dass niemand ausgeschlossen wird, sondern gemeinsam gearbeitet wird, besonders, als die Schüler checken, was die Rektorin vorhat und welche Konsequenzen das für einen von ihnen hätte... Das Thema können alle Unterstufenschüler super nachvollziehen und sie werden mit Freude, lesen, was sich diese Fünftklässler so einfallen lassen.

Damit dieses Buch auch wirklich jeder lesen kann, ist die Schrift schön groß und besonders gut lesbar. Die Kapitel sind kurz, knackig, ohne endlose Beschreibungen und die Sprache ist altersgerecht entstaubt. Statt engbedruckter Seiten mit Bandwurmsätzen, sind die Seiten mit Illustrationen von Julia Weinmann und gut verständlicher Sprache ohne komplizierte Fremdwörter aufgelockert. Dabei sind die Zeichnungen altersentsprechend und nicht kindlich oder kindisch. Sie unterstützen aber die Geschichte und wer noch Schwierigkeiten mit dem Lesen hat, wird sich durch diese, alles besser vorstellen können.

Natürlich gibt es nicht nur eine spaßbefreite Direktorin, sondern auch patente Hausmeisterinnen und einen furchtbar grummeligen Kioskbetreiber, der meint Schüler verpfeifen zu müssen... Da hier auf Klischees gepfiffen wird, sind die Hausmeisterinnen ein Paar und die Schüler sind so bunt gemischt wie das Leben und warum sollen Nerds nicht auch Kopftücher tragen dürfen... Vorurteile sind dazu da, abgebaut zu werden, bitte in möglichst jungen Jahren und mit Humor...

Wer den „Hammer-Preis“ der Schülerzeitung gewinnt, will ich natürlich ebenso wenig verraten, wie, womit! Aber am Ende sind alle stolz auf ihre Gemeinschaftsleistung. Für Jungen und Mädchen ab 10 Jahren.

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