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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.08.2025

Morbidly Yours – dunkler Humor trifft auf schwache Umsetzung

Morbidly Yours
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Der Einstieg in Morbidly Yours liest sich locker und wird durch eine Portion dunklen Humor aufgelockert, was mir zunächst gut gefallen hat. Auch einige Szenen zwischen den Protagonisten haben ihren Reiz ...

Der Einstieg in Morbidly Yours liest sich locker und wird durch eine Portion dunklen Humor aufgelockert, was mir zunächst gut gefallen hat. Auch einige Szenen zwischen den Protagonisten haben ihren Reiz und bieten Unterhaltung.

Allerdings verliert die Geschichte schnell an Faszination. Die Handlung zieht sich, die Figuren drehen sich in Wiederholungen und das ständige Hin und Her wirkt zunehmend nervig. Konflikte werden teils oberflächlich gelöst und manche Entwicklungen fühlen sich erzwungen an. Dadurch entsteht der Eindruck, dass die Geschichte ihren roten Faden nicht richtig findet.

Hinzu kommt die sprachliche Umsetzung: Irische Begriffe unterbrechen den Lesefluss, die Übersetzungsliste im Buch hilft kaum weiter und die Verwendung englischer Pronomen im deutschen Satz wirkt befremdlich. An manchen Stellen klingt der Text sogar so hölzern, als sei er von einer KI übersetzt worden. Diese Faktoren nehmen dem Roman viel von seiner möglichen Wirkung.

Insgesamt hinterlässt Morbidly Yours bei mir ein zwiespältiges Bild. Es gibt humorvolle und emotionale Ansätze, doch weder Geschichte noch Übersetzung konnten mich dauerhaft überzeugen.

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Veröffentlicht am 14.08.2025

Gefühlvoller Dilogie-Auftakt mit Sogwirkung, aber kleiner Delle in der Lovestory

Goldcrest Manor - Velvet Meadows
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Schon auf den ersten Seiten hat mich der Schreibstil in seinen Bann gezogen. Er ist flüssig, lebendig und lässt jede Szene wie einen kleinen Film vor meinen Augen ablaufen. Yvy Kazi schafft es, Goldcrest ...

Schon auf den ersten Seiten hat mich der Schreibstil in seinen Bann gezogen. Er ist flüssig, lebendig und lässt jede Szene wie einen kleinen Film vor meinen Augen ablaufen. Yvy Kazi schafft es, Goldcrest Manor und das gesamte Polo-Setting so atmosphärisch zu gestalten, dass ich den Geruch der Ställe in der Nase und das Schnauben der Pferde im Ohr hatte.

Als Auftakt einer Dilogie funktioniert das Buch hervorragend. Es öffnet nicht nur die Tür zu einer gefühlvollen Second-Chance-Romance, die ausschließlich in diesem Band erzählt wird, sondern weckt auch Neugier auf den abschließenden zweiten Teil. Die angedeuteten Geheimnisse von Archie und Maeve wirken wie ein Flüstern im Hintergrund. Sie sind leise, aber so präsent, dass ich unbedingt wissen will, was dahintersteckt.

Die Liebesgeschichte zwischen den beiden Hauptfiguren hat mich berührt. Die Blicke, das vorsichtige Wiederannähern und diese Mischung aus Nostalgie und dem Schmerz alter Wunden haben für viele Gänsehautmomente gesorgt. Allerdings blieb für mich der Grund, warum alles damals in die Brüche ging, zu dünn. Er hatte nicht das Gewicht, das dieser Bruch in den Herzen der Figuren eigentlich hinterlassen müsste.

Trotz dieser kleinen Delle ist es ein starker und gefühlvoller Start in eine Reihe, die mich sicher bis zum Ende begleiten wird. Große Emotionen, ein lebendiges Setting und die Gewissheit, dass noch viele Geheimnisse darauf warten, gelüftet zu werden, machen Lust auf mehr.

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Veröffentlicht am 10.08.2025

Eintauchen mit Hindernissen

Deep End – Die unausweichliche Unanständigkeit von Liebe
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Der Beginn von Deep End verlangte mir Geduld ab. Es dauerte ein paar Kapitel, bis ich wirklich in die Handlung gefunden hatte und mich mit den Figuren verbunden fühlte. Sobald der Funke jedoch übergesprungen ...

Der Beginn von Deep End verlangte mir Geduld ab. Es dauerte ein paar Kapitel, bis ich wirklich in die Handlung gefunden hatte und mich mit den Figuren verbunden fühlte. Sobald der Funke jedoch übergesprungen war, entfaltete sich eine warmherzige und zugleich erfrischende Geschichte.

Besonders gelungen ist die ungewöhnliche Szenerie: Das Setting im Wassersport verleiht der Story eine lebendige Dynamik und sorgt für spannende Momente abseits der Liebesentwicklung. Die sportlichen Details wirken authentisch und fügen sich nahtlos in die Erzählung ein.

Ali Hazelwoods Schreibstil ist flüssig, bildhaft und angenehm leicht, sodass die Seiten fast wie von selbst weiterblättern. Sie versteht es, Emotionen zu transportieren und gleichzeitig mit humorvollen, lockeren Passagen aufzulockern.

Insgesamt ist Deep End eine schöne Lektüre mit einer frischen sportlichen Note, die für Fans moderner Liebesromane bestens geeignet ist – vorausgesetzt, man bringt etwas Geduld für den Einstieg mit.

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Veröffentlicht am 07.08.2025

Credence – Wenn emotionale Tiefe an sprachlichen Stolpersteinen scheitert

Credence – Sie ist tabu, doch Liebe kennt keine Regeln
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Credence beginnt vielversprechend. Die Hauptfigur Tiernan wächst in einem Umfeld auf, das von emotionaler Kälte und Vernachlässigung geprägt ist. Ohne große Erklärungen wird deutlich, wie sehr ihr das ...

Credence beginnt vielversprechend. Die Hauptfigur Tiernan wächst in einem Umfeld auf, das von emotionaler Kälte und Vernachlässigung geprägt ist. Ohne große Erklärungen wird deutlich, wie sehr ihr das zu schaffen macht. Ein psychologischer Aspekt, der leise, aber intensiv wirkt und mich zu Beginn wirklich berührt hat.

Doch leider hält das Buch dieses Niveau nicht. Die Kapitel sind teilweise so lang, dass die Handlung ins Stocken gerät. Die Spannung, die am Anfang noch da war, verläuft sich oft in unnötigen Wiederholungen oder detaillierten Szenen, die nichts mehr beitragen.

Auch der Schreibstil hat mich häufig rausgerissen. Ich habe die deutsche Übersetzung gelesen, und die wirkte oft unbeholfen oder sogar unpassend. Manche Sätze fühlten sich einfach „nicht richtig“ an… so, als hätte der Text im Original ganz anders gewirkt.

Tiernans Entwicklung bleibt für mich seltsam flach. Ihre Gedanken, Gefühle und Entscheidungen konnte ich selten wirklich nachvollziehen. Dadurch fiel es mir schwer, mit ihr mitzufühlen oder eine Verbindung aufzubauen. Sie bleibt eine Figur, die man beobachtet aber nicht versteht.

Was die erotischen Szenen betrifft: Ja, sie sind da. Sie sind deutlich und auch provokant, aber für mich persönlich war es nicht „zu viel“. Wer mit dem Genre vertraut ist, wird damit klarkommen. Allerdings waren manche Szenen schon grenzwertig, was gewisse moralische oder zwischenmenschliche Ebenen angeht, das muss man mögen oder zumindest aushalten können.

Fazit:
Credence hat starke Momente, besonders zu Beginn. Die emotionale Leere, die Tiernan erlebt, wird spürbar und bietet ein interessantes psychologisches Fundament. Leider verliert sich die Geschichte später in Längen, einem schwer fassbaren Hauptcharakter und einem Stil, der gerade in der Übersetzung an Wirkung einbüßt. Wer provokante, dunkle Romantik sucht, findet hier sicher Stoff zum Nachdenken, für mich war es aber eher ein durchwachsenes Leseerlebnis.

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Veröffentlicht am 02.08.2025

Mitreißend, emotional und wichtiger denn je

The Darlington - Henry & Kate
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The Darlingtons hat mich sofort reingezogen. Die erste Szene war so dramatisch, dass ich direkt komplett drin war. Es war von Anfang an spannend und hat sofort ein starkes Gefühl ausgelöst. Ich musste ...

The Darlingtons hat mich sofort reingezogen. Die erste Szene war so dramatisch, dass ich direkt komplett drin war. Es war von Anfang an spannend und hat sofort ein starkes Gefühl ausgelöst. Ich musste einfach weiterlesen.



Die Autorin hat einen sehr angenehmen Schreibstil. Die Sprache ist klar, emotional und gut lesbar. Nicht übertrieben oder künstlich, sondern einfach echt. Ich habe die Figuren sofort gespürt und mitgefühlt. Die Geschichte transportiert Emotionen ohne aufgesetzt zu wirken.



Ein Thema im Hintergrund hat mich besonders bewegt. Es geht darum, wie Menschen mit viel Geld Macht ausüben und sie oft für Dinge nutzen, die falsch und erschreckend sind. Gerade weil das aktuell wieder sehr präsent ist, zum Beispiel durch die Fälle von P. Diddy oder Epstein, fand ich es stark, dass die Geschichte das nicht ignoriert. Ich hätte mir gewünscht, dass noch etwas tiefer darauf eingegangen wird, aber ich hoffe, das kommt in den nächsten Teilen. Für mich ist das kein Kritikpunkt, sondern eher ein Grund, weiterzulesen.



Was ich besonders gut fand war, dass die Liebesgeschichte nicht auf dem typischen “reicher Mann rettet arme Frau und überhäuft sie mit Geschenken” basiert. Es geht nicht um Status oder Oberflächlichkeiten, sondern um echte Verbindung und Vertrauen. Das hat sich viel authentischer angefühlt.



Langweilig war es wirklich keine einzige Sekunde. Jede Szene hatte Gewicht. Ich wollte durchgehend wissen, wie es weitergeht. Es war emotional, spannend und gleichzeitig nachdenklich machend.



Für mich ein gelungener Auftakt, der viel mehr kann als nur unterhalten. Ich bin gespannt auf die Fortsetzung und hoffe, dass die angedeuteten Themen weiter aufgegriffen werden. Dieses Buch bleibt hängen.

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