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Rostiges GrabBei 'Rostiges Grab' handelt es sich um den dritten Band der Thrillerreihe um Leo Asker und ihr Team der hoffnungslosen Fälle. Dieser Band kann zwar einzeln gelesen werden, da es sich um einen abgeschlossenen ...
Bei 'Rostiges Grab' handelt es sich um den dritten Band der Thrillerreihe um Leo Asker und ihr Team der hoffnungslosen Fälle. Dieser Band kann zwar einzeln gelesen werden, da es sich um einen abgeschlossenen Fall handelt, aber ich fand es schon angenehmer, dass ich die beiden Vorgängerbände:"Stille Falle" und "Eisiges Glas" gelesen hatte und somit die Entwicklung der Akteure verfolgen konnte.
Leo Askers Chef der Kriminaldirektor und ihr Widersacher Hellmann schustern ihr einen Fall unter, der eigentlich in die Abteilung Cold Cases gehören würde. Der Tod von Elena Resare vor 10 Jahren wurde nie richtig aufgeklärt. Die Leiche wurde damals in einer alte Torffabrik gefunden und ihr fehlte ein Finger. Verdächtigt wurde ihr Mann Björn, der seitdem verschwunden ist. Da der abgetrennte Finger an eine 2000 Jahre alte Moorleiche erinnerte, der ebenfalls ein Finger fehlte, wurde Elenas Leichnam ebenfalls wie diese als als Graumädchen bezeichnet.
Aber wieso landet der Fall bei Leo? Zwei jungen Urbexern wurde ein Schlüssel zugespielt mit einem Hinweis auf einen Lost Place. Während sie die Torffabrik besichtigen taucht plötzlich eine Frau auf und hat einen abgetrennten Finger bei sich........
Leo wurde in Aussicht gestellt endlich die Abteilung der hoffnungsvollen Fälle verlassen zu dürfen, aber sie muss sich an alle Regeln halten. Das geht nicht, wenn sie den Graumädchenmord aufklären will. Sie durchschaut den Trick von Hellmann und trotzdem packt sie ihr Ehrgeiz und auch die Fürsorgepflicht für ihr Team.
Martin Hill, ihr Jugendfreund und 'Gefährte' ihrer beiden letzten Fälle, ist krankgeschrieben und steckt in Geldnöten. So ist er dankbar, als eine Fotografin ihn anheuert, sie zu der Torffabrik zu begleiten und sein Urbexerwissen zur Verfügung zu stellen. So kommt es, daß Leo und Martin zwar am gleichen Fall arbeiten, aber aus verschiedenen Gründen und Herangehensweisen.
Die Handlung spielt über eine Woche, ist in kurze Kapitel unterteilt und die Spannung steigt von Seite zu Seite. Kurze Rückblicke ins Jahr 1973 und Gedanken des Graumädchens sind zwischendurch eingestreut. Es gibt brutale Szenen und somit ist dieser Thriller nichts für schwache Nerven.
Nachdem der zweite Band der Reihe etwas geschwächelt hatte, bin ich jetzt nach 'Rostiges Grab' voll im Leo Asker Fieber und freue mich auf den vierten Band, der hoffentlich nicht zu lange auf sich warten lässt.