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Veröffentlicht am 03.11.2021

Als DRK-Schwester an diversen Kriegsfronten voll im Einsatz – sehr anschaulich beschrieben.

Die Klänge der Freiheit
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Als unerfahrene Rotkreuzschwester, gerade erst ausgebildet, verlässt Inge Nürnberg im Jahre 1943, mit ihrer geliebten Geige zu ihrem ersten traumatischen Einsatz an der Ostfront. Während Charkow mit dem ...

Als unerfahrene Rotkreuzschwester, gerade erst ausgebildet, verlässt Inge Nürnberg im Jahre 1943, mit ihrer geliebten Geige zu ihrem ersten traumatischen Einsatz an der Ostfront. Während Charkow mit dem dort befindlichen deutschen Lazarett von den Russen bedrängt wird, ergibt sich für Inge die rettende Gelegenheit eines Einsatzes in Italien an der Abtei Montecassino. Der deutsche Offizier Preuss, kultivierter Italien-Fan, baut in Cassino die Gustav-Linie auf, gegen die Alliierten. Neben der Beihilfe zur italienischen Widerstandsbewegung vermittelt Inge auch wichtige Informationen von deutschen militärischen Aktivitäten an ihren geliebten Lorenzo und steht damit zwischen Verrat zum Vaterland und ihrer großen Liebe. Mutig ist sie.

Die Geschichte des 2. Weltkriegs in seinen letzten Kriegsjahren an zwei besonderen Schauplätzen wird einfühlsam beschrieben aus der Sicht einer jungen, unerschrockenen Rotkreuzschwester. Besonders die Informationen zur Abtei Montecassino könnten für Kunstkenner interessant sein – für mich zumindest äußerst bereichernd.

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Veröffentlicht am 31.10.2021

Der Weg zur Selbstfindung, nicht nur für junge Menschen sehr lesenswert!

Die Begegnung. Eine Geschichte über den Weg zum selbstbestimmten Leben
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Sverir, ein bereits gebrandmarkter Siebzehnjähriger, trifft in einer stürmischen Dezembernacht in der Nähe einer Hütte im Wald auf Hakon, einem sehr betagten, kranken Mann. Sie tauschen Erfahrungen über ...

Sverir, ein bereits gebrandmarkter Siebzehnjähriger, trifft in einer stürmischen Dezembernacht in der Nähe einer Hütte im Wald auf Hakon, einem sehr betagten, kranken Mann. Sie tauschen Erfahrungen über ihr bisheriges Leben aus. Über sein sehr abenteuerliches Leben hinaus hat Hakon seine Erkenntnisse über ein selbstbestimmtes Leben offenbart, wie jeder in Freiheit leben und den wahren Sinn im Leben finden könnte.
Diese ganze Geschichte spielt an den Küsten Norwegens, verknüpft mit malerischen Details zur Natur, zur Umschiffung des Nordpols in Kanus über mehrere Jahre – verwoben mit einer spannenden Sinnsuche und einem Leben ohne Angst.

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Veröffentlicht am 29.10.2021

Aufarbeitung der schwedischen Neutralitätspolitik nach dem 2. Weltkrieg mit tragischem Schicksal.

Der Verrückte
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Bertil Kras aus Stockholm, Kommunist, versucht sein Glück in einem Marktflecken in Norrland in einem Sägewerk, das jedoch auf verdächtige Art abbrennt. Gleichzeitig versucht eine kommunistische Ortsgruppe, ...

Bertil Kras aus Stockholm, Kommunist, versucht sein Glück in einem Marktflecken in Norrland in einem Sägewerk, das jedoch auf verdächtige Art abbrennt. Gleichzeitig versucht eine kommunistische Ortsgruppe, für die Vergangenheit der letzten Kriegsjahre über ein Lager für internierte Kommunisten und andere Oppositionelle im dortigen Wald Vergeltung zu üben. Bertil wird des Brandanschlages ohne einen Beweis verdächtigt, findet keine weitere gesicherte Arbeitsstelle und verzweifelt mit Margot und ihrem Kind Rubinchen an den Gerüchten und Unsicherheiten. Schließlich tobt sich Bertil auf dem dortigen Güterbahnhof aus, indem er die Waggons entgleisen lässt.
Obwohl Schweden im 2. Weltkrieg offiziell kein Verbündeter Deutschlands war, hatten es die dortigen Kommunisten nicht leicht, wären sogar im o.g. Lager erschossen worden bei anderem Kriegsausgang. Diese geschichtliche Auseinandersetzung wird subtil thematisiert.
In ruhigem Spannungsbogen wird das Dorfleben mit diversen Charakteren beleuchtet im Wandel der Jahreszeiten, mit genauen Schilderungen zu Elchjagd, Angeln und der Preiselbeersuche. Neben dieser Idylle häufen sich rund um das Opfer – nämlich Bertil - in steigendem Maße Ängste, Wutausbrüche, Verdächtigungen bis zu seiner Verzweiflung.

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Veröffentlicht am 25.10.2021

Wie steht es um unsere Demokratie, um die Freiheit des Einzelnen in unserem Staat mit seinen Überwachungsmechanismen?

Every (deutsche Ausgabe)
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Die umfassende Überwachung im Staat haben wir in manchen Ländern bereits. Und auf unseren Social-Media-Plattformen 'erfreuen' wir uns an den infantilen Emojis und pfeifen auf persönliche Nachrichten mit ...

Die umfassende Überwachung im Staat haben wir in manchen Ländern bereits. Und auf unseren Social-Media-Plattformen 'erfreuen' wir uns an den infantilen Emojis und pfeifen auf persönliche Nachrichten mit freier Wortwahl und hoffentlich korrekter Rechtschreibung.
Will die Menschheit tatsächlich frei sein (auch in all seinen Entscheidungen)?
Überwachungsmaßnahmen an öffentlichen und privaten Bereichen, Datenschutzmaßnahmen, technologiekritische Einstellung z.B. auch zu bargeldlosem Verkehr – diese Gedanken sollte die Menschheit, die ihre Unabhängigkeit liebt, schon bewegen, ob wir viele dieser fundamentalen Veränderungen immer noch wollen oder lieber volle Transparenz für Jedermann befürworten.
Sind unsere Geheimnisse tatsächlich Lügen, die deshalb öffentlich gemacht werden sollten?
Dieser Every-Campus ist tatsächlich machtgierig, aber auch zu geisteskrank (s. 297).
Every kontrolliert nicht nur den Informationsfluß der meisten Menschen über ihre diversen verkauften Gadgets, sondern überwacht sogar die Privatsphäre per Smart Speaker, beugt sich nicht den gesetzlichen Grenzen. Über Social Media mit ihren Fake-Accounts operiert dieses Monopol illegal.
Die Bevölkerung rebelliert nicht gegen diese Einschränkungen ihrer Lebensweisen. Sie ändern ihr Verhalten und schätzen das Gefühl von mehr Sicherheit.
Wie der Roman ‚1984‘ von George Orwell spielt dieser Roman an auf eine zwar noch fern erscheinende, doch eng mit der heutigen Gegenwart verknüpfte Zukunft. Auch dort geht es um staatliche Überwachungsmaßnahmen, jedoch in einem totalitären Überwachungsstaat.
Mit dem Tod von Delauney erreicht das Buch das Ende der Freiheit und des freien Willens. Every sorgt zu 100% für das Ende der Gesellschaft des Ichs.
Die Flut an Selbstmorden wird steigen?
Zum Cover: Auf schwarzen Grund steht ein rotes Logo mit 3 sich zum Zentrum biegenden Bögen, vielleicht stellvertretend für 3 Einzelfirmen, die zu einem neuen, gewaltigen Ganzen als Firma ineinander geflochten sind. Den Titel 'EVERY' sehe ich darin nicht verkörpert.

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Veröffentlicht am 22.10.2021

Mehr als nur ein spannender Krimi!

Mordlichter
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Im winterlichen Norden Schwedens wird nicht nur die Natur zur tödlichen Falle besonders für Menschen, wie die junge Amelie Andersson, sehr erfolgreiche Ermittlerin aus Stockholm, seit 3 Jahren feststellen ...

Im winterlichen Norden Schwedens wird nicht nur die Natur zur tödlichen Falle besonders für Menschen, wie die junge Amelie Andersson, sehr erfolgreiche Ermittlerin aus Stockholm, seit 3 Jahren feststellen muss. Mit Eis und Schnee fast ganzjährig am Polarkreis rund um Jokkmokk umgeben, ist sie auf der Suche nach einem vermissten siebzehnjährigen Schüler, der jedoch bald von einem LKW überfahren, in Rentierfällen gehüllt und mit diversen Verletzungen an Extremitäten tot aufgefunden wird. Ihre intensiven Ermittlungen offenbaren direkte Anzeichen einer größeren Anzahl unaufgeklärter, mysteriöser Vermisstenfälle in dieser Gegend, alles junge Männer. Auf der Suche nach Beweisen, dass es sich hier nicht nur um Unfälle handelt, gerät sie selbst in große Lebensgefahr.
Welche lebensnotwendigen Vorsichtsmaßnahmen dortige Bewohner gegen die Kälte treffen müssen, wird klar herausgestellt. Auch werden die Probleme der Samen mit ihren Rentierherden thematisiert, verbunden mit wachsendem Tourismus, Ausbeutung weiterer Resourcen der Natur durch den Bau von Minen, Staudämmen etc.. Diese Ureinwohner äußern verstärkt ihre Abneigung gegenüber dem Staat und allen Nicht-Samen.

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