Cover-Bild dreimeterdreißig
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18,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Leykam
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: allgemein und literarisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Ersterscheinung: 03.02.2025
  • ISBN: 9783701183746
Jaqueline Scheiber

dreimeterdreißig

Roman

Ein ungleiches Paar, eine Altbauwohnung und eine Nacht, die alles verändert. Ein schmerzhaftes und wunderschönes Buch über die Liebe, das Leben und was bleibt

Drei Meter dreißig, so hoch sind die Wände der Wiener Altbauwohnung, in der Klara und Balázs leben. Zwischen knarzendem Parkett und weit geöffneten Flügeltüren sind sie gerade dabei, sich ein gemeinsames Leben aufzubauen. Doch eines Nachts verändert sich alles, Balázs liegt reglos im gemeinsamen Bett und ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.

Was bleibt von einer Liebe, wenn ein Leben endet? Wer ist man, wenn man seine Heimat verlassen hat und eine fremde Sprache spricht? Zählt die Geschichte – oder vielleicht nur eine Kaffeetasse im Spülbecken, ein letzter Blick in den Spiegel? Und wenn all das entgleitet, kann man die Zeit anhalten?

Ein intensives, bildreiches Kammerspiel, das tief in die existenziellen Fragen des Lebens eintaucht, von der Liebe erzählt und der Unfähigkeit, sie zu verlieren. Ein Buch, das erdet und zugleich schwerelos werden lässt.

»Jaqueline Scheiber lässt uns alles fühlen. Dieses Debüt ist gewaltig!« Eva Reisinger

»Wenn Verletzlichkeit und Selbstbewusstsein miteinander tanzen. Dann sind wir mittendrin in Jaqueline Scheibers Kunst!« Manuel Rubey

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.02.2025

Eine kleine Enttäuschung bleibt...

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Uff, irgendwie habe ich mich mit dem Buch echt schwer getan. Das lag überwiegend an der Protagonistin, die ich als sehr unnahbar empfunden habe. Ja, wahrscheinlich würde ich mich in Klaras Situation ähnlich ...

Uff, irgendwie habe ich mich mit dem Buch echt schwer getan. Das lag überwiegend an der Protagonistin, die ich als sehr unnahbar empfunden habe. Ja, wahrscheinlich würde ich mich in Klaras Situation ähnlich fühlen. Allerdings hat dieser Umstand dazu geführt, dass mich das Buch nicht erreichen bzw. berühren konnte. Erst im letzten Drittel ist es mir gelungen, eine Verbindung zu Klara aufzubauen, Gefühle und Emotionen nachzuempfinden und den Schmerz zu fühlen.

Das Buch hatte aber auch gute Momente. Der Kennlern-Geschichte von Klara und Balázs bin ich z.B. gerne gefolgt, ebenso dem beschriebenen Málaga Urlaub, weil ich die Plätze und Orte schon selbst besucht habe und bildlich vor mir sehen konnte. Balázs war Klara immer eine tolle Stütze, ein Wegbegleiter, eine Bereicherung für ihr Leben. Kurz gesagt: Balázs hat Klara geerdet. In Jasmin hat Klara eine verständnisvolle und geduldige Freundin gefunden. Auch ihren Bruder Frederik habe ich über die Seiten hinweg ins Herz geschlossen. Das Setting in Wien hat Erinnerungen in mir geweckt und wirklich gut zu Klara und Balázs gepasst.

Insgesamt bin ich eher unentschlossen, wie ich das Buch bewerten soll. Wie gesagt: Die Protagonistin schien mir emotional wenig erreichbar. Ich bin erst spät warm mit ihr geworden. Hinzu kommt, dass ich den Schreibstil von Jaqueline Scheiber als schwerfällig empfand. Ich bin beim Lesen immer wieder ins Stocken geraten. Die Kapitelüberschriften haben mich verwundert. Erst zum Schluss habe ich verstanden, dass sie ein Gedicht von Lydia Daher ergeben. (Das Gedicht ist am Ende des Buches abgedruckt.) Cover und Klappentext sind gelungen und machen neugierig, die Geschichte selbst konnte mich aber leider nicht gänzlich in den Bann ziehen. Eine kleine Enttäuschung bleibt also.

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Veröffentlicht am 13.03.2025

Von Liebe und Verlust: Berührender Roman, der mich leider nicht ganz überzeugen konnte

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"Bevor mein Leben zu einem Davor und einem Danach wurde und deines endete."

Ich kenne Jaqueline Scheiber schon von ihren Büchern "Offenheit" und "Ungeschönt", die ich beide sehr gut fand, außerdem auch ...

"Bevor mein Leben zu einem Davor und einem Danach wurde und deines endete."

Ich kenne Jaqueline Scheiber schon von ihren Büchern "Offenheit" und "Ungeschönt", die ich beide sehr gut fand, außerdem auch durch ihre Texte auf Instagram und aus dem Internet.
Umso mehr war ich gespannt auf ihren ersten Roman. Wenn man ihre persönliche Lebensgeschichte kennt, fallen einem natürlich die Parallelen zum Inhalt des Buchs auf. Schon alleine deshalb wollte ich das Buch so gerne mögen – es ist mir leider nicht ganz gelungen.

Erzählt wird in zwei Zeitebenen die Geschichte von Klara und Balázs, die sich verlieben und in einer drei Meter dreißig hohen Altbauwohnung in Wien ein gemeinsames Leben aufbauen. Doch eines Nachts liegt Balázs plötzlich leblos im Bett …

Die Geschichte ist nicht einfach zu lesen, weder vom Thema noch vom Schreibstil her. Dieser ist sehr poetisch, wirkt aber stellenweise sehr konstruiert und hat mich nicht komplett angesprochen.
Die Kapitelüberschriftend fand ich sehr originell (das dazubehörige komplette Gedicht von Lydia Daher ist am Ende des Buchs zu finden), außerdem helfen sie, sich in den zwei Zeitebenen zurechtzufinden. In der Vergangenheit wird in Rückblenden die Beziehung von Klara und Balázs erzählt, in der Gegenwart ist Klara mit dem plötzlichen Verlust und den entsprechenden Auseinandersetzungen konfrontiert.

"Es war merkwürdig, wie leicht es ihr fiel, den Tod so nüchtern zu betrachten. Vielleicht lag es daran, dass sie ihn nie wirklich gefürchtet hatte. Nicht den Tod selbst, sondern das, was er mit den Menschen machte - die Panik, die ihr in ihnen auslöste "

Ich bin nach der Lektüre wirklich zwiegespalten. Die Protagonistin blieb für mich leider recht unnahbar und emotionslos, ich konnte ihre Gefühle nicht ganz nachempfinden. Erst gegen Ende des Buchs konnte es mich stärker berühren.
Das Thema Verlust und Tod ist natürlich nicht einfach, vor allem nicht für jemanden, der dies selbst erlebt hat - hierfür meinen großen Respekt an die Autorion, das Thema als Roman zu verarbeiten.

"Eine Lücke, die die Größe der Dinge erst bemerkbar machte, als wäre die Summe all der geringgeschätzten Handgriffe das, was ein Leben ausmachte. Oder ihr Fehlen."

"Sie wollte widersprechen, sich aufsetzen, laut werden. Sie wollte ihn anschreien und mit dem Finger in alle Richtungen des Raumes zeigen, ihn fragen, ob ihm nicht klarer sei, welche Überwindung sie das koste. Hier mit ihm. Doch Balász konnte nicht ahnen, wie viel Magie sie zugelassen hatte, um sie und ihn möglich zu machen. Wie viele innere Türen sie immer wieder aufschließen musste, um nur im Ansatz zu fühlen, was in seiner gesamten Größe nur im Rückblick verstanden werden konnte. Die Liebe. Nicht weniger."

Insgesamt würde ich sagen, dass das Buch stellenweise durchaus sehr lesenswert und berührend ist und viel Stoff zum Nachdenken bietet, doch meine Erwartungen an das Buch wurden nicht ganz erfüllt. Der Funke zu meinem großen Bedauern leider einfach nicht übergesprungen. Ich vergebe daher 3 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 25.01.2025

dreimeterdreissig

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Inhalt siehe Klappentext.
Die Autorin Jaqueline Scheiber war mir bisher unbekannt, mir ist das Titelbild von "dreimeterdreißig" (Maßband auf Eieruhr) aufgefallen und der Klappentext klang lesenswert. Ich ...

Inhalt siehe Klappentext.
Die Autorin Jaqueline Scheiber war mir bisher unbekannt, mir ist das Titelbild von "dreimeterdreißig" (Maßband auf Eieruhr) aufgefallen und der Klappentext klang lesenswert. Ich musste mich beim Lesen daran gewöhnen, dass manche Begriff wohl österreichischer Herkunft sind, weil ich diese nicht kannte. Was mir gleich zu Beginn aufgefallen ist, sind die Kapitelnamen in der Inhaltsübersicht, die, wenn man sie fortlaufend runterliest, durchaus Sinn ergeben, sich zu Sätzen bilden, nicht einfach nur Überschriften. Beim eBook werden die Überschriften im Textfluss versetzt oder zerhackt angezeigt, das irritiert etwas.
Die Kapitel werden mal aus Sicht von Klara, mal von Balász erzählt, springen in der Zeit vor und zurück, ich konnte nicht immer ganz folgen. Das Buch mit seinen 240 Seiten liest sich meist flüssig, manchmal hakte es ein wenig. Mein Eindruck von der Geschichte ist gemischt, sie hat mich nicht umgehauen, aber auch nur wenig mitgezogen. Balász traut sich meiner Meinung nach zu wenig zu, Klara ist aufbrausend und emotional, ich mochte Jasmin mehr, als Klara. Es gab schöne Zeiten, aber auch Momente, die traurig waren. Wie kommt man klar, wenn man sich gefunden hat und plötzlich alleine ist und nur noch Erinnerungen hat? Ich habe lange überlegt, wie meine Bewertung ausfällt - es bleibt bei 3 Sternen, es fehlt mir etwas bzw. ich habe wohl etwas anderes erwartet.

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