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Veröffentlicht am 17.03.2025

Nicht nur für Skater-Girls: Unterhaltsames Kinderbuch mit vier starken Mädchen-Charakteren

Die Kickflip-Bande – Rebellinnen auf Rollen
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Bei einem langweiligen Sonntagsspaziergang mit ihren Eltern lernt die Harry-Potter-verrückte Rosa zufällig die selbstbewusste Müjde kennen und kommt durch sie zum Skaten, völliges Neuland für sie! Und ...

Bei einem langweiligen Sonntagsspaziergang mit ihren Eltern lernt die Harry-Potter-verrückte Rosa zufällig die selbstbewusste Müjde kennen und kommt durch sie zum Skaten, völliges Neuland für sie! Und dann kommen auch noch die rebellische Toni und die brave Natalia zu den Mädchen dazu - und schon haben wir die Kicklip-Bande komplett.
Die vier Mädchen haben alle völlig unterschiedliche Charaktere und stammen aus ganz verschiedenen Familien/Milieus, aber das Skateboardfahren verbindet die vier ebemso wie schon bald auch eine tiefe Freundschaft. So könnte es immer bleiben, doch dann verletzt sich Natalia beim Skaten und ihre überfürsorgliche Mutter will gleich den ganzen Skatepark schließen lassen. Aber der ist doch das Zuhause der Kickflip-Bande. Sie müssen dringend etwas dagegen unternehmen!

Das Buch ist sehr modern gestaltet mit unterschiedlichen Schriftarten/Schriftgrößen sowie etlichen Illustrationen, das lockert das Buch etwas auf und ist vielleicht besonders bei „Lesemuffeln“ ein Thema. Die moderne Gestaltung hat besonders meinem Kind sehr gut gefallen.
Die Geschichte ist nicht nur für Skater-Girls geeignet, auch wenn jemand bisher mit Skateboards nicht viel am Hut hatte, kann man das Buch super lesen. Wir haben uns mit den vier starken Mädchen-Charakteren sehr gut unterhalten gefühlt!

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Veröffentlicht am 15.03.2025

"Und ich spüre meine Kindheit in mir ... - Eine Aufarbeitung

Ein Mann seiner Klasse
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In „Ein Mann seiner Klasse“ erzählt Christian Baron von seiner Kindheit in Kaiserslautern in den neunziger Jahren, wo er in ärmsten Verhältnissen mit einem gewalttätigen, alkoholkranken Vater und einer ...

In „Ein Mann seiner Klasse“ erzählt Christian Baron von seiner Kindheit in Kaiserslautern in den neunziger Jahren, wo er in ärmsten Verhältnissen mit einem gewalttätigen, alkoholkranken Vater und einer depressiven Mutter aufwuchs.
Er zeigt auf sehr persöniche und erschütternde Weise auf, was es heißt, im „reichen Deutschland“ in Armut und ohne Perspektiven aufzuwachsen, zu hungern, auf vieles verzichten zu müssen, Gewalt durch den Vater zu erleben. Und wie er trotzdem seinen Vater liebte und sich wünschte, dieser würde ihm ein anderer Vater sein. Trotz allem gelang es ihm, seinen Weg zu gehen und ein anderes, besseres Leben möglich zu machen.

Jeder trägt seine Kindheit in sich und viele von uns müssen das eine oder andere später im Leben aufarbeiten; die einen mehr, die anderen weniger. Christian Baron wuchs in extremen Verhältnissen auf. Diese literarische Umsetzung ist gleichzeitig natürlich auch eine persönliche Aufarbeitung. Teilweise kommt das sehr heftig rüber und mag manchen übertrieben vorkommen, muss aber wohl so sein, um verstanden zu werden. Es zeigt einen Teil der Gesellschaft, den manche gerne übersehen. Das ist stellenweise schockierend, aber auch sehr berührend und mutig, solch eine Vergangenheit ohne Scham zu offenbaren.

"Seit Jahren habe ich unseren alten Wohnblock nicht mehr gesehen. Jetzt stehe ich davor, und ich spüre meine Kindheit in mir, sie arbeitet wie Holz, sie beglückt wie ein Magenbitter, sie schmerzt wie ein Geschwür und sie heilt wie eine Wunde."

"Onkel Ralf hatte uns nicht beim Verein in unserer Nachbarschaft untergebracht, sondern bei einem Vorortklub, dessen Gelände von neu gebauten Einfamilienhäusern umgeben war. Noch bevor die weiterführende Schule begann, kam ich dadurch in Kontakt mit Menschen, die in einem Haus aufgewachsen waren. Die nie hungerten. Deren Mutter lebte. Die wussten, wie Urlaub gehen. Die schwimmen konnten. Deren Vater noch da war. Die keine Absagen von Gymnasien erhielten. In deren Garage zwei Autos parkten. Die an jeder Klassenfahrt teilnehmen konnten. Bei denen nicht alle paar Wochen die Polizei vor der Tür stand."

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Veröffentlicht am 15.03.2025

"Und ich spüre meine Kindheit in mir ... - Eine Aufarbeitung

Ein Mann seiner Klasse
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In „Ein Mann seiner Klasse“ erzählt Christian Baron von seiner Kindheit in Kaiserslautern in den neunziger Jahren, wo er in ärmsten Verhältnissen mit einem gewalttätigen, alkoholkranken Vater und einer ...

In „Ein Mann seiner Klasse“ erzählt Christian Baron von seiner Kindheit in Kaiserslautern in den neunziger Jahren, wo er in ärmsten Verhältnissen mit einem gewalttätigen, alkoholkranken Vater und einer depressiven Mutter aufwuchs.
Er zeigt auf sehr persöniche und erschütternde Weise auf, was es heißt, im „reichen Deutschland“ in Armut und ohne Perspektiven aufzuwachsen, zu hungern, auf vieles verzichten zu müssen, Gewalt durch den Vater zu erleben. Und wie er trotzdem seinen Vater liebte und sich wünschte, dieser würde ihm ein anderer Vater sein. Trotz allem gelang es ihm, seinen Weg zu gehen und ein anderes, besseres Leben möglich zu machen.

Jeder trägt seine Kindheit in sich und viele von uns müssen das eine oder andere später im Leben aufarbeiten; die einen mehr, die anderen weniger. Christian Baron wuchs in extremen Verhältnissen auf. Diese literarische Umsetzung ist gleichzeitig natürlich auch eine persönliche Aufarbeitung. Teilweise kommt das sehr heftig rüber und mag manchen übertrieben vorkommen, muss aber wohl so sein, um verstanden zu werden. Es zeigt einen Teil der Gesellschaft, den manche gerne übersehen. Das ist stellenweise schockierend, aber auch sehr berührend und mutig, solch eine Vergangenheit ohne Scham zu offenbaren.

"Seit Jahren habe ich unseren alten Wohnblock nicht mehr gesehen. Jetzt stehe ich davor, und ich spüre meine Kindheit in mir, sie arbeitet wie Holz, sie beglückt wie ein Magenbitter, sie schmerzt wie ein Geschwür und sie heilt wie eine Wunde."

"Onkel Ralf hatte uns nicht beim Verein in unserer Nachbarschaft untergebracht, sondern bei einem Vorortklub, dessen Gelände von neu gebauten Einfamilienhäusern umgeben war. Noch bevor die weiterführende Schule begann, kam ich dadurch in Kontakt mit Menschen, die in einem Haus aufgewachsen waren. Die nie hungerten. Deren Mutter lebte. Die wussten, wie Urlaub gehen. Die schwimmen konnten. Deren Vater noch da war. Die keine Absagen von Gymnasien erhielten. In deren Garage zwei Autos parkten. Die an jeder Klassenfahrt teilnehmen konnten. Bei denen nicht alle paar Wochen die Polizei vor der Tür stand."

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Veröffentlicht am 15.03.2025

"Und ich spüre meine Kindheit in mir ... - Eine Aufarbeitung

Ein Mann seiner Klasse
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In „Ein Mann seiner Klasse“ erzählt Christian Baron von seiner Kindheit in Kaiserslautern in den neunziger Jahren, wo er in ärmsten Verhältnissen mit einem gewalttätigen, alkoholkranken Vater und einer ...

In „Ein Mann seiner Klasse“ erzählt Christian Baron von seiner Kindheit in Kaiserslautern in den neunziger Jahren, wo er in ärmsten Verhältnissen mit einem gewalttätigen, alkoholkranken Vater und einer depressiven Mutter aufwuchs.
Er zeigt auf sehr persöniche und erschütternde Weise auf, was es heißt, im „reichen Deutschland“ in Armut und ohne Perspektiven aufzuwachsen, zu hungern, auf vieles verzichten zu müssen, Gewalt durch den Vater zu erleben. Und wie er trotzdem seinen Vater liebte und sich wünschte, dieser würde ihm ein anderer Vater sein. Trotz allem gelang es ihm, seinen Weg zu gehen und ein anderes, besseres Leben möglich zu machen.

Jeder trägt seine Kindheit in sich und viele von uns müssen das eine oder andere später im Leben aufarbeiten; die einen mehr, die anderen weniger. Christian Baron wuchs in extremen Verhältnissen auf. Diese literarische Umsetzung ist gleichzeitig natürlich auch eine persönliche Aufarbeitung. Teilweise kommt das sehr heftig rüber und mag manchen übertrieben vorkommen, muss aber wohl so sein, um verstanden zu werden. Es zeigt einen Teil der Gesellschaft, den manche gerne übersehen. Das ist stellenweise schockierend, aber auch sehr berührend und mutig, solch eine Vergangenheit ohne Scham zu offenbaren.

"Seit Jahren habe ich unseren alten Wohnblock nicht mehr gesehen. Jetzt stehe ich davor, und ich spüre meine Kindheit in mir, sie arbeitet wie Holz, sie beglückt wie ein Magenbitter, sie schmerzt wie ein Geschwür und sie heilt wie eine Wunde."

"Onkel Ralf hatte uns nicht beim Verein in unserer Nachbarschaft untergebracht, sondern bei einem Vorortklub, dessen Gelände von neu gebauten Einfamilienhäusern umgeben war. Noch bevor die weiterführende Schule begann, kam ich dadurch in Kontakt mit Menschen, die in einem Haus aufgewachsen waren. Die nie hungerten. Deren Mutter lebte. Die wussten, wie Urlaub gehen. Die schwimmen konnten. Deren Vater noch da war. Die keine Absagen von Gymnasien erhielten. In deren Garage zwei Autos parkten. Die an jeder Klassenfahrt teilnehmen konnten. Bei denen nicht alle paar Wochen die Polizei vor der Tür stand."

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Veröffentlicht am 13.03.2025

Von Liebe und Verlust: Berührender Roman, der mich leider nicht ganz überzeugen konnte

dreimeterdreißig
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"Bevor mein Leben zu einem Davor und einem Danach wurde und deines endete."

Ich kenne Jaqueline Scheiber schon von ihren Büchern "Offenheit" und "Ungeschönt", die ich beide sehr gut fand, außerdem auch ...

"Bevor mein Leben zu einem Davor und einem Danach wurde und deines endete."

Ich kenne Jaqueline Scheiber schon von ihren Büchern "Offenheit" und "Ungeschönt", die ich beide sehr gut fand, außerdem auch durch ihre Texte auf Instagram und aus dem Internet.
Umso mehr war ich gespannt auf ihren ersten Roman. Wenn man ihre persönliche Lebensgeschichte kennt, fallen einem natürlich die Parallelen zum Inhalt des Buchs auf. Schon alleine deshalb wollte ich das Buch so gerne mögen – es ist mir leider nicht ganz gelungen.

Erzählt wird in zwei Zeitebenen die Geschichte von Klara und Balázs, die sich verlieben und in einer drei Meter dreißig hohen Altbauwohnung in Wien ein gemeinsames Leben aufbauen. Doch eines Nachts liegt Balázs plötzlich leblos im Bett …

Die Geschichte ist nicht einfach zu lesen, weder vom Thema noch vom Schreibstil her. Dieser ist sehr poetisch, wirkt aber stellenweise sehr konstruiert und hat mich nicht komplett angesprochen.
Die Kapitelüberschriftend fand ich sehr originell (das dazubehörige komplette Gedicht von Lydia Daher ist am Ende des Buchs zu finden), außerdem helfen sie, sich in den zwei Zeitebenen zurechtzufinden. In der Vergangenheit wird in Rückblenden die Beziehung von Klara und Balázs erzählt, in der Gegenwart ist Klara mit dem plötzlichen Verlust und den entsprechenden Auseinandersetzungen konfrontiert.

"Es war merkwürdig, wie leicht es ihr fiel, den Tod so nüchtern zu betrachten. Vielleicht lag es daran, dass sie ihn nie wirklich gefürchtet hatte. Nicht den Tod selbst, sondern das, was er mit den Menschen machte - die Panik, die ihr in ihnen auslöste "

Ich bin nach der Lektüre wirklich zwiegespalten. Die Protagonistin blieb für mich leider recht unnahbar und emotionslos, ich konnte ihre Gefühle nicht ganz nachempfinden. Erst gegen Ende des Buchs konnte es mich stärker berühren.
Das Thema Verlust und Tod ist natürlich nicht einfach, vor allem nicht für jemanden, der dies selbst erlebt hat - hierfür meinen großen Respekt an die Autorion, das Thema als Roman zu verarbeiten.

"Eine Lücke, die die Größe der Dinge erst bemerkbar machte, als wäre die Summe all der geringgeschätzten Handgriffe das, was ein Leben ausmachte. Oder ihr Fehlen."

"Sie wollte widersprechen, sich aufsetzen, laut werden. Sie wollte ihn anschreien und mit dem Finger in alle Richtungen des Raumes zeigen, ihn fragen, ob ihm nicht klarer sei, welche Überwindung sie das koste. Hier mit ihm. Doch Balász konnte nicht ahnen, wie viel Magie sie zugelassen hatte, um sie und ihn möglich zu machen. Wie viele innere Türen sie immer wieder aufschließen musste, um nur im Ansatz zu fühlen, was in seiner gesamten Größe nur im Rückblick verstanden werden konnte. Die Liebe. Nicht weniger."

Insgesamt würde ich sagen, dass das Buch stellenweise durchaus sehr lesenswert und berührend ist und viel Stoff zum Nachdenken bietet, doch meine Erwartungen an das Buch wurden nicht ganz erfüllt. Der Funke zu meinem großen Bedauern leider einfach nicht übergesprungen. Ich vergebe daher 3 von 5 Sternen.

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