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Veröffentlicht am 09.12.2025

Chaos der Gefühle

Frag nach der Liebe
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„Frag nach der Liebe“ von Frida Luise Sommerkorn ist der zweite Teil der Trilogie „Ostseetraum“. Es ist eine leichte und unterhaltsame Lektüre zum Abschalten und Entspannen zwischendurch. Der Erzählstil ...

„Frag nach der Liebe“ von Frida Luise Sommerkorn ist der zweite Teil der Trilogie „Ostseetraum“. Es ist eine leichte und unterhaltsame Lektüre zum Abschalten und Entspannen zwischendurch. Der Erzählstil ist flüssig und gut zu lesen.

Sontje hat sich mittlerweile wieder in ihrer Heimat auf dem Darß eingelebt. Nach dem Unfall ihrer Mutter hatte sie mit Schuldgefühlen Hals über Kopf ihre Heimat verlassen und einen Neuanfang in Paris gesucht. Doch sie kehrt nicht allein zurück, denn sie erwartet ein Baby. Vom Vater, dem Franzosen Ulric, hat sie sich getrennt.

Ihre Rückkehr ist für ihre Freunde, die sie ohne Erklärung verlassen hat, nicht einfach. Stine, ihre beste Freundin, die ein kleines Café betreibt, gibt Sontje eine zweite Chance. Doch Florian, ihre große Liebe, blieb tief verletzt zurück. Für ihn, der inzwischen mit der lebenslustigen Kimmy zusammen ist, beginnt ein Gefühlschaos. Liebt er Sontje noch immer oder kann er mit Kimmy glücklich werden?

Als Florian erfährt dass Opa Fiete das Familiengestüt verkaufen will, weiß er nicht wie sich seine berufliche Zukunft gestalten wird. Ein Kompromiss scheint die einzige Lösung zu sein, aber das würde bedeuten, Sontje näher kommen zu müssen, als es ihr gut tut. Was also tun, wenn die Vernunft sich dafür entscheidet, das Herz hingegen rebelliert?

Für seinen Bruder David, den alten Freund von Sontje, beginnt eine Glückzeit, als er ihre Freundin Chloé kennen lernt, die ebenfalls dem Modelbusiness den Rücken gekehrt hat und sich an der Ostsee niederlässt. Er verliebt sich sofort in die schöne Französin aus dem Elsass, die seine Gefühle erwidert.

Frida Luise Sommerkorn erzählt munter und unterhaltsam, doch mit vielen nachdenklichen Tönen. Man kann als Leser die Probleme gut verstehen und mit Sontje und ihren Freunden hoffen, dass sich alles zum Guten wenden wird.
Die Protagonisten zeigen ein differenzierteres Profil mit Charakter und werden zu Personen, mit denen man sich identifizieren kann.
Trotzdem ist eine leichte und angenehm zu lesende Lektüre geworden, die Entspannung und Unterhaltung garantiert. Der Erzählstil ist flüssig und leicht zu lesen. Flotte Szenen- und Perspektivwechsel gestalten die Erzählung abwechslungsreich und Überraschungen beleben die Handlung. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung.

Aus meiner Sicht gibt es 5 Sterne und eine Leseempfehlung für alle, die gern Liebes- und Frauenromane lesen.

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Veröffentlicht am 18.11.2025

Einblick in ein Kapitel preußischer Geschichte - großartig erzählt

Sieben Jahre
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Die promovierte Germanistin Tanja Kinkel hat bereits mehrere historische Romane veröffentlicht, die ich sehr gern gelesen habe.
Mit ihrem neuen Roman „Sieben Jahre“, erschienen 2025 bei Hoffmann und Campe, ...

Die promovierte Germanistin Tanja Kinkel hat bereits mehrere historische Romane veröffentlicht, die ich sehr gern gelesen habe.
Mit ihrem neuen Roman „Sieben Jahre“, erschienen 2025 bei Hoffmann und Campe, ist ihr ein überzeugendes Werk zur preußischen Geschichte gelungen. Der Siebenjährige Krieg, der von 1756 – 1763 stattfand, ist die Geburtsstunde Preußens als europäische Großmacht.

Der Roman schildert jedoch nicht nur den Verlauf des Siebenjährigen Krieges, sondern stellt vor allem die Mitglieder der königlichen Familie Preußens in den Mittelpunkt. Das sind Friedrich der Große und seine Brüder Heinrich und Wilhelm sowie die Schwester Amalie. Die Protagonisten sind authentisch und sehr differenziert beschrieben. Der Autorin gelingt es Geschichte lebendig werden zu lassen, ohne belehrend zu wirken. Man merkt wie akribisch Tanja Kinkel recherchiert hat.

Die Autorin erzählt mit einer ausdrucksstarken Sprache bildhaft von Menschen und ihren Schicksalen. Dabei schildert sie, jede Epoche, die sie in ihrem Roman verarbeitet, spannend, lehrreich und überaus interessant.

Das Buch ist übersichtlich gegliedert – ein Prolog, der Hauptteil und ein Epilog. Der Hauptteil, der dem Siebenjährigen Krieg umfasst, besteht aus 6 Kapiteln mit Unterteilen. Alle sind mit Jahreszahlen und Ortsangeben versehen und erleichtern dem Leser die Orientierung. Sehr hilfreich ist auch das Personenverzeichnis der königlichen Familie und weiterer Zeitgenossen am Anfang des Buches.

Im Roman verbindet sie geschickt das dramatische Familienschicksal um Friedrich II. mit den großen politischen Umwälzungen seiner Zeit.

Besonders bemerkenswert ist, wie sie die Protagonisten - von den königlichen Geschwistern über strategische Militärführer bis hin zu Hannibal, dem mutigen schwarzen Pagen - mit Tiefe und Menschlichkeit zeichnet. So entsteht ein vielschichtiges Bild jener Zeit, in der Macht, Loyalität und persönliche Hoffnung inmitten von Krieg und Umbruch auf die Probe gestellt werden.

Der Schreibstil von Tanja Kinkel ist flüssig und sehr gut zu lesen. Historische Sachkenntnis und ein ausgezeichnetes Gefühl für die Denk- und Lebensweise der geschilderten Personen faszinieren.

Tanja Kinkel macht Geschichte zugänglich und lebendig, ohne dabei an Tiefe zu verlieren. Ein großartiger Roman, der sowohl historische Genauigkeit als auch spannende Handlung perfekt verbindet.

Ein berührendes und ergreifendes Buch ist gelungen. Gern vergebe ich 5 Sterne und empfehle es allen historisch interessierten Lesern.


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Veröffentlicht am 04.11.2025

Ein Barcelona-Krimi aus der Foodblogger- Szene

Schatten über der Sagrada Familia
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„Schatten über der Sagrada Familia“ ist der 2. Band der Reihe “Mutter-Tochter-Duo ermittelt in Spanien“ von Susanne Beck.
Den 1. Band „Schatten über der Alhambra“ habe ich nicht gelesen, bin aber trotzdem, ...

„Schatten über der Sagrada Familia“ ist der 2. Band der Reihe “Mutter-Tochter-Duo ermittelt in Spanien“ von Susanne Beck.
Den 1. Band „Schatten über der Alhambra“ habe ich nicht gelesen, bin aber trotzdem, auch dank Rückblenden, ohne Probleme in die Geschichte eingestiegen.

Worum geht es? Clara, verlässt nach einem Streit mit ihrem Freund Thorben Kanada und reist zu ihrer Mutter Anneliese nach Barcelona. Trotz beengter Wohnverhältnisse zieht Clara zu ihrer Mutter, die bei ihrer Freundin Maria, die auch Claras Patentante ist, wohnt, mit ein. Maria ist eine in Barcelona bekannte Food-Bloggerin und so bekommen die Leser*innen auch ein bisschen mehr von der spanischen Küche geboten. So lernen wir einige Restaurants und Bekannte von Maria kennen, nur der avisierte Kriminalfall lässt auf sich warten. Umso mehr erfährt der Leser über Claras private und berufliche Probleme.

Schließlich dürfen all drei – Maria, Anneliese und Clara- zu angesagtesten Party der Gastroszene Barcelonas und dann geschieht es endlich. Maria, die im Hotel übernachtet, wacht neben einer Toten auf und weiß von nichts.

Natürlich ist sie für die Polizei die Hauptverdächtige. Aber Anneliese und Clara glauben an Marias Unschuld. Nur wie können sie das dem Inspektor beweisen? Endlich werden die beiden aktiv und ermitteln in alle Richtungen um Maria, die inzwischen in Untersuchungshaft sitzt, zu helfen.

Tatsächlich wird es jetzt spannender und der Krimi beginnt mich zu fesseln. Ob und wie es den beiden gelingt genügend Beweise zur Entlastung Marias zu sammeln möchte ich hier nicht verraten. Nur so viel – die Beiden lernen noch eine ganz andere Seite Barcelonas kennen und stellen sich bei ihren Recherchen auch nicht ungeschickt an.

Der Schreibstil von Susanne Beck ist flüssig und informativ. Die handelnden Personen sind sehr gut beschrieben und charakterisiert.

Fazit:
Ein gut ausgedachte Geschichte, die in sich schlüssig gelöst wurde. Mich hat dieser Barcelona-Krimi mit einer etwas langen Einleitung dennoch gefesselt und mir eine spannende Lesezeit beschert. Deshalb vergebe ich nicht nur 4 Sterne, sondern auch eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 04.08.2025

Die Spur der Schokolade

Bretonische Versuchungen
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Der 14. Fall für Kommissar Dupin beginnt bizarr und ungewöhnlich. Die Inhaberin, Adeline Manzago, einer alteingesessenen Schokoladen-Confiserie in Concarneau wird tot in einem Bottich mit Schokolade ...

Der 14. Fall für Kommissar Dupin beginnt bizarr und ungewöhnlich. Die Inhaberin, Adeline Manzago, einer alteingesessenen Schokoladen-Confiserie in Concarneau wird tot in einem Bottich mit Schokolade entdeckt.

Wer oder was hinter diesem Mord steckt stellt sich schnell als Mammutaufgabe für das Team der Polizei heraus. Die Ermittlungen führen weit über die Bretagne hinaus, da die Familie der Toten aus dem Baskenland stammt. In diesem Fall muss Dupin sich intensiv mit der Geschichte, der Zusammensetzung und der Herstellung von Schokolade befassen. Der Leser ist in der glücklichen Lage nicht nur einen spannenden Krimi zu lesen, sondern auch Privatlektionen über die Schokolade als solche und die speziellen Kreationen an sich zu erhalten. Auch eine Fahrt ins Baskenland verbunden mit der Vorstellung landestypischer Spezialitäten macht Appetit auf mehr.

Eingebettet in solch köstliche Umgebung geraten die polizeilichen Ermittlungen keinesfalls in den Hintergrund, denn bald erfolgen noch weitere Morde. Auch der Fund von Kokain in einer Lagerhalle macht die Aufklärung der Mordfälle keinesfalls einfacher. Dazu noch das polizeiliche Kompetenzgerangel mit der Einheit der Drogenfahnder.

Bei den Recherchen in der Fabrik und der Familie Manzago stellt Kommissar Dupin fest wie nah Ehrgeiz und Geltungssucht beieinander liegen. Könnte hier ein Motiv zu finden sein? Tatkräftig wird der Kommissar bei seinem 14. Fall von zwei Frauen unterstützt. Das ist zum einen die bekannte Sekretärin Nolwenn mit ihrem Organisations- und Recherchetalent und zum andern Commissaire Unarte aus Bayonne, die nicht nur äußerst kompetent ist, sondern auch ein Herz für alte Autos hat.

Wie es Kommissar Dupin und seinen Kollegen gelingt Licht in das Dunkel zu bringen und die Mordfälle zu lösen möchte ich nicht verraten, denn den Leser und die Ermittler erwarten noch einige Überraschungen.

Fazit:
Der Krimi ist gut strukturiert aufgebaut, hat viele Handlungsansätze, die nicht geradlinig zur Lösung führen. Ein phantasievoll ausgedachte Geschichte, die in sich schlüssig gelöst wurde. Mich hat der Krimi „Bretonische Versuchungen“ gefesselt und mir eine wirklich spannende Lesezeit beschert. Deshalb vergebe ich eine 5 Sterne sowie eine klare und eindeutige Leseempfehlung.


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Veröffentlicht am 30.06.2025

Eiskalt erwischt

Venezianisches Geheimnis
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Der Winter in Venedig ist kalt, feucht und ungemütlich. Ausgerechnet diese Bedingungen nutzen Räuber, um Senioren zu überfallen und auszurauben.
„Eines Abends ist Lucas Nachbarin, Signora Vasconti, noch ...

Der Winter in Venedig ist kalt, feucht und ungemütlich. Ausgerechnet diese Bedingungen nutzen Räuber, um Senioren zu überfallen und auszurauben.
„Eines Abends ist Lucas Nachbarin, Signora Vasconti, noch zum Einkaufen unterwegs und trifft sich mit einer Bekannten. Kurze Zeit später ist die wohlhabende Frau tot und Luca Brassonis Nachbarin liegt im Krankenhaus.“ (aus der Inhaltsangabe des Verlages).

Der 10. Fall für Luca Brassoni und seine Kollegen fordert viel von allen. Die Ermittlungen zeigen bald erste Ergebnisse, doch leider passt einiges nicht zusammen. Als Lucas Vorgesetzte, die Signora Vice Questore, krankheitsbedingt ausfällt, wartet auf Luca noch eine weitere Aufgabe. Er wird Signora Bertuzzi für längere Zeit kommissarisch vertreten. Für den Familienmenschen Luca ist das noch eine weitere Belastung, denn er kann weniger Zeit mit seinen Kindern und Carla verbringen. Doch bald entdeckt er, dass es nicht nur Belastungen gibt, sondern auch angenehmen Seiten, wie ein Essen mit dem Bürgermeister in einem angesagten teuren Restaurant.

Daniela Gesing gelingt es mit unerwarteten Wendungen und einem vielschichtigen Personen-spektrum Spannung aufzubauen und den Leser zu fesseln. Ihr Schreibstil ist flüssig, routiniert und lässt sich sehr gut lesen. Die geschilderten Charaktere sind authentisch und gut ausgearbeitet. Der Schauplatz Venedig bietet eine wunderschöne Kulisse, denn die Lagunenstadt wird kenntnisreich, detailliert und liebevoll geschildert.

Der Neffe des wohlhabenden Opfers steckt in Geldschwierigkeiten und hatte sich in eine Tierarztpraxis eingekauft hat, die dringend saniert werden muss. Seine Tante hatte ihm gedroht ihn zu enterben, da er mit Geld nicht umgehen kann. Ist ihr das noch gelungen und steckt der Neffe tatsächlich hinter dem Mord? Ist das Erbe das Tatmotiv? Als der Neffe überfallen wird, nimmt die Spannung schnell weiter zu.
Es warten schwierige Ermittlungstage auf den Commissario und sein Team. Im aktuellen Fall reichen die Ergebnisse noch nicht aus und auch die Straßenräuber müssen dringend gefunden werden.

Man trifft die aus den vorherigen Krimis bekannten Personen, wie Lucas Cousin Stefan, genannt Caruso, wieder. Gern möchte er Luca helfen und nutzt seine journalistischen Kontakte. Er ahnt nicht, dass er selbst in Lebensgefahr geraten wird, als er sich mit einem Kontakt trifft.
Wer steckt hinter all den Überfällen?

In einem packenden und spannenden Finale wird der Täter entlarvt und die Fälle werden in sich schlüssig gelöst. Die Autorin erzählt mit Liebe zum Detail in Brassonis 10. Fall eine äußerst spannende und gut ausgedachte Kriminalgeschichte, die sofort fesselt, aber auch nachdenklich macht. Daniela Gesings angenehmer und flotter Erzählstil ist wunderbar zu lesen und ich empfehle es allen, die Venedig und Luca Brassoni mögen.

Es ist pures Lesevergnügen und die geeignete Lektüre für Urlaubstage im Sommer und gemütliche Stunden im Winter daheim. Aus meiner Sicht gibt es 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

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