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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.04.2026

Spicy Sports Romance mit Tiefgang

Rules of the Game, Band 1 - Offside
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Nachdem ihr Freund, der Kapitän der College-Eishockey-Mannschaft, sie an ihrem Geburtstag verlassen hat, trifft Bailey in einer Bar auf Chase, den berühmt-berüchtigten Spieler der rivalisierenden Mannschaft ...

Nachdem ihr Freund, der Kapitän der College-Eishockey-Mannschaft, sie an ihrem Geburtstag verlassen hat, trifft Bailey in einer Bar auf Chase, den berühmt-berüchtigten Spieler der rivalisierenden Mannschaft und Feind Nummer 1. Dennoch liegt etwas zwischen den beiden in der Luft. In der folgenden Zeit kommt Chase Bailey immer wieder zu Hilfe, während sie erkennt, dass nicht nur ihr Ex toxisch war, sondern auch ein großer Teil ihres Umfelds.
Die beiden fühlen sich zunehmend zueinander hingezogen – für Chase ein Novum, da er bisher nur kurzfristige Affären hatte, für Bailey eine echte Herausforderung, da ihr Umfeld äußerst ablehnend auf ihn reagiert. Nicht nur ihre bisherigen Freunde und ihr Ex stellen sich ihnen in den Weg, sondern vor allem auch Baileys Erfahrungen aus ihrer toxischen Beziehung.

Auch wenn die Geschichte rund um Bailey und Chase nichts grundlegend Neues bietet, sorgen vor allem die Authentizität und die Vielschichtigkeit der beiden Protagonisten für ein spannendes Leseerlebnis. Durch die Erzählweise im Dual POV sind ihre Motive und Handlungen jederzeit nachvollziehbar.
Bailey durchläuft im Laufe der Geschichte eine glaubwürdige Weiterentwicklung. Mit Chases Unterstützung gelingt es ihr, alte Muster und Ängste aus ihrer vergangenen Beziehung nach und nach abzulegen und sich aus ihrem toxischen Umfeld zu lösen. Chase wiederum entpuppt sich entgegen seines Rufs größtenteils als Green Flag, zeigt jedoch Schwächen, insbesondere als ihn seine Vergangenheit einholt und seine Kommunikation nachlässt. Gerade diese Fehler, kleinen Macken und emotionalen Altlasten machen beide Figuren sehr menschlich und nahbar.

Die Tropes Rivals to Lovers, Forbidden Love und Slow Burn sind hier gelungen miteinander verwoben. Avery Keelans locker-flüssiger und sehr angenehmer Schreibstil trägt maßgeblich dazu bei, dass die rund 700 Seiten schnell verfliegen. Besonders positiv hervorzuheben ist, dass die Geschichte nicht genau in dem Moment endet, in dem die beiden zusammenkommen.
Weniger überzeugt haben mich die Bonuskapitel am Ende des Buches. Hier wirkte einiges etwas unstimmig; die Kapitel hätten für mich nicht unbedingt sein müssen.

Insgesamt ist Offside ein gelungener Auftakt der Rules of the Game-Reihe, der Lust auf die nächsten Teile macht!

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Veröffentlicht am 01.04.2026

Schwierige Protagonistin, verschenktes Potenzial

The Dirty Version
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Autorin Tash soll ihren feministischen Erfolgsroman für eine Serienadaption durch eine Hollywood-Produktionsfirma „sexier“ gestalten. Widerwillig stimmt sie zu und bekommt mit Caleb, einem Intimitätskoordinator, ...

Autorin Tash soll ihren feministischen Erfolgsroman für eine Serienadaption durch eine Hollywood-Produktionsfirma „sexier“ gestalten. Widerwillig stimmt sie zu und bekommt mit Caleb, einem Intimitätskoordinator, Unterstützung bei der Ausarbeitung der Drehbuchszenen. Schon bald knistert es nicht nur zwischen den Serienfiguren, sondern auch zwischen den beiden.

Die Ausgangsidee und insbesondere die Dynamik zwischen Tash und Caleb haben mir gut gefallen. Die beiden bringen eine interessante Chemie mit, die der Geschichte einige schöne Momente verleiht.
Leider wurde mir der Zugang zur Geschichte jedoch durch Tash selbst erschwert. Ihre impulsive und oft wütende Art sowie ihre starke Fixierung auf ihren Roman haben mich zunehmend gestört. Ihr Verhalten wirkt stellenweise wenig reflektiert und wiederholt sich in ähnlichen Mustern, was es mir schwer gemacht hat, mit ihr mitzufühlen.

Auch der dystopische Roman innerhalb der Handlung konnte mich nicht überzeugen. Er nimmt viel Raum ein und hat für mich nicht gut zur erwarteten Liebesgeschichte gepasst.

Der Schreibstil war stellenweise sehr metaphorisch und wirkte insgesamt eher distanziert, er konnte mich nicht wirklich fesseln. Zudem sind die Kapitel recht lang, was den Lesefluss für mich zusätzlich gebremst hat.

Insgesamt eine Geschichte mit einer spannenden Grundidee und einigen gelungenen Ansätzen, die mich jedoch nicht vollständig abholen konnte.

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Veröffentlicht am 01.04.2026

Wenn aus Fake Dating echte Gefühle werden

Four nights together - London Hearts 4
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Eigentlich kann Gemma ihren Nachbarn Henry nicht ausstehen: snobistisch, Herzensbrecher und ständig hört er viel zu laut Musik. Doch als an ihrem College Gerüchte über Gemmas Datingverhalten die Runde ...

Eigentlich kann Gemma ihren Nachbarn Henry nicht ausstehen: snobistisch, Herzensbrecher und ständig hört er viel zu laut Musik. Doch als an ihrem College Gerüchte über Gemmas Datingverhalten die Runde machen, kommt ausgerechnet Henry ihr zu Hilfe und behauptet kurzerhand, ihr Freund zu sein. Im Gegenzug bittet er sie, ihn als seine Freundin zur Geburtstagsparty seines Großvaters zu begleiten, auf der auch seine Ex anwesend sein wird.

Band 4 der London Hearts-Reihe rund um die Vierer-WG am Willow Square greift beliebte Tropes wie Fake Dating, Forced Proximity und Only One Bed auf. Gemma ist die Letzte der WG-Bewohnerinnen, die noch Single ist, und hatte bei der Suche nach der Liebe bisher wenig Glück. Entsprechend vorsichtig ist sie geworden. Henry hingegen ist schon lange in Gemma verliebt und sieht das Wochenende bei seinen Großeltern als vielleicht letzte Chance, ihr Herz zu gewinnen.

Die Chemie zwischen den beiden Protagonisten ist von der ersten Seite an spürbar und entwickelt sich zunehmend zu einem intensiven Knistern. Besonders Henry muss man einfach mögen: eine wandelnde green flag, aufmerksam und ehrlich um Gemma bemüht. Doch auch Gemmas Gedanken und Handlungen sind nachvollziehbar geschildert. Ihr innerer Zwiespalt zwischen ihren bisherigen Enttäuschungen, ihrem alten Bild von Henry und dem Mann, den sie nun neu kennenlernt, ist jederzeit greifbar.

Der Schreibstil ist locker und angenehm zu lesen; die Handlung wechselt gekonnt zwischen emotionalen und humorvollen Momenten. Das Buch kann problemlos als standalone gelesen werden.

Positiv aufgefallen ist mir außerdem, dass Gemmas bodytype nicht dem oft dargestellten Modelideal entspricht. Sie beschreibt sich selbst als kurviger und weicher; eine Form von body positivity, die ich mir in Liebesromanen definitiv häufiger wünsche.

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Veröffentlicht am 30.03.2026

Bunte Familienvielfalt liebevoll erzählt

Au ja, wir spielen Familie!
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Das Känguru und das Erdmännchen wollen Familie spielen: Das Känguru möchte die Mama sein, das Erdmännchen das Kind. Doch schon bald wächst ihre kleine Familie und viele alltägliche Situationen sind zu ...

Das Känguru und das Erdmännchen wollen Familie spielen: Das Känguru möchte die Mama sein, das Erdmännchen das Kind. Doch schon bald wächst ihre kleine Familie und viele alltägliche Situationen sind zu meistern.

Auf wunderbar unkomplizierte und einfühlsame Weise wird Kindern vermittelt, was Familie alles sein kann und wie sie funktioniert. Jedes Tier entscheidet selbst, welche Rolle es einnehmen möchte, und kein anderes stellt diesen Wunsch infrage. So gibt es neben einem Papa eben auch zwei Mamas.
Die Familie lacht zusammen, streitet, tröstet sich und hat sich lieb – all diese Situationen kennen Kinder aus ihrem eigenen Alltag. Besonders gelungen ist, dass jede Doppelseite mit einem abschließenden Satz die jeweilige Szene noch einmal aufgreift und verständlich macht.

Die Illustrationen sind liebevoll gestaltet, farbenfroh und detailreich, sodass es immer wieder Neues zu entdecken gibt.

Lediglich das Ende kommt etwas abrupt und hätte einen sanfteren Übergang vertragen. Dennoch bildet das gemeinsame Abendessen aller Tiere mit anschließendem Zubettgehen einen stimmigen Abschluss.

Insgesamt eine wunderschöne, warmherzige Geschichte darüber, was Familie bedeutet – vielfältig, lebendig und voller Zusammenhalt.

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Veröffentlicht am 26.03.2026

Süßer Slow Burn mit Friends to Lovers

Grumpy Darling
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Paige wurde noch nie geküsst und das will sie in ihrem Abschlussjahr endlich ändern. Doch schnell merkt sie, dass sie in Sachen Flirten noch etwas Nachhilfe braucht. Zum Glück hat sie den perfekten Coach: ...

Paige wurde noch nie geküsst und das will sie in ihrem Abschlussjahr endlich ändern. Doch schnell merkt sie, dass sie in Sachen Flirten noch etwas Nachhilfe braucht. Zum Glück hat sie den perfekten Coach: ihren besten Freund Grayson Darling. Der Eishockeyspieler ist für seine vernichtenden Blicke auf und abseits des Eises bekannt und offenbar auch der Grund, warum sich kein Junge traut, Paige anzusprechen, geschweige denn zu küssen.
Dann taucht jedoch Damien auf, ein Freund aus Kindertagen, der sich von Grayson so gar nicht einschüchtern lässt. Für Paige scheint er allein deshalb der ideale Kandidat für ihren ersten Kuss zu sein. Flirtcoach Grayson steckt nun plötzlich in einem Dilemma, denn eigentlich ist er schon lange selbst in Paige verliebt.

Grumpy Darling ist der zweite Teil der Darling-Devils-Reihe, lässt sich aber problemlos unabhängig lesen. Alexandra Moodys Schreibstil ist angenehm locker und flüssig; man fliegt förmlich durch die Seiten. Der Perspektivwechsel zwischen Paige und Grayson macht ihre Motive, Gedanken und Handlungen nachvollziehbar und sorgt dafür, dass man sich gut in beide hineinversetzen kann.
Die Chemie zwischen den beiden ist von Anfang an spürbar, ihre Dynamik ist großartig, und die Spannung steigert sich im Laufe der Geschichte immer weiter – ein perfekter Slow Burn, der genau das liefert, was man sich erhofft.
Auch die Nebenfiguren sind liebevoll gestaltet und tragen zur Entwicklung der Handlung bei. Mehrfach musste ich schmunzeln oder sogar laut lachen.
Einzig die Handlung rund um Paiges Zukunftsplanung hat mich zeitweise etwas gestört: Ihre Mutter war mir zu sehr darauf fixiert, während Paige selbst stellenweise etwas zu nachlässig wirkte.

Insgesamt ist Grumpy Darling eine gelungene Sports Romance ohne Spice, die vor allem Fans der Tropes „Friends to Lovers“, „He falls first“ und „Fake Dating“ begeistern dürfte und viele unterhaltsame Lesestunden verspricht.

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