Profilbild von ech68

ech68

Lesejury Star
online

ech68 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit ech68 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.04.2025

Gelungener Auftakt einer spannenden Trilogie, der aber noch ein wenig Luft nach oben lässt

Die Hauptverdächtige
0

Mit diesem Thriller legt der Autor Dominik Fischer den Auftaktband einer Trilogie vor, die in New York City angesiedelt ist und mich gut und spannend unterhalten konnte. Für die nachfolgenden Bände bleibt ...

Mit diesem Thriller legt der Autor Dominik Fischer den Auftaktband einer Trilogie vor, die in New York City angesiedelt ist und mich gut und spannend unterhalten konnte. Für die nachfolgenden Bände bleibt aber durchaus noch ein wenig Luft nach oben.

Die Polizistin Emma Wayne ist Mitglied der Special Victims Division beim NYPD und bekommt es zusammen mit ihrem Partner Greg vor allem mit häuslicher Gewalt und Missbrauch zu tun. Seit einiger Zeit leidet sie immer wieder unter mysteriösen Aussetzern, schiebt dies aber zunächst auf die hohe Belastung durch die Fälle, die sie bearbeitet, und versucht ihren Zustand vor Greg und ihrem Freund Marc geheim zu halten. Doch als ein brutaler Mörder sein Unwesen treibt und Emma durch die besonderen Umstände der Taten plötzlich zur Hauptverdächtigen wird, beginnt sie schon bald selbst an ihrer Unschuld zu zweifeln.

Mit einem packenden Schreibstil und einigen überraschenden Wendungen treibt der Autor seine gut aufgebaute Geschichte voran und schlägt dabei ein ziemlich hohes Tempo an, das einem beim Lesen kaum Zeit zum Luftholen lässt. Geschickt wird dabei mit der Möglichkeit gespielt, dass Emma tatsächlich die Täterin sein könnte. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen, die immer wieder für Überraschungen gut sind. Am Ende entlädt sich die Spannung in einem krachenden Showdown, der die Geschichte allerdings nur zu einem vorläufigen Ende bringt. Es bleiben noch einige Fragen offen, die in den nachfolgenden Bänden beantwortet werden müssen.

Wer auf spannende und rasante Thriller mit vielen überraschenden Wendungen steht, wird hier gut bedient und unterhalten.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.04.2025

Packender Kriminalroman aus Schweden, der mit gut aufeinander abgestimmten Ermittlern aufwartet

SchwedenHass (Schwedenkrimi)
0

In ihrem siebten Küstenkrimi entführt uns die Autorin Nele Bruun zum zweiten Mal in die schwedische Provinz rund um Vimmerby, dem Geburtsort von Astrid Lindgren. Dort ermitteln erneut der kommissarische ...

In ihrem siebten Küstenkrimi entführt uns die Autorin Nele Bruun zum zweiten Mal in die schwedische Provinz rund um Vimmerby, dem Geburtsort von Astrid Lindgren. Dort ermitteln erneut der kommissarische Polizeichef Marten Henriksson und seine Ex-Frau Lena Wallin, die sich durchaus für weitere Auftritte empfehlen.

Man kann dieses Buch grundsätzlich auch ohne Vorkenntnisse aus dem ersten Band lesen und verstehen. Alle dafür erforderlichen Informationen zu den Protagonisten und ihrer Vorgeschichte werden gut in die laufende Handlung eingebunden, ohne dabei den Lesefluss zu stören. Um die Entwicklung der Figuren und die eine oder andere Anspielung auf frühere Ereignisse in Gänze genießen und nachvollziehen zu können, empfiehlt es sich aber schon, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen.

Als in der Nähe einer Kirche ein schwer verletzter Mann gefunden wird, der kurz darauf seinen Verletzungen erliegt, bekommen Marten und sein Team erneut dessen Ex-Frau Lena als erfahrene Mordermittlerin zur Seite gestellt. Das Opfer war in Vimmerby und Umgebung äußerst umtriebig, hat sich mit seiner Art aber auch viele Feinde gemacht. So mangelt es zwar nicht an Verdächtigen, eine heiße Spur zum Täter ist aber zunächst nicht zu erkennen. Als auch Martens Vater ins Visier der Ermittlungen gerät, wird das gerade erst bereinigte Verhältnis zwischen Lena und ihm zudem auf eine harte Probe gestellt.

Mit einem packenden Schreibstil und einigen überraschenden Wendungen treibt die Autorin ihre gut aufgebaute Geschichte voran und bestückt sie mit einer ganzen Riege gut gezeichneter und vielschichtig angelegter Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen. Besonders das gelungene Zusammenspiel der beiden ungleichen Hauptermittler ist durchaus gelungen, zumal ihr privates Verhältnis diesmal nicht so eine prägende Rolle spielt wie noch in Band 1 und dies der Krimihandlung zugutekommt. Zwar konnte mich auch Band 2 nicht komplett überzeugen, unter dem Strich aber doch gut und spannend unterhalten. Und an der überraschenden und schlüssigen Auflösung, die keine wesentlichen Fragen offenlässt, gibt es auch nichts zu meckern.

Wer auf spannende Kriminalromane mit reichlich Lokalkolorit aus der schwedischen Provinz steht, wird hier insgesamt gut bedient und unterhalten. Für eine mögliche Fortsetzung bleibt aber weiterhin noch ein wenig Luft nach oben.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.04.2025

Gelungener Abschluss der Trilogie um die geheimnisvolle Scarlett Dyer

Die Reise
0

Mit diesem Buch legt die Autorin Gillian Hobbs aka Nicole Siemer den Abschlussband ihrer Trilogie rund um die geheimnisvolle Scarlett Dyer vor und bringt sie zu einem harten und ziemlich konsequenten Ende.

Man ...

Mit diesem Buch legt die Autorin Gillian Hobbs aka Nicole Siemer den Abschlussband ihrer Trilogie rund um die geheimnisvolle Scarlett Dyer vor und bringt sie zu einem harten und ziemlich konsequenten Ende.

Man braucht hier grundsätzlich keine Vorkenntnisse aus den ersten beiden Bänden, um die Geschichte lesen und nachvollziehen zu können. Alle hierfür erforderlichen Informationen zu den Protagonisten und ihrer Vorgeschichte werden gut in die laufende Handlung eingebunden, ohne dabei den Lesefluss zu stören. Um die Entwicklung der Figuren und die eine oder andere eingestreute Anspielung auf frühere Ereignisse in Gänze genießen zu können, empfiehlt es sich aber schon, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen.

Am Ende von Band 2 hat sich Scarlett Dyer freiwillig gestellt, um ihren Mann Jacob zu schützen, dessen Tod sie zuvor vorgetäuscht hatte. Doch nun ist sie der Meinung, dass sie lang genug hinter Gittern gesessen hat und es Zeit wird, sich zurück in Freiheit zu begeben. Doch bevor sie ihren riskanten Fluchtplan umsetzen kann, wird ihr ein mysteriöses Paket zugespielt, in dem Scarlett einen Laib Brot findet. Ihr Entsetzen ist groß, als sie in dem Brot einen Finger findet, der eindeutig Jacob gehört. Kurz danach bezahlt eine unbekannte Person ihre Kaution und sorgt dafür, dass ihr Prozess vorgezogen wird. Nach ihrem Freispruch folgt Scarlett den Hinweisen ihres unbekannten Gönners nach Irland, wo sie in ein perfides Katz-und-Maus-Spiel gezwungen wird, um Jacob zu retten. An ihrer Seite ist Chief Inspector Michael Masters, der sie aber eigentlich nur so schnell wie möglich wieder hinter Gittern bringen will.

Mit einem packenden Schreibstil, zahlreichen überraschenden Wendungen und einem zuweilen ziemlich bissigen und schwarzen Humor treibt die Autorin ihre gut aufgebaute Geschichte voran und erzeugt dabei schnell eine ungemeine Sogwirkung, die dafür sorgt, dass man das Buch kaum noch aus der Hand legen kann. Konsequent steuert sie das wilde Treiben auf einen fulminanten Showdown zu, der die Geschichte zu einem drastischen Ende bringt, das mehr Tote als Überlebende zurücklässt. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen. Auch wenn Scarlett im Laufe der ersten beiden Bände ein paar Pluspunkte bei mir sammeln konnte, taugt sie weiterhin nicht zu einer echten Sympathieträgerin, sie fällt doch immer wieder in alte Muster zurück und neigt zu ziemlich drastischen Entscheidungen. Etwas anders sieht es bei Jacob aus, auch wenn auf dessen scheinbar so blütenweißen Weste durchaus auch ein paar dunkle Flecken vorhanden sind.

Wer auf spannende und wendungsreiche Rache-Thriller steht, wird hier erneut sehr gut bedient und spannend unterhalten.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.04.2025

Gelungener Auftakt einer neuen Krimi-Reihe von der Ostsee

Tatort Ostsee: Falsche Fährten
0

In diesem Kriminalroman schickt der Autor Frank Esser ein neues Ermittler-Duo ins Rennen, das mich gleich von sich überzeugen konnte. Nach Aachen, Köln und Hamburg ist diese Reihe nun in Wismar angesiedelt ...

In diesem Kriminalroman schickt der Autor Frank Esser ein neues Ermittler-Duo ins Rennen, das mich gleich von sich überzeugen konnte. Nach Aachen, Köln und Hamburg ist diese Reihe nun in Wismar angesiedelt und liefert neben viel Spannung auch eine ordentliche Portion Lokalkolorit von der Ostseeküste.

Als am Strand der Insel Poel die Leiche einer Frau gefunden wird, übernehmen der erfahrene Hauptkommissar Enno Schulz und seine junge Kollegin Karoline „Karo“ Lürssen von der Kriminalpolizei Wismar die Ermittlungen. Bei dem Opfer handelt es sich um Nicole Klassen, die mit ihrem Verlobten, dem Krimiautor Hartmut Krüger, Urlaub auf Poel gemacht hat. Als sich herausstellt, dass die Mordmethode der Beschreibung in einem noch unveröffentlichten Krimi von Krüger nachempfunden ist, rückt dieser ins Visier der Ermittlungen. Hat er den Mord begangen oder will ihm jemand aus seinem Umfeld die Tat anhängen ?

Mit einem packenden Schreibstil und einigen überraschenden Wendungen treibt der Autor seine gut aufgebaute Geschichte voran und bestückt sie mit einer ganzen Riege gut gezeichneter und vielschichtig angelegter Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen. Dabei erzählt er die Geschichte fast ausschließlich aus der Perspektive der beiden Ermittler. Immer wieder eingestreute Passagen aus der Perspektive einer geheimnisvollen Person, deren Rolle lange im Unklaren bleibt, sorgen für zusätzliche Spannung, ohne bereits zu viel über die Identität des Mörders und die Hintergründe der Tat zu verraten. So ist man als Leser die ganze Zeit auf Augenhöhe mit Enno und Karo, ohne dabei einen Wissensvorsprung zu besitzen, und kann aus den Ermittlungsergebnissen eigene Schlüsse ziehen und Theorien aufstellen, um am Ende doch von der verblüffenden Auflösung überrascht zu werden.

Wer auf spannende Kriminalromane mit gut aufeinander abgestimmten Ermittlern steht, wird hier bestens bedient und unterhalten. Auf weitere Auftritte dieses sympathischen Teams bin ich schon sehr gespannt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.04.2025

Packender Thriller mit einem tollen Ermittlerteam, das auch beim zweiten Auftritt absolut überzeugen kann

Der Narbenschneider (Thriller)
0

In diesem Thriller schickt der Autor Gunnar Schwarz das Ermittlerteam um Tabea Kurz und Frank Schünemann in ihren zweiten Fall, der mich erneut auf ganzer Linie überzeugen und begeistern konnte. War der ...

In diesem Thriller schickt der Autor Gunnar Schwarz das Ermittlerteam um Tabea Kurz und Frank Schünemann in ihren zweiten Fall, der mich erneut auf ganzer Linie überzeugen und begeistern konnte. War der erste Fall noch in Lüneburg angesiedelt, verschlägt es die Ermittler diesmal nach Hamburg.

Man braucht hier aber grundsätzlich keine Vorkenntnisse aus dem ersten Band, um die Geschichte lesen und nachvollziehen zu können. Alle hierfür erforderlichen Informationen zu den Protagonisten und ihrer Vorgeschichte werden gut in die laufende Handlung eingebunden, ohne dabei den Lesefluss zu stören. Um die Entwicklung der Figuren und die eine oder andere eingestreute Anspielung auf frühere Ereignisse in Gänze genießen zu können, empfiehlt es sich aber doch, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen.

Als in den dunklen Gassen des Hamburger Hafens eine brutal zugerichtete Frauenleiche gefunden wird, zieht der Leiter der Kriminalpolizei Tabea Kurz zu den Ermittlungen hinzu, obwohl sich diese eigentlich noch in der Ausbildung befindet. Frank Schünemann ist darüber zunächst alles andere als begeistert, schließlich hat Tabea es vor einem Jahr noch abgelehnt, in sein Team zu kommen. Doch der neue Fall fordert schnell ihre ganze Aufmerksamkeit, denn der Mörder, der am Tatort eine Haarlocke hinterlassen hat, die nicht vom Opfer stammt, hat eine klare Mission und dafür längst weitere Frauen ins Visier genommen.

Mit einem packenden Schreibstil und einigen überraschenden Wendungen treibt der Autor seine gut aufgebaute Geschichte voran, legt geschickt ein paar falsche Fährten und liefert am Ende einen fulminanten Showdown mit einer schlüssigen Auflösung, die keine wesentlichen Fragen offenlässt. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen. Die Geschichte wird fast ausschließlich aus den wechselnden Perspektiven der beiden Hauptermittler erzählt, immer wieder eingestreute Passagen aus der Sicht des Täters sorgen für zusätzliche Spannung, ohne dabei bereits zu viel über dessen Identität zu verraten. Doch auch die übrigen Mitglieder des Ermittlerteams bekommen hier Raum zur Entfaltung, auch wenn die Geschichte im Wesentlichen auf Tabea und Frank zugeschnitten ist. Fein dosierte Ausflüge in das komplizierte Gefühlsleben der beiden ungleichen Ermittler lockern das eher düstere Geschehen zudem immer wieder ein wenig auf, die Ermittlungen steht dabei aber immer im Mittelpunkt des Geschehens.

Wer auf spannende und abgründige Thriller steht, wird hier bestens bedient und unterhalten. Die Messlatte für die nachfolgenden Bände wird noch einmal ein Stück höher gehängt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere