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Veröffentlicht am 10.02.2017

Wer mordet da, im Spreewald?

Spreewaldtod (Ein-Fall-für-Klaudia-Wagner 2)
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Nachdem Kommissarin Klaudia Wagner im Frühjahr, wegen einer Trennung und einer längeren Auszeit wegen ihres Tinnitus', vom Ruhrgebiet in den Spreewald gewechselt war und dort gleich einen großen Fall aufklären ...

Nachdem Kommissarin Klaudia Wagner im Frühjahr, wegen einer Trennung und einer längeren Auszeit wegen ihres Tinnitus', vom Ruhrgebiet in den Spreewald gewechselt war und dort gleich einen großen Fall aufklären konnte, bei dem sie leider ihren Kollegen erschießen mußte (Spreewaldgrab) findet sie langsam wieder in den Alltag zurück.

Als sie mit Wiebke Bredau das Hechtfest besucht, beobachtet sie eine Schlägerei, geht auch dazwischen, kann aber leider die Beteiligten nicht festhalten oder die Personalien feststellen.
Am nächsten Morgen wird einer der Beteiligten tot aus dem Fließ geborgen. Es handelt sich um den rumänischen Erntehelfer Vlat. War es ein Unfall, oder Mord? Wer war dann der Täter? Sein Kontahent? Oder ging es um ein Mädel?
Klaudia ist bedient, als sie erfährt, dass sie mit ihrem Kollegen Demel zusammenarbeiten soll. Dieser hatte sie im vorherigen Fall, vor den versammelten Kollegen, sehr beleidigt. Wird er sich entschuldigen? Geht es überhaupt einzurenken? Aber Thang, ihr eigentlicher Kollege, hat sich den Fuß gebrochen und fällt für längere Zeit aus.
Also Augen zu und durch.
Als es im Laufe der Untersuchung noch einen weiteren Mord gibt, werden auch andere Mordmotive in Betracht gezogen und weiter Verdächtige unter die Lupe genommen.

Leider hat mir der zweite Fall nicht ganz so gut gefallen, wie der erste. Der Schreibstil war flüssig, aber die Handlung dümpelt zwischendurch dahin. Regionalkrimis zeichnen sich ja oft auch dadurch aus, dass auch das Privatleben der handelnden Personen genauer beschrieben wird. Ich fand es aber hier schon etwas zu viel.
Außerdem störte mich etwas, dass ein Buch von 2017 vier Jahre früher spielt. Etwas aktuellere Allgemeinthemen wären schöner gewesen.

Ich freue mich aber trotzdem schon auf weitere Fälle aus dem Spreewald, da mir die Kommissarin sehr sympathisch ist.

Ich bedanke mich bei Vorablesen und dem Ullstein Verlag, die mir das TB zeitnah und kostenlos zum Lesen zur Verfügung gestellt haben.

Veröffentlicht am 16.12.2016

ein Thriller wie viele andere

Schattenkiller
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Mirko Zilahy hat mit diesem Psychothriller ein solides Werk abgeliefert; allerdings nichts was aus der großen Masse heraussticht.
In einem düsteren, regnerischen Rom, werden einige Leichen gefunden, alle ...

Mirko Zilahy hat mit diesem Psychothriller ein solides Werk abgeliefert; allerdings nichts was aus der großen Masse heraussticht.
In einem düsteren, regnerischen Rom, werden einige Leichen gefunden, alle an ausgefallenen Orten und mit einer 'Beigabe' des Täters.
Auch das Ermittlerteam passt zu dieser düsteren Stimmung. Enrico Mancini, seit kurzem Witwer, hat Depressionen und möchte eigentlich den Dienst quittieren. Ermitteln möchte er aber noch in dem Fall des entführten Chirurgen, der seine krebskranke Frau so gut behandelt hat. Er weigert sich bei den anderen Todesfällen, von einem Serientäter zu sprechen. Aber irgendwann sieht auch er die Zusammenhänge, wird dazu verdonnert ein Team zur Ermittlung zusammenzustellen und irgendwann tragen alle Mitglieder dieses Teams zur Überführung des Täters bei.
Der Täter, ist aus der Sicht des Lesers, schon ziemlich früh bekannt, trotzdem ist es interessant, wie das Team die Spuren entdeckt.
Leider ist der Thriller, aber wie viele andere vor ihm, nach einem bestimmten Schema aufgebaut.
Ein Kommissar, der unter Depressionen leidet, ungehalten ist und dem Alkohol zu oft zuspricht. Ein Team, welches gute Arbeit leistest und ein Täter, der aus einem, für sich wichtigen Grund, Menschen umbringt und immer ein Indiz auf seine Person hinterläßt.
Der Schreibstil und die Handlung sind solide aufgebaut

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Charaktere
  • Spannung
  • Handlung
  • Stil
Veröffentlicht am 14.11.2016

märchenhaft

Drachenreiter 2. Die Feder eines Greifs
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Barnabas Wiesengrund hat in Norwegen einen sicheren Platz geschaffen für Menschen und Tiere und natürlich seine gliebten Fabelwesen. Seine Frau Vita haben Ben, den Drachenreiter von Lung, adoptiert und ...

Barnabas Wiesengrund hat in Norwegen einen sicheren Platz geschaffen für Menschen und Tiere und natürlich seine gliebten Fabelwesen. Seine Frau Vita haben Ben, den Drachenreiter von Lung, adoptiert und mit Guinever, der Tochter leben sie ein zufriedenes Leben auf MIMAMEIDR.
Nachdem sie nach jahrelanger Suche in Griechenland doch noch Pegasuspferde entdeckt hatten, sind sie alle überglücklich als sich bei dem Pegasuspärchen Nachwuchs einstellen soll. Drei Eier gibt es. Leider verstirbt die Stute, bevor die Jungen schlüpfen können und zu allem Unglück, können sie eigentlich nur mit Hilfe der Mutter lebend zur Welt kommen.
Aber Barnabas wäre nicht Barnabas, wenn er nicht einen Plan hätte und diesen auch ausführen würde, auf welche Weise auch immer.
Mit Hilfe seiner vielen Freunde und Fabelwesen wird die einzige Möglichkeit gefunden: Eine Sonnenfeder eines Greifs muß her und zwar schnell.
Lung, der sich kurzzeitig auch in MIMAMEIDR aufgehalten hatte, um sich von Schieferbart zu verabschieden, kehrt in den Saum des Himmels zurück. Dort erwarten er und seine Gefährtin Maja ebenfalls Nachwuchs. Kleine Silberdrachen---Ben möchte am liebsten mit dorthin. Ihm ist das Herz sowieso schon so schwer ohne Lung; aber erst muß der Pegasusnachwuchs gerettet werden.
Cornelia Funke ist eine tolle Fortsetzung des Drachenreiters gelungen. Zwanzig Jahre nach dem ersten Buch die Fortsetzung. Zum Glück sind im Buch erst zwei Jahre vergangen, sodass wir den liebgewonnenen Personen wieder begegnen und viele neue Figuren kennen lernen. Ob gut oder böse.
Ein Fantasyroman, der als Jugendroman angeboten wird, hat zumindest eine Leserin im gesetzten Alter begeistert!!

Veröffentlicht am 02.11.2016

hin- und hergerissen

DIE WAHRHEIT
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Ich habe gerade 'Die Wahrheit' von Melanie Raabe beendet und bin noch ganz hin- und hergerissen, wie ich es bewerten will. Vor einer Woche durfte ich an einer Vorlesung mit der überaus sympathischen Autorin ...

Ich habe gerade 'Die Wahrheit' von Melanie Raabe beendet und bin noch ganz hin- und hergerissen, wie ich es bewerten will. Vor einer Woche durfte ich an einer Vorlesung mit der überaus sympathischen Autorin teilnehmen. Sie hat so toll aus ihrem Thriller gelesen und ein wenig von der Handlung erzählt, sodass ich gleich Lust bekam, das ganze Buch zu lesen. Ihr Schreibstil ist flüssig und spannend, so habe ich das ganze Buch in kürzester Zeit durch gelesen. Allerdings hat mich die Handlung dann doch enttäuscht. Ich hatte mit viel mehr Spannung gerechnet, es sollte schließlich ein Thriller sein. Aber bei Thriller wurde das Thema verfehlt. Für mich war es ein Roman, mit zwei Protagonisten, die sich einen kleinen psychologischen Krieg liefern. Das Buch besteht aus kleinen Kapiteln, in dem abwechselnd Sarah und der Fremde ihre Sicht der Dinge erzählen. Das Ende war für mich dann doch überraschend.
Das Buch war gut zu lesen, auch wenn es nicht meinen Lesegeschmack getroffen hat.

Veröffentlicht am 26.10.2016

verschworene Dorfgemeinschaft

Im Wald
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Von darts

Oliver von Bodenstein und Pia Sander ermitteln nun schon bereits zum achten Mal zusammen an einem Mordfall. Für Oliver soll es erst einmal der letzte Fall ssin, denn er möchte mindestens ein ...

Von darts

Oliver von Bodenstein und Pia Sander ermitteln nun schon bereits zum achten Mal zusammen an einem Mordfall. Für Oliver soll es erst einmal der letzte Fall ssin, denn er möchte mindestens ein Jahr Pause einlegen, um sich besser um seine kleine Tochter kümmern zu können. Deren Mutter Cosma reist mal wieder lieber in der Weltgeschichte herum. 
Aber bis er seine Pause einlegen kann passiert noch allerhand in Ruppertshain. Ein Wohnwagen brennt auf einem entlegenen Camingplatz ab. Leider findet man in den Überresten auch eine männliche Leiche. Schnell wird klar, es war Brandstiftung. Mit Todesfolge? Oder beabsichtigte Mord? Und es gibt einen Zeugen, allerdings flieht dieser und ist lange Zeit auf der Flucht. Von ihm können die Ermittler also keine brauchbaren Hinweise bekommen. 
Bald ist klar, wer der Tote ist. Es ist Clemens Herold. Kurz danach wird auch noch seine sterbenskranke Mutter Rosi im Hospiz ermordet. 
Oliver von Bodenstein ist fassungslos. Er kennt fast alle persönlich, die in die Mordfälle involviert sind. Die Toten, die Zeugen und die Verdächtigen. Und die Anschläge und Morde nehmen kein Ende. Er ist zu befangen, um weiterhin die Ermittlungen zu leiten. Dies übernimmt Pia. Zuerst einmal nur für diesen Fall, später auch für die Zeit von von Bodensteins Pause. 
Wie hängt eigentlich das Verschwinden von Artur, dem 11-jährigen Jungen und Freund von Oliver, mit den heutigen Fällen zusammen? Was geschah 1972? 
Nele Neuhaus hat es geschafft, eine dörfliche Gemeinschaft auferstehen zu lassen, die sehr glaubwürdig daherkommt.  Verschworen gegen Neue und Fremde, mißtrauisch gegeneinander, aber auch eben als Zwecksgemeinschaften aneinander gekettet. Aber nicht so düster und unheimlich wie es andere Autoren schon geschildert haben. 
Die Handlung ist spannend, auch die Handlung, welche im Hochsommer 1972 (das war wirklich wettertechnisch ein toller Sommer) spielt. 
Was mir persönlich nicht so gut gefallen hat, waren die vielen, vielen Personen aus der Dorfgemeinschaft. Teilweise habe ich schon den Überblick verloren, wer 1972 noch eines der Kinder war, wer damals schon erwachsen und wie sie heute alle Verbandes sind. Aber es gibt ja vorne ein Personenregister zur Unterstützung. 
Ein spannender Kriminalroman mit Hand und Fuß und kleinen Abstrichen.