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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.11.2023

Eine moderne Liebesgeschichte

Ein guter Plan ist die halbe Liebe
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Das Cover, in jugendlicher, rosaroter Farbgebung gehalten, suggeriert leichtes Lesevergnügen für zwischendurch. Die Hauptfigur Roxana Winter, Roxy, 35 Jahre alt, erfolgreich als Personalleiterin, will ...

Das Cover, in jugendlicher, rosaroter Farbgebung gehalten, suggeriert leichtes Lesevergnügen für zwischendurch. Die Hauptfigur Roxana Winter, Roxy, 35 Jahre alt, erfolgreich als Personalleiterin, will aufgrund ihrer biologischen Zeitbombe ein Kind, hat dafür drei männliche Exemplare aus ihrem Umfeld zur Auswahl, die ihrem Testverfahren unterzogen werden. Die zwischenmenschlichen Beziehungen zu ihrer Schwester Val und ihrer Mutter scheinen schwierig zu sein schon seit ihrer Kindheit. Neben diesen Ereignissen ihrer Vergangenheit besticht das Buch durch humorvolle Dialoge, besonders zwischen ihr und Dorian, ihrem Arbeitskollegen. Der Schreibstil mit bildhafter, origineller Wortwahl und witzigen Vergleichen wirkt leicht und locker trotz ernsthafter Monologe Roxys in der Ich-Form – bisweilen etwas langatmig und ohne Spannung. Romantisches Ambiente im Kölner Setting mag etwas zu kurz gekommen sein bei ihrem Hang zu Kontrolle, rationalen Erwägungen und Perfektion. Neben versprühtem Humor werden auch Themen wie z. B. Einsamkeit, Vertrauen, Familie, Karriere und Zukunftsängste tangiert. Der Charakter von Roxy wirkt sehr berechnend und egoistisch, durchorganisiert und strukturiert. Nur läuft gerade in der Liebe nicht alles so emotional wohlgeordnet ab. Insgesamt eine erfrischende Geschichte mit Hindernissen.

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Veröffentlicht am 18.11.2023

Aus einem Mordfall wird ein spannendes Politikum

Monster (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi 11)
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Das Cover dieses Krimis lässt keinen Verdacht über die umfangreiche Ermittlungsarbeit von Pia Sander und Oliver von Bodenstein nebst seinem effektiven Team aufkommen. Das stattliche Personenregister am ...

Das Cover dieses Krimis lässt keinen Verdacht über die umfangreiche Ermittlungsarbeit von Pia Sander und Oliver von Bodenstein nebst seinem effektiven Team aufkommen. Das stattliche Personenregister am Anfang könnte jedoch schon aufmerken lassen. Die Szenerie spielt hauptsächlich im Taunus und in Frankfurt. Während zunächst mit der toten 16-jährigen Larissa ein klassischer Mordfall beschrieben wird, entwickelt sich ein zweiter tödlicher Unfall eines mit Bisswunden entstellten Mannes zu einem Politikum mit großer Reichweite. Die sich daraus ergebenden Handlungsstränge sind gut miteinander verflochten, führen immer wieder auch zu etlichen falschen, nachvollziehbaren Spuren. Letztendlich decken die gründlichen Ermittlungen einen Zusammenhang obiger Fälle auf, nachdem immer mehr rätselhafter Todes- und Vermisstenfälle aufgetaucht sind. Neben der reinen komplexen kriminalistischen Ermittlungsarbeit werden menschliche und gesellschaftliche Probleme angesprochen wie Demenz, Trauer- und Trauma-Bewältigung, Gewissenskonflikte, Vergeltung, Ausländerhass neben Einwanderung krimineller Jugendlicher, Selbstjustiz, Asylpolitik in der Bundesrepublik, Brandrede gegen die deutsche Justiz etc. Das Privatleben der beteiligten Personen mit ihren Stärken und Schwächen wird glaubwürdig und realistisch dargestellt, die Polizeiarbeit wirkt überzeugend authentisch. Manche Kapitel enden mit offenen Fragestellungen, erhöhen gekonnt den Spannungsfaktor. Alle Fragen sind final beantwortet. Zwei aufsehenerregende Ermittlungen werden zu einem erfolgreichen Ende geführt – Spannung pur.

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Veröffentlicht am 15.11.2023

Sehr spannend bis zur letzten Seite.

Stille Falle
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Das Cover zeigt einen orangefarbenen Schmetterling im verschlossenen Glas, was Bezug nehmen könnte auf die anfänglichen Buchkapitel des Trolls und seinem Trauermantel-Schmetterlingshobby – was passend ...

Das Cover zeigt einen orangefarbenen Schmetterling im verschlossenen Glas, was Bezug nehmen könnte auf die anfänglichen Buchkapitel des Trolls und seinem Trauermantel-Schmetterlingshobby – was passend zum Buchtitel eine stille Falle ist. Hier geht es um einen Serienmörder, der Menschen raubt und sie tauscht gegen kleine Figuren, platziert in eine Modelleisenbahn-Landschaft, einer Szenerie der 60-ger Jahre. Die weibliche Hauptfigur Kriminalinspektorin Leonore Asker, eher eine introvertierte Einzelgängerin, Außenseiterin allein schon durch ihren außergewöhnlichen Vater, passt ideal in das Dezernat für hoffnungslose Fälle mit skurrilen Mitarbeitern und Nerds. Der männliche Charakter Martin Hill, ihr einziger Kindheitsfreund, schreibt erfolgreich Bücher über Urban Exploration, urbex und hält Vorlesungen darüber in seiner eher extrovertierten Art. Der Troll als menschenähnliches Wesen in der nordischen Folklore und Mythologie spielt hier eine gefährliche Rolle. Über geschickt eingeflochtene Rückblenden erfährt man viel über die Kindheit dieser drei Hauptfiguren. Die Szenerie spielt in Malmö, Skane und Lund mit seinem Schattenland auf dem fennoskandischen Felspanzer mit alten Bunkern, Ruinen diverser Art. Die Ermittlungen in einem spektakulären Entführungsfall lassen die neue Leitung der Abteilung für Schwerverbrechen mit ihrem ehemaligen Vorgesetzten inoffiziell antreten gegen ihr doch sehr bescheidenes Dezernat für hoffnungslose Fälle. Dieser äußerst kreative Plot mit nachvollziehbaren, spannenden, unheimlichen Wendungen begeistert.

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Veröffentlicht am 14.11.2023

Eine gelungene Fortsetzung von Band 1

Die Zuckerbäckerin von Cold Creek Valley
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Das Cover zeigt eine winterlich verschneite Berglandschaft mit vielen Details rund um eine kleine Dorfbäckerei, oberflächlich noch geschmückt mit in silbrigem Glitter gezeichneten Muffins, Herzen etc. ...

Das Cover zeigt eine winterlich verschneite Berglandschaft mit vielen Details rund um eine kleine Dorfbäckerei, oberflächlich noch geschmückt mit in silbrigem Glitter gezeichneten Muffins, Herzen etc. – zum Kuscheln einladend. Die winterliche Szenerie spielt in Colorado, in den Rocky Mountains rund um die weihnachtlichen Feiertage incl. Silvester auf Farmen am Kaminfeuer und mit Großfamilien-Touch. Neben Chiaras Heimweh nach der Hamburger Familie sind Schilderungen vom Familienleben und Arbeitsalltag in der Gabriels Klinik bzw. in der Bäckerei von Chiara hier wie dort angesagt. Liebenswerte Familienmitglieder werden größenteils angenehm charakterisiert. Probleme im emotionalen Miteinander zwischen Chiara und Gabriel werden beschrieben sowie ihr jeweils beruflicher Ehrgeiz. Insgesamt eine gelungene Fortsetzung der Cold-Creek-Valley-Reihe Band 1: Die Schneeblütenprinzessin von Cold Creek Valley rund um Chiara und Gabriel in gemütlichem Wohlfühlfeeling. Ein leichtes Buch zur Unterhaltung für zwischendurch.

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Veröffentlicht am 13.11.2023

Die Schweiz im 1. Weltkrieg – interessanter Agentenplot

Bevor die Welt sich weiterdreht
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Das Cover zeigt eine winterlich verschneite Berglandschaft mit einem riesigen Gebäudekomplex oberhalb eines bewaldeten Bergrückens. Nebelig ummantelt steht mit Blick auf das ferne Sanatorium die Hauptfigur ...

Das Cover zeigt eine winterlich verschneite Berglandschaft mit einem riesigen Gebäudekomplex oberhalb eines bewaldeten Bergrückens. Nebelig ummantelt steht mit Blick auf das ferne Sanatorium die Hauptfigur des Romans, die Krankenschwester Johanna Gabathuler. Ein frontal angebrachter Tag verrät, dass dieser Roman zur Serie DAVOS 1917 gehört. Durch diese bildlich passende Einstimmung des Covers findet man sich wieder in der neutralen Schweiz, in Davos, einem noblen Bergkurort für Tuberkulosekranke. Das luxuriöse Ambiente an diesem Ort mit schillernden, internationalen Persönlichkeiten lässt zunächst nicht auf ein Nest voller Spione im 1. Weltkrieg schließen. Jedoch neben der Ochrana, der Geheimpolizei im zaristischen Russland, ist auch die Entente, die Tripleentente von Frankreich und England sowie dem bolschewistischen Russland aktiv hier neben dem deutschen Geheimdienst Kaiser Wilhems. Auch über König Leopold II. von Belgien und seinen Kongogräueln erfährt man einiges. Einige Kapitel dreier Soldaten, tatsächlich an der deutschen Front in Frankreich im Einsatz, runden das Gräuelbild eines Weltkriegs ab: Erich gefallen, Max Horowitz – als Chirurg Teil des deutschen Heeres mit kurzer Karriere als Spion der Entente und Georg Kohlmann, Bolschewist. Die Einbeziehung derer Aktivitäten zunächst mittels Rückblende wirkt etwas konstruiert, macht aber im Gesamtbild den abwechslungsreichen Plot interessanter, spannender. Inmitten und zwischen allen Fronten steckt die junge Schweizer Krankenschwester Johanna Gabathuler mit unehelichem Kind, das zum Spielball wird. Freundschaft und etwas Liebesgeplänkel finden ebenso statt. Insgesamt eine schlüssige Kulisse im internationalen Agentenkrieg, auch wenn etwas zu viel geraucht wird inmitten all der Tuberkulosekranken.

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