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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.01.2026

Das Ende erhält seinen Anfang

Ever & After, Band 3 - Die letzte Stunde
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Diesen Band habe ich mit großer Freude erwartet, da ich bereits die Vorgänger regelrecht verschlungen hatte. Und auch wenn es mir anfangs schwerfiel, mich in diese neue Welt einzufühlen, so konnte mich ...

Diesen Band habe ich mit großer Freude erwartet, da ich bereits die Vorgänger regelrecht verschlungen hatte. Und auch wenn es mir anfangs schwerfiel, mich in diese neue Welt einzufühlen, so konnte mich dieser Abschluss dennoch sehr überzeugen. Viele Handlungsstränge erhielten erst hier einen sinnvollen Rahmen und passten besser ins Gesamtbild. Die Handlung war durchweg spannend und der Humor lockerte die Horrorelemente auf.

Was mich ein wenig störte ist, dass sich die Geschichte gerade zu Beginn etwas losgelöst von den anderen Bänden fühlten. Während diese eher die düstere Märchenwelt adaptierten und von dem Zusammenspiel der Charaktere lebten, begann dieser letzte Band mit der mythologischen Götterwelt, mit dem Anfang des Endes. Dass Rains Wunsch sie an diesen Punkt brachte, hat nicht nur sie, sondern auch mich sehr überrascht. Prinzipiell fand ich diese Wendung clever, doch da Rain (zunächst) völlig allein in dieser Welt zurechtkommen musste, fehlte mir das Zusammenspiel mit den anderen lieb gewonnenen Charakteren und die witzigen Dialoge.

Erst nach dem ersten Viertel fühlte ich mich wieder in diese Welt wirklich hineingezogen, vor allem natürlich auch, weil dann alte Bekannte wieder auftauchten. An sich ist die Geschichte clever gestrickt, viele lose Enden werden sinnvoll aufgegriffen und zu einem stimmigen Gesamtbild zusammengeführt. Die Spannung bleibt konstant hoch, und der für die Reihe typische feine Humor sorgt dafür, dass auch die düsteren Horrorelemente nie zu erdrückend werden.

Ein gelungener Abschluss einer atmosphärisch dichten Trilogie, die mit originellen Wendungen, viel Herz und einem klugen Zusammenspiel von Horror, Märchen und Mythologie punktet. Trotz kleiner Startschwierigkeiten ein würdiger letzter Band!

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Veröffentlicht am 01.11.2025

Zu düster

Girls of Dark Divine − Eine Tänzerin. Ein Fluch. Eine verzweifelte Liebe.
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„Girls of Dark Divine“ hat mich von der Idee sehr angesprochen: Tänzerinnen, die durch einen Fluch zu Marionetten wurden. Allerdings ist mir die Umsetzung für meinen Geschmack zu düster und deprimierend ...

„Girls of Dark Divine“ hat mich von der Idee sehr angesprochen: Tänzerinnen, die durch einen Fluch zu Marionetten wurden. Allerdings ist mir die Umsetzung für meinen Geschmack zu düster und deprimierend geworden.

Das Buch ist von einer melancholischen, finsteren Stimmung durchzogen. Die Protagonistin Emberlyn kann sich kaum noch an ihr Leben erinnern, bevor sie von Malcolm Manrow zu einer bloßen Puppe reduziert wurde. Es gibt kein Entkommen, keine Möglichkeit, sich seinen Befehlen zu widersetzen. Doch da stirbt plötzlich eine zweite Marionette an einer seltsamen Krankheit und es wird klar, dass weitere folgen könnten.

Die Tänzerinnen hassen und verabscheuen ihr Leben als lebende Marionetten. Sie halten jedoch zusammen und versuchen, sich gegenseitig eine emotionale Stütze zu sein. Inzwischen sind sie aber alle so demoralisiert, dass jeder Gedanke von Freiheit und Hoffnung eher für Missstimmung sorgt. Emberlyn lässt die Idee jedoch nicht los. Die zarte Romanze zwischen ihr und dem Schatten, mit dem sie auf der Bühne tanzt, ist ebenfalls so durchtränkt von Hoffnungslosigkeit, dass zumindest für mich keine romantische Stimmung aufkommt. Auch die Auflösung am Ende konnte mich nicht wirklich überzeugen.

„Girls of Dark Divine“ ist atmosphärisch dicht und hat einige originelle Ideen, doch die konsequent düstere Grundstimmung, der Mangel an Hoffnung und die bedrückende Perspektivlosigkeit machen es zu einer Lektüre, die vielleicht nicht jeder genießen kann. Wer sich aber von melancholischen Stoffen nicht abschrecken lässt, findet hier durchaus ein ungewöhnliches Buch. Für mich jedoch war es einfach zu deprimierend und ich war froh, als ich mich anderen Themen widmen konnte.

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Veröffentlicht am 01.11.2025

Tierwissen mit Augenzwinkern

Das Lexikon gruseliger Tiere
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Dieses Sachbuch macht einfach Freude. Es vermittelt spannendes Wissen über gruselige und schaurige Tiere, ohne sich dabei aber selbst zu ernst zu nehmen. In kurzen, prägnanten Texten erfährt man viele ...

Dieses Sachbuch macht einfach Freude. Es vermittelt spannendes Wissen über gruselige und schaurige Tiere, ohne sich dabei aber selbst zu ernst zu nehmen. In kurzen, prägnanten Texten erfährt man viele Informationen, die nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene zum Staunen bringen.

Jede Seite ist dabei gleich aufgebaut. Zunächst wird der echte lateinische Begriff durch eine witzige, aber in gewisser Weise treffende Bezeichnung zu ersetzen. Darunter befindet sich eine farbige Zeichnung, die etwas comichaft anmutet, aber dennoch das Tier recht lebensnah abbildet. Ringsherum stehen interessante Fun Facts mit humorvollem Unterton. Der Text darunter ist klingt dann schon eher, wie man es von einem klassischen Sachbuch erwartet. Hier wird auf kompakte Wiese die Gefährlichkeit dieser Tiere herausgestellt. Dabei erfährt man etwas über ihre Ernährung und Lebensweise.

Ein herrlich unterhaltsames Sachbuch, das Wissen mit Humor verbindet und ganz nebenbei das Interesse an ungewöhnlichen Tierarten weckt. Die gelungene Mischung aus Witz, Information und origineller Gestaltung sorgt dafür, dass sowohl Kinder als auch Erwachsene gerne darin blättern und dabei mit Garantie etwas dazulernen.

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Veröffentlicht am 01.11.2025

Mega-Tiere von Damals und Heute

MEGA
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Das Buch hält tatsächlich, was es verspricht. Es beschäftigt sich nicht nur mit Tieren von Megagröße aus historischer und aktueller Zeit, sondern kommt auch in einem entsprechenden Format heraus. Schon ...

Das Buch hält tatsächlich, was es verspricht. Es beschäftigt sich nicht nur mit Tieren von Megagröße aus historischer und aktueller Zeit, sondern kommt auch in einem entsprechenden Format heraus. Schon durch die Größe der Bilder wirken sie gleich doppelt so imposant und werfen einen beeindruckenden Blick auf die Megafauna der Erde.

Jedes Thema (z.B. Elefanten, Seekühe, Menschenaffen, Bären usw.) wird in drei Kapiteln näher betrachtet. Zunächst beschäftigt das Buch mit den ausgestorbenen Exemplaren (z.B. Säbelzahnkatze), danach mit den heute lebenden Tieren (z.B. Tiger, Löwen, Jaguare, Puma) und im Anschluss werden zusätzliche, spannende Informationen zur jeweiligen Tierart weitergegeben (z.B. Statussymbole bei den Großkatzen, Schnelligkeit siegt, mörderische Zähne).

Das Buch eignet sich von der Sprache her ab dem Grundschulalter. Meine vierjährige Tochter ist aber auch fasziniert von den riesigen, mehrfarbigen Zeichnungen und Tieren, sodass sie auch in diesem Alter schon gern darin herumblättert und sich einige Passagen vorlesen lässt.

Ein rundum gelungenes Sachbuch, das mit seinem übergroßen Format, den eindrucksvollen Illustrationen und gut gegliederten Inhalten begeistert. Ob zum Staunen, Vorlesen oder gemeinsamen Entdecken. „Einfach mega“ macht die Welt der größten Tiere lebendig und ist eine echte Empfehlung für kleine und große Tierfans.

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Veröffentlicht am 01.11.2025

Straßenkämpfe im viktorianischen London

Joshua Jackelby
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Diese spannende und atmosphärisch dichte Abenteuergeschichte rund um den Jungen Joshua Jackelby spielt im viktorianischen London. Autor Benedict Mirow gelingt es, die düstere Stimmung jener Zeit mit Armut, ...

Diese spannende und atmosphärisch dichte Abenteuergeschichte rund um den Jungen Joshua Jackelby spielt im viktorianischen London. Autor Benedict Mirow gelingt es, die düstere Stimmung jener Zeit mit Armut, Krankheit und gesellschaftlichen Spannungen eindrucksvoll einzufangen. Der Ton bleibt durchgehend spannend und kurzweilig.

Im Mittelpunkt steht die Auseinandersetzung mit einer skrupellosen Straßenbande, den sogenannten „Kings“, die auch vor Gewalt nicht zurückschrecken. Gleichzeitig breitet sich die Cholera unaufhaltsam aus. Die Warnungen des Arztes John Snows, der tatsächlich um diese Zeit gelebt hat und den Zusammenhang zwischen verunreinigtem Trinkwasser und der Seuche erkannte, verhallen wirkungslos. Stattdessen wird der Fremdenhass angeheizt, insbesondere gegenüber den ausländischen Zirkusartisten.

Das harte Alltagsleben zu dieser Zeit wird auch anhand von Joshuas Freunden nachempfunden. So arbeitet Joshuas Freundin Charly unter harten und gesundheitsschädlichen Bedingungen in einer Kohlefabrik. Zusammen mit ihr und seinem Freund Leroy versuchen sie einen gestohlenen Himmelsgleiter zurückzuholen. Das Fluggerät bringt zusätzlich Spannung in die Handlung und steht symbolisch für Hoffnung und Fortschritt in einer düsteren Zeit.

Empfohlen wird das Buch ab zehn Jahren. Ich denke aber, dass ältere Kinder und Jugendliche mehr mit dem Text anfangen können, da einige Themen wie Armut, Krankheit, soziale Ungerechtigkeit und Vorurteile doch recht düster beschrieben werden. Insgesamt hat mir die Geschichte wirklich gut gefallen. Mich hat jedoch die Naivität mancher Erwachsener gestört sowie dass der eigentliche Drahtzieher doch recht schnell vorhersehbar war, nachdem er das erste Mal auftauchte.

Fazit: Wer sich für authentisch erzählte Geschichten mit historischem Hintergrund und einer Prise Abenteuer begeistert, wird hier definitiv fündig.

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