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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.03.2026

Eine starke Dilogie!

Prinzessin der tausend Diebe – Chosen
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In Band 2 bin ich wieder super schnell in die Geschichte reingekommen und habe mich richtig gefreut, endlich wieder in diese Welt eintauchen zu können (auch wenn diesmal auf eine andere Art und Weise). ...

In Band 2 bin ich wieder super schnell in die Geschichte reingekommen und habe mich richtig gefreut, endlich wieder in diese Welt eintauchen zu können (auch wenn diesmal auf eine andere Art und Weise).
Der Schreibstil war sehr angenehm und flüssig, sodass man wirklich durch das Buch durchgeflogen ist! Anders als auch noch in Band 1 fand ich die Dialoge hier absolut nicht hölzern, sondern sehr angenehm und realistisch. 🥰

Die größte Überraschung für mich war tatsächlich Jia. In Band 1 mochte ich sie ehrlich gesagt nicht so gerne und bin mit ihr einfach nicht warm geworden. Aber hier? Eine absolut tolle Protagonisten!! Sie ist taff, trifft ihre Entscheidungen oft nach dem Motto "mit dem Kopf durch die Wand" und ist dadurch einfach nur absolut sympathisch.

Die Thematik der Zeitreise fand ich absolut spannend. Es war richtig interessant, die Ereignisse in der Vergangenheit zu verfolgen. Das gab der Dilogie irgendwie nochmal eine ganz neue Ebene.

Nun jedoch zu meinen beiden Kritikpunkten: Erstens kam mir Gil hier etwas zu kurz. In Band 1 hat er noch sooo viel Raum eingenommen und nun plötzlich gar nicht mehr. Gerade weil er ja Verknüpfungen zu Sin hatte/hat, hätte ich mir noch mehr Interkation etc. gewünscht. Zweitens hat das Ende mich nicht ganz befriedigt. Es fehlten mir einfach noch ein paar Erklärungen (ich Verzichte aufgrund von Spoilern auf Beispiele) und ich hätte mir (:spoiler: Achtung minimaler Spoiler!!) ein noch eindeutigeres Happyend gewünscht - bspw. wie es zwischen den Protagonisten weitergeht (klar, das kann man sich denken, aber ich hätte es einfach gerne gelesen).

Insgesamt hat mir Band 2 deutlich mehr gefallen als Band 1. Umso trauriger finde ich es, dass da (zumindest erst einmal) nichts Neues geplant ist. 🥲

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Veröffentlicht am 02.02.2026

Hat seine Ecken und Kanten

Das Signal
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Ich bin ein absoluter Ursula Poznanski Fan. Ihre Bücher haben für mich jedes Mal Erfolgsgarantie. Und so wie die anderen Werke ließ sich auch ‚Das Signal‘ wieder sehr angenehm lesen. Man kommt schnell ...

Ich bin ein absoluter Ursula Poznanski Fan. Ihre Bücher haben für mich jedes Mal Erfolgsgarantie. Und so wie die anderen Werke ließ sich auch ‚Das Signal‘ wieder sehr angenehm lesen. Man kommt schnell rein, die Seiten fliegen nur so dahin – trotzdem habe ich ehrlich gesagt etwas anderes erwartet. Für mich war der „erste Band der Reihe“ deutlich spannender und konnte mich länger und intensiver in den Bann ziehen.
Das heißt aber nicht, dass ‚Das Signal‘ schlechter ist; es ist einfach anders. Die Spannung war stellenweise definitiv da, zwischendurch gab es aber auch mehrere Kapitel hintereinander, in denen nur bedingt viel passiert ist. Dadurch hatte die Geschichte für mich ein paar Längen. Zudem hatte ich relativ früh eine Ahnung, worauf das Ganze am Ende hinauslaufen wird, was der Story leider ein bisschen den Wind aus den Segeln genommen hat.
Trotzdem konnte ich, typisch Poznanski, das Buch kaum aus der Hand legen. Auch wenn mich nicht jede Wendung überrascht hat, wollte ich unbedingt wissen, wie es weitergeht und wie alles letztendlich zusammenläuft.
Vio fand ich als Protagonistin sehr sympathisch. Sie ist eine taffe Frau, die sich nicht so leicht unterkriegen lässt, und genau das mochte ich sehr an ihr. Die Idee mit den GPS-Trackern fand ich generell unheimlich spannend und gleichzeitig auch ein bisschen erschreckend. Was Technik doch alles kann, wenn man sie entsprechend einsetzt…😉
Die interessanteste und für mich auch spannendste Figur war allerdings Otilia. Von Anfang an konnte man sie kaum einschätzen, alles an ihr wirkte undurchsichtig und geheimnisvoll. Zum Ende hin wurde sie mir dann tatsächlich sogar etwas sympathisch, was ich so am Anfang gar nicht erwartet hätte. Um herauszufinden wieso, müsst ihr jedoch selbst zum Buch greifen!
Alles in allem handelt es sich bei dem Thriller um ein solides, gut geschriebenes Buch, das zwar nicht ganz an den Vorgänger herankommt, mich aber trotzdem gut unterhalten hat. Für Fans von Ursula Poznanski auf jeden Fall lesenswert – auch wenn man sich auf eine etwas andere Art von Spannung einstellen sollte.

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Veröffentlicht am 08.10.2025

Spannend, emotional und düsterer, als das Cover vermuten lässt

Prinzessin der tausend Diebe – Betrayed
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Der Schreibstil von Thea Hong ist wirklich angenehm und flüssig – man kommt super leicht rein und liest das Buch quasi in einem Rutsch durch. Die Dialoge wirken an ein paar Stellen zwar etwas hölzern, ...

Der Schreibstil von Thea Hong ist wirklich angenehm und flüssig – man kommt super leicht rein und liest das Buch quasi in einem Rutsch durch. Die Dialoge wirken an ein paar Stellen zwar etwas hölzern, aber das hat mich beim Lesen nicht groß gestört. Die Story ist von Anfang bis Ende einfach unheimlich packend und hat mich komplett mitgerissen.
Sora ist eine außergewöhnlich starke und mutige Protagonistin, die im Laufe der Geschichte wirklich einiges durchmachen muss. Auch wenn man nicht immer mit all ihren Entscheidungen oder Reaktionen übereinstimmt, wächst sie einem total ans Herz. Ich mochte sie richtig gerne, gerade weil sie Ecken und Kanten hat. Ihr Begleiter Ran ist ebenfalls ein absolutes Highlight – witzig, ab und zu ein bisschen gemein (auf charmante Art 😅) und insgesamt einfach eine super Ergänzung zu Sora. Ich möchte ihn in der Geschichte wirklich nicht missen!
Die Liebesgeschichte wird zwar immer wieder kurz angerissen, steht aber nie zu sehr im Vordergrund – was ich persönlich richtig angenehm fand. Dadurch wirkt das Ganze viel natürlicher und nicht so gezwungen oder übertrieben romantisiert.
Ohne zu viel zu spoilern: An einigen Stellen war ich tatsächlich ein wenig enttäuscht oder hatte einfach andere Erwartungen – aber rückblickend muss ich sagen, dass mir die Richtung, in die sich alles entwickelt hat, richtig gut gefallen hat. Das Buch hat mich mehrfach überrascht, und gerade das hat das Lesen nochmal spannender gemacht.
Was mich total (positiv) überrascht hat: Das Buch ist stellenweise deutlich düsterer und härter, als man es auf den ersten Blick (vor allem vom Cover her) erwarten würde – und das fand ich doch tatsächlich richtig gut! Thea Hong hat diese dunkleren Elemente sehr gelungen und stimmig eingebaut. Es passt einfach perfekt zum Ton der Geschichte.
Natürlich bleiben am Ende noch einige Fragen offen, die hoffentlich in Band 2 beantwortet werden. Vor allem nach diesem wirklich heftigen Cliffhanger kann ich es kaum erwarten, weiterzulesen! Ich bin super gespannt, wie es mit Sora und Ran weitergeht…
Zum Schluss möchte ich meine Rezension mit einem Zitat aus dem Buch beenden, das mich wirklich zum Nachdenken gebracht hat – gerade, weil man es sonst ja eher andersherum hört:
„[…] Wenn du ein Ziel hast, mache so viele Umwege wie möglich.“

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Veröffentlicht am 16.09.2025

Ein Stück Japan in der heimischen Küche

Oishii!
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Das Kochbuch ist wirklich toll aufgebaut. Man bekommt nicht nur Rezepte, sondern auch viele Hintergrundinfos zur japanischen Esskultur – so lernt man Japan eben nicht nur übers Kochen, sondern versteht ...

Das Kochbuch ist wirklich toll aufgebaut. Man bekommt nicht nur Rezepte, sondern auch viele Hintergrundinfos zur japanischen Esskultur – so lernt man Japan eben nicht nur übers Kochen, sondern versteht auch gleich ein bisschen die Traditionen und Geschichten dahinter. Das macht das Ganze für mich besonders spannend.
Die Bilder zwischendurch fangen Japan unglaublich schön ein und ziehen einen förmlich direkt dorthin. Normalerweise würden mich so viele Bilder in einem Kochbuch eher stören, aber hier ist das anders – sie passen perfekt, vermitteln Stimmung und machen einfach Lust, sofort loszukochen. Auch die Gestaltung insgesamt gefällt mir richtig gut: zu jedem Rezept gibt es ein Foto und einen kleinen erklärenden Text, sodass man direkt weiß, worauf man sich einlässt.
Ein paar Rezepte habe ich bereits ausprobiert – die Miso-Suppe war zum Beispiel ein absoluter Traum. Die brauche ich jetzt im Restaurant gar nicht mehr zu bestellen, weil ich sie super easy zuhause nachmachen kann. Das Rührei mit Sojasauce ist mir noch nicht so gut gelungen, aber es hat dennoch sehr gut geschmeckt. Als Nächstes möchte ich unbedingt Karaage ausprobieren, und irgendwann wage ich mich dann auch noch an die Ramen ran – die sehen einfach fantastisch aus und schmecken im Restaurant auch immer himmlisch.
Man merkt beim Durchblättern und Nachkochen total, dass hier viel Herzblut drinsteckt. Das Buch vermittelt nicht nur die Rezepte, sondern auch die Leidenschaft und Wärme, die hinter der japanischen Küche steht. Besonders schön finde ich auch, dass man das Gefühl bekommt, in ein echtes Izakaya einzutreten – die lockere, gemütliche Atmosphäre überträgt sich direkt beim Lesen. Zudem sind die Rezepte so erklärt, dass sie auch für Hobbyköche gut machbar sind, ohne dabei an Authentizität zu verlieren. Auch wenn man etwas Übung braucht, um sie hinzubekommen.
Alles in allem ein wunderschön gestaltetes Kochbuch, das sowohl für Japan-Fans als auch für alle, die Lust auf neue Geschmackserlebnisse haben, eine absolute Empfehlung ist. Es macht einfach Spaß, darin zu stöbern, zu lesen und damit zu kochen. Es bringt ein Stück Izakaya-Feeling direkt nach Hause.

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Veröffentlicht am 11.09.2025

Drei Geschichten, ein Café – charmant, aber mit kleinen Schwächen

Die Tage im Café Torunka
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„Die Tage im Café Torunka“ ist mein erstes Buch von Satoshi Yagisawa, aber nicht mein erstes japanisches. Ich habe vor ein paar Jahren die Liebe zu dieser Art von Büchern gefunden und freue mich jedes ...

„Die Tage im Café Torunka“ ist mein erstes Buch von Satoshi Yagisawa, aber nicht mein erstes japanisches. Ich habe vor ein paar Jahren die Liebe zu dieser Art von Büchern gefunden und freue mich jedes Mal total, in diese ruhigen, nachdenklichen Geschichten einzutauchen.
So war es wirklich spannend, gleich drei verschiedene Geschichten in einem Buch zu lesen – das hat dem Ganzen viel Abwechslung gegeben. Bei der ersten Geschichte – muss ich allerdings zugeben – war ich ein bisschen enttäuscht. Ich hatte da irgendwie mehr erwartet. Die Erklärung von Chinatsu konnte ich zwar nachvollziehen, trotzdem wirkte diese kurze Geschichte auf mich etwas „fad“ und hat mich nicht so richtig gepackt. Der Klappentext und auch die Leseprobe haben mich da einfach etwas auf eine „falsche Fährte“ geführt.
Dennoch stecken in allen Geschichten schöne Lebensweisheiten, von denen ich mir natürlich auch einige notieren musste. Vor allem die Zitate von Ayako haben mir richtig gut gefallen.
Leider war die Übersetzung an einigen Stellen nicht ganz optimal, sodass ich öfter mal aus der Handlung rausgerissen wurde. Ich denke jedoch auch, dass es nicht leicht sein wird, ein japanisches Buch „gerecht“ ins Deutsche zu übersetzen. Mein Dozent meinte früher mal, man müsse Bücher in der Originalsprache lesen, sonst gehe zu viel verloren – und ja, ich wünschte mir wirklich, ich könnte Japanisch.
Ein weiterer kleiner Kritikpunkt: Zwar gab es zwischen den einzelnen Storys einige Verbindungen, aber wirklich zusammengeführt wurden sie nicht. Das fand ich sehr schade, denn so wirkte jede Geschichte zwar eigenständig interessant, aber das Gesamtwerk hat für mich nicht das volle Potenzial ausgeschöpft. Auch das Setting des Cafés wurde für mich leider nicht vollständig genutzt. Meiner Meinung nach hätte die Geschichte genauso gut in einem anderen Setting stattfinden können – hier wurde das Ambiente einfach zu wenig eingebunden, was ich sehr schade finde.
Nichtsdestotrotz war das Buch insgesamt angenehm und leicht zu lesen. Es eignet sich perfekt für Zwischendurch, wenn man etwas Kurzes und Nachdenkliches lesen möchte. Das wohl berühmtere Buch „Die Tage in der Buchhandlung Morisaki“ vom gleichnamigen Autor steht schon lange auf meiner Wunschliste und ich glaube, dass nun eine gute Gelegenheit gekommen ist, auch dieses einmal zu lesen. Vor allem, weil ich gespannt bin, ob mir dieses Buch vielleicht noch besser gefällt und mich vielleicht sogar mehr abholen kann.
Alles in allem ein nettes, ruhiges Buch, das ich trotz kleiner Schwächen gerne weiterempfehle – vor allem für alle, die kurz in eine „japanische“ Alltagswelt eintauchen möchten.

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