Die Literaturprofessorin Tash ist begeistert, als ein Indie-Studio die Filmrechte an ihrem Buch erwirbt. Allerdings hatte sie keine Ahnung, dass ihr empowernder Roman in den Händen eines großen Actionfilm-Regisseurs landen würde, der auf bloßen Profit aus ist und dessen Motto lautet: Sex sells! Er verlangt nach der dirty version ihres Buches, sodass Tash nicht nur ihr Buch verkauft, sondern ihre Werte gleich mit. Jeder Einspruch ist zwecklos, die Sexszenen müssen geschrieben werden. Hilfe bekommt Tash dabei von dem Intimacy-Koordinator Caleb, von dem sie genau so viel hält wie von der gesamten Filmbranche: nämlich gar nichts. Doch entgegen Tashs anfänglicher Abneigung stellt sich heraus, dass Caleb nicht der mansplainende, sexbesessene Macho ist, den sie sich unter einem Sexkoordinator vorgestellt hat. Und während die beiden den Spice im Drehbuch hochdrehen, steigt auch die Spannung zwischen ihnen im Real Life immer mehr …
»Verwegen, klug, mit einer großartigen Heldin und vielen spannenden Kommentaren über Sex, Kunst und Unterhaltung.« – Bestsellerautorin Beth O'Leary
ich muss zugeben, dass mich das Cover mit seinem kräftigen Violett und dem minimalistischen, fast schon provokanten Design sofort neugierig gemacht hat es verspricht genau die Mischung aus moderner Romantik ...
ich muss zugeben, dass mich das Cover mit seinem kräftigen Violett und dem minimalistischen, fast schon provokanten Design sofort neugierig gemacht hat es verspricht genau die Mischung aus moderner Romantik und einem ungeschönten Blick hinter die Kulissen, die ich immer sehr gerne lese. Beim Lesen hat mich dann die spritzige und zugleich kluge Sprachekomplett gepackt Ich fand es faszinierend, wie sie den Konflikt zwischen künstlerischem Anspruch und dem kommerziellen Druck der Filmindustrie in Worte fasst. Der Schreibstil ist wunderbar flüssig, voller Wortwitz und herrlich ehrlich, besonders wenn es um die Reibung zwischen Tash und dem attraktiven Caleb geht. Für mich war es ein echtes Leseerlebnis, weil das Buch nicht nur eine prickelnde Liebesgeschichte erzählt, sondern auch mutig die Darstellung von Weiblichkeit und Macht im Rampenlicht hinterfragt.
Ich bin dem Cover und dem Titel zum Opfer gefallen und musste es dann einfach lesen, nachdem ich den Klappentext gelesen hatte.
Nach der Leseprobe war ich völlig hyped, da mir der Schreibstil und das ...
Ich bin dem Cover und dem Titel zum Opfer gefallen und musste es dann einfach lesen, nachdem ich den Klappentext gelesen hatte.
Nach der Leseprobe war ich völlig hyped, da mir der Schreibstil und das Thema richtig gut gefallen haben. Die Protagonistin Tash ist herrlich verpeilt, oft unfreiwillig komisch und extrem stur, vor allem aber absolut starr in ihren Ansichten. Das wirkte sich leider nicht immer nur positiv auf die Geschichte aus.
Leider bin ich im Anschluss an die Leseprobe, als ich dann vollständig in das Buch eintauchen konnte, direkt auf den Regisseur getroffen. Und da wurde es erstmal schwierig. Gefühlt jede Begegnung mit diesem Typen bzw seinem ganzen Team scheinen die Geschichte auszubremsen. Diese Stellen waren leider manchmal doch etwas langatmig und Tashs Sturheit war dem Ganzen dann nicht gerade zuträglich in diesen Momenten.
Selbiges gilt aber auch für Caleb, unseren Intimitätskoordinator. Ich mochte ihn auf Anhieb sehr und sehe ihn eigentlich auch als Greenflag an. Nur leider hat er dann immer wieder mal irgendwelche undurchdachten Aussagen rausgehauen oder Dinge abgezogen bzw verheimlicht, und manchmal einfach auch nur nicht klar formuliert, sodass ich das ein oder andere Mal tatsächlich selbst an ihm - und meiner Wahrnehmung und meinem Urteilsvermögen - gezweifelt habe.
Nebencharaktere gab es ja einige, die sehr unterschiedlich in ihrer Screentime waren. Tashs beste Freundin mochte ich sehr. Deren Frau ehrlich gesagt weniger. Irgendwie war die mir immer etwas unsympathisch. Aber auch die Personen vom Set waren gut ausgearbeitet und mal mehr oder weniger sympathisch. Wen ich für mich direkt gar nicht mochte, war die Dame, welche die Hauptrolle in Tashs Film bekleidet hat. Auch wenn die Gute zum Schluss hin noch ihre Schlüsselrolle hatte.
Was mir besonders gut gefallen hat, waren die Einblicke hinter die Kulissen eines Filmsets bzw der Vorarbeit zu den Dreharbeiten. Ich fand unglaublich interessant, was da so alles passiert und wie ein Intimitätskoordinator arbeitet, wofür dieser zuständig ist. Auch die Dynamik zwischen Tash und Caleb hat mich im Großen und Ganzen überzeugt.
Was ich irgendwann jedoch als störend empfand, war Tashs andauernde Wut, die manchmal wirklich einfach nur unangebracht war. Die sie gerne auch mal an den falschen Personen ausgelassen hat. Wie kann jemand bitte so dermaßen stur und bockig sein in dem Alter? Das erwarte ich von einem Teenie, aber nicht von jemandem in seinen Dreißigern.
Alles in allem hat mir »The dirty Version« aber richtig gut gefallen und es hat Spaß gemacht Zeit mit Tash und Caleb zwischen Intimitätskoordination und ein wenig Burlesque zu verbringen.
Von mir gibt es also eine klare Leseempfehlung für alle, die mit einem guten Maß an Feminismus und Female Rage umgehen können und eine gute Prise Humor lieben.
»[...] »denn ich bin einer von den Guten.«
Das hätte Tash nur zu gern geglaubt, aber sie hatte es auf die harte Tour lernen müssen: Gute Männer gab es nicht. Sie existierten nicht.«
Auszug aus dem Buch »The dirty Version« von Turner Gable Kahn
Tash schreibt das Buch ihres Lebens - eine feministische Dystopie, die durch die Decke geht. Die Freude ist groß, als das Buch verfilmt werden soll, doch der Dämpfer kommt schnell. Ein eher konservativer ...
Tash schreibt das Buch ihres Lebens - eine feministische Dystopie, die durch die Decke geht. Die Freude ist groß, als das Buch verfilmt werden soll, doch der Dämpfer kommt schnell. Ein eher konservativer Regiesseur hat seine ganz eigenen Vorstellungen von den Frauen der dystopischen Insel.
Ich habe das Buch sehr genossen, der Schreibstil war locker und flüssig, die Hauptpersonen sehr sympathisch. Tash ist ein bisschen verkopft, aber ich kann sie verstehen. Sie wurde zu oft von den ihr nahe stehenden Personen verletzt und von fremden beschämt. Das alles verarbeitet sie in ihrem Roman und dass sie da ihre ganz eigenen Vorstellungen hat verstehe ich vollkommen. Im laufe des Romans aber verarbeitet sie all diese Tiefschläge und findet zurück zu sich selbst. Einer selbstbewussten jungen Frau, die weiß was sie will. Eine tolle Liebesgeschichte.
„The Dirty Version“ von Turner Gable Kahn hat mich insgesamt sehr gut unterhalten und überrascht – vor allem, weil es mehr ist als nur eine klassische Romance.
Im Mittelpunkt steht Tash, eine Literaturprofessorin, ...
„The Dirty Version“ von Turner Gable Kahn hat mich insgesamt sehr gut unterhalten und überrascht – vor allem, weil es mehr ist als nur eine klassische Romance.
Im Mittelpunkt steht Tash, eine Literaturprofessorin, deren feministischer Roman verfilmt werden soll. Doch statt einer sensiblen Umsetzung landet ihr Werk in den Händen eines Regisseurs, der vor allem eines will: mehr Sex, mehr Drama, mehr „Dirty Version“.
Diese Ausgangsidee fand ich richtig spannend, weil sie nicht nur eine Liebesgeschichte erzählt, sondern auch kritisch mit der Filmbranche und dem Thema „Sex sells“ umgeht.
Besonders gut gefallen hat mir die Dynamik zwischen Tash und Caleb, dem Intimitätskoordinator. Ihre Entwicklung wirkt glaubwürdig und bringt genau die richtige Mischung aus knisternder Spannung und emotionalen Momenten mit. Gleichzeitig werden Themen wie Selbstbestimmung, künstlerische Integrität und weibliche Perspektiven angenehm locker, aber dennoch nachdenklich verarbeitet.
Der Schreibstil ist flüssig und zugänglich – ein Buch, das sich schnell weglesen lässt und dabei immer wieder zum Schmunzeln bringt. Genau richtig, wenn man etwas Unterhaltsames sucht, das trotzdem ein bisschen Tiefgang hat.
An einigen Stellen wirkt die Handlung etwas vorhersehbar, und der Einstieg hat mich nicht sofort komplett abgeholt. Zudem hätte ich mir bei manchen Konflikten noch etwas mehr Tiefe gewünscht.
Trotzdem: Ein kluger, moderner Liebesroman mit Witz, Charme und einer starken Hauptfigur – ideal für alle, die Romance mit einem kleinen Extra mögen.
„The Dirty Version“ ist ein unterhaltsamer, moderner Roman, der mit einem spannenden Blick hinter die Kulissen der Filmbranche punktet. Ich habe mich beim Lesen wirklich gut unterhalten gefühlt – 4 Sterne.
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„The Dirty Version“ ist ein unterhaltsamer, moderner Roman, der mit einem spannenden Blick hinter die Kulissen der Filmbranche punktet. Ich habe mich beim Lesen wirklich gut unterhalten gefühlt – 4 Sterne.
Im Mittelpunkt steht Tash, deren feministischer Roman endlich verfilmt werden soll. Doch statt einer authentischen Umsetzung droht schnell die typische Hollywood-Schiene: mehr Action, mehr Klischees – und vor allem mehr Sex. Der Regisseur will eine „aufgepimpte“ Version der Geschichte, und Tash muss sich plötzlich mit einer völlig anderen Interpretation ihres eigenen Werks auseinandersetzen. Unterstützung bekommt sie von Caleb, einem Intimitätskoordinator, der eigentlich für die Umsetzung der pikanten Szenen zuständig ist – dabei aber deutlich mehr Feingefühl und Verständnis für echte Nähe mitbringt, als Tash erwartet hätte.
Besonders gefallen hat mir die Mischung aus Humor, Gesellschaftskritik und Romantik. Der Roman greift auf eine kluge und oft augenzwinkernde Weise Themen wie kreative Kontrolle, Sexismus in der Unterhaltungsindustrie und Selbstbestimmung auf. Gleichzeitig entwickelt sich zwischen Tash und Caleb eine schöne, glaubwürdige Dynamik, die dem Buch viel Herz verleiht.
Die Geschichte ist locker erzählt, mit vielen witzigen Dialogen und einer angenehmen Leichtigkeit, ohne dabei völlig oberflächlich zu sein. Allerdings bleibt manches ein wenig vorhersehbar, und nicht alle Konflikte werden so tiefgehend ausgearbeitet, wie sie es vielleicht verdient hätten.
Trotzdem ist „The Dirty Version“ eine charmante, kluge und unterhaltsame Lektüre über das Spannungsfeld zwischen Kunst und Kommerz – und über eine Liebe, die sich nicht an vorgegebene Drehbücher hält.