Komische Freunde
ShelterNach 2 gescheiterten Versuche wollte ich Ursula Poznanski nun eine letzte Chance geben und griff begeistert zu Shelter.
Die Grundidee gefiel mir sehr. Allein, was so eine Spinnerei in den sozialen Medien ...
Nach 2 gescheiterten Versuche wollte ich Ursula Poznanski nun eine letzte Chance geben und griff begeistert zu Shelter.
Die Grundidee gefiel mir sehr. Allein, was so eine Spinnerei in den sozialen Medien erreichen kann. Wie sich alles mehr oder weniger verselbstständigt und teilweise aus den Fugen gerät hatte einen gewissen Unterhaltungswert.
Der Schreibstil war sehr angenehm und ich kam gut voran. Die Figuren waren alle sehr vielseitig und haben ihre eigene Dynamik ins Spiel gebracht. Aber genau das war ja auch der Knackpunkt des Ganzen. Dafür, dass es sich bei dieser Clique um Freunde handelt, haben sie sich oftmals wenig freundschaftlich verhalten. Da wird sich angezickt, statt guten Rat oder Probleme ernst zunehmen oder einfach der Kontakt abgebrochen, anstatt über Probleme zu reden. Hmmm. Schwierig.
Was mir gefallen hat war, dass ich selbst gemerkt habe, wie ich angefangen habe, meine eigenen Theorien bezüglich der Auflösung zu spinnen.
Die Auflösung selbst war dann so ein richtiger Schocker. Man wird auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt und endlich ergibt alles Sinn. Ob es sich aber so leicht immer beruhigen lässt, wenn Theorien im Internet einen gewissen lauf genommen haben? Das sei mal so dahingestellt.
Dennoch hatte ich tatsächlich viel Spaß beim Lesen und kann sogar behaupten, dass die Story einen kleinen Nachhall hat. Zumindest bei mir. Trotz kleiner Probleme mit einzelnen Charakteren wurde ich gut unterhalten und empfehle Shelter gerne weiter.