Ein herrlich leichter Krimi mit Charme, Humor und überraschend viel Spannung
Tote trinken keinen Riesling„Tote trinken keinen Riesling“ hat mich von der ersten Seite an wunderbar unterhalten. Der Roman schafft genau das, was ein guter Cozy Crime leisten soll: eine spannende Mordgeschichte, eingebettet in ...
„Tote trinken keinen Riesling“ hat mich von der ersten Seite an wunderbar unterhalten. Der Roman schafft genau das, was ein guter Cozy Crime leisten soll: eine spannende Mordgeschichte, eingebettet in eine humorvolle, gemütliche Atmosphäre, ohne dabei jemals düster oder überladen zu wirken.
Besonders gefallen hat mir die ungewöhnliche Ermittlergruppe. Die Mischung aus Reiseleiterin und bunt zusammengewürfelten Mitreisenden sorgt für viele amüsante Dialoge und unerwartete Momente. Statt klassischer Kommissare steht hier eine sympathische „Hobby-Ermittlertruppe“ im Mittelpunkt, die mit viel Neugier, Eigenwillen und Zusammenhalt an den Fall herangeht.
Auch das Setting in der Pfalz mit Weinbergen und Busreise-Feeling ist sehr lebendig beschrieben und trägt viel zur Atmosphäre bei. Man hat beim Lesen das Gefühl, selbst Teil dieser Reisegruppe zu sein – inklusive kleiner Streitereien, kurioser Begegnungen und natürlich einer guten Portion Wein-Charme.
Der Kriminalfall selbst ist clever aufgebaut und hält einige Überraschungen bereit. Die Auflösung ist nachvollziehbar und wirkt stimmig, ohne konstruiert zu sein. Gleichzeitig bleibt genug Leichtigkeit, sodass der Lesespaß jederzeit im Vordergrund steht.
Wer Cosy Crime mit Humor, sympathischen Figuren und einem schönen regionalen Setting mag, wird hier bestens unterhalten.