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Veröffentlicht am 26.03.2026

Miss Merkel 4: Mord in der Therapie

Miss Merkel: Mord in der Therapie
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Inhalt siehe Klappentext.
Auffällig ist, wie bei den anderen Bänden dieser Reihe und bei anderen Büchern von Autor David Safier, das knallgelbe Titelbild. Miss Merkel und Hund Pupsi sind unverkennbar. ...

Inhalt siehe Klappentext.
Auffällig ist, wie bei den anderen Bänden dieser Reihe und bei anderen Büchern von Autor David Safier, das knallgelbe Titelbild. Miss Merkel und Hund Pupsi sind unverkennbar. Gelesen wird dieses 4. Hörbuch mit einer Laufzeit von knapp 7:40 Stunden von Nana Spier, ich höre ihr unheimlich gerne zu, idealerweise in 1,4-facher Geschwindigkeit. Leider funktioniert dies mit der Onleihe im Auto über Apple CarPlay nicht immer, da muss es dann eben in 1-facher Geschwindigkeit laufen (dafür können aber weder Verlag noch Autor etwas, das liegt wohl an der Bereitstellung). „Mord in der Therapie“ sagt schon alles - Angela bekommt Therapiestunden und kann direkt aus dem Sitzungszimmer ermitteln, was ihr sowieso viel lieber ist, als sich die Probleme anderer anzuhören oder gar über ihre eigenem Probleme zu reden. Engagiert wie eh und je stürzt sich die Ex-Kanzlerin in die Ermittlungsarbeit, kommt sich selbstverständlich mit Hannemann in die Quere und auch sonst läuft nicht alles so, wie sie es gerne hätte. Hauptaktion in dieser Folge sollte ursprünglich die Hochzeit von Mike, der gar nicht so heißt, und Marie sein, aber man kann sich in Klein-Freudenstadt sicher sein, wenn Angela die Fühler, Finger oder in dem Fall ihre Schreibfeder ausstreckt, passiert etwas Unvorhergesehenes. Amüsante Ermittlungskomödie, leider auch mit Leichen, witzig zu hören und selbstraten, wer es war. Meist gute Unterhaltung, 4 Sterne für die rüstigen Rentner, die es nicht sein lassen können.

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Veröffentlicht am 26.03.2026

Einatmen. Ausatmen.

Einatmen. Ausatmen.
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Inhalt siehe Klappentext.
Vor 2 Jahren habe ich von Maxim Leo „Wir werden jung sein“ gelesen und kürzlich die Verfilmung von „Es ist nur eine Phase, Hase“ gesehen. Mir ist das Titelbild zu „Einatmen. Ausatmen.“ ...

Inhalt siehe Klappentext.
Vor 2 Jahren habe ich von Maxim Leo „Wir werden jung sein“ gelesen und kürzlich die Verfilmung von „Es ist nur eine Phase, Hase“ gesehen. Mir ist das Titelbild zu „Einatmen. Ausatmen.“ aufgefallen, die vielen Blumen könnten tatsächlich die nötige Ruhe ausstrahlen, wenn man sich darauf einlässt. Ich selbst halte nichts von Coaches und Coaching, Trainern und Training sowie sogenannten oder selbsternannten Gurus, aber das kann ja jeder für sich selbst entscheiden. Marlene ist offensichtlich auch kein Freund davon, sich Dinge vor- und einreden zu lassen - so, wie sie gleich einen Deal mit Alex Grow (fantastischer Name…) aushandeln will. Ich denke, man sollte das Achtsamkeitstraining im Brandenburger Schloss nich todernst nehmen, sondern erstmal eine Runde entspannt ein- und ausatmen, sich Alex‘ Methoden anhören und dann entscheiden, ob man auf die Yoga-Wiese geht oder lieber nackt durch den Wald humpelt, weil einen die Waldameisen angegriffen haben, gegen die das Wildschwein noch harmlos ist. Urkomische Szenen in freier Wildbahn, zum Lachen, wäre Marlenes Situation nicht so traurig. Sehr herzlich und herzerwärmend finde ich Marlenes Austausch mit Mattissen und dessen Mutter, diese ehrlichen und echte Gespräche könnten Marlene mehr helfen, als die ganzen Therapieversuche. Alex kommt mit Connie in den Genuss einer ganz besonderen Therapie, die man für Geld nicht kaufen kann - unverstellt und spontan, wie Kinder eben sind. Ich hätte nicht gedacht, dass die Forstrettungsaktion Alex‘ beruflichen Plänen und Ziele einen anderen Stellenwert gibt und sogar er nun überdenkt, was er wirklich will und braucht. Ich finde, er wirkte zu Beginn ziemlich angestrengt, auch wenn er sich locker geben will. Auch bei Marlene scheinen die neu gewonnenen Erkenntnisse einiges bewirkt zu haben, sie redet mit ihrer Mutter - ich freue mich, dass sich Marlene so entschieden hat, wie es nun ist und dass auch Alex praktisch von seinen Kursteilnehmern gelernt hat und die Prioritäten anders setzt. Flüssig zu lesen, anregend, um mal über sich und sein Leben, seinen Lebensweg und -stil nachzudenken, auch wenn alles gut scheint, so wie es ist. Es gibt immer Möglichkeiten… Dass Autor Maxim Leo einen Schauplatz abseits der hektischen Großstädte gewählt hat, mitten im ostdeutschen Land, weitab vom Schuss, um es mal direkt auszudrücken, finde ich grandios, da kommt die Ruhe wie von selbst und gibt Bonuspunkte. Somit komme ich nach der mit 256 Seiten recht kurzen Lektüre von „Einatmen. Ausatmen.“, ohne dass ich selbst einen Kurs, Training oder ähnliches absolvieren musste, auf einen Punktestand von 5 Sternen - und das im stressigen Alltag. Bravo!

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Veröffentlicht am 21.03.2026

Ostfriesenerbe

Ostfriesenerbe
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Inhalt siehe Klappentext.
Ostfriesenerbe ist der 20. Fall für Ann Kathrin Klaasen, den Klaus-Peter Wolf wie gewohnt in Norden, Norddeich und auf den ostfriesischen Inseln spielen lässt und in dem, wenn ...

Inhalt siehe Klappentext.
Ostfriesenerbe ist der 20. Fall für Ann Kathrin Klaasen, den Klaus-Peter Wolf wie gewohnt in Norden, Norddeich und auf den ostfriesischen Inseln spielen lässt und in dem, wenn man die anderen Bände kennt, viele „alte Bekannte“ mitwirken. Nach dem Besuch der Autorenlesung am 01.03., bei der man einen Vorgeschmack auf den Kriminalroman bekam, habe ich das Buch nun selbst gelesen und mich dabei gerne an die Szenen erinnert, die der Autor vor Publikum lebendig hat werden lassen.
Die Geschichte liest sich flüssig, aber für mich nicht immer schlüssig. Für mich gibt es zu viele Anspielungen auf Sex und den damit verbundenen, merkwürdigen Vorlieben sowie Brutalität und Gewalt allgemein. Es gibt viele Tote, bewusst ermordet, aber auch mal als Unfall getarnt, ich finde es zu viel, auch für einen Krimi. Ist wirklich Ann Kathrin Klaasen das Ziel und die anderen Opfer nur der Weg dorthin? Muss das viele Blutvergießen sein?
Manchmal hat es den Anschein, als zögen sich Rupert und Co. selbst ins Lächerliche., dazu wirkt vieles konstruiert, nicht unbedingt passend oder logisch. Wie geht es mit dem „Wissen“, dem „Ostfriesenerbe“ weiter, was ist Frau Dr. Döses Mission? Erschreckend, sollte es eine solche „Möglichkeit“ wirklich geben - ich vermute, sie wird nicht nur von den Guten genutzt, sondern hauptsächlich von den Bösen. Wie ist die Verbindung zu Edgar oder laufen hier einfach zwei Stränge parallel, die im Grunde nichts miteinander zu tun haben, aber so wirken sollen? Im letzten Viertel geht es rasant zu, aber das Ende finde ich allgemein enttäuschend - zwar für zwei Personen abgeschlossen, der Rest jedoch ist und bleibt offen, warum, wieso, weshalb? Schwierig zu bewerten, die Landschaft auf Langeoog und an der Norddeicher Wasserkante sprechen für sich, beim Text tue ich mich schwerer. 2 Sterne scheinen für die Mühe, unterhalten zu wollen, zu wenig, 3 sind schon wieder zu viel, 2,5 Sterne? Wie gesagt, die Lesung war besser als der Krimi selbst. Es wird Zeit, sich von der ostfriesischen Truppe zu trennen, wenn man Elisabeth Schwarz glauben darf.

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Veröffentlicht am 15.03.2026

Das Salz in der Luft

Das Salz in der Luft
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Inhalt siehe Klappentext.
Vor 8 Monaten habe ich den ersten Teil dieser Reihe, „Das Licht in den Wellen“ gehört und habe nun nochmal meine Rezension gelesen, bevor ich mit Teil 2 startete. Auch diesmal ...

Inhalt siehe Klappentext.
Vor 8 Monaten habe ich den ersten Teil dieser Reihe, „Das Licht in den Wellen“ gehört und habe nun nochmal meine Rezension gelesen, bevor ich mit Teil 2 startete. Auch diesmal nimmt Sprecherin Sabine Kaack den Zuhörer mit nach New York, Föhr und sogar Sizilien. Sie liest sehr angenehm in 9:07 Stunden,
wie es Inge in ihren mittleren Jahren erging, als ihre beste Freundin Karolina plötzlich verstarb, Inge mit Giovanni nach Sizilien und anschließend per Auto (irre, so eine lange Fahrt!), nach Föhr reiste, um zur Geburt ihres Enkels Jan bei Schwiegertochter Mary und Sohn Tom sein zu können. Dass man sich dabei näher kommt, war so nicht geplant, wird aber auch nicht verachtet, sondern beidseitig dankend angenommen. Die beiden besten Freunde sind Geschäftsleute, aber auch Familienmenschen, und dennoch oder gerade deswegen kehrt Inge 1980 mit Ende 50 in die USA zurück. Sie und Giovanni schaffen es irgendwie, sich viele Jahre über zwei Kontinente hinweg zu lieben und treu zu bleiben, obwohl ihnen immer wieder Steine in den Weg gelegt werden, Probleme in der Familie auftreten, die alles verschieben und verzögern, bis sie endlich wieder auf Föhr vereint sind. Zu Beginn dachte ich, es geht hauptsächlich um Inges 100. Geburtstag, man hört jedoch, als Fortsetzung des 1. Teils, Inges und Giovannis gemeinsames und doch lange räumlich getrenntes Leben ab den 1980er Jahren.
Inges Sohn Tom ist spielsüchtig, will es aber nicht wahrhaben. Ich finde sein Verhalten Frau und Sohn, aber auch dem Rest der Familie, gegenüber unverantwortlich und dumm, irgendwer muss es ausbaden, wenn er es nicht schafft. Unfair, wenn man bedenkt, dass Inge ihr Leben lang hart für jeden Cent gearbeitet hatte. Hochachtung an Mary, dass sie das alles mitgemacht hat! Das Verhältnis zwischen Inge und Tom war schon immer etwas angespannt.
Man bekommt dazwischen auch kleine Einblicke in Jans Studienzeit Ende der 1990er Jahre in New York, als Oma Inge ihn besucht und er Moira Müller kennenlernt.
In der Gegenwart, 2022, geht es vorwiegend um Inges Enkelin Swantje (die Verniedlichung des Namens, Swannie, mochte ich gar nicht), die in New York mit ihren Föhrer Trachten Fuß fassen will und schließlich auch um Inges nahenden 100. Geburtstag. Swantje muss in New York erfahren, als sie gerade, mit knappen 20 Jahren, beruflich einen Schritt weitergehen kann, dass ihr Haus mitsamt Allem auf Föhr abgebrannt ist. Das könnte die örtliche Entscheidung leichter machen - oder liegt es an Matteo und dem Findelhund Giovanni?
Insgesamt hat Janne Mommsen eine weitere faszinierende, warmherzige und in jeder Hinsicht geladene (mit Arbeit, Emotionen, Liebe, und vielem mehr) Familiengeschichte über mehrere Jahrzehnte und zwei Kontinente geschrieben, bei der im Wechsel New York, Sizilien und Föhr Hauptschauplätze sind und mehrere Generationen vereint.
Es passiert einiges, an manchen Stellen schon zu viel, aber man muss die Dauer bedenken, ab und zu wirkt die Geschichte beim Hören dann wieder etwas lang, aber keineswegs langweilig. Gute Wohlfühl-Hörunterhaltung, für die ich 4,5 Sterne für die ständig starke Inge vergebe, die nie Schwäche zeigen wollte, durfte oder konnte, deren Special Potatoe Salad von Föhr in Amerika berühmt wurde und die auch mit 100 Jahren noch voll im Leben steht, in die Wellen schaut und ihren Weg geht, wohin ihr Herz sie trägt.

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Veröffentlicht am 08.03.2026

Die Bücherfrauen von Listland 2. Der Duft des Strandhafers

Die Bücherfrauen von Listland. Der Duft des Strandhafers
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Inhalt siehe Klappentext.
Ich habe vor einem knappen Jahr den ersten Teil der Dilogie gehört, konnte mich aber zu Beginn von Band zwei nur noch wage an die Personen erinnern. Nach der Leseprobe kam ich ...

Inhalt siehe Klappentext.
Ich habe vor einem knappen Jahr den ersten Teil der Dilogie gehört, konnte mich aber zu Beginn von Band zwei nur noch wage an die Personen erinnern. Nach der Leseprobe kam ich langsam wieder auf Sylt an, was mir, genau wie Amrum und Föhr, persönlich bisher, ausser aus Büchern, unbekannt ist. Husum dagegen kenne ich. Ich finde Familiengeschichten, die in mehreren Zeitebenen spielen, faszinierend und aufregend, weil die Menschen aus der Gegenwart etwas über die Vergangenheit erfahren, vielleicht sogar noch Personen aus dieser Zeit treffen und kennenlernen, die ihnen hautnah von früheren Ereignissen berichten können. So gibt es zumindest kleine Chancen, Familiengeheimnisse zu lüften. Gabriella Engelmann beschreibt die Umgebung, Landschaft, Lebewesen so, dass sich auch Personen, die noch nicht auf den Nordfriesischen Inseln waren, relativ viel gut vorstellen können, z. B. die unterschiedlichen Gräser und Gewächse, diverse Vogelarten, Menschen.
Mich machte es bereits im ersten Band traurig, dass Friso damals mit seiner Tochter Fenja verschwunden ist und seine andere Tochter Martje zurückgelassen hat. Als Fenja zurückkommt, stimmt es nicht mehr zwischen den Schwestern. Martje kreidet es Fenja an, dass man sie getrennt hat. Ich kann mir vorstellen, dass Martje deshalb außerhalb eine Stelle angenommen und sich auf den Abenteurer Hark eingelassen hat, um zu zeigen, sie braucht die Familie nicht. Nach dem Schiffsunglück und der damit verbundenen Straftat Harks fühlt sich Martje mitschuldig, gibt sich als jemand anderes aus und will einfach vergessen und in Ruhe leben. Was ist wirklich passiert, dass Martje bis zur Gegenwart verschwunden bleibt und bis auf die eine, zufällige Begegnung mit Fenja auf Amrum kein Kontakt zwischen den Schwestern besteht? Wie verbittert oder verletzt muss man sein, um einserseits seine Familie aus seinem Leben auszuschließen, andererseits online immer auf dem Laufenden über die Schwester zu sein? Das widerspricht sich für mich. Immerhin scheint Martje in Fee eine sehr gute Freundin und Unterstützerin gefunden zu haben, die ihr auch über den Tod von Nanning und Hark hinweg zur Seite steht.
Es ist sicher für die Stipendiatin Leevke nicht einfach, das Manuskript von Martjes Vater Marten Behlau zu beenden, den sie ja nicht kannte; ebenso ist Anna März immer noch auf der Suche nach Puzzleteilen für ihre Biographie über Fenja Lorenzen. Die erste Begegnung zwischen Leevke, Anna und Fenja fand ich sehr unterkühlt und welche Kettenreaktion dieses Aufeinandertreffen auslöst und wer im Endeffekt wie mit wem verknüpft, verwandt oder was auch immer ist - das lest ihr am besten selbst. Das Buch mit dem herrlichen Titelbild, eine alte verwitterte Bank im Vordergrund, im Hintergrund ein Boot im Sonnenuntergang und alles umrahmt von Sand, Strandhafer (den man auf Papier leider nicht riechen kann) und Meer liest sich mit seinen 320 Seiten ziemlich flüssig. Die Kapitel sind aufgeteilt in Fenja, Martje (hier sogar Vergangenheit und Gegenwart), Anna und Leevke. Mir persönlich wurden die „Bücherfrauen von Listland“ diesmal zu knapp erwähnt, ich glaube, im ersten Teil war dies stärker hervorgehoben. Es wird jedoch über deren Recherche- und ehrenamtliche Arbeit im Buch erwähnt, ein Job, der sicher wenig Geld bringt, dafür umso mehr Freude und Erfüllung, wenn man für Nordfriesland und Bücher lebt und liebt. Mir war die „Auflösung“ und Zusammenführung dann doch zu plötzlich und etwas zu vorhersehbar, dafür gibt es dann 4,5 Sterne, natürlich mit Leseempfehlung, denn ich habe mich den Inseln nahe gefühlt und konnte den Kopf freibekommen beim Lesen.

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