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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.12.2025

Nie hat mich ein Buch so berührt

Wenn die Kraniche nach Süden ziehen
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Auf dem Cover sehen wir Bo mit seinem Hund Sixten. Bos Welt ist immer kleiner geworden. Seine Frau ist dement und im Pflegeheim, sein Sohn Hans besucht ihn regelmässig, führt aber sein eigenes Leben. Mit ...

Auf dem Cover sehen wir Bo mit seinem Hund Sixten. Bos Welt ist immer kleiner geworden. Seine Frau ist dement und im Pflegeheim, sein Sohn Hans besucht ihn regelmässig, führt aber sein eigenes Leben. Mit seinem alten Freund Ture telefoniert er nur noch, treffen können sie sich nicht mehr. Enkelin Ellinor und die Pfarrerin beuchen ihn ab und zu und der Pflegedienst kommt, um ihn zu duschen, Essen zu machen und ab und an mit Sixten spazieren zu gehen. Sixten ist das Einzige, was Bo noch geblieben ist und jetzt will Hans ihm den Hund wegnehmen. Nur, weil er einmal gefallen ist, als er mit ihm spazieren war. Für Bo bricht die Welt zusammen und er hofft, Hans mit Hilfe der Pflegerin Ingrid umstimmen zu können. Bo schläft viel und träumt seine Erinnerungen. Er erinnert sich an seinen Vater, den er zutiefst gehasst hat. An seine Mutter, die er so liebte. An die Anfangszeit mit Fredrika und die Geburt ihres Sohnes. Ich bin überwältigt, wie sich die junge Autorin in die Gedanken- und Gefühlswelt von Bo hineinversetzen kann. Ich hab noch nie so viel geweint beim Lesen wie bei diesem Buch.

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Veröffentlicht am 08.12.2025

Lesenswert, hatte aber etwas mehr erwartet

Jetzt gerade ist alles gut
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Das Cover zeigt einen Moment, in dem alles gut ist. Finde ich jedenfalls. Ein Holzsteg durch die Dünen und gleich danach der Strand und das Meer. Wenn ich dieses Bild real vor mir sehe, ist alles gut.
Der ...



Das Cover zeigt einen Moment, in dem alles gut ist. Finde ich jedenfalls. Ein Holzsteg durch die Dünen und gleich danach der Strand und das Meer. Wenn ich dieses Bild real vor mir sehe, ist alles gut.
Der Erzähler ist gerade dabei, mit seiner Familie für den Urlaub zu packen. Alles scheint gut, bis ein kleiner Schnitt im Finger, den er schon fast vergessen hatte sich zu einer lebensbedrohlichen Sepsis entwickelt. Er überlebt und beschliesst dann ehr im Hier und Jetzt zu leben und den guten Momenten mehr Beachtung zu schenken. Es ist sehr gut beschrieben, wie sich die Sepsis entwickelt und wie er in Krankenhaus behandelt wird. Seine Gedanken sind gut nachvollziehbar. Für die Zeit danach hatte ich mir etwas mehr Tiefgang erwartet. Es reihen sich Begebenheiten aneinander, aber der tiefe Sinn fehlt mir. Ein Buch mit flüssigem Schreibstil, gut zu lesen.

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Veröffentlicht am 04.10.2025

Kleine Dinge, die viel bewirken

Die 1-Minuten-Strategie gegen mentale Erschöpfung
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Das Format des Büchleins hat mich überrascht. Grade mal halb so groß wie mein DinA-6-Kalender. So passt es prima in die Tasche und man kann auch mal im Büro schnell nachschlagen, um eine kleine Pause ...



Das Format des Büchleins hat mich überrascht. Grade mal halb so groß wie mein DinA-6-Kalender. So passt es prima in die Tasche und man kann auch mal im Büro schnell nachschlagen, um eine kleine Pause zu machen und den Kopf wieder frei zu bekommen. Heute muss alles schnell, schnell gehen, die Mittagspause wird oft durch gearbeitet. Aber warum? Weil wir im Hamsterrad laufen und uns gar nicht bewusst machen, wie wenig wir für unsere mentale Gesundheit tun. Um mental gesund zu sein, brauchen wir Pausen, kleine Atempausen zwischendurch und müssen dafür sorgen, dass die Reizüberflutung uns nicht den ganzen Tag über belastet. In diesem Büchlein finden wir viele Tips und kurze, kleine Veränderungen, die viel bewirken können. Das Ganze ist nicht wirklich revolutionär, aber wir sollten uns die Zeit nehmen, unseren Alltag zu überdenken und kleine Verbesserungen vor zu nehmen. Dabei kann das Büchlein uns helfen.

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Veröffentlicht am 01.09.2025

Zwischen DDR und dem Westen

Was du siehst
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Als die Fotografin Ruth 1967 schwanger wird, verschwindet ihr geliebter Tom spurlos. So bleibt ihr nichts anderes übrig, als aus Ostberlin zu ihrem Onkel Arthur an die Elbe zu gehen und um Unterschlupf ...



Als die Fotografin Ruth 1967 schwanger wird, verschwindet ihr geliebter Tom spurlos. So bleibt ihr nichts anderes übrig, als aus Ostberlin zu ihrem Onkel Arthur an die Elbe zu gehen und um Unterschlupf zu bitten. Sie lernt Hannah kennen und Frieda. Frieda, die seit Jahren mit Arthur befreundet ist. Ruths Tochter Jule kommt zur Welt und wächst mit Hannahs Sohn Andi mit einer engen Freundschaft auf. Alle rechnen damit, dass die beiden heiraten, da bricht Jule auf, um ihren Vater Tom zu suchen, von dem es seit dem Verschwinden keine Spur gibt. Sie verfolgt Hinweise bin nach New York und schreibt Andi von überall her Postkarten. Immer beginnen sie mit den Worten ihres Lieblingskinderspieles. Ich sehe was, was du nicht siehst...Andi kann seine grosse Liebe nicht vergessen und hofft auch nach Jahren noch, dass sie zu ihm zurück kommt. Wird Jule Tom finden? Wird sie zu Andi zurück kommen?

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Veröffentlicht am 18.08.2025

Junge Leute im Krieg

Wir sehen uns wieder am Meer
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Das fröhliche Cover der drei jungen Frauen am Meer könnte nicht gegensätzlicher sein als der Inhalt dieses bewegendes Buches. Birgit ist eine junge Krankenschwester, die sich freiwillig zu Dienst im ...



Das fröhliche Cover der drei jungen Frauen am Meer könnte nicht gegensätzlicher sein als der Inhalt dieses bewegendes Buches. Birgit ist eine junge Krankenschwester, die sich freiwillig zu Dienst im Krankenhaus meldet und so in Kontakt kommt mit ukrainischen Zwangsarbeiterinnen, die unter schlimmsten Bedingungen in der Fischfabrik arbeiten müssen. Sogar Schwangere werden nicht geschont. So lernt sie Nadia und Daria kennen und versucht zu helfen. Daria kann sie nicht retten, aber für Nadia kann sie etwas tun. Ebenso für den Russen Sascha, in den sie sich verliebt, den sie doch ziehen lassen muss. Birgit gerät in den Widerstand, wird geschnappt, gefoltert und gibt doch nicht auf, wird zur Agentin. Hier kann man sehr anschaulich miterleben, wie Traumata entstehen, wie junge Leute im Krieg einen ganz anderen Weg gehen als geplant, wie Freundschaften entstehen und Leben retten können. Das Buch hat mich sehr bewegt und beeindruckt.

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