Cover-Bild Fräulein Gold: Der Preis der Freiheit
Band 8 der Reihe "Die Hebamme von Berlin"
(8)
  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
18,00
inkl. MwSt
  • Verlag: ROWOHLT Taschenbuch
  • Themenbereich: Belletristik - Krimi: Historisch
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 432
  • Ersterscheinung: 11.11.2025
  • ISBN: 9783499013416
Anne Stern

Fräulein Gold: Der Preis der Freiheit

Berlin, 1932: Hulda Gold hat eine neue Wirkungsstätte als Hebamme gefunden. Im berüchtigten Frauengefängnis Barnimstraße  versorgt sie inhaftierte Schwangere und entwickelt einen guten Draht zu den oftmals verzweifelten Frauen. Als innerhalb der Gefängnismauern eine junge Insassin völlig unerwartet stirbt, kann Hulda nicht untätig bleiben. Bald kommen Zweifel wegen der Todesursache auf, und der Verdacht fällt auf Anna Marwitz, die bereits wegen Mordes verurteilt ist. Doch Hulda kann nicht glauben, dass diese verschüchterte Frau, die kurz vor der Entbindung ihres ersten Kindes steht, wirklich eine mehrfache Mörderin sein soll. Mit der Aufklärung des Falls wird ausgerechnet Irma Siegel betraut. Hulda und die Kriminalkommissarin kennen sich von früher, und sie gingen nicht als Freundinnen auseinander. Aber während sich die politischen Kräfte in Deutschland immer mehr radikalisieren, müssen sie nun gemeinsam gegen das Unrecht kämpfen – für die Zukunft aller Frauen und auch die ihrer eigenen Familien.

Dieses Produkt bei deinem lokalen Buchhändler bestellen

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.01.2026

Eine gigantische Fortsetzung

0

Voller Spannung und Neugierde habe ich auf den 8. Band der Reihe „Die Hebamme von Berlin“ aus der Feder der Spiegel Bestsellerautorin Anne Stern gewartet. Eine spannende Saga, in der die Autorin uns ins ...

Voller Spannung und Neugierde habe ich auf den 8. Band der Reihe „Die Hebamme von Berlin“ aus der Feder der Spiegel Bestsellerautorin Anne Stern gewartet. Eine spannende Saga, in der die Autorin uns ins Berlin der 1930er Jahr entführt.
Der Inhalt: Berlin, 1932: Hulda Gold hat eine neue Wirkungsstätte als Hebamme gefunden. Im berüchtigten Frauengefängnis Barnimstraße versorgt sie inhaftierte Schwangere und entwickelt einen guten Draht zu den oftmals verzweifelten Frauen. Als innerhalb der Gefängnismauern eine junge Insassin völlig unerwartet stirbt, kann Hulda nicht untätig bleiben. Bald kommen Zweifel wegen der Todesursache auf, und der Verdacht fällt auf Anna Marwitz, die bereits wegen Mordes verurteilt ist. Doch Hulda kann nicht glauben, dass diese verschüchterte Frau, die kurz vor der Entbindung ihres ersten Kindes steht, wirklich eine mehrfache Mörderin sein soll. Mit der Aufklärung des Falls wird ausgerechnet Irma Siegel betraut. Hulda und die Kriminalkommissarin kennen sich von früher, und sie gingen nicht als Freundinnen auseinander. Aber während sich die politischen Kräfte in Deutschland immer mehr radikalisieren, müssen sie nun gemeinsam gegen das Unrecht kämpfen – für die Zukunft aller Frauen und auch die ihrer eigenen Familien.
Wow! Was für eine fantastische Fortsetzung. Ich muss gestehen, dass ich schon richtig süchtig nach dieser Buchreihe bin. Die Autorin versteht es jedes Mal, den Leser von Anfang an in den Bann der Geschichte zu ziehen. Mittlerweile sind mir schon fast alle Figuren bestens vertraut. Allen voran die liebenswerte Hulda, die mir schon lange ans Herz gewachsen ist und deren Leben ich voller Spannung begleite. Auch dieses Mal stehe ich nach Beendigung des Buches – indem die Autorin uns längst vergangene Geschichte deutlich vor Augen führt – unter Strom. Der Schreibstil der Autorin ist einfach großartig und der Spannungsbogen enorm. Es hat sich ja einiges getan in Huldas Leben. Nun ist sie Ehefrau und Tochter Meta wird eingeschult. Auch blüht Hilda in ihrem Beruf wieder auf, auch wenn die Wirkungsstätte etwas gewöhnungsbedürftig ist. Doch immer mehr ist der Umbruch zu spüren, in Deutschland verändert sich vieles. Auch Hulda und ihre Lieben verfolgen dies mit großer Sorge. Und Hulda wäre nicht Hulda, wenn ihr nicht manches seltsam vorkommt. Dieses Mal gibt sie Kommissar Siegel einen kleinen Anstoß und plötzlich steckt Hulda wieder mitten in einem neuen Fall. Hier bekomme ich richtig Gänsehautfeeling, wenn ich mir gewisse Szenen vor Augen führe. Doch nicht nur dies stellt Hulda vor eine große Herausforderung und auf einmal kommt sie zum Umdenken, denn was gibt es Wichtigeres als die Familie und eine sichere Zukunft. Die Autorin lässt uns an längst vergangene Geschichte teilhaben und ich bin schon neugierig, welche Auswirkungen diese auf Huldas Leben haben wird.
Für mich ist ein diese interessante und spannende Lektüre ein absolutes Lesehighlight, das ich von der ersten bis zur letzten Seite genossen habe. Selbstverständlich vergebe ich für diese Traumlektüre, mit der ich Traumlesestunden verbracht habe, 5 Sterne. Das Cover hat für mich auch schon einen gewissen Wiedererkennungswert. Finde ich klasse.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.01.2026

Fräulein Gold 8: Der Preis der Freiheit

0

Inhalt siehe Klappentext.
Ich kenne bereits alle anderen Teile von Anne Sterns „Fräulein Gold“-Reihe, die meisten als Hörbücher; dieser 8. Band „Der Preis der Freiheit“ mit seinen 432 Seiten, welcher im ...

Inhalt siehe Klappentext.
Ich kenne bereits alle anderen Teile von Anne Sterns „Fräulein Gold“-Reihe, die meisten als Hörbücher; dieser 8. Band „Der Preis der Freiheit“ mit seinen 432 Seiten, welcher im Jahr 1932 in Berlin spielt, lässt sich sehr flüssig lesen. Hulda Gold kann endlich wieder im Hebammenberuf aufgehen, Meta ist sicher in der ersten Klasse der Grundschule angekommen, und Huldas Mann Max Dessauer nimmt diesmal einen größeren Part ein. Seine politische Meinung, die er in Zeitschriften kundtut und ein Jobangebot in Schweden entzündet Feuer und eine Krise zwischen den Eheleuten. Schade, dass erst eine weitere Zerreißprobe die Beiden wieder näher- und zusammenbringt und Hulda zeigt, was wirklich wichtig ist im Leben. Nach diesen schlimmen Tagen finde ich, Hulda hat es verstanden und ist, trotz ihres tatsächlichen Alters noch mal etwas mehr erwachsen geworden. Aber hat die aktuelle Situation eine gemeinsame Zukunft? Ich freue mich schon auf Band 9, dessen Leseprobe am Ende zu finden ist.
Es wäre ungewöhnlich, würden sich Hulda und Kommissarin Siegel nicht erneut begegnen, allerdings sehen sich die beiden Frauen nicht mehr als Konkurrentinnen, aber auch nicht als Freundinnen, sondern, so mein Eindruck, als gleichgestellte Frauen, die für ihren Beruf, ihre Berufung leben und gegen die Ungerechtigkeit kämpfen. Irma und Hulda könnten sich gut ergänzen, wenn sie es zulassen, aber beide tun sich eben mit diesem Gedanken schwer. Ebenso wichtig finde ich den inzwischen freundschaftlichen Kontakt zu Karl, hat ja lange genug gedauert und die gelegentlichen Besuche von Hulda und Meta bei Johanns Eltern. Viktoria erscheint mir immer noch unterkühlt und geziert, das wird sich nicht mehr ändern. Friedemann ist da etwas lockerer (geworden), aber auch noch angespannt, was Hulda angeht.
Auf die Gefahr hin, dass meine Rezension aufgrund meiner Meinung aussortiert wird: Es ist traurig zu lesen, wie sich 1932 alles entwickelte und man meint heute, 2026, fast 100 Jahre später, es wiederholt sich, unfassbar, die Menschen haben wirklich nichts gelernt!
Ich hatte spannende Lesestunden, Hulda und ihr Umfeld 2 Wochen lang zu begleiten. Der Ausflug ins Frauengefängnis, das „Leben“ der Insassinnen, war wirklich aufschlussreich und grausam gleichzeitig, aber auch die alltäglichen Probleme der Familie waren Thema, dazu die politische Situation, Anne Stern versteht es einfach, ihre Leser mitzureißen! Ich habe das Buch nur ungern aus der Hand gelegt und kann guten Gewissens 5 Sterne mit Leseempfehlung vergeben.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.01.2026

Tolle Reihe

0

Berlin, 1932: Hulda Gold, inzwischen verheiratete Hebamme, beginnt eine neue Tätigkeit im Frauengefängnis Barnimstraße. Dort soll sie schwangere Insassinnen betreuen. Doch gleich zu Beginn stirbt die junge ...

Berlin, 1932: Hulda Gold, inzwischen verheiratete Hebamme, beginnt eine neue Tätigkeit im Frauengefängnis Barnimstraße. Dort soll sie schwangere Insassinnen betreuen. Doch gleich zu Beginn stirbt die junge Gefangene Ruth unter mysteriösen Umständen. Verdächtigt wird Anna Marwitz, eine Frau mit dunkler Vergangenheit. Hulda glaubt nicht an ihre Schuld und beginnt gemeinsam mit Kriminalkommissarin Irma Siegel zu ermitteln. Dabei stößt sie auf Missstände im Strafvollzug, gesellschaftliche Vorurteile und die zunehmende Radikalisierung in der Weimarer Republik. Während sie für Gerechtigkeit kämpft, muss Hulda auch ihre Familie schützen und sich fragen, wie viel Freiheit in einer Welt voller Hass noch möglich ist.

Anne Stern fängt die Atmosphäre und den Zeitgeist des Jahres 1932 wieder eindrucksvoll ein, die steigende Gewalt von politischen Extremisten, insbesondere gegen Juden, Homosexuelle, Andersdenkende und Minderheiten.
Was mich besonders erschüttert hat: Viele Passagen wirken erschreckend aktuell. Die Ausgrenzung, die Hetze, die Spaltung, all das erinnert an heutige gesellschaftliche Entwicklungen. Es scheint, als hätten die Menschen aus der Geschichte nicht gelernt🥲. Diese Parallelen machen den Roman nicht nur spannend, sondern mich auch nachdenklich.
Hulda ist eine starke, empathische Figur, die sich nicht beugt. Ihre Arbeit im Gefängnis zeigt, wie wichtig Menschlichkeit in einem System voller Härte ist.
Fazit
„Der Preis der Freiheit" ist mehr als ein historischer Krimi, es ist ein Spiegel, der uns zeigt, wie gefährlich es ist, wenn Hass und Vorurteile die Oberhand gewinnen. Ein Buch, das mich gefesselt hat und gleichzeitig mahnt. Ein unbedingt lesenswerter Band, der die Hulda-Gold-Reihe fortsetzt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.01.2026

Fräulein Gold, der Preis der Freiheit

0

Dies ist bereits der achte Band um die Hebamme Hulda Gold und für mich war es wie ein Wiedersehen mit den vielen alten Bekannten: Meta, Max, Benjamin Gold, Frau Wunderlich, Bert, die Winters, Monsieur ...

Dies ist bereits der achte Band um die Hebamme Hulda Gold und für mich war es wie ein Wiedersehen mit den vielen alten Bekannten: Meta, Max, Benjamin Gold, Frau Wunderlich, Bert, die Winters, Monsieur Ferdinand, Kommissarin Irma, die rote Burg, der Winterfeldtplatz mit all seinen Händlern. Man fühlte sich nach den ersten Seiten sofort wieder sehr heimisch. Max und Hulda sind verheiratet, Hulda fängt nun im Frauengefängnis in der Barnimstaße als Hebamme und Arzthelferin an. Ihre erste Patientin ist die hochschwangere Anna, eine Mörderin. Doch dann wird in der Haftanstalt eine andere Frau ermordet und der Verdacht fällt sofort auf Anna. Die Kommissarin Irma merkt, dass irgendetwas nicht stimmt und sie beginn mit aller Akribie zu eruieren. Die politische Lage in Berlin wird immer schlimmer, die Juden werden immer mehr ausgegrenzt. Da bekommt Max ein Angebot, in Dänemark zu arbeiten. Hier in Berlin müßte dann die kleine Familie ihre Zelte abbrechen. Hulda möchte dies aber auf keinen Fall und die ersten Unstimmigkeiten zwischen den Eheleuten kommen dadurch auf. Man merkt, dass die Autorin sich sehr genau informiert hat über das Berlin im Jahr 1932. Sie vermischt wahre Schauplätze und Gegebenheiten gekonnt mit Fiktion, wie z.B, die Wahl des Reichspräsidenten Hindenburg, das Frauengefängnis in der Barnimstraße, der Kurfürstendam, der Film der Kongreß tanzt und viele andere Gegebenheiten. Der Schreibstil von Anne Stern ist sehr gut zu lesen, die Kapitel sind nicht all zu lang und sie kann wie keine andere uns das tägliche Leben damals zeigen und verinnerlichen. Es ist einfach großartig mitzuerleben, wie sich Hulda im Laufe der Zeit weiterentwickelt hat. Auch der Stadtplan Berlins um 1932 ist sehr aufschlußreich.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.12.2025

Ein starker achter Band, der die Reihe auf hohem Niveau fortsetzt.

0

Darum geht es:
Berlin 1932. Die Hebamme Hulda Gold arbeitet im Frauengefängnis in der Barnimstraße und kümmert sich dort um inhaftierte Schwangere. Sie begegnet Frauen, die oft verzweifelt sind und kaum ...

Darum geht es:
Berlin 1932. Die Hebamme Hulda Gold arbeitet im Frauengefängnis in der Barnimstraße und kümmert sich dort um inhaftierte Schwangere. Sie begegnet Frauen, die oft verzweifelt sind und kaum Gehör finden. Als eine junge Insassin innerhalb der Gefängnismauern plötzlich stirbt, kommen Zweifel an der offiziellen Todesursache auf. Der Verdacht richtet sich gegen Anna Marwitz, die wegen Mordes verurteilt wurde und kurz vor der Geburt ihres ersten Kindes steht. Hulda beginnt, an ihrer Schuld zu zweifeln. Die Ermittlungen übernimmt Kriminalkommissarin Irma Siegel, mit der Hulda eine schwierige gemeinsame Vergangenheit verbindet. Während sich die politischen Verhältnisse in Deutschland zunehmend zuspitzen und radikale Kräfte an Einfluss gewinnen, geraten beide Frauen in einen gemeinsamen Kampf gegen Unrecht. Sie kämpfen für die Zukunft aller Frauen und den Schutz ihrer Familien.

Mein Leseeindruck:
Anne Stern schafft es auch im achten Band der Reihe „Die Hebamme von Berlin“ wieder mühelos, mich von der ersten Seite an in ihre Geschichte hineinzuziehen. Ihr stimmungsvoller, feinfühliger Schreibstil lädt sofort zum Abtauchen ein. Kaum aufgeschlagen, befindet man sich mitten im Berlin des Jahres 1932. Seit dem ersten Band verfolge ich mit großer Begeisterung nicht nur die politische Entwicklung dieser Zeit, sondern ganz besonders den Weg von Hulda Gold. Ich liebe es, wie Anne Stern über all die Jahre hinweg Huldas private Entwicklung erzählt. Zu lesen, wie Hulda den Spagat zwischen Beruf, Verantwortung und ihrem ganz persönlichen Leben meistert, ist für mich einer der schönsten Aspekte dieser Reihe. Der achte Band führt uns diesmal in das berühmt berüchtigte Frauengefängnis in der Barnimstraße. Ein Setting, das ich als äußerst gelungen empfunden habe. Dank der hervorragend recherchierten Details und der spürbaren Ortskenntnisse der Autorin entsteht beim Lesen ein eindringliches Bild. Die Mordaufklärung entfaltet sich vor einer düsteren, beklemmenden Atmosphäre, während der Nationalsozialismus immer stärker seine Schatten vorauswirft.

Ein besonderes Highlight war für mich das Wiedersehen mit vertrauten, liebgewonnenen Figuren, die sich wie alte Bekannte anfühlen und der Geschichte zusätzliche Tiefe verleihen. Der Preis der Freiheit verbindet historische Spannung mit viel Gefühl und beleuchtet eines der dunkelsten Kapitel deutscher Geschichte auf bewegende und fesselnde Weise.

Fazit:
5/5 ⭐️
Ein starker achter Band, der die Reihe auf hohem Niveau fortsetzt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere