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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.04.2025

Packender Thriller mit einem tollen Ermittlerteam, das auch beim zweiten Auftritt absolut überzeugen kann

Der Narbenschneider (Thriller)
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In diesem Thriller schickt der Autor Gunnar Schwarz das Ermittlerteam um Tabea Kurz und Frank Schünemann in ihren zweiten Fall, der mich erneut auf ganzer Linie überzeugen und begeistern konnte. War der ...

In diesem Thriller schickt der Autor Gunnar Schwarz das Ermittlerteam um Tabea Kurz und Frank Schünemann in ihren zweiten Fall, der mich erneut auf ganzer Linie überzeugen und begeistern konnte. War der erste Fall noch in Lüneburg angesiedelt, verschlägt es die Ermittler diesmal nach Hamburg.

Man braucht hier aber grundsätzlich keine Vorkenntnisse aus dem ersten Band, um die Geschichte lesen und nachvollziehen zu können. Alle hierfür erforderlichen Informationen zu den Protagonisten und ihrer Vorgeschichte werden gut in die laufende Handlung eingebunden, ohne dabei den Lesefluss zu stören. Um die Entwicklung der Figuren und die eine oder andere eingestreute Anspielung auf frühere Ereignisse in Gänze genießen zu können, empfiehlt es sich aber doch, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen.

Als in den dunklen Gassen des Hamburger Hafens eine brutal zugerichtete Frauenleiche gefunden wird, zieht der Leiter der Kriminalpolizei Tabea Kurz zu den Ermittlungen hinzu, obwohl sich diese eigentlich noch in der Ausbildung befindet. Frank Schünemann ist darüber zunächst alles andere als begeistert, schließlich hat Tabea es vor einem Jahr noch abgelehnt, in sein Team zu kommen. Doch der neue Fall fordert schnell ihre ganze Aufmerksamkeit, denn der Mörder, der am Tatort eine Haarlocke hinterlassen hat, die nicht vom Opfer stammt, hat eine klare Mission und dafür längst weitere Frauen ins Visier genommen.

Mit einem packenden Schreibstil und einigen überraschenden Wendungen treibt der Autor seine gut aufgebaute Geschichte voran, legt geschickt ein paar falsche Fährten und liefert am Ende einen fulminanten Showdown mit einer schlüssigen Auflösung, die keine wesentlichen Fragen offenlässt. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen. Die Geschichte wird fast ausschließlich aus den wechselnden Perspektiven der beiden Hauptermittler erzählt, immer wieder eingestreute Passagen aus der Sicht des Täters sorgen für zusätzliche Spannung, ohne dabei bereits zu viel über dessen Identität zu verraten. Doch auch die übrigen Mitglieder des Ermittlerteams bekommen hier Raum zur Entfaltung, auch wenn die Geschichte im Wesentlichen auf Tabea und Frank zugeschnitten ist. Fein dosierte Ausflüge in das komplizierte Gefühlsleben der beiden ungleichen Ermittler lockern das eher düstere Geschehen zudem immer wieder ein wenig auf, die Ermittlungen steht dabei aber immer im Mittelpunkt des Geschehens.

Wer auf spannende und abgründige Thriller steht, wird hier bestens bedient und unterhalten. Die Messlatte für die nachfolgenden Bände wird noch einmal ein Stück höher gehängt.

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Veröffentlicht am 08.04.2025

Abgründiger Thriller aus Bielefeld mit gut aufeinander abgestimmten Ermittlern

Der Engelschlitzer (Thriller)
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In diesem Thriller schickt der Autor Gunnar Schwarz sein Ermittlerduo Emma Bajetzky und Alex Kuper in ihren vierten gemeinsamen Fall, der mich erneut überzeugen und begeistern konnte. Auch diesmal wird ...

In diesem Thriller schickt der Autor Gunnar Schwarz sein Ermittlerduo Emma Bajetzky und Alex Kuper in ihren vierten gemeinsamen Fall, der mich erneut überzeugen und begeistern konnte. Auch diesmal wird der Handlungsort Bielefeld incl. des Umlandes gut in die Handlung eingebunden.

Man braucht hier grundsätzlich keine Vorkenntnisse aus den ersten drei Bänden, um die Geschichte lesen und nachvollziehen zu können. Alle hierfür erforderlichen Informationen zu den Protagonisten und ihrer Vorgeschichte werden gut in die laufende Handlung eingebunden, ohne dabei den Lesefluss zu stören. Um die Entwicklung der Figuren und die eine oder andere eingestreute Anspielung auf frühere Ereignisse in Gänze genießen zu können, empfiehlt es sich aber doch, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen.

Diesmal bekommen es Emma und Alex mit einem Serienmörder zu tun, der seine Opfer auf verlassenen Konzertbühnen auf makabere Art und Weise zur Schau stellt. Er inszeniert sie als Engelsfiguren mit Flügeln, die auf ihren Rücken befestigt werden, und entfernt ihnen das Herz. Das verbindende Element zwischen den Opfern ist ihre Liebe zum Ballett. Kommt auch der Täter aus diesem Umfeld, in dem ein gnadenloser Konkurrenzkampf herrscht ?

Mit einem packenden Schreibstil und einigen überraschenden Wendungen treibt der Autor seine gut aufgebaute Geschichte voran, legt geschickt einige falsche Fährten und bietet am Ende einen fulminanten Showdown mit einer schlüssigen Auflösung, die keine wesentlichen Fragen offenlässt. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen. Die Geschichte wird fast ausschließlich aus den wechselnden Perspektiven der beiden Ermittler erzählt, immer wieder eingestreute Passagen aus der Sicht des Täters sorgen für zusätzliche Spannung, ohne dabei bereits zu viel über dessen Identität zu verraten. Fein dosierte Ausflüge in das Privatleben der Akteure lockern das eher düstere Geschehen immer wieder ein wenig auf, die Ermittlungen steht dabei aber immer im Mittelpunkt des Geschehens.

Wer auf spannende und abgründige Thriller steht, wird hier bestens bedient und unterhalten.

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Veröffentlicht am 08.04.2025

Gelungenes Thriller-Debüt mit leichten Schwächen

Die Frau im Fenster gegenüber (Psychothriller)
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Mit diesem Buch legt die Autorin Rose Hard ihren ersten Psycho-Thriller vor, der in Deutschland erscheint. Dabei konnte sie mich zwar noch nicht komplett überzeugen, unter dem Strich aber doch gut und ...

Mit diesem Buch legt die Autorin Rose Hard ihren ersten Psycho-Thriller vor, der in Deutschland erscheint. Dabei konnte sie mich zwar noch nicht komplett überzeugen, unter dem Strich aber doch gut und spannend unterhalten. Welche Rolle der Autor Gunnar Schwarz, der auf dem Cover als Co-Autor aufgeführt ist, bei der Entstehung des Buches gespielt hat, wird nicht so wirklich klar.

Josefine West hat gerade erst die aufreibende Scheidung von ihrem gewalttätigen Ehemann Michael hinter sich, die sie nur durch gute Freunde und eine Therapie überstanden hat, und wagt nun einen Neuanfang. Als sie während ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit im Tierheim den IT-Sicherheitsbeauftragten Leon kennenlernt, kann sie sich sogar wieder vorstellen, einen neuen Mann in ihr Leben zu lassen. Doch dann bemerkt sie eines Nachts am Fenster der Wohnung, die ihrer genau gegenüber liegt und eigentlich gerade unbewohnt ist, die Gestalt einer Frau, die ihr auffallend ähnlich sieht und zudem den Eindruck erweckt, dass sie Hilfe braucht. Josefine verständigt die Polizei, die in der Wohnung aber niemanden antrifft. Leidet Josefine unter Wahnvorstellungen oder spielt hier jemand ein perfides Spiel mit ihr ?

Mit einem packenden Schreibstil und einigen überraschenden Wendungen treibt die Autorin ihre gut aufgebaute Geschichte voran und liefert am Ende eine überraschende, aber durchaus schlüssige Auflösung, die keine wesentlichen Fragen offenlässt. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen. Die Geschichte wird komplett aus der Perspektive von Josefine erzählt, die hier auch die Rolle der Ich-Erzählerin übernimmt und uns hautnah an ihren Ängsten und Zweifeln teilhaben lässt. Allerdings fand ich Josefines Handeln nicht immer schlüssig, sondern eher etwas sprunghaft. Sie macht aber im Laufe der Geschichte durchaus eine Entwicklung durch, während der sie wächst und an Stärke gewinnt. Beim Showdown trägt die Autorin dann vielleicht an der einen oder anderen Stelle etwas dick auf, im Sinne der Spannung funktioniert das Ganze aber auf jeden Fall.

Wer auf spannende Psycho-Thriller steht, wird hier insgesamt gut bedient und unterhalten.

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Veröffentlicht am 08.04.2025

Verheißungsvoller Start eines neuen Ermittler-Duos

Blutige Puppen (Thriller)
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In diesem Thriller schickt der Autor Gunnar Schwarz ein neues und gut aufeinander abgestimmtes Ermittlerteam ins Rennen, dass gleich einen verheißungsvollen Auftakt hinlegt.

Als die Leiche einer jungen ...

In diesem Thriller schickt der Autor Gunnar Schwarz ein neues und gut aufeinander abgestimmtes Ermittlerteam ins Rennen, dass gleich einen verheißungsvollen Auftakt hinlegt.

Als die Leiche einer jungen Frau im Keller eines Mietshauses gefunden wird, übernimmt Jana Bein vom LKA Kiel die Ermittlungen. Zur Unterstützung bekommt sie dabei Oliver Marquardt an die Seite gestellt, der gerade erst von Hannover an die Förde gewechselt ist, dort zuletzt aber nur noch Innendienst versehen hat. Die kryptischen Botschaften des Täters am Tatort lassen befürchten, dass noch weitere Morde folgen werden. So dauert es auch nicht lange bis zum nächsten Leichenfund, kurz danach entdecken die Kollegen der Abteilung Cybercrime einen Livestream im Darknet, auf dem eine angekettete junge Frau zu sehen ist. Um ihrem unheimlichen Gegner im Hintergrund, der Jana und Oliver immer tiefer in sein perfides Spiel hineinzieht, gewachsen zu sein, müssen sie schnellstens zu einem schlagkräftigen Team zusammenwachsen.

Mit einem packenden Schreibstil und einigen überraschenden Wendungen treibt der Autor seine gut aufgebaute Geschichte voran und liefert am Ende einen fulminanten Showdown mit einer schlüssigen Auflösung, die keine wesentlichen Fragen offenlässt. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen. Die Geschichte wird fast ausschließlich aus den wechselnden Perspektiven der beiden Hauptermittler erzählt, immer wieder eingestreute Passagen aus der Sicht des Täters sorgen für zusätzliche Spannung, ohne dabei bereits zu viel über dessen Identität zu verraten. Fein dosierte Ausflüge in das Privatleben der beiden ungleichen Ermittler lockern das eher düstere Geschehen zudem immer wieder ein wenig auf, die Ermittlungen steht dabei aber immer im Mittelpunkt des Geschehens.

Wer auf spannende und abgründige Thriller steht, wird hier bestens bedient und unterhalten. Die Messlatte für die nachfolgenden Bände liegt gleich mächtig hoch.

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Veröffentlicht am 08.04.2025

Grandioser Thriller mit irren Wendungen und einer verblüffenden Auflösung

Der Fädenzieher
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Mit diesem Buch legt der Autor Roland Hebesberger den dritten Band seiner Thriller-Reihe um die Fallanalysten Lisa Seifert und Jan Theurer vor und konnte mich dabei erneut auf ganzer Linie überzeugen und ...

Mit diesem Buch legt der Autor Roland Hebesberger den dritten Band seiner Thriller-Reihe um die Fallanalysten Lisa Seifert und Jan Theurer vor und konnte mich dabei erneut auf ganzer Linie überzeugen und begeistern.

Grundsätzlich sind hier keine Vorkenntnisse aus den ersten beiden Bänden erforderlich, um das Buch lesen und nachvollziehen zu können. Alle dafür erforderlichen Informationen zu den Protagonisten und ihrer Vorgeschichte werden gut in die laufende Handlung eingebunden, ohne dabei den Lesefluss zu stören. Um die Entwicklung der Figuren und die eine oder andere Anspielung auf vergangene Ereignisse in Gänze genießen zu können, empfiehlt es sich aber schon, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen.

Diesmal ermitteln Lisa und Jan in ihrem bislang persönlichsten Fall, der auch ihrem Binnenverhältnis jede Menge abverlangt. In Berlin werden einige ehemalige und aktuelle BKA-Agenten ermordet, die allesamt einer Einheit angehört haben, zu der auch Jan und sein Vorgesetzter Boris Wolff gehört haben, bis ein missglückter Einsatz in Kaiserslautern, bei dem Jan sein Bein verloren hat, zum Ende der Einheit geführt hat. Auch auf Wolff wird ein Anschlag verübt, den dieser knapp überlebt. Da der Verdacht besteht, dass der Täter aus den Reihen der Polizei kommt, übernimmt Emma Scholz von der internen Ermittlung den Fall und nimmt ziemlich schnell Jan als möglichen Täter ins Visier. Kann Lisa ihrem Partner noch vertrauen, zumal dieser offensichtlich etwas vor ihr verbirgt ?

Mit einem packenden Schreibstil und einem hohen Erzähltempo treibt der Autor seine gut aufgebaute Geschichte voran, die er hauptsächlich aus den immer wieder wechselnden Perspektiven seiner beiden Ermittler erzählt. Die Geschichte ist diesmal im Jahr 2001 angesiedelt, so dass den Ermittlern auch weiterhin nicht die technischen Hilfsmittel von heute zur Verfügung stehen. Dieser Umstand lässt beim Lesen ab und an sogar etwas Nostalgie aufkommen. Viel Zeit lässt uns der Autor dafür aber nicht, denn er treibt seine Geschichte konsequent und mit irren Wendungen auf einen fulminanten Showdown zu, der eine verblüffende Auflösung liefert und dabei keine wesentlichen Fragen offenlässt. Zugleich stellt das Ende aber auch einschneidende Weichen für die nachfolgenden Bände. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen.

Wer auf packende und atmosphärisch dichte Thriller steht, wird hier erneut bestens bedient und unterhalten. Die Messlatte für die weiteren Bände liegt noch einmal ein ordentliches Stückchen höher.

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