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Veröffentlicht am 30.08.2025

Der Hausmann: Ein wirklich außergewöhnliches Lesevergnügen!

Der Hausmann
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„Der Hausmann“ von Wlada Kolosowa wurde mir von einer Bekannten empfohlen – und ich bin mehr als dankbar für diesen Buchtipp, denn sonst wäre mir ein wirklich absolut außergewöhnliches Lesevergnügen entgangen.

Es ...

„Der Hausmann“ von Wlada Kolosowa wurde mir von einer Bekannten empfohlen – und ich bin mehr als dankbar für diesen Buchtipp, denn sonst wäre mir ein wirklich absolut außergewöhnliches Lesevergnügen entgangen.

Es geht hier um Tim und Thea, ein Pärchen, bei dem die Rollenverteilung mal anders ist: Er macht den Haushalt (und schreibt nebenbei an seiner Graphic Novel), sie verdient das Geld.

"Vielleicht erklärte dieser Umstand auch unser Verhältnis zur Unordnung: Theas Mutter hatte eine Putzfrau. Meine war eine. Ich konnte nur arbeiten, wenn alles schön war."

Eigentlich läuft alles ganz gut, bis sie plötzlich aus ihrer Stadtwohnung raus an den Stadtrand ziehen müssen. Im neuen Haus sammeln sich Müll und die verschiedensten Menschen aller Altersklassen und Nationalitäten.

"Dort, wo ich aufgewachsen war, war die Armut betont sauber und stets um Unauffälligkeit bemüht. Hier wucherte sie, üppig und lebendig, als wollte sie sagen: Seht her, hier bin ich, ob's euch gefällt oder nicht."

Tim freundet sich mit dem Ostukrainer Maxim an und hilft ihm beim Deutschlernen. Seiner 80-jährigen Nachbarin, Frau Birkenberg, richtet er das Internet ein. Doch eines Tages klingelt es an seinre Tür und ein fremder Typ schlägt ihm mitten ins Gesicht. Was ist hier nur schiefgelaufen?

"Der Hausmann" ist gleichermaßen witzig wie tiefgründig. Es vereint auf unvergleichliche Art und Weise Themen wie Armut, Krieg und Migration, Liebe, Gentrifizierung und vieles mehr. Das alles ist eingebettet in eine unfassbar unterhaltsame Erzählung. Der Schreibstil von Wlada Kolosowa ist originell und einfach großartig.

Das Buch fällt schon dadurch auf, dass hier verschiedene literarische und graphische Stile kombiniert werden. Kapitelweise lesen wir hier in Ich-Perspektive-Kapiteln (Tim), in Tagebucheinträgen (Maxim), in Blog-Posts (Frau Birkenberg), in Chatnachrichten (Thea) und in Graphic Novels (beigesteuert von Illustrator Raúl Soria). Allein schon diese unterschiedlichen Perspektien und Stile machen das Buch zu etwas ganz Besonderem.

Die Charaktere sind sehr authentisch, liebevoll und vielschichtig dargestellt, wirklich sehr gelungen.
Man kann sich in alle Protagonist*innen gut hineinversetzen, ihre jeweiligen Geschichten und Empfindungen gut nachfühlen.
Trotz der ernsthaften Themen wie Armut und Migration bleibt das Buch durchweg unterhaltsam und witzig. Gerade die Kombintion aus Tiefgründigkeit und Humor hat dir Autorin mehr als virtuos gemeistert!

„Der Hausmann“ ist ein Buch, das mich wirklich unfassbar begeistert und überrascht hat.
Ganz klare Leseempfehlung von mir!

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Veröffentlicht am 30.08.2025

Jugendroman über Mobbing und Körperakzeptanz, der leider nicht überzeugt

Pretty Funny for a Girl
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„Pretty funny for a girl“ von Rebecca Elliot hat mich angesprochen, da ich das Thema „Mobbing“ und Körperaktzeptanz bei einem Jugendbuch für ein aktuelles, wichtiges und gutes Thema halte.

Es geht hier ...

„Pretty funny for a girl“ von Rebecca Elliot hat mich angesprochen, da ich das Thema „Mobbing“ und Körperaktzeptanz bei einem Jugendbuch für ein aktuelles, wichtiges und gutes Thema halte.

Es geht hier um Haylah, die zusammen mit ihrer alleinerziehenden Mutter und ihrem vierjährigen Bruder zusammenlebt. Haylah ist witzig – vor allem reißt sie lieber selbst Witze über ihren Körper, bevor andere es tun. Reinster Selbstschutz. Ihre größte Leidenschaft ist Stand-up-Comedy. Dennoch kann sie sich wegen ihrer Körperformen nicht vorstellen, jemals selbst auf einer Bühne zu stehen. Lieber hilft sie ihrem Schwarm Leo, der auch Comedy macht, erfolgreicher zu werden und schreibt Witze für ihn. Tatsächlich hat Leo mit ihren Jokes ziemlichen Erfolg – und es scheint, dass er auch Haylahs Zuneingung erwidert. Oder haben Haylahs Freundinnen doch recht, und er nutzt sie nur aus?

Trotz des vielversprechenden Inhalts wurden meine Erwartungen leider nicht erfüllt.
Zum einen fand ich die Charaktere leider überhaupt nicht authenthisch, weder Haylah und die anderen Jugendlichen noch Haylahs Mutter. Haylah hat sich oft unglaublich egoistisch (vor allem ihrer Mutter gegenüber) verhalten, ich konnte mich in ihre Gefühlswelt leider nicht einfühlen.
Auch der Schreibstil hat mir überhaupt nicht gefallen. Ich konnte mich von Anfang an nicht richtig in die Geschichte einfinden; mir fehlte hier leider die nötige Tiefe.

Schade, aus diesem wichtigen Thema hätte man echt mehr machen können.
Von mir gibt es hier leider keine Empfehlung.

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Veröffentlicht am 30.08.2025

Perfekt fürs Handlettering & zum Gestalten von Grüßen

Design Paper Inspirationsbuch
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In diesem Design Paper Inspirationsbuch bekommt man jede Menge tolle, kreative Ideen fürs Handlettering und zum Gestalten von persönlichen Grußkarten, zum Geburtstag, zu Weihnachten oder zu anderen Anlässen. ...

In diesem Design Paper Inspirationsbuch bekommt man jede Menge tolle, kreative Ideen fürs Handlettering und zum Gestalten von persönlichen Grußkarten, zum Geburtstag, zu Weihnachten oder zu anderen Anlässen.
Auch für Anfänger ganz gut geeignet, man braucht nur etwas Übung. Natürlich ist jeder unterschiedlich talentiert, aber wir sind mit dem Buch ganz gut klargekommen.

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Veröffentlicht am 26.08.2025

Interessanter Grundedanke, sehr anstrengender Schreibstil

Der letzte weiße Mann
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"Der letzte weiße Mann " von Mohsin Hamid hat mich vom Grundgedanken her neugierig gemacht.
Dieser erinnert stark an Kafkas "Die Verwandlung" und ist doch besonders:
Hier wacht eines Morgens der junge ...

"Der letzte weiße Mann " von Mohsin Hamid hat mich vom Grundgedanken her neugierig gemacht.
Dieser erinnert stark an Kafkas "Die Verwandlung" und ist doch besonders:
Hier wacht eines Morgens der junge Mann namens Anders auf und stellt mit Entsetzen fest, dass er sich in einen dunkelhäutigen Mann verwandelt hat. Er reagiert fast panisch, verlässt seine Wohnung nicht, meldet sich krank. Nur seiner alten Schulfreundin/Geliebten Oona erzählt er davon.
Doch irgendwann muss Anders das Haus doch wieder verlassen, er muss Geld verdienen. Sein Chef sagt im direkt ins Gesicht: "Wenn mir das passiert wäre, ich hätte mich umgebracht."
Auch seine Umgebung scheint ihn mit der veränderten Hautfarbe anders wahrzunehmen:
"Er wusste nicht, was die Leute dachten, ob sie überhaupt irgendetwas dachten, und wahrscheinlich bildete er sich die Feindseligkeit und Ablehnung in ihren Blicken nur ein."

Nach und nach häufen sich die Berichte über ähnliche Verwandlungen, mit der Zeit verwandelt sich die weiße Mehrheit im Land und scheint zu einer Minderheit zu werden . In der namenlosen Stadt herrschen bald bürgerkriegsähnliche Zustände.
Anders Vater stirbt schließlich schwerkrank als "der letzte weiße Mann". Die Unruhen klingen ab, doch wie geht das Leben weiter?

Ich bin bei diesem Buch etwas zwiegespalten. Den Grundgedanken fand ich sehr interessant. Bei einigen Sätzen gibt es viel Stoff zum Nachdenken:

"... und suchte in seinem Blick nach etwas Weißem, irgendwo musste es doch sein, vielleicht in seinem Gesichtsausdruck, aber da war nichts, und je länger er hinsah, desto weniger weiß kam er sich vor, als wäre das Suchen danach das genaue Gegenteil von Weißsein, als rückte es dadurch nur noch weiter weg, es ließ ihn verzweifelt wirken, unsicher, so als gehörte er nicht hierher, wo er doch hier geboren war ...."

"... sagte Anders, er sei nicht sicher, ob er noch derselbe Mensch sei, anfangs hatte er das Gefühl gehabt, unter der Oberfläche immer noch er selbst zu sein, wer auch sonst, aber so einfach war das nicht, wie die Menschen um einen herum sich verhielten, beeinflusste ja auch, wie man war, wer man war ..."

Leider blieben für meinen Geschmack die Charaktere zu oberflächlich, die Protagonistin*innen blieben mir seltsam fern.
Auch der Plot ist an sich grundsätzlich gut. Der Roman zeigt zwar auf, wie unlogisch es ist, den Wert und die Identität eines Menschen allein anhand seiner Hautfarbe festzulegen – aber für mein Empfinden fehlt es hier noch an Tiefe in der Ausarbeitung; man hätte aus diesem Thema noch mehr herausholen können.

Mein zweiter Kritikpunkt betrifft den Schreibstil des Autors. Die sehr in die Länge gezogenen Sätze, nur mit Kommata getrennt, fand ich sehr anstrengend zu lesen.

Final vergebe ich 3⭐️

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.08.2025

Interessanter Grundedanke, sehr anstrengender Schreibstil

Der letzte weiße Mann
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"Der letzte weiße Mann " von Mohsin Hamid hat mich vom Grundgedanken her neugierig gemacht.
Dieser erinnert stark an Kafkas "Die Verwandlung" und ist doch besonders:
Hier wacht eines Morgens der junge ...

"Der letzte weiße Mann " von Mohsin Hamid hat mich vom Grundgedanken her neugierig gemacht.
Dieser erinnert stark an Kafkas "Die Verwandlung" und ist doch besonders:
Hier wacht eines Morgens der junge Mann namens Anders auf und stellt mit Entsetzen fest, dass er sich in einen dunkelhäutigen Mann verwandelt hat. Er reagiert fast panisch, verlässt seine Wohnung nicht, meldet sich krank. Nur seiner alten Schulfreundin/Geliebten Oona erzählt er davon.
Doch irgendwann muss Anders das Haus doch wieder verlassen, er muss Geld verdienen. Sein Chef sagt im direkt ins Gesicht: "Wenn mir das passiert wäre, ich hätte mich umgebracht."
Auch seine Umgebung scheint ihn mit der veränderten Hautfarbe anders wahrzunehmen:
"Er wusste nicht, was die Leute dachten, ob sie überhaupt irgendetwas dachten, und wahrscheinlich bildete er sich die Feindseligkeit und Ablehnung in ihren Blicken nur ein."

Nach und nach häufen sich die Berichte über ähnliche Verwandlungen, mit der Zeit verwandelt sich die weiße Mehrheit im Land und scheint zu einer Minderheit zu werden . In der namenlosen Stadt herrschen bald bürgerkriegsähnliche Zustände.
Anders Vater stirbt schließlich schwerkrank als "der letzte weiße Mann". Die Unruhen klingen ab, doch wie geht das Leben weiter?

Ich bin bei diesem Buch etwas zwiegespalten. Den Grundgedanken fand ich sehr interessant. Bei einigen Sätzen gibt es viel Stoff zum Nachdenken:

"... und suchte in seinem Blick nach etwas Weißem, irgendwo musste es doch sein, vielleicht in seinem Gesichtsausdruck, aber da war nichts, und je länger er hinsah, desto weniger weiß kam er sich vor, als wäre das Suchen danach das genaue Gegenteil von Weißsein, als rückte es dadurch nur noch weiter weg, es ließ ihn verzweifelt wirken, unsicher, so als gehörte er nicht hierher, wo er doch hier geboren war ...."

"... sagte Anders, er sei nicht sicher, ob er noch derselbe Mensch sei, anfangs hatte er das Gefühl gehabt, unter der Oberfläche immer noch er selbst zu sein, wer auch sonst, aber so einfach war das nicht, wie die Menschen um einen herum sich verhielten, beeinflusste ja auch, wie man war, wer man war ..."

Leider blieben für meinen Geschmack die Charaktere zu oberflächlich, die Protagonistin*innen blieben mir seltsam fern.
Auch der Plot ist an sich grundsätzlich gut. Der Roman zeigt zwar auf, wie unlogisch es ist, den Wert und die Identität eines Menschen allein anhand seiner Hautfarbe festzulegen – aber für mein Empfinden fehlt es hier noch an Tiefe in der Ausarbeitung; man hätte aus diesem Thema noch mehr herausholen können.

Mein zweiter Kritikpunkt betrifft den Schreibstil des Autors. Die sehr in die Länge gezogenen Sätze, nur mit Kommata getrennt, fand ich sehr anstrengend zu lesen.

Final vergebe ich 3⭐️

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