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Veröffentlicht am 22.03.2018

sehr originell

Die Morde von Pye Hall
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Susan Ryeland ist Lektorin bei Cloverleaf Book und hat sich fürs Wochenende das neueste Manuskript des Autoren Alan Conway mit nach Hause genommen. Sie und auch ihr Chef sind schon ganz gespannt auf den ...

Susan Ryeland ist Lektorin bei Cloverleaf Book und hat sich fürs Wochenende das neueste Manuskript des Autoren Alan Conway mit nach Hause genommen. Sie und auch ihr Chef sind schon ganz gespannt auf den neuesten Fall des Detektivs Atticus Pünd. Die Detektiv Reihe hat den Verlag vor Jahren vor dem Ruin gerettet und dies ist bereits der achte Fall.
Susan liebt Detektivromane und Alan Conway knüpft an die Tradition von Agatha Christie und Arthur Conan Doyle an. Auch wenn sie den Autor nicht leiden mag, liest sie die Bücher sehr gerne. Aber gerade als Atticus Pünd den Täter bekannt geben will, endet das Manuskript abrupt. Es ist Sonntagnachmittag und sie versucht ihren Chef zu erreichen. Bis er zurückrufen wird, versucht sie selbst dahinterzukommen, wer wohl der Täter ist. Es gelingt ihr natürlich nicht und abends erfährt sie vom Tode des Autors.
Gleich am nächsten Morgen bespricht sie die Situation mit ihrem Chef. Der sieht das fehlende Kapitel nicht so dramatisch wie sie.
Und nun packt sie der Ehrgeiz, selbst einmal Detektiv zu spielen. Wo ist das fehlende Kapitel? Susan geht zur Beerdigung und beguckt sich die Besucher, später besucht sie einige Hinterbliebene, aber niemand weiß etwas darüber. Und war der tödliche Unfall überhaupt ein Unfall, oder doch Mord?
Das Buch ist raffiniert aufgebaut. Die erste Hälfte spielt im Jahre 1955, ein Detektiv, der ohne Handy oder Computer klar kommen muß. Nur sein gesunder Menschenverstand steht ihm zur Verfügung. In der zweiten Hälfte begleiten wir Susan, die auf ihre Weise versucht, einen Kriminalfall zu lösen und sich selbst in Lebensgefahr begibt.
Für mich persönlich finde ich es schade, dass meine Englischkenntnisse nicht ausreichend genug sind, das Buch in Originalsprache zu lesen. Denn die Hinweise im Buch, dass der Autor Alan Conway, bei allen Namen einen bestimmten Bezug hergestellt hat, sind mir eben, bis zu diesem Hinweis, verborgen geblieben.
Aber auch in der Übersetzung fand ich das Buch sehr gelungen und hatte einige vergnügliche Lesestunden.
Das gebundene Buch ist von der Aufmachung her gelungen, die Stärke des Papiers ist nicht so dick und fühlt sich gut an. Allerdings hat sich bei mir der Titel vom Umschlag durch 'falsche Handhabung'(ich habe es tatsächlich festgehalten beim Lesen!!) teilweise aufgelöst in silbernen Glimmer .
Ich bedanke mich bei Vorablesen und dem Insel Verlag, die mir ein Exemplar zeitnah und kostenlos zur Verfügung gestellt haben.

Veröffentlicht am 28.02.2018

Kühn ist wieder da

Kühn hat Ärger
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Teilweise wird die Martin Kühn Reihe von Jan Weiler als Krimireihe beworben. Auf dem Buch selbst steht Roman und als solchen sollte man es auch betrachten. Ein Roman der sich mit vielen Gesellschaftsschichten ...

Teilweise wird die Martin Kühn Reihe von Jan Weiler als Krimireihe beworben. Auf dem Buch selbst steht Roman und als solchen sollte man es auch betrachten. Ein Roman der sich mit vielen Gesellschaftsschichten beschäftigt.
Der Protagonist Martin Kühn ist Kommissar und hat auch einen Mord aufzuklären, aber das ist in meinen Augen nicht das Hauptthema.
Martin Kühn ist nach seinem Burn out wieder im Dienst und muß sich mit dem Todesfall eines libanesischen Jugendlichen(Amir) beschäftigen. Unvermutet muss er aber bei der Highsociety in Grünwald ermitteln. Amir war mit der Tochter aus sehr gutem Haus befreundet und war dort wohl auch gut integriert. Was stimmt hier nicht? Kann man eigentlich so reich sein und dabei auch noch so sozial und nett?
Gleichzeitig muß sich Martin Kühn immer noch mit seinem verseuchten Eigentum beschäftigen. Wie soll man es sanieren ohne Kapital? Und was ist mit seiner Ehe los? Warum trifft sich seine Frau Susanne mit dem verhassten Nachbarn und Rechten Norbert Leitz? Läuft da was zwischen den beiden? Und wer ist der Erpresser, der vergifteten Joghurt ins Regal bei Reweka stellt?
Jan Weiler hat einen tollen Schreibstil, kurzweilig, ironisch und humorvoll. Leider manchmal etwas zu ausschweifend. Mir hätte auch eine kürzere Erklärung zum Bonsai Parkett ausgereicht, dafür brauchte es nicht fünf Seiten.
Mir hat dieser zweite Band besser gefallen als der erste, aber ich persönlich reiße mich jetzt nicht um eine Fortsetzung würde sie aber wahrscheinlich, neugierig wie ich bin, gleich lesen.
Ich bedanke mich bei Vorablesen und dem Piper Verlag, die mir das Buch zeitnah und kostenlos zur Verfügung gestellt haben.

Veröffentlicht am 21.02.2018

Louisa Clark

Mein Herz in zwei Welten
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Mein Herz in zwei Welten ist der dritte Band mit der Protagonistin Louisa Clark. Es empfiehlt sich, die Vorgängerbände zuvor zu lesen, da einem sonst einige wichtige Informationen fehlen. Zum Glück hatte ...

Mein Herz in zwei Welten ist der dritte Band mit der Protagonistin Louisa Clark. Es empfiehlt sich, die Vorgängerbände zuvor zu lesen, da einem sonst einige wichtige Informationen fehlen. Zum Glück hatte ich wenigstens die Verfilmung von Band eins gesehen, ansonsten hätte ich wohl nicht so viel Freude an Band drei gehabt.
Lou Clark möchte ein Jahr in New York verbringen und hat eine Stelle als Gesellschafterin bei Agnes Gropnik angenommen. Die Gropniks gehören zu der oberen Schicht in NY und haben mehrere Angestellte. Agnes ist die zweite Ehefrau und hat keinen leichten Stand in der Gesellschaft, für sie ist jeder Auftritt bei Veranstaltungen eine große Qual. So nimmt sie einfach Lou als Begleitung mit. Lou stärkt Agnes Selbstvetrauen und lernt selbst ein ganz anderes Leben kennen.
Leider leidet ihr Liebesleben stark unter der großen Entfernung und es kommt zur Trennung zwischen ihr und Sam. Und dann wird sie auch noch bei den Gropniks rausgeworfen. Angeblich hat sie viel Geld unterschlagen. Die wahre Täterin schweigt. Aber Lou hat mittlerweilen ein paar richtige Freunde in New York, die ihr Halt geben, sie stärken und unterstützen und ihr Mut machen, an sich selbst zu glauben
Die Autorin hat einen tollen Schreibstil und schildert die Begebenheit so detailliert, dass man teilweise meint, mitten im Geschehen zu sein. Man freut sich mit Lou mit, aber als Leser verdrückt man auch mal ein Tränchen, wenn für Lou gerade mal nicht die Sonne lacht. Und Frau Moyes schafft es, ein gutes Ende hinzubekommen, ohne dass es kitschig wirkt oder die Heldin sich verbiegen muß.
Ich fand es richtig schade, als die 600 Seiten Lesevergnügen vorbei waren. Ich habe die Zeit mit Lou genossen und werde jetzt die ersten beiden Bände nachholen. (Nicht nachmachen! Lieber mit Band eins beginnen!)
Ich bedanke mich bei der Mayerschen und dem Wunderlich Verlag, die mir ein Exemplar dieses wunderbaren Buches, zeitnah und kostenlos zur Verfügung gestellt haben.
Tschüs und danke Louisa Clark!!!

Veröffentlicht am 19.02.2018

tolle Reihe

D.I. Helen Grace: Eingeschlossen
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Jetzt ist es wirklich passiert; D.I. Helen Grace soll wegen mehrfachen Mordes angeklagt werden und sitzt bis zum Prozessbeginn in Untersuchungshaft. Eine schwere Zeit für sie als ehemalige Polizistin. ...

Jetzt ist es wirklich passiert; D.I. Helen Grace soll wegen mehrfachen Mordes angeklagt werden und sitzt bis zum Prozessbeginn in Untersuchungshaft. Eine schwere Zeit für sie als ehemalige Polizistin. Denn einige der Mitgefangenen haben ihre Haftzeit ihr zu verdanken und versuchen es jetzt zu vergelten. Auch vom Personal wird sie getriezt. Da sie unschuldig ist und die Hoffnungen bekanntlich zuletzt stirbt, versucht sie durchzuhalten. Auch die Golden Girls(eine Gruppierung älterer Insassinnen) sind eigentlich ganz umgänglich.
Aber eines nachts gibt es in ihrer Nachbarzelle einen Todesfall. Die Todesursache kann nicht festgestellt werden, aber als Helen von den Verstümmelungen(alle Körperöffnungen wurden verschlossen oder vernäht) an der Leiche erfährt, wird ihr Ermittlergeist geweckt. Und als es dann noch einen zweiten Todesfall gibt, herrscht pure Angst und Mißtrauen gegen alle im Knast. Und Helen steht ganz oben auf der Liste der Verdächtigen. Und das Morden geht weiter.....
Ihre frühere Kollegin Charlie ist die einzige, die an ihre Unschuld glaubt und alles dransetzt, diese auch zu beweisen. Ihre Vorgesetzten Gardam und Sanderson wollen das verhindern, denn der Fall ist ihrer Meinung nach mit der Verhaftung von Helen Grace abgeschlossen. Aber Sanderson läßt sich von Charlies Vermutungen und Beweisen überzeugen und ermittelt zusammen mit ihr weiter.
Dies ist der sechste Band der Reihe, man muß die vorherigen nicht gelesen haben, um der Handlung folgen zu können, aber man hat etwas verpasst.
Wie auch in den vorigen Büchern, wird die Geschichte parallel in mehreren Strängen erzählt. Unterteilt in kurzen Kapiteln. Der Schreibstil ist toll, sodass die Handlungen nur so vorbeifliegen und das überraschende Ende läßt auch nicht lange auf sich warten.
Ich freue mich schon auf weitere Bände dieser Reihe.

Veröffentlicht am 15.02.2018

spannende Handlung

Im Kopf des Mörders - Kalte Angst
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m Kopf des Mörders - Kalte Angst

In Düsseldorf geschehen grausame Morde. Eine Frau muß zusehen, wie der Täter ihren Ehemann und ihren kleinen Sohn regelrecht abschlachtet. Der Täter bekleidet mit einem ...

m Kopf des Mörders - Kalte Angst

In Düsseldorf geschehen grausame Morde. Eine Frau muß zusehen, wie der Täter ihren Ehemann und ihren kleinen Sohn regelrecht abschlachtet. Der Täter bekleidet mit einem Maleroverall und maskiert mit einer Fliegenmaske geht äußerst brutal vor und hinterlässt der geschockten Frau noch eine Botschaft.
Die Kommissare Max Bischoff und Horst Böhmer stehen vor einem Rätsel und haben noch keine heiße Spur, als weitere Morde geschehen. Immer nach dem gleichen Prinzip. Ein/e Überlebende/r, welche/r von der Tat berichten kann, nachdem er/sie vorher das Gräuel ansehen mußte, wie seine/ihre Liebsten umgebracht wurden.
Max Bischoff ist noch nicht wieder ganz auf der Höhe. Er hatte nach dem letzten Fall (es handelt sich bei dieser Reihe um eine Trilogie. Der erste Band heißt :Tiefe Narbe) eine Auszeit nehmen müssen und wird mit fester Hand, aber auch liebevoll von seinem Kollegen zurück ins pralle Berufsleben geleitet.
Als Leser erlebt man die Taten hautnah mit, da die Handlungen (in Kursivschrift) detailgetreu geschildert werden. Aber was will der Täter eigentlich mit seinen Botschaften vermitteln? Warum werden gerade diese Opfer ausgewählt?
Arno Strobel versteht es in seinen Thrillern immer wieder die Spannung aufzubauen und auch auf hohem Level zu halten - und das mit einem sehr flüssigen Schreibstil . Das Ende ist etwas überraschend, aber es wird so geschildert, das jedes Puzzleteilchen an seinen Platz kommt. Leider es gibt einen bösen Cliffhanger - jetzt heißt es warten, bis 2019 der dritte Teil erscheint.