Die unendliche Geschichte
Die unendliche Geschichte - JubiläumsausgabeInhalt siehe Klappentext.
In meiner Kindheit habe ich „Die unendliche Geschichte“ gelesen, das Taschenbuch und die schönere Hardcoverausgabe (sehr schön und passend mit unterschiedlichen Schriftfarben ...
Inhalt siehe Klappentext.
In meiner Kindheit habe ich „Die unendliche Geschichte“ gelesen, das Taschenbuch und die schönere Hardcoverausgabe (sehr schön und passend mit unterschiedlichen Schriftfarben für Phantásien und Bastians reale Welt) stehen im Regal, natürlich kennt man die Verfilmungen und nun folgte das Hörbuch. Ich persönlich höre am liebsten in der 1,4-fachen Geschwindigkeit. Gerd Heidenreich liest in 15:09 Stunden ziemlich passend die Geschichte des dicklichen, ungeschickten Jungen Bastian Baltasar Bux, der im Antiquariat ein Buch stiehlt und beim Lesen in die Welt von Phantásien eintaucht, diese sogar durch seinen Eintritt in diese Welt mit verändert. Durch den Verlust der Mutter fehlt Bastian eine Zugangsperson, die der Vater nicht ausgleichen kann, Freunde hat er keine, wird gehänselt. In Phantásien kann er ein Held sein, kann die Kindliche Kaiserin retten, freundet sich mit Atreju an und verzankt sich mit ihm - hier fand ich Bastian ziemlich überheblich und selbstverliebt, er hat es meiner Meinung nach ziemlich übertrieben, dafür habe ich ihm Sterne abgezogen. Meine Lieblingsfigur ist der Glücksdrache Fuchur, auf dem ich in meiner Kindheit in den Bavaria Filmstudios gesessen habe und dies vor 2 Jahren mit meinen Kindern wiederholt habe. An das Buch im Buch selbst konnte ich mich kaum mehr erinnern, die Verfilmung ist ganz anders als Buch und Hörbuch (nicht so ausführlich). Beim Hören gab es viele spannende Stellen, aber auch einige zähe, vermutlich weil ziemlich umfangreich ausgeschmückte Parts (auch hier Abzug), das Ende fand ich nach den ganzen Unruhen und Chaos, in dem es fast geendet wäre, passend, beruhigend, ausgeglichen. Ob Bastian ohne ausreichende Vorstellungskraft überhaupt in Phantásien angekommen wäre? Wäre es einem anderen Leser ebenso ergangen? Man weiß es nicht, wird es nicht erfahren und das ist das Schöne an Büchern - sie sind für jeden Lesenden anders, für Kinder und Erwachsene unterschiedlich.
Von mir gibt es 3,5 Sterne für die beiden Schlangen, die in ihrer Position auf dem Medaillon die Unendlichkeit darstellen, für die Geschichte in der Geschichte, die immer neu geschrieben wird, für all die verschiedenen Figuren und Wesen in Phantásien und in unserer Welt, die den Lesenden zum Verweilen mitnehmen, manchmal phantasisch, manchmal unendlich.