Düstere Dark Fantasy Romance mit absolutem Sloooooow Buuuuuurn. Hier brennt die Luft ❤️🔥
AnathemaAnathema kommt mit einem Cover daher, das mich sofort in seinen Bann gezogen hat. Dieses dunkle Petrol, ein Wald, der sich für eine junge Frau öffnet, die ebenso dunkel zu sein scheint wie der Wald selbst, ...
Anathema kommt mit einem Cover daher, das mich sofort in seinen Bann gezogen hat. Dieses dunkle Petrol, ein Wald, der sich für eine junge Frau öffnet, die ebenso dunkel zu sein scheint wie der Wald selbst, ein Rabe, der durch dichtes Geäst navigiert. Diese einzelnen Komponenten erschaffen ein düsteres Gesamtbild, das mich einfach sofort gecatcht hat.
Der Klappentext ist absolut ansprechend und verspricht eine düstere, schon fast schwarze Dark Fantasy Romance mit Gothicvibes. Wie dieser Klappentext noch zum kleinen Problem werden wird, dazu später mehr.
Anathema ist mein erstes Buch von Keri Lake und ich ging damit völlig blind in diese Geschichte.
Der Einstieg in Anathema war sofort fesselnd und einnehmend. Ich konnte Maevyth direkt ein wenig kennenlernen, in ihre Geschichte eintauchen. Und sie hat mir als Protagonistin gleich sehr gut gefallen. Ihre Lebensumstände, das Dorf in dem sie aufgewachsen ist und wie ihr weiteres Leben aussehen sollte, waren schon sehr aufschlussreich und haben gezeigt, mit was für einer Welt wir es zu tun haben.
Was sie zu Beginn erlebt ist schon sehr mysteriös und macht unbedingt Lust auf mehr.
Parallel lesen wir in einem zweiten POV, was beim Hauptprotagonisten Zevander so alles passiert. Wie er lebt und vor allem wie er arbeitet. Wir lernen auch sein Umfeld etwas kennen und erfahren auf welcher Reise er sich befindet und warum.
Und dann treffen die beiden aufeinander. Nur leider nicht all zu lange und quasi ohne jegliche Kommunikation. Und dann ist es auch schon vorbei, ihre Wege trennen sich wieder. Und das für eine ganze Weile.
Leider hat die Geschichte dadurch erstmal einen kleinen Dämpfer erlitten. Es passieren weiter Dinge, teilweise äußerst seltsam, die Maevyth irgendwann in die Arme des Waldes treiben.
Und genau an dieser Stelle hat die Geschichte mich erstmal total verloren. Und das zu großen Teilen aufgrund der Erwartungshaltung, die der Klappentext heraufbeschworen hat. Denn man wartet auf gewisse Dinge, die so über das komplette Buch hinweg gar nicht geschehen, obwohl im Klappentext ganz klar angepriesen. Im Nachhinein stört es mich mit jedem Gedanken daran mehr, dass der Klappentext absolut irreführend ist. Denn ja, so etwas beeinflusst das Leseerlebnis nunmal stark - und mir hat es die Geschichte etwas verdorben.
Ich hatte lange damit zu kämpfen, dass erwartetes nicht passiert und das hat mich etwas löst zurückgelassen und mich jede Menge Zeit gekostet, die ich gerne mit Spaß mit der Geschichte verbracht hätte. Denn unterm Strich war es trotzdem richtig gut.
Das Worldbuilding, das Magiesystem, wenn man es denn so nennen will, waren einfach richtig gut ausgearbeitet und dargestellt.
Ich mochte den Schreibstil sehr und auch den Humor, den die Autorin immer wieder eingebaut hat. Die Nebencharaktere waren absolut hinreißend. Und dann dieser absolut hinreißend süße tierische Sidekick erst! 😍 Das war instant Love meinerseits. Und dafür kam er (zumindest hier in Band 1 jetzt) viel zu wenig vor! Ich hoffe, das ändert sich im zweiten Teil noch.
Mit Anathema habe ich eine Geschichte beendet, die es mir nicht immer ganz leicht gemacht hat. Vor allem zwischendurch. Nachdem ich meine Enttäuschung über den Klappentext überwunden und das fehlen gewisser erwarteter Dinge akzeptiert hatte, konnte mich das letzte Drittel wieder absolut abholen.
Keri Lake ist eine Meisterin des Slow Burns und ich glaube, wir dürfen äußerst gespannt sein, wie sich das im Finale der Dilogie noch entwickeln wird.
Ich freue mich schon unfassbar auf diese Fortsetzung und kann es kaum erwarten, bis »Eldritch« im Herbst erscheint.