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Veröffentlicht am 17.09.2023

Problembewältigung mittels Zeitreisen

Mein schrecklich schönes Leben
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Cassandra Penelope Dankworth, die Hauptfigur dieses Romans, leidet an einer Autismus-Spektrum-Störung und tut sich schwer in sozialer Kompetenz mit negativen Auswirkungen auf ihr Privat- und Berufsleben. ...

Cassandra Penelope Dankworth, die Hauptfigur dieses Romans, leidet an einer Autismus-Spektrum-Störung und tut sich schwer in sozialer Kompetenz mit negativen Auswirkungen auf ihr Privat- und Berufsleben. Sie versucht, durch immer wiederkehrende Zeitsprünge ihr Leben besser in den Griff zu bekommen. Auch manch ein Leser könnte sich mit der Frage beschäftigen, was man in seinem Leben ändern würde, wenn man plötzlich die Chance dazu bekommt. Doch was ändert man, wenn man alles unendlich oft nochmal wiederholen kann.? Was möchte man ändern, damit Mitmenschen zufrieden sind? Bin das dann überhaupt noch ich selbst? Ab wann ist man gut so wie man ist? Die Selbstfindung von Cassie, ihre Entwicklung, kommt schließlich in ihrer besonderen Eigenart klar rüber.
Mehrfache Szenenwiederholungen durch Zeitsprünge ziehen die Handlung natürlich in die Länge. Insgesamt ist die Struktur dadurch etwas wirr. Die Einbindung der griechischen Mythologie mag interessant sein, der humorvolle, flotte Schreibstil besonders in den Dialogen gefällt. Insgesamt ein reizvoller Roman über einen nicht alltäglichen Charakter.

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Veröffentlicht am 17.09.2023

Gunness, Belle – die schwarze Witwe

Meine Männer
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Mehr über die tatsächlichen Geschehnisse um 1900 rund um diese Hauptfigur Brynhild Størset erfährt man über viele Links im Internet. Das ganze Ausmaß an Opfern dieser norwegisch-amerikanischen Serienmörderin ...

Mehr über die tatsächlichen Geschehnisse um 1900 rund um diese Hauptfigur Brynhild Størset erfährt man über viele Links im Internet. Das ganze Ausmaß an Opfern dieser norwegisch-amerikanischen Serienmörderin wird jedoch über diesen kurzen Roman nicht abgedeckt. Überhaupt ist der Schreibstil gewöhnungsbedürftig, ähnlich verstörend wie der Charakter, die Gedanken- und Gefühlswelt von Belle alias Brynhild. Die Entwicklung der 17-jährigen zur Serienmörderin Belle ist emotional schlecht nachvollziehbar. Neben der wenig zugänglichen, undurchsichtigen Belle ist auch die Handlung wenig mitreißend. Zeitsprünge und fehlende Zeitspannen erschweren das Nachvollziehen von vielen Andeutungen ohne Fakten in dieser doch distanzierten, teils poetischen Wortwahl über bedingungslose Liebe und Gottesglauben.
Keine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 16.09.2023

Mitten von eisigen und tödlichen Naturgewalten bedroht – spannende Abenteuer!

Schneekinder
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Das ruhige Cover, in winterlichen Farben gehalten, zeigt beidseits den langen Zug der Kinder auf ihrer abenteuerlichen Flucht. Eine Landkarte im Buchdeckel gibt einen Überblick über ihr frostiges, sehr ...

Das ruhige Cover, in winterlichen Farben gehalten, zeigt beidseits den langen Zug der Kinder auf ihrer abenteuerlichen Flucht. Eine Landkarte im Buchdeckel gibt einen Überblick über ihr frostiges, sehr unwirtliches Abenteuerland mit einige n Stationen ihrer dramatischen Reise. Auch eine Namensliste hilft besonders anfangs in puncto verwandtschaftliche Beziehungen. Eine Vielzahl verschiedenster Charaktere sind kindlich authentisch porträtiert, nicht alle liebenswert aber realistisch, denn neben den Elementen von Angst, Vertrauen, Freundschaft, gemeinschaftlichem Teilen, viel Verantwortung, Zuverlässigkeit und Verzicht, geht es auch um Lügen, Neid, Missgunst, Diebstahl und um körperliche Bedrohung – alles sehr wichtige, tief gehende Themen. Die Landschaft mit all ihren Vulkanen, Geysiren, Höhlen und Lavagestein und auch die gutmütigen Steinmenschen bilden neben den geträumten Feen, Nymphen und Gnomen, Figuren mit magischen Kräften eine geheimnisvolle Fantasiewelt mit verschiedensten Bedrohungen – sehr spannend beschrieben mit 14-jährigen Zwillingskindern als Hauptfiguren. Auch für Erwachsene schön zu lesen.

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Veröffentlicht am 15.09.2023

Fragen von Mit-Schuld bei Strafvereitelung im Amt tauchen auf.

Helle Tage, dunkle Schuld
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Die Mischung von Fiktion in diesem Kriminalfall, gekoppelt an ein historisches Ereignis der deutschen Nachkriegszeit aus 1948 in Essen, ist ausgewogen in Spannung und Informationsgehalt. Die Figuren wirken ...

Die Mischung von Fiktion in diesem Kriminalfall, gekoppelt an ein historisches Ereignis der deutschen Nachkriegszeit aus 1948 in Essen, ist ausgewogen in Spannung und Informationsgehalt. Die Figuren wirken authentisch und überzeugend, die Nachkriegsszenerie ist besonders mit dem Quartierdefizit und dem Mangel an Nahrungsmitteln einfühlsam und anschaulich porträtiert. Sprachlich ist der Umgang mit Juden, Bettlern und ausländischen Zwangsarbeitern teils respektvoll von Seiten des Kriminalbeamten Carl Bruns, teils erniedrigend von Seiten der Polizei bzw. ehemaligen SS-Beamten ernüchternd dargelegt. Der abschließende Twist mit Überraschungsmoment gibt nochmal erschreckend die Gesinnung und die damalige Verflechtung der Polizeibeamten bis in oberste Hierarchien gekonnt wieder. Die verwitwete Krankenschwester Anne steht hier als starke, verantwortungsvolle Frau, aber auch als sympathisches, liebendes Wesen, das dem düsteren Gesamtplot eine leichtere, hoffnungsvollere Note gibt. Ein sehr interessantes Leseerlebnis

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Veröffentlicht am 13.09.2023

Der kalte Norden Islands – lesenswert.

60 Kilo Kinnhaken
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Die Handlung dieser 6 Bücher vereint in diesem Gesamtband über 670 Seiten schließt an „60 Kilo Sonnenschein“ an und findet wieder in der kleinen fiktiven Siedlung Segulfjörður am Fjord statt mit dem ...

Die Handlung dieser 6 Bücher vereint in diesem Gesamtband über 670 Seiten schließt an „60 Kilo Sonnenschein“ an und findet wieder in der kleinen fiktiven Siedlung Segulfjörður am Fjord statt mit dem 19-jährigen Gestur bis zu seinem 30. Geburtstag. Sein Leben, der Hafen voller Leben, das emsige Treiben der Einheimischen und ausländischen Fischer und Investoren, all das wird humorvoll, sogar episch beschrieben. Ab dem Jahr 1906 folgt eine Zeit des wirtschaftlichen Aufschwungs in diesem Fischerort, der sich durch sehr erfolgreiche Heringssaisons zu einem bedeutenden Zentrum im Norden Islands entwickelt und wichtige Schritte in die Moderne in Bezug auf Dampfmaschinen, Telefon, elektrischer Beleuchtung etc. wagt. Gezeichnet wird ein humorvolles bis tragisches Bild einer aufstrebenden Gemeinschaft, gekoppelt an viel Alkoholismus, Hurerei und Prügelei. Die Beschreibungen von isländischer Kultur mit ihren Sagas, Trachten und die Naturgewalten je nach Jahreszeit ergänzen die Lebendigkeit der Vielzahl an verschiedenen Charakteren. Die Natur selbst teilt reichlich viele dramatische Kinnhaken besonders zum Ende des Buches aus. Ein interessanter Lesegenuss!

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