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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.06.2019

Ein Fall aus Kriegszeiten

Unbarmherzig (Ein Gina-Angelucci-Krimi 2)
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Das Cover des Buches ist wie bei allen Büchern von Inge Löhnig außergewöhnlich. Auf der einen Seite idyllisch, aber doch auch bedrohlich. Es gefällt mir richtig gut.

Inhalt: Nach ihrer Elternzeit kehrt ...

Das Cover des Buches ist wie bei allen Büchern von Inge Löhnig außergewöhnlich. Auf der einen Seite idyllisch, aber doch auch bedrohlich. Es gefällt mir richtig gut.

Inhalt: Nach ihrer Elternzeit kehrt Gina Angelucci an ihren Schreibtisch in der Cold Case Abteilung zurück. Währenddessen tritt Tino seine Elternzeit an und genießt die Zeit mit seiner kleinen Tochter.
Und Ginas neuster Fall hat es dann auch gleich in sich. In Altenbruck werden menschliche Knochen gefunden. Schnell steht fest das diese bereits 70-80 Jahre dort liegen. Gina beginnt mit ihren Ermittlungen und kommt einem tragischen Familiengeheimnis auf die Spur.

Meine Meinung: Wieder mal ein Buch das mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat. Der gewohnt spannende, flüssige und sehr informative Schreibstil der Autorin ist wie immer einfach nur toll. Besonders ist auch hier wieder der ständige Perspektivwechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart. So kommt man der Lösung des Falls mit Gina zusammen immer näher.
Auch aus dem Privatleben von Gina und Tino erfährt man wieder einiges. das finde ich immer besonders schön, wenn ich die Weiterentwicklung im Privatleben der Ermittler verfolgen kann.
Was den eigentlichen Fall betrifft hat Inge Löhnig auch diesesmal wieder sehr gut recherchiert und die einzelnen Handlungen und Geschehnisse sehr realistisch und detailiert beschrieben. Gerade die Geschehnisse in den Arbeitslagern der NS Zeit und das Verhalten der Dorfbewohner in dieser Zeit, hat sie sehr genau beschrieben.
Auch dieser Fall hat mich wieder vollkommen überzeugt und ich freue mich auf weitere Fälle für Gina, obwohl ja jetzt auch wieder mal Tino an der Reihe wäre.
Was das Privatleben der Ermittler betrifft, sollte man die Bücher in der richtigen Reihenfolge und auch die Dühnfort Reihe kennen, was den eigentlichen Fall betrifft kann man das Buch auch separat lesen.

Mein Fazit: Klare Leseempfehlung. Volle 5 Sterne

Veröffentlicht am 06.05.2019

Das Leben der Frauen

Die Geschichte der schweigenden Frauen
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Das Cover des Buches ist schon mal äußerst interessant. Es gefällt mir echt gut und passt auch hervorragend zum Inhalt.

Inhalt: Green City ist die einzige Stadt, die den Krieg überlebt hat und jetzt ...

Das Cover des Buches ist schon mal äußerst interessant. Es gefällt mir echt gut und passt auch hervorragend zum Inhalt.

Inhalt: Green City ist die einzige Stadt, die den Krieg überlebt hat und jetzt neu aufgebaut wird. Da die Bevölkerungszahlen sehr zurück gegangen sind, müßen die Frauen, die überlebt haben mit bis zu 6 Männern verheiratet sein und viele Kinder gebären.
Doch einige Frauen lehnen sich dagegen auf. Sie leben im sogenannten Panah, dem Untergrund der Stadt und schenken den Männern Liebe und Zuneigung ohne Sex. Doch eine von ihnen, Sabine, bricht nach einem Besuch bei einem der Männer auf der Straße zusammen und das Schicksal nimmt seinen Lauf.

Meine Meinung: Der Schreibstil des Buches ist sehr flüssig, interessant, spannend, wenn auch zeitweise etwas langatmig. Insgesamt hat mir die Geschichte aber gut gefallen, trotz einiger Längen mittendrin.
Die Unterdrückung der Frauen, der Druck als Gebährmaschine zu funktionieren etc. werden wirklich gut dargestellt. Auch die Ansichten der Frauen im Untergrund, allem voran Lins werden sehr gut veranschaulicht.
Besonders gefallen hat mir in diesem Zusammenhang auch, das man die von statten gehende Wendung und Meinungsänderung sehr gut nachvollziehen kann. Auch die unterschiedlichen Einstellungen, der Frauen im Panah und der Frauen in Green City kann man sehr gut erkennen. Schlimm finde ich hierbei allerdings, das egal wo die Frauen leben, sie letztendlich Opfer doch alle Opfer der Männerwelt sind.
Mein Fazit: Eine gelungene asiatische Dytopie, die trotz kleínerer Schwächen eine klare Leseempfehlung erhält.

Veröffentlicht am 06.05.2019

Spannung pur

Golden Cage. Trau ihm nicht. Trau niemandem. (Golden Cage 1)
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Das Cover des Buches ist schon mal der Hammer. Es gefällt mir echt gut. Es hat sowas geheimnisvolles und ist gleichzeitig düster und erfrischend.

Inhalt: Nach außen wahren Faye und Jack mit ihrer Tochter ...

Das Cover des Buches ist schon mal der Hammer. Es gefällt mir echt gut. Es hat sowas geheimnisvolles und ist gleichzeitig düster und erfrischend.

Inhalt: Nach außen wahren Faye und Jack mit ihrer Tochter Julienne den Anschein einer glücklichen Unternehmer Familie. Doch der Schein trügt. Jack ist nicht der liebende Familienvater. Er tyrannisiert, betrügt und verachtet Faye, die alles für ihn aufgegeben hat. Als dann nach einer Bootstour Tochter Julienne nicht zurück kommt, zerbricht das Kartenhaus komplett. Und schnell kommt der Verdacht auf, das Jack seine Tochter ermordet hat.

Meine Meinung: Mich hat das Buch von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Ich konnte es nicht aus der Hand legen. Der Schreibstil von Camilla Läckberg ist wie bei ihren anderen Bücher absolut spannend, flüssig und fesselnd.
Faye ist für mich vom ersten Moment eine faszinierende Frau, die trotz allem nicht aufgibt. Besonders gut gefallen hat mir, wie sie letztendlich versucht hat ihren Mann zu Fall zu bringen und ihn in die Falle laufen lässt.
Jack hingegen ist ein absoluter Unsympath, der alles nur zu seinem Vorteil macht. Auch seine eigene Frau hat er unterschätzt. Aber sie hat sich jahrelang alles von ihm gefallen und geht jetzt ihren eigenen Weg, das erkennt Jack erst spät.
Besonders gefallen hat mir in diesem Zusammenhang auch, das Fayes Vergangenheit immer nur langsam beleuchtet wird und man so von dem Buch gefangen genommen wird. Denn letztendlich ist genau dieses Geheimnis, der Schlüssel zu allem.

Mein Fazit: Absolut gelungenes Thriller Debüt von Camilla Läckberg. Volle 5 Sterne.

Veröffentlicht am 29.03.2019

Gelungener Ausflug in die deutsche Geschichte

Was uns erinnern lässt
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Das Cover des Buches hat fast etwas verträumtes. Es gefällt mir richtig gut. Und irgendwie lässt schon das Cover vermuten, das das Buch in zwei Zeitebenen spielt.

Inhalt: Die junge Milla findet bei einer ...

Das Cover des Buches hat fast etwas verträumtes. Es gefällt mir richtig gut. Und irgendwie lässt schon das Cover vermuten, das das Buch in zwei Zeitebenen spielt.

Inhalt: Die junge Milla findet bei einer Wanderung am Rennsteig einen alten Keller. Darin befinden sich neben Lebensmitteln aus den 70 er Jahren auch alte Schulhefte. Sie begibt sich auf die Suche nach der ehemaligen Besitzerin. Und schließlich findet sie Christine und diese erzählt ihr dann die Geschichte des Hotel Waldeshöh und ihrer Familie, ein ehemals gutgehendes Hotel, doch dann zu DDR Zeiten enteignet, weil es zu Grenznah lag.

Meine Meinung: Mich hat das Buch von der ersten bis zur letzten Seite fesseln können. Ich bin schon in Christines Geschichte regelrecht abgetaucht. Gerade die Geschehnisse in der Vergangenheit haben einen so manches Mal den Atem stocken lassen. Wie grausam es damals im DDR Regime zu ging. Allerdings nicht nur vom Regime selbst aus, sondern auch die einzelnen Bürger untereinander. Irgendwie hatte man es darauf angelegt, das keiner dem anderen mehr vertraut.
Besonders gefallen haben mir die Wechsel von der Vergangenheit in die Gegenwart und umgekehrt.
Die einzelnen Geschehnisse werden sehr authentisch dargestellt und man hat immer wieder wechselnde Bilder vor Augen und fühlt sich jedesmal mitten in der Geschichte.
Insgesamt erinnert mich das Buch auch an einen Bericht erinnert, den ich vor einiger Zeit gesehen habe, wo es um ein Ehepaar in der Lausitz ging, die ebenfalls aus ihrem Zu Hause vertrieben wurden, damit dort Kohle abgebaut werden konnte. Es scheint so einige dieser Geschichten zu geben, wo das DDR Regime Menschen willkürlich enteignet hat.

Mein Fazit: Gelungener Ausflug in die deutsche Geschichte. Klare Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 29.03.2019

Konnte leider nicht an die Vorgänger anknüpfen

Schatten der Toten
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Das Cover des Buches ist ähnlich der ersten beiden Bände und lässt keinerlei Rückschlüsse auf den Inhalt zu.

Inhalt: Auch in diesem Fall wird Judith wieder mit den Spuren ihrer Vergangenheit konfrontiert. ...

Das Cover des Buches ist ähnlich der ersten beiden Bände und lässt keinerlei Rückschlüsse auf den Inhalt zu.

Inhalt: Auch in diesem Fall wird Judith wieder mit den Spuren ihrer Vergangenheit konfrontiert. Dieser Fall übersteigt allerdings nochmal alles vorherige. Es geht um ihren Vater Bastide Larcan. Der ehemalige Doppelagent ist vor vielen Jahren abgetaucht und beschäftigt sich jetzt mit illegalen Geschäften und anderen Verbrechen.
Doch durch den Tod einer ehemaligen Stasi Spionin, wird Judirh mit dieser Vergangenheit konfrontiert. Sie muß sich entscheiden.

Meine Meinung: Der letzte Teil der Reihe konnte leider nicht ganz an die ersten beiden Fälle anknüpfen. Der Schreibstil ist zwar genauso flüssig, spannend und fesselnd, doch ist die Geschichte an sich diesmal eher langatmiger. Der Faktor liegt zu sehr auf Judiths Vergangenheit und auf den Geschehnissen ihren Vater betreffend. Ihr eigentlicher Job kommt in diesem Band nicht mehr wirklich zur Geltung, er ist eher Nebenschauplatz. Auch wurde mir zuviel auf die Verbindungen zwischen Stasi, BND und Geschehnissen im Kalten Krieg berichtet. Auch in den Vorgängerbänden wurde ja immer wieder auf Judiths Vergangenheit geschaut bzw. Judith mit ihr konfrontiert, doch in diesem Fall wurde es leider für meinen Geschmack etwas zu sehr übertrieben. Auch Judith selbst wird oftmals einfach nur zur Nebendarstellerin. Schade, ich hätte mir ein deutlich besseres, spannenderes Ende dieser Trilogie gewünscht, allerdings bin ich auch nicht so der Spionagefan.

Mein Fazit: Leider konnte das Buch für mich nicht an die Vorgänger anknüpfen. Von daher leider nur 3 Sterne.