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Veröffentlicht am 30.12.2024

Ich warte noch immer auf eine Entschuldigung

Ich warte noch immer auf eine Entschuldigung
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In „Ich warte noch immer auf eine Entschuldigung“ von Michela Marzano begegnen wir der Ich-Erzählerin Anna, einer Italienerin, die in Paris lebt und als Journalistin beim Radio sowie als Dozentin an der ...

In „Ich warte noch immer auf eine Entschuldigung“ von Michela Marzano begegnen wir der Ich-Erzählerin Anna, einer Italienerin, die in Paris lebt und als Journalistin beim Radio sowie als Dozentin an der Uni arbeitet. Sie stellt sich in der Zeit nach

metoo Fragen über ihre eigenen Erfahrungen in Bezug auf Sexualität, Macht und das anerzogene Rollenverständnis als Frau.
Der autofiktional anmutende Roman liest sich eher wie ein Essay und hält dabei keine einfachen Antworten bereit. Vielmehr geht es hier um sehr kluge Fragen - und ich muss sagen, dass mich diese Fragen sowie auch das gesamte Buch noch lange Zeit beschäftigen werden. Keine leichte Kost, aber auf jeden Fall ein sehr lesenswertes Buch mit einer ganz anderen Herangehensweise an das Thema

metoo.

"Runter mit der Maske. Ich bin nicht immer nur nett und vernünftig. Wobei.
Nett und vernünftig bin ich schon, und wenn ich mir Mühe gebe, bekomme ich sogar ganz brauchbare Ratschläge hin.
Aber ich bin auch verlogen. Kaputt. Und schuldig.
Zum Beispiel wenn ich ihnen gegenüber nachgebe. Was nicht dasselbe ist wie einwilligen. Aber wann und wie erklärt man sich tatsächlich einverstanden? Wie lernt man das?"

"Aber warum schwieg ich? Warum sprach nicht auch ich darüber, was mir passiert war?
Tja, weil ich eben nichts Konkretes vorzubringen hatte. Was hätte ich auf Twitter oder Facebook schon schreiben können? Was erzählen? Ich war ja schließlich nicht missbraucht oder vergewaltigt worden wie all die anderen. Oder hatte doch auch ich ein Schwein, dass ich hätte verpfeifen können?
Ich konnte die Gunst der Stunde nicht nutzen, um jemanden anzuklagen. Und weshalb hätte ich das auch tun sollen? Ich war ja schließlich kein Opfer.
Alles, was mir je passiert war, war meine Schuld gewesen."

"Aber wenn ich gar nicht akzeptiere, sondern nur zulasse, ist das dann auch noch Einwilligung? Oder bloß Duldung? Und wenn ich etwas dulde, bin ich dann damit einverstanden, oder gebe ich nach? Und wenn ich nur nachgebe, was soll das für ein Einverständnis sein?"

"Wo beginnt und endet Gewalt?
Gibt es verschiedene Grade des Schreckens?
Gibt es Fälle, in denen das Opfer nur zu 50, 40 oder 30 Prozent Opfer ist oder eben zu 100 Prozent?"

„Wie schaffen die anderen das bloß, dass sie immer respektiert werden?“

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Veröffentlicht am 30.12.2024

Völlig überbewertet

Echtzeitalter
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Das Buch ist völlig überbewertet und hat meiner Meinung nach den Deutschen Buchpreis überhaupt nicht verdient, da gab es andere, die es mehr verdient hätten. Ich fand das Buch einfach nur langweilig...

Das Buch ist völlig überbewertet und hat meiner Meinung nach den Deutschen Buchpreis überhaupt nicht verdient, da gab es andere, die es mehr verdient hätten. Ich fand das Buch einfach nur langweilig...

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Veröffentlicht am 30.12.2024

Völlig überbewertet

Echtzeitalter
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Das Buch ist völlig überbewertet und hat meiner Meinung nach den Deutschen Buchpreis überhaupt nicht verdient, da gab es andere, die es mehr verdient hätten. Ich fand das Buch einfach nur langweilig...

Das Buch ist völlig überbewertet und hat meiner Meinung nach den Deutschen Buchpreis überhaupt nicht verdient, da gab es andere, die es mehr verdient hätten. Ich fand das Buch einfach nur langweilig...

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Veröffentlicht am 30.12.2024

Veränderungen ermöglichen: 13 wichtige Essays gegen das Patriarchat

Unlearn Patriarchy 2
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Schon Band 1 von "Unlerarn Patriarchy" hat mich sehr begeistert und mitgenommen, und so war ich hocherfreut, dass nun der zweite Band erscheint.

Das Cover finde ich sehr schön gestaltet, sehr angenehme ...

Schon Band 1 von "Unlerarn Patriarchy" hat mich sehr begeistert und mitgenommen, und so war ich hocherfreut, dass nun der zweite Band erscheint.

Das Cover finde ich sehr schön gestaltet, sehr angenehme Farbgebung - aber nun zum Inhalt:

Die 13 Essays sind unfassbar klug und gut geschrieben. Ich habe mich beim Lesen mehrfach aufgeregt, war emotional bewegt und angegriffen. DieEssays behandeln wichtige und hochaktuelle Themen, welche sehr gut und divers ausgewählt sind.

Ganz besonders möchte jedoch diese Essays hervorheben:

- "Unlearn Körper" von Yassamin-Sophia Boussaoud

- "Unlerarn Ableismus" von Rebecca Maskos

- "Unlerarn Recht" von Asha Hedayati

- "Unlerarn Gender Pay Gap" von Alexandra Zykunov

- "Unlerarn Literatur" von Nicole Seifert



Es ist kein leicht zu lesendes Buch. Die Texte haben mich sehr beschäftigt, viele Fakten haben mich stark aufgewühlt und mitgenommen.

Ich hoffe, dass das Buch nicht nur mich, sondern auch viele andere zum Nachdenken anregt. Es muss sich noch sehr viel ändern – dieses Essays sind 13 kluge Denkanstöße, die Veränderungen ermöglichen können!

Ich werde jetzt mit Sicherheit noch viel mehr von all diesen klugen Menschen lesen!

"Unlerarn Patriarchy 2" gehört auf jeden Fall jetzt schon zu meinen Lese-Highlights 2024!

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Veröffentlicht am 30.12.2024

Neuanfang - Nebenan ... Ein sehr empfehlenswertes Jugendbuch

Nebenan ist doch weit weg
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Das schön gestaltete Cover des Buchs hatte uns direkt angesprochen, und so begannen mein Kind und ich gespannt die Lektüre.

Zugegeben, das Thema verspricht keine allzu leichte Kost - aber das Buch ist ...

Das schön gestaltete Cover des Buchs hatte uns direkt angesprochen, und so begannen mein Kind und ich gespannt die Lektüre.

Zugegeben, das Thema verspricht keine allzu leichte Kost - aber das Buch ist schon schön und feinfühlig geschrieben, man fühlt sich gleich wohl damit.

Die Story ist etwas ungewöhnlich, ein zwölfjähriges Mädchen muss von Deutschland nach Polen ziehen, absolut nicht freiwillig. Man kann sich als Kind genauso wie als Erwachsener gut in ihre Lage versetzen und mit ihr fühlen.

Neuanfänge sind immer schwer, ungewollte sowieso.

Das Buch begleitet einen auf Ediths Reise in ein komplett anderes Leben, ein neuer Alltag, eine neue Sprache, neue Schule ...

Ich möchte nicht zu viel zum Inhalt sagen, um nicht zu spoilern - aber es ist wirklich eine sehr schöne Geschichte mit Feingefühl, Tiefgang, Humor & Liebe zum Detail (und spürbarer Liebe der Autorin zum Nachbarland Polen)!

Die Altersempfehlung ab 11 Jahren finde ich genau richtig, mein Kind fand es sehr schön zu lesen und ich finde, dies ist ein besonders wertvolles und gelungenes Jugendbuch!

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