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Veröffentlicht am 20.05.2020

Grandioser Kriminalroman um einen Jungen im Rollstuhl, der in die Hände skrupelloser Entführer gerät

Das Haus am Moor
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Mit diesem Kriminalroman legt die Autorin Heike Denzau den inzwischen bereits siebten Band ihrer Reihe um die Hauptkommissarin Lyn Harms von der Kripo Itzehohe vor. Man braucht allerdings keine Vorkenntnisse ...

Mit diesem Kriminalroman legt die Autorin Heike Denzau den inzwischen bereits siebten Band ihrer Reihe um die Hauptkommissarin Lyn Harms von der Kripo Itzehohe vor. Man braucht allerdings keine Vorkenntnisse aus den vorherigen Bänden, um die Geschichte lesen und nachvollziehen zu können. Alle dafür erforderlichen Informationen zu den Protagonisten und ihrer Vorgeschichte werden gut in die laufende Handlung eingebunden, ohne dabei den Lesefluss zu stören.

Als der 11-jährige Theo, Sohn eines Küchenmoguls, entführt wird und dabei das Au-Pair-Mädchen der Familie Fahrenkrug brutal ermordet wird, ist Lyn bei ihrem ersten Fall nach der Babypause gleich wieder voll gefordert. Während sie mit ihren Kollegen die Ermittlungen aufnimmt, haben sich die drei Entführer mit ihrem Opfer in einem einsamen Haus am Moor versteckt. Als dort zwei Ausreißerinnen auftauchen, eskaliert die Situation und macht die Ermittlungen zum Rennen gegen die Zeit.

Mit einem packenden Schreibstil treibt die Autorin ihre gut aufgebaute Geschichte voran und erzeugt dabei atemlose Spannung, die schon echte Thrillerqualität aufweist. Die ständig wechselnden Erzählperspektiven sorgen zudem für ein hohes Tempo, das beim Lesen kaum Zeit zum Luftholen lässt. Fein dosierte Ausflüge in Lyns turbulentes Privatleben bieten dabei aber immer wieder kurze Erholungspausen, bevor die Geschichte wieder ordentlich aufs Gas tritt. Die gut gezeichneten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen sind durch die Bank äußerst vielschichtig angelegt und so immer wieder für Überraschungen gut.

Das die Identität der Entführer von Beginn an bekannt ist, stellt hier kein Problem dar. Rund um die Hintergründe der Tat gibt es noch genug offene Fragen, die zum Mitermitteln einladen. Dies wird allerdings durch ein paar falsche Fährten, die die Autorin hier geschickt auslegt, ziemlich erschwert, so das die überzeugende Auflösung am Ende doch noch ein paar faustdicke Überraschungen bereit hält.

Ein grandioser Kriminalroman, der mich nicht nur auf ganzer Linie begeistern konnte, sondern für den ich auch guten Gewissens eine uneingeschränkte Leseempfehlung aussprechen kann.

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Veröffentlicht am 20.05.2020

Spannender Kriminalroman aus dem hohen Norden

Tödliche Rezeptur
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Mit diesem Buch legt der Autor Manuel Martensen einen spannenden Kriminalroman vor, der im Umfeld einer ehemaligen Brauerei, die in der fiktiven norddeutschen Kleinstadt Nordersum angesiedelt ist, spielt ...

Mit diesem Buch legt der Autor Manuel Martensen einen spannenden Kriminalroman vor, der im Umfeld einer ehemaligen Brauerei, die in der fiktiven norddeutschen Kleinstadt Nordersum angesiedelt ist, spielt und mich sehr gut unterhalten konnte.

Als Krister auf einem Fahndungsvideo seinen Großvater zu erkennen glaubt, staunt er nicht schlecht. Ist der ehemalige Braumeister Herrmann Jöhns wirklich in das Friedrich-Börnsen-Brauerei-Museum eingebrochen, hat dabei einen Wachmann getötet und ist anschließend spurlos verschwunden ? Als sich Krister auf die Suche nach Herrmann begibt, merkt er schnell, das in der Vergangenheit seines Großvaters noch so einige Geheimnisse lauern, von denen er keine Ahnung hatte. Und als er selber ins Visier der Polizei gerät, ist Krister froh, das er sich zumindestens auf die patente Hanna an seiner Seite verlassen kann.

Als passionierter Biertrinker habe ich mich im Umfeld der ehemaligen Brauerei natürlich direkt wohlgefühlt. Doch neben dem Ambiente weiß auch die gut aufgebaute Geschichte mit ihren fein gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen zu überzeugen. Mit einem packenden Schreibstil treibt der Autor das Geschehen voran und lässt es schlußendlich in einen klassischen Showdown münden, der neben viel Spannung auch eine überzeugende Auflösung bietet.

Ein gelungener Kriminalroman, an dem nicht nur Biertrinker ihre helle Freude haben dürften.

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Veröffentlicht am 19.05.2020

Packender Thriller um einen Personenschützer im verzweifelten Kampf um seine große Liebe

Der Bodyguard
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Mit diesem Buch legt die Autorin Sonja Rüther einen packenden und actionreichen Thriller vor, in dessen Zentrum die Liebe zwischen einem Bodyguard und seinem Schützling steht. Dabei gelingt es der Autorin ...

Mit diesem Buch legt die Autorin Sonja Rüther einen packenden und actionreichen Thriller vor, in dessen Zentrum die Liebe zwischen einem Bodyguard und seinem Schützling steht. Dabei gelingt es der Autorin auf überzeugende Art und Weise, dem eigentlich altbekannten Thema noch ein paar neue Facetten abzugewinnen.

Der Personenschützer Maik stößt neu zum Team hinzu, das für die Sicherheit des schwerreichen Industriellen Peter van Holland und seiner Familie zuständig ist. Seine erste Begegnung mit dessen Tochter Lynn verläuft zunächst ein wenig ungewöhnlich und ist von Mißverständnissen geprägt, doch dann kommen sich die beiden schnell gefährlich nah. Als Lynn vor Maiks Augen entführt wird, nimmt er den verzweifelten Kampf um seine große Liebe auf. Doch seine Gegner scheinen ihm immer einen Schritt voraus zu sein und aus den eigenen Reihen schlägt ihm ziemliches Mißtrauen entgegen.

Mit einem packenden Schreibstil, einem hohen Erzähltempo und zahlreichen überraschenden Wendungen treibt die Autorin ihre gut aufgebaute Geschichte voran und lässt sie schließlich in einem fulminanten Showdown mit überzeugender Auflösung münden. Zu Beginn lässt sie sich dabei ausreichend Raum und Zeit, die gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen sorgfältig einzuführen, spätestens mit der Entführung wird die Spannungschraube aber mächtig angezogen, so das einem beim Lesen kaum noch Zeit zum Luftholen bleibt.

Wer auf packende Thriller mit einem ordentlichen Schuß Romance steht, wird hier bestens bedient und unterhalten. Mich konnte dieser Thriller auf jeden Fall auf ganzer Linie überzeugen.

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Veröffentlicht am 15.05.2020

Gelungener Roman um einen Journalisten, der zum politischen Akteur wird und damit eine unheilvolle Entwicklung in Gang setzt

Die Wahrheit der anderen
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Mit diesem Roman gelingt dem Autoren Daniel Zipfel ein vielschichtiger Roman, der sich vor dem Hintergrund der aktuellen Flüchtlingssitiuation mit dem Thema Wahrheit und der Rolle der Medien auseinandersetzt. ...

Mit diesem Roman gelingt dem Autoren Daniel Zipfel ein vielschichtiger Roman, der sich vor dem Hintergrund der aktuellen Flüchtlingssitiuation mit dem Thema Wahrheit und der Rolle der Medien auseinandersetzt.

Nach dem Tod eines pakistanischen Flüchtlings in Polizeigewahrsam kommt es in Wien zu Protesten und einer Kirchenbesetzung. Ein eher zufällig entstandenes Foto des Journalisten Uwe Tinnermans rückt die junge Veena Shahidi ins Zentrum des öffentlichen Interesses. Der Journalist ergreift die Gelegenheit und baut die junge Frau immer stärker zur Symbolfigur des Protests auf. Doch ihre Anwältin Birgit Toth hat schnell die Befürchtung, das dies ihrer Mandantin eher schaden als nutzen könnte und versucht gegenzusteuern.

Der Autor erzählt die gut aufgebaute Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven und lässt dabei den Journalisten Tinnermans in seinen Passagen als Ich-Erzähler auftreten. Das die Geschichte in Wien spielt, ist eigentlich eher nebensächlich, passieren könnte sie eigentlich überall. Die Figuren sind durchgehend gut charakterisiert und vielschichtig angelegt. Im Verlauf der Geschichte entwickeln die Protagonisten dann auch ihr ganz eigenes Bild von der Wahrheit, die nicht unbedingt mit der Wahrheit der anderen übereinstimmen muss. Die Aufgabe, aus diesen unterschiedlichen Wahrheiten, bei denen es sich eigentlich auch eher um Wahrnehmungen handelt, ein Gesamtbild zu erschaffen, bleibt am Ende aber dem Leser selbst überlassen.

Ein gelungener Roman mit einer Geschichte, die zum Nachdenken anregt. Und garantiert keine Lektüre für nebenbei, hier muss man sich ganz auf das Geschehen und die Figuren einlassen, um alle Facetten der Geschichte zu erfassen.

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Veröffentlicht am 13.05.2020

Facettenreicher Roman um ein Paar mit gemeinsamer Familiengeschichte, die ihre Schatten bis in die Gegenwart wirft

Alles ringsum Sichtbare
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Mit diesem Buch legt der Autor Andreas van Hooven einen sehr facettenreichen Roman vor, den man nicht mal eben nebenbei lesen kann. Hier ist volle Aufmerksamkeit gefragt und man muss sich auf die komplexe ...

Mit diesem Buch legt der Autor Andreas van Hooven einen sehr facettenreichen Roman vor, den man nicht mal eben nebenbei lesen kann. Hier ist volle Aufmerksamkeit gefragt und man muss sich auf die komplexe Geschichte und ihre Figuren einlassen, um einen Zugang zum bzw. Gefallen am Buch zu finden.

Die amerikanische Business-Managerin Joni Fraunburg und der deutsche Journalist Ferdinand "Nando" Frauenburg haben sich im Zuge einer Erbschaftsgeschichte kennen- und liebengelernt. Ihre Urgroßväter waren Brüder, die Verbindung zwischen den beiden Linien der Familie ist dann aber in den Wirren des zweiten Weltkrieges abgerissen. Auf Wunsch von Jonis verstorbener Tante Rebekka soll diese Verbindung nun aber wieder hergestellt werden. Bei ihren Bemühungen, die durch einige dunkle Geheimnisse aus der Vergangenheit erschwert werden, stellen Joni und Nando zudem fest, das ihre unterschiedlichen Lebensentwürfe eine gemeinsame Zukunft nicht gerade erleichtern.

Mit einem packenden Schreibstil erzählt der Autor seine gut aufgebaute Geschichte in sechs Kapiteln mit wechselnder Erzählperspektive. Während in Kapitel 1 Nando als Ich-Erzähler fungiert, übernimmt in Kapitel 2 Joni diese Rolle. Ab Kapitel 3 wechselt die Perspektive dann auch innerhalb der Kapitel von Abschnitt zu Abschnitt. Die entsprechenden Übergänge sind dabei aber ziemlich unproblematisch und auch deutlich erkennbar. Getragen wird die Geschichte von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen. Echte Sympathieträger sucht man dabei allerdings vergebens, die Figuren verfügen durchgehend über reichlich Ecken und Kanten, die es einem manchmal doch ziemlich schwer machen, sie zu mögen. Dies trifft im Besonderen auf Joni zu, mit der ich bis zum Schluß so meine Probleme hatte. Eine große Hilfe, sich innerhalb der weitverzweigten Familie Frauenburg / Fraunburg zurechtzufinden, ist der Stammbaum am Ende des Buches, den ich beim Lesen doch des Öfteren zu Rate ziehen musste.

Immer wieder lässt der Autor auch politische Ereignisse aus den Jahren 2014 und 2015 in die Geschichte einfließen und verknüpft sie geschickt mit Ereignissen aus der Vergangenheit. So erleben wir zum einen die dramatische Flucht der Familie Frauenburg kurz vor Kriegsende und werden auf der anderen Seite an die Flüchtlingssitiuation des Jahres 2015 in Europa erinnert. Wertungen nimmt der Autor dabei nicht vor, diese finden, wenn überhaupt, nur im Kopf der Leser statt.

Wer auf komplexe Familien- und Beziehungsgeschichten steht, wird hier sehr gut bedient und unterhalten. Zudem regt das Buch zum Nachdenken an und wirkt dabei noch weit über sein Ende hinaus.

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