Der Moderator Ralph Caspers hat nach seinem ersten tollen Kinderbuch „Wenn Glühwürmchen morsen“ zu unserer großen Freude nochmal nachgelegt und hier mit „Wenn Riesen reisen: Neue fantastische Geschichten“ ...
Der Moderator Ralph Caspers hat nach seinem ersten tollen Kinderbuch „Wenn Glühwürmchen morsen“ zu unserer großen Freude nochmal nachgelegt und hier mit „Wenn Riesen reisen: Neue fantastische Geschichten“ wieder ein sehr empfehlenswertes Buch veröffentlicht.
Auch hier entstehen wieder aus ziemlich alltäglichen Situationen herrlich komische und fantasievolle Geschichten, die uns gut unterhalten haben.
Das Buch ist farbig illustriert, unterhaltsam, aber auch mit Tiefgang.
Also wirklich ein gleichermaßen pädagogisch wertvolles wie unterhaltsames Buch für Kinder ab 6 Jahren, aber auch größeren gefällt es bestimmt noch.
Ralph Caspers kennt man von „Wissen macht Ah!" und „Die Sendung mit der Maus" – nun hat er sein erstes Kinderbuch geschrieben und das ist richtig gut gelungen! Es wurde uns von Freunden empfohlen und wir ...
Ralph Caspers kennt man von „Wissen macht Ah!" und „Die Sendung mit der Maus" – nun hat er sein erstes Kinderbuch geschrieben und das ist richtig gut gelungen! Es wurde uns von Freunden empfohlen und wir waren damals sehr froh über diesen Tipp!
Ralph Caspers macht aus ganz alltäglichen Situationen wirklich fantastische Geschichten, die lustig und überraschend sind. Da ist zum Beispiel Greta, die behauptet, sie könne fliegen - und dann tut sie es tatstächlich.
Die Geschichten sind sehr phantasievoll, bieten aber auch einiges zum Nachdenken. Bei uns haben sie auch den Große gefallen; es ist ein absolutes Lieblingsbuch von uns gewesen damals.
Auch die farbigen Illustrationen sind passend zum Inhalt.
Ein gleichermaßen pädagogisch wertvolles wie unterhaltsames Buch für Kinder ab 6 Jahren“
Keru und Nate lernten sich an der Universität kennen. Gerade ihre kulturellen Unterschiede fanden sie spannend. Keru war mit ihren Eltern mit sechs Jahren aus China in die USA eingewandert; sie arbeitet ...
Keru und Nate lernten sich an der Universität kennen. Gerade ihre kulturellen Unterschiede fanden sie spannend. Keru war mit ihren Eltern mit sechs Jahren aus China in die USA eingewandert; sie arbeitet als Unternehmensberaterin. Nate bezeichnet sich selbst als „white trash“; er ist der erste seiner Familie, der eine Universität von innen sieht. Er forscht als Biologe; seine Eltern hätten es lieber gesehen, wenn er Jura studiert hätte. Als Keru und Nate heiraten, sind beide Elternpaare nicht wirklich begeistert:
"Kerus Mutter sprach das Wort Hochzeit wie Huchzeit aus, unbeabsichtigt, sie konnte den Unterschied nicht hören. Aber vielleicht gab es auch keinen. Was genau löste dieses Huch aus? Dass Keru ihrer Familie entrissen und nun in eine andere Familie verpflanzt wurde? Nun wuchs da plötzlich eine verdächtige, ausländische Pflanze auf einem ansonsten makellos gepflegten Rasen. "
Einzig in einer Frage sind sich die Eltern der beiden dann doch einig: Es ist an der Zeit, dass Keru und Nate ihnen Enkelkinder liefern. Doch das Paar hat sich gegen Kinder entschieden.
Widerwillig organisieren Nate und Keru zwei gemeinsame Sommerurlaube, um den Familienfrieden wieder herzustellen. Sie laden ihre Eltern in ein Ferienhaus ein, erst die Eltern von Keru, danach die von Nate. Doch was als Wiederannäherung gedacht war, endet im Aufbrechen von alten Wunden, Frustration und lange aufgestauter Wut.
"Wie sinnlos Urlaubmachen war. An einem neuen Ort zu sein mit neuen Straßen, Häusern und Menschen. Sich vorübergehend neue Angewohnheiten zuzulegen, angefangen davon, sich Wildfremden vorzustellen, bis zum Zwang, ein gutes Restaurant zu finden. Ohne die übliche Routine war sogar das Streiten um Kleinigkeiten anders. Was bei Keru die Frage aufwarf, warum sie in den Urlaub fuhr, obwohl sie keine Freude daran hatte."
„Die Ferien“ von Weike Wang ist keine leichte Urlaubslektüre, sondern eher ein tiefgründiger, gesellschaftskritischer Roman. Der Schreibstil ist ruhig und nüchtern, die Geschichte eher handlungsarm. Zwischenzeitlich fand ich das Buch etwas zäh, doch insgesamt ist es ein kluges Buch über soziale und kulturelle Herkunft, Alltagsrassismus, famililäre Erwartungen, die Entscheidung für oder gegen Kinder und die allgemeine Frage, wie man „das richtige Leben“ führt.
"Obwohl Keru sich gegen Kinder entschieden hatte, durchlief sie nach diesen Unterhaltungen immer wieder ein Wechselbad der Gefühle.
Wenn Sie die Familie nicht weiterführt, wer sonst?
Aber hatte sie es sich ausgesucht, das einzige Kind ihrer Eltern zu sein?"
Ein nicht leicht zu lesendes Buch, das aber viele interessante Themen mit Tiefgang behandelt.
Als Dorian sich vor seiner neuen Schulklasse vorstellen soll, ist da wieder sein altes Problem: Weiter als „Do…do…“ kommt er nicht – und hat damit einen neuen Spitznamen, der ihn sehr verletzt.
Selbst ...
Als Dorian sich vor seiner neuen Schulklasse vorstellen soll, ist da wieder sein altes Problem: Weiter als „Do…do…“ kommt er nicht – und hat damit einen neuen Spitznamen, der ihn sehr verletzt.
Selbst sein bester Freund Ramses, der ihm bisher immer zur Seite stand, scheint nicht mehr zu ihm zu stehen. Während Ramses sich mühelos in die neue Klasse einfügt, beschließt Dorian, nie wieder zu sprechen. Selbst als seine Klassenkameraden ihm einen Streich spielen und ihm während eines Besuchs im Naturkundemuseum zu einem riesigen, ausgestopften Vogel führen: einem Dodo.
Dorian schweigt weiter, aber auf unerklärliche Art und Weise spürt er sofort eine tiefe Verbindung zu dem Vogel ...
Dorian schweigt weiter, selbst seine geduldige Mutter kann nichts dagegen tun, dass Dorian sich in die Welt der Fantasie flüchtet. Gemeinsam mit seinem imaginären Freund, dem Dodo, scheint alles viel leichter zu sein.
" Dodo ist noch klein und wiegt fast nichts. Träume wegen nichts."
Besonders das Ende des Buchs fand ich sehr bewegend. Gerade diese Stellen, die das Innenleben von Dorian offenbaren, gehen direkt ins Herz:
"Ich versuchte, mich selbst anzuschauen, als wäre ich jemand anders. Manchmal kann ich das. Dann schaue ich sehr lange in den Spiegel, gerade so lange, bis ich mir von selbst fremd werde. Dann frage ich mich, wie ein anderer mich sehen würde, und ich stelle mir vor, ich würde mir selbst im Zug gegenübersitzen. Wäre das nett?, denke ich dann. Würde ich mich selbst nett finden? Wäre ich gern mit mir befreundet? Ich lächelte mir ein paarmal selbst zu, aber das half nicht, über einem lachenden Mund waren zwei mürrische Augen. Es war nicht mitanzusehen "
"Dann sah ich wieder in den Spiegel. Dieses Kind dort, dachte ich, das seltsame Kind mit dem schlechten Haarschnitt, das spricht nicht mehr. Das sagt schon seit Wochen kein Wort mehr. Dieses Kind hat nur einen einzigen Freund und der ist ein Vogel. Hatte.“
„Dodo“ ist ein sehr wertvolles, tiefgründiges und herzergreifendes Buch über die Kraft der Fantasie, aber auch darüber, wie wichtig gute Freund*innen sind und wie schwer ist ist, zu seinen „Schwächen“ zu stehen.
Luisa L'Audace wächst in ihrem kleinen Heimatdorf als einziges behindertes Kind auf. Lange Zeit verstand sie nicht, warum sie ausgegrenzt wurde und viele Dinge nicht machen konnte, die für Gleichaltrige ...
Luisa L'Audace wächst in ihrem kleinen Heimatdorf als einziges behindertes Kind auf. Lange Zeit verstand sie nicht, warum sie ausgegrenzt wurde und viele Dinge nicht machen konnte, die für Gleichaltrige selbstverständlich waren.
"Als ich noch klein war, dauerte es eine ganze Weile, bis ich verstand, dass ich mich durch gewisse Dinge von den Kindern in meinem Umfeld abhob. Und noch viel länger dauerte es, bis ich verstand, dass ich wieder Einfluss auf diese Umstände hatte noch, dass sie meinen Wert als Menschen ausmachten."
Als Kind verbrachte sie viel Zeit in Krankenhäusern, bei Spezialist*innen und der Therapie. Als sie mit 14 Jahren einen Rollstuhl bekommt, fühlt sie sich zum ersten Mal im Leben freier. Aber mit ihrer neu gewonnenen Mobilität nehmen leider auch die Anfeindungen zu. Es dauert lange, bis sie die Ursache dafür klar benennen kann: Ableismus, also die strukturelle Diskriminierung behinderter und chronisch kranker Menschen.
"Eine dadurch resultierende Grundsatzdiskussion, die ich regelmäßig mit nicht-behinderten Menschen führe, ist beispielsweise, warum ich mich entschieden gegen die Behauptung wäre, behinderte Menschen hätten 'besondere Bedürfnisse'. In Wahrheit unterscheiden sich unsere Bedürfnisse nämlich nicht im Geringsten von den Bedürfnissen nicht-behinderter Menschen. Lediglich die Voraussetzungen, die für uns erfüllt sein müssen, um diesen Bedürfnissen nachzukommen, sind unterschiedlich."
Das Buch ist sehr eindringlich, persönlich und verständlich geschrieben. Es ist sehr gut als Einstieg in dieses Thema geeignet; aber auch wenn man sich schon damit befasst hat, ist es meiner Meinung nach ein sehr wertvolles Buch.
Luisa L'Audace zeigt auf, warum Ableismus uns alle angeht und wie wir ihn aktiv „verlernen“ können, um eine inkulsivere Gesellschaft möglich zu machen.
"Niemand fragt: Warum kann dieses Individuum nicht an unserer Gesellschaft teilhaben? Was hindert es daran? Was braucht es dafür? Was können wir tun um seine Teilhabe zu ermöglichen?"
Das Buch hat mich beim Lesen oft aufgewühlt, betroffen und wütend gemacht. Die Autorin stellt viele gute Fragen und bietet jede Menge Stoff zum Nachdenken.
„Behindert und stolz“ ist ein Buch, das für alle nicht-behinderten Menschen Pflichtlektüre werden sollte. Denn wir alle müssen mithelfen, Barrieren zu überwinden und eine Teilhabe für alle möglich zu machen.
"Die bloße Existenz behinderter Menschen in der heutigen Zeit ist nichts anderes als Widerstand in einem Land, dass uns vor gerade mal achtzig Jahren tot sehen wollte und alles daransetzte, uns auszulöschen. Doch wir sind immer noch hier - und wir bleiben hier."