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Veröffentlicht am 23.04.2018

Ira Redman lässt sie wie Puppen tanzen

Unrivaled - Gewinnen ist alles
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Ira Redman, der Besitzer der Unrivaled-Clubs, veranstaltet einen Wettbewerb: Jugendliche sollen seine Clubs in Hollywood promoten und haben dadurch die Chance auf einen unglaublichen Geldgewinn.
Layla ...

Ira Redman, der Besitzer der Unrivaled-Clubs, veranstaltet einen Wettbewerb: Jugendliche sollen seine Clubs in Hollywood promoten und haben dadurch die Chance auf einen unglaublichen Geldgewinn.
Layla lästert auf ihrem Gossip-Blog über die Promis, ist aber überhaupt nicht zufrieden mit ihrer Lage. Sie möchte eine richtige Journalistin werden und sieht in dem Promoterjob eine Möglichkeit, sich einen Namen zu machen und außerdem ihr Studium zu finanzieren. Nur leider ist ihr Freund überhaupt nicht einverstanden.
Aster ist zwar reich, doch ihre traditionellen Eltern verbieten ihr fast alles, was sie für ihren Weg als Schauspielerin braucht. Um berühmt zu werden beschließt sie, dem Wettbewerb beizutreten, aber ihre Eltern dürfen nichts davon erfahren…
Tommy hat alles geschmissen und ist nach Hollywood gekommen, um als Musiker berühmt zu werden und um seinen leiblichen Vater kennenzulernen. Doch es läuft nicht wie geplant und er nimmt am Unrivaled-Wettbewerb teil, um seinem Vater Ira Redman zu beweisen, dass er ein Gewinner ist.
Madison Brooks ist einer der heißesten Stars Hollywoods und wurde von Ira Redman als zukünftiger Besucher seiner Clubs auserwählt, also versuchen die Promoter, sie in ihre Clubs zu locken…

Cover
Das Cover gefällt mir sehr gut! Es ist schlicht, aber doch interessant doch die goldenen Elemente, die wohl auf den Glanz der Promi-Welt hinweisen. Die herzförmige Erdbeere finde ich als Motiv ganz hübsch, auch wenn mir jetzt kein Bezug zum Inhalt einfällt. Dass sie halb in Gold eingetaucht ist gefällt mir optisch trotzdem sehr.

Protagonisten
Ich fand alle Charaktere ein wenig verwirrend, denn sie haben sich zwischendurch ein wenig seltsam verhalten und das hat nicht zu den vorher gezeichneten Charakterzügen dieser Personen gepasst. Damit meine ich nicht, sie hätten sich weiterentwickelt, sondern eher zurück oder zur Seite. Das fand ich etwas verwirrend und auch ärgerlich, aber eigentlich auch nicht so schlimm, schließlich hat ein Mensch viele Gesichter. Wenn ein Buchcharakter einen gleichbleibenden Charakter hat, ist das unglaubwürdiger als dass er sich mal daneben benimmt :D
So ein Gossip-Blog, wie Layla ihn hat, find ich etwas schäbig. Sie ist zwar selbst auch unzufrieden mit ihrer Arbeit, aber letztendlich lästert sie ja trotzdem über die Promis. Ansonsten fand ich sie aber ganz in Ordnung, sie ist eigentlich schlau und zielstrebig, gerade deshalb war ich enttäuscht, dass sie sich zu dem Promiklatsch herablässt.
Von Aster hielt ich von Anfang an nicht viel, und das hat sich auch nicht geändert. Sie denkt echt immer an sich selbst und ihr ist eigentlich jedes Mittel recht. Einen Promi (Ryan) verführen, nur damit er in ihren Club kommt? Kein Problem. Gewissensbisse, weil sie ununterbrochen ihre Eltern belügt? Niemals. Schuldgefühle, weil Ryan eigentlich vergeben ist? Keine Spur.
Tommy war wohl derjenige, der einem Lieblingscharakter am nächsten kommt, aber auch er hatte seine Macken. Er wirkt gleichzeitig eingeschüchtert und selbstbewusst. Er will Ira die Stirn bieten, dabei hat er aber auch Angst vor ihm und will sich ja unbedingt beweisen. Also einerseits verachtet er ihn für seine Skrupellosigkeit, aber er bewundert seinen Vater auch. Geärgert hat mich ein wenig, dass er nicht besonders loyal ist. Anfangs ist er hin und weg von Layla, und diese Bewunderung verschwand irgendwann genau so plötzlich und unbegründet wie sie gekommen war.

Andere Charaktere
Ira Redman ist nicht nett. Das merkt man direkt bei seinem ersten Auftritt, denn er ist arrogant, überheblich, herablassend und was für negative Eigenschaften man bei skrupellosen reichen Menschen noch erwartet. Man merkt aber auch, dass er ein kluger Geschäftsmann ist. Das habe ich zwar selbst nicht bemerkt, aber die schlauen Protagonisten haben ihn tatsächlich zwischendurch mal ein wenig durchschaut – auch wenn das nicht immer was gebracht hat.
Madison Brooks fand ich auch verwirrend. Sie ist sehr arrogant und eigentlich durchgehend am schauspielern. Sie tut was sie will, solange es ihr dienlich ist und wie Aster ist ihr jedes Mittel recht. Die beiden sind recht ähnliche Zicken, keine Wunder, dass sie sich nicht besonders mögen hüstel. Madison benimmt sich immer, als stünde sie vor einer Kamera, nur die Kapitel aus ihrer Perspektive zeigen, wie sie wirklich tickt.

Handlung
Die Handlung fand ich eigentlich ziemlich spannend, daher auch die hohe Bewertung. Ira Redman will nicht nur einen einfachen Wettbewerb zwischen den jungen Leuten, er will vor allem seine Clubs promoten und nutzt die Kids aus. Dazu stachelt er sie auf und der Wettbewerb wird zunehmend interessanter.
Dazu kommt im Verlauf der Geschichte noch ein Ereignis, dass die Stimmung richtig aufheizt! Es wird zunehmend spannender und besser, auch wenn ich die Charaktere weiterhin etwas nervig fand.

Schreibstil
Ich weiß nicht, ob es am Verhalten der Charaktere lag oder an der Beschreibung dieser. Ich konnte ihre Handlungen, Gefühle und Gedanken manchmal überhaupt nicht nachvollziehen und hab bei den Ausdrücken teilweise wirklich das Gesicht verzogen – zum Beispiel Tommy. Er ist eigentlich ganz cool drauf, aber wenn es um manche Mädchen geht, wird es in seinem Kopf rosarot. Lag das nun daran, dass er total blöde ist, was Schwärmereien und Liebe angeht, oder konnte man es einfach nicht besser beschreiben? Also ich wusste teilweise nicht was Absicht und was Unfähigkeit war, vielleicht war ja auch alles Absicht – fände ich auch seltsam.

Fazit
Die Charaktere, die manchmal unerwartet handeln und die Handlung dadurch voran treiben, Ira Redmans Pläne und Intrigen, sowie überraschende Wendungen haben „Unrivaled – Gewinnen ist alles“ trotz der Makel, die ich bei den Charakteren und beim Schreibstil sehe, zu einem guten Buch gemacht.

Veröffentlicht am 23.04.2018

Nette Idee, recht positiver Eindruck

Flammenmädchen
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Im einen Moment ist Aris größte Sorge noch Charlie, ihr ehemals bester Freund und heimlich Liebe, doch als sie im nächsten Moment, am Tag nach ihrem Geburtstag, plötzlich ganz woanders ist, tun sich neue ...

Im einen Moment ist Aris größte Sorge noch Charlie, ihr ehemals bester Freund und heimlich Liebe, doch als sie im nächsten Moment, am Tag nach ihrem Geburtstag, plötzlich ganz woanders ist, tun sich neue Probleme auf. Denn Ari ist in Mount Qaf gelandet, dem Reich der Dschinn.
Sie erfährt von ihrer wahren Herkunft und das will ihr so gar nicht passen ...
Zum Schutz vor dem bösen White King stellt ihr ein anderer König der Dschinn einen Bodyguard zur Seite, ob sie nun will oder nicht: der gutaussehende Jai wird nun rund um die Uhr bei ihr sein, und das kommt Ari nicht gerade gelegen, schließlich scheint Charlie sich plötzlich wieder für sie zu interessieren ...

MEINUNG: Protagonisten Ari ist wie ein normales Mädchen, abgesehen von ihrer Familiensache und dem magischen Zeug. Sie ist in ihren ehemals besten Freund verliebt, der ein richtiger Bad Boy ist. Er trinkt, nimmt Drogen, treibt´s mit einer nach der anderen... und obwohl sie schon seit einiger Zeit nicht mehr befreundet sich, glaubt und vertraut sie ihm, nur, um ständig wieder enttäuscht zu werden.
Genau das hat mir an ihr nicht gefallen: Wie naiv sie war und wie sie an ihm hing. Mit Jai allerdings eher witzig, schlagfertig und locker, darum: Team Jai!
Charlie ist wirklich ein Idiot, mal abgesehen von seinen offensichtlichen Problemen im Leben. Er hatte zwar nichts mehr mit Ari zu tun, und trotzdem darf auch kein anderer in ihre Nähe! Er war abweisend und kühl ..
Und plötzlich ändert sich alles. Er lässt sie kaum noch aus den Augen, macht sich Sorgen um sie und geht mit ihr um, als seien sie auch in letzter Zeit unzertrennlich gewesen. Mann, war dieser Kerl unerträglich.
Somit bleibt von den Protagonisten noch Jai, und der war zum Glück nicht so schlimm wie Ari, mit Charlie darf man ihn nicht mal im gleichen Satz nennen (auch wenn ich das gerade getan habe). er ist ein wenig älter als Ari und Charlie, dementsprechend reifer und erwachsener. Er ist mit der magischen Welt vertraut, kennt seinen Platz darin und fühlt sich wegen den Umständen seiner Erzeugung nicht besonders wohl, aber er ist pflichtbewusst und vertrauenswürdig. Sympathisch, oft humorvoll, loyal und natürlich gutaussehend - was will man mehr? Aber nein, Ari will den Bad Boy. Ihr Pech.

Andere Charaktere Unter den Nebencharakteren gibt es keine besonders erwähnenswerten, aber ich fand es gut, dass auch sie in die Geschichte eingebaut und berücksichtigt wurden. Sie waren nicht zu wichtig, aber ohne sie wäre die Normalität verloren gegangen. Also ein gutes Mittelmaß.

Handlung
Ich fand es zwar nicht unbedingt fesselnd oder besonders spannend, aber die Handlung war schon interessant. Man konnte nicht alles vorrausahnen, wurde ab und zu doch überrascht, es war nicht langweilig, also insgesamt durchaus nett.

Schreibstil
Der Schreibstil gefiel mir, vor allem am Anfang, recht wenig. Es war dieser Schnell-alles-erklären-Schreibstil, den ich langweilig, überhaupt nicht spannend und einfach nicht schön finde. Mit der Erwähnung von Charlie wird auch sein Problem erklärt und es folgt sehr bald eine Beschreibung ihrer Freundschaft. Jai wird von seinem Bruder beleidigt, sodass auch dessen Leidensgeschichte näher erläutert werden muss (dabei wirkt diese Beleidigung so richtig unnatürlich). Ich finde es meistens besser, wenn solche Sachen nebenbei erwähnt werden oder ein Geheimnis bleiben, bis der Charakter sich jemand anderem anvertraut.
Zum Glück hat sich das aber bald gelegt, als die Autorin erst mal alles losgeworden war, was sie dem Leser dringend hatte mitteilen müssen. Danach war der Schreibstil weder schlimm noch schön, sondern gewöhnlich.
FAZIT:
Ich habe vieles bemngelt, weniges gelobt - nun, ich fand es angenehm zu lesen, es hatte eine nette Idee und ich werde die Reihe sicher weiterlesen. Mein Gesamteindruck ist also recht positiv, daher eine gelbe Rose!

Veröffentlicht am 23.04.2018

Anne & Mal

Wer will schon einen Rockstar?
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Inhalt
Anne Rollins' Mitbewohnerin Skye ist mit den Möbeln verschwunden, ohne dass die Schulden oder die Miete der letzten zwei Monate bezahlt wären. Darum muss Anne sich nun allein kümmern, aber wie soll ...

Inhalt
Anne Rollins' Mitbewohnerin Skye ist mit den Möbeln verschwunden, ohne dass die Schulden oder die Miete der letzten zwei Monate bezahlt wären. Darum muss Anne sich nun allein kümmern, aber wie soll sie das schaffen?
Ihre Freunde nehmen sie mit auf eine Party, wo sie den Schlagzeuger von Stage Dive kennenlernt: Malcolm Ericson. Sie ist als Teenager sein größter Fan gewesen, doch der Mal, den sie kennenlernt, ist verrückt, wenn auch schrecklich attraktiv. Und er macht ihr ein Angebot: Wenn sie seine Freundin spielt, dann unterstützt er sie finanziell. Anne willigt ein, auch weil Malcolm ihr nicht wirklich eine Wahl lässt.
Und schon bald wird ihre Scheinbeziehung viel komplizierter als Anne gedacht hätte ...

Protagonisten
Anne ist eine eher unscheinbare Frau und zeichnet sich nicht gerade durch Intelligenz aus, denn wenn Malcolm was sagt, willigt sie ein, lässt es geschehen. Er zieht ein, ohne zu fragen? Okay.
Der unterhaltsame Charakter, um den sich das Buch eigentlich dreht, ist Mal. Worauf der Klappentext mich nicht vorbereitet hat, war Mals wirklich verrückte Persönlichkeit. Nur Szenen mit ihm brachten mich zum Lachen, aber manche seiner Taten sind so lächerlich und bescheuert, dass ich mich gefragt habe, was für eine Störung dieser Kerl hat. Er ist so offen und auch irgendwie egozentrisch, dass er sehr viel Stuss redet.

Andere Charaktere
Natürlich waren auch die anderen Bandmitglieder dabei. David und Ev aus dem Vorgänger wirken neben Malcolm sehr erwachsen, Ben ist, wie ich mir einen Rockstar vorstellen würde: Selbstbewusst und cool. Und dann ist da noch Jimmy, der aufgrund gewisser Abhängigkeitsprobleme eine Assistentin namens Lena hat. Um die beiden geht es im nächsten Buch, und ich nehme an, es spielt parallel zu diesem. Leider waren sie mir nicht gerade sympathisch.

Handlung
Die Handlung fand ich leider nicht so originell. Es gab nichts Neues, Aufregendes oder Überraschendes - letzteres auch, weil man Mal wirklich alles zutrauen konnte.

Schreibstil usw
An diesem Buch mochte ich aber den lockeren Schreibstil, der Annes Benommenheit in Mals Nähe gut dargestellt hat.

Fazit
Insgesamt fand ich das Buch leider nur in Ordnung, aber ich habe es wirklich sehr schnell gelesen und musste oft laut lachen, so ist es gerade noch eine gelbe Rose geworden :)

Veröffentlicht am 23.04.2018

Chloe und Bennett

Beautiful Bastard
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Inhalt:
Chloe Mills fehlen nur noch wenige Monate Praktikum, bis sie ihren Master hat. Sie arbeitet gut und hart - nur ihr Boss macht ihr Probleme: der schöne Bastard scheint sie nicht leiden zu können ...

Inhalt:
Chloe Mills fehlen nur noch wenige Monate Praktikum, bis sie ihren Master hat. Sie arbeitet gut und hart - nur ihr Boss macht ihr Probleme: der schöne Bastard scheint sie nicht leiden zu können und halst ihr immer Arbeit auf. Zudem ist er ein Arsch. Wie soll man mit dem klar kommen?
Aber Bennett Ryan kann seine Praktikantin auch nicht gerade leiden. Aber er findet sie trotzdem unglaublich sexy und das treibt ihn in den Wahnsinn!
Doch wie kann der Versuchung widerstehen und die Lust unterdrücken, wenn man erstmal auf den Geschmack gekommen ist?

Protagonisten
Chloe ist zielstrebig und stur, ist ist ihre Arbeit sehr wichtig; Bennetts Vater zufolge ist sie so ziemlich die perfekte Angestellte und jeder sollte so sein wie sie. Sie ist auch sehr stolz, denn obwohl sie Ben körperlich begehrt, weigert sie sich, das zuzugeben. Schließlich ist er ein Arsch!
Bei Bennett sieht das ähnlich aus. Er glaubt, er würde sie hassen, aber er kann an nichts anderes denken als an sie und ihren soo verführerischen Körper. Was Bennett sonst noch fasziniert, ist die Tatsache, dass nur Wenige sich trauen, ihm die Stirn zu bieten. Diese Eigentschaft schätzt auch sein Vater sehr.
Sowohl Bennett als auch Chloe sind großartige Charaktere, und sie passen schrecklich gut zusammen. Die beiden streiten sich ständig und ziehen sich trotzdem an wie zwei Magnete.

Andere Charaktere
Durch die Protagonisten rücken die Nebencharaktere in den Hintergrund.

Handlung
Das beste an diesem Buch war diese komplizierte Beziehung zwischen den beiden Protagonisten, was natürlich in Anbetracht der Tatsache, dass das Buch auch davon handelt, sehr lobenswert ist.
Leider ist daneben alles andere verblasst, nicht nur die Nebencharaktere, sondern auch andere Aktivitäten der zwei, wenn sie mal etwas unternehmen, wo der andere nicht dabei ist. Da wird dann aber ausführlich an den anderen gedacht und die Zeit vergeht schneller.

Schreibstil
Der Schreibstil passt zum Inhalt, denn es gibt Humor, es ist manchmal sehr direkt und auch sehr gefühlvoll geschrieben. Ich fand es schön, mitzulesen, wie sich Chloe und Bennett entwickelten sowie auch ihre so komplizierten, widersprüchlichen Gefühle füreinander.

Sonstiges
Da Bennett und Chloe ja Boss und Praktikantin sind, nennen sie sich, auch in Gedanken, beim Nachnamen, also Mr. Ryan und Ms. Mills. Das fand ich ziemlich witzig, denn einerseits waren sie sich körperlich so nah, und dann siezen sie sich.

Fazit
"Beautiful Bastard" gefiel mir insgesamt recht gut, die Protagonistin waren perfekt füreinander,der Schreibstil war angenehm und es war auch witzig (für mich sehr wichtiges Kriterium). Nur gab es neben den beiden keine Handlungsstränge. alles verblasste, und das fand ich ein wenig schade. Aber es hat auch so zu einem guten Buch gereicht.

Veröffentlicht am 23.04.2018

Gelungene Fortsetzung!

Fearless
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Boy Nobody alias Zach hat sich nach seiner letzten Mission zurückgezogen , um seine Gedackten zu klären. Die letzte Mission hatte ihn verwirrt, und es war ihm nicht leichtgefallen, den Anweisungen des ...

Boy Nobody alias Zach hat sich nach seiner letzten Mission zurückgezogen , um seine Gedackten zu klären. Die letzte Mission hatte ihn verwirrt, und es war ihm nicht leichtgefallen, den Anweisungen des Programms zu folgen.
Schon am dritten Tag ist sein Urlaub zu Ende: Das Programm hat ihn gefunden. Die nächste Mission steht an.
Zach soll Eugene Moore, den Leiter eines Militärcamps für Jugendlich ausschalten, das Camp darf er dabei aber auf keinen Fall betreten. Doch nichts läuft wie geplant und plötzlich ist Zach auf sich selbst gestellt...

MEINUNG:
Protagonisten
Zach, in diesem Buch auch als Daniel bekannt, hat sich weiterentwickelt. Mir kam es so vor, als würde er reifer werden. Klar, er ist perfekt, aber er hatte Zweifel am Programm, was zeigt, dass er seinen eigenen Verstand benutzen kann, und nicht mehr an alles glaubt, was das Programm ihm sagt. Zumindest kurzzeitig. Er ist noch der kalte Killer, der so gut wie möglich die Anweisungen des Programms befolgt.
Obwohl er so schlau ist und alles, was zu einem Killer so dazugehört, versteht man als Leser tatsächlich manchmal mehr als er, denn er vertraut wieder dem Programm und wird davon kontrolliert, und das beeinflusst seine Wahrnehmung doch stark!
Deswegen und auch wegen den Sachen, die er auf Befehl des Programms gegen seinen (eher unterdrückten, unterbewussten) Willen tun muss, hatte ich Mitleid mit ihm. Er hat viel durchgemacht und es geht immer weiter. Ich hoffe, der Abschluss der Reihe bingt ihm seinen Frieden, oder zumindest ein wenig Ruhe.

Andere Charaktere
Andere Mission, anderes Umfeld, andere Leute...
Die Personen aus dem Programm tauchen auf, also "Vater" und "Mutter", die sozusagen Zachs Vorgesetzte sind. Ich weiß nicht, was ich von ihnen halten soll, denn sie wirken manchmal, oder eher meistens sehr kaltherzig und grausam, aber ganz selten wirken sie so, als würden ihre Agenten ihnen am Herzen liegen.
Mike, der Böse, war auch dabei, und nach dem Abschluss von diesem Buch frage ich mich, ob sich sein Charakter vielleicht noch etwas anders zeigen wird.
Dann war da noch ein Charakter aus dem ersten Buch, der allerdings nicht zum Programm gehört. Ich mag hier nicht verraten, wer das ist, aber es ist ein toller erfrischender Charakter, ein echter Lichtblick zwischen den ganzen Mördern, Soldaten, und so weiter.
Dann waren da noch Moores Kinder, Lee und Miranda. Während Lee ein wenig rebellisch ist und Zack/Daniel als neuen besten Freund auserkoren hat, ist seine Schwester Miranda eher ruhig, weniger enthusiastisch und der Love Interest dieses Buches. Doch die beiden glauben trotzdem an die Pläne und Vorstellungen ihres Vaters und stellen somit eine Gefahr dar.

Handlung
Auch dieses Buch fand ich sehr spannend und handlungsmäßig gut gelungen.
Sehr gut fand ich zum Beispiel, dass man wieder etwas über das Programm erfahren hat. Es war nicht viel, aber man muss ja für alles dankbar sein. Und was man da so erfahren hat ... Ich hoffe, im nächsten Band findet man die ganze Wahrheit heraus, denn das wird, so weit ich weiß, das letzte Buch der Reihe.

Schreibstil
Der Schreibstil passt einfach, wie auch beim Vorgänger, zur Handlung und zum Charakter des Protagonisten. Es geht im einen schlauen, gut ausgebildeten, jungen Assassinen, dementsprechend ist der Schreibstil nicht lyrisch/poetisch/romantisch/usw., die Sprache ist nicht zu simpel, der Tonfall ist kühl.
Zach denkt viel nach, zieht Schlüsse, macht Pläne oder stellt sich selbst Fragen. Dadurch hat es sich ein wenig in die Länge gezogen, aber das fand ich nicht schlimm, da es wie gesagt zum Rest der Buches passte.

FAZIT:
In diesem Buch passten Handlung und Handlungsverlauf, Protagonist und andere Charaktere und der Schreibstil gut zusammen und somit war es ein gelungenes Gesamtpaket!