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Veröffentlicht am 11.08.2017

Ganz nett

Lucy & Gabriel
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Inhalt
Gabriel das Mädchen nebenan zum ersten Mal erblickt, möchte er sie kennenlernen. Sie ist perfekt - perfekt als ein Sommerflirt. Er nähert sich ihr an und bald knistert es gewaltig zwischen ihnen. ...

Inhalt
Gabriel das Mädchen nebenan zum ersten Mal erblickt, möchte er sie kennenlernen. Sie ist perfekt - perfekt als ein Sommerflirt. Er nähert sich ihr an und bald knistert es gewaltig zwischen ihnen. Aber Lucy lässt ihn nicht sofort ran, wie Gabriel es erwartet hat.
Denn Lucy ist gar kein reiches, verwöhntes Mädchen, auch wenn es für Gabriel auf den ersten Blick so aussehen mag. Sie hütet nur das Haus, aber das weiß Gabe ja nicht. Und was ist schon dabei? Nach dem Sommer werden sie sich ja nicht wiedersehen ...

Protagonisten
Lucys Mutter war erst sechzehn als sie schwanger wurde und vom Vater des Kindes im Stich gelassen wurde, deswegen ist sie besonders streng zu Lucy. Und darum ist Lucy auch relativ unerfahren und zurückhaltend, als Gabriel sich ihr annähert. Aber sie spürt auch seine Anziehungskraft und kann nicht ohne ihn. Sie ist aber nicht das, was Gabriel erwartet. Denn erstmal ist sie eben nicht reich, stattdessen muss sie selbst arbeiten um ihr Studium finanzieren. Sie möchte nicht, dass Gabriel es erfährt und eigentlich spielt es ja auch nicht wirklich eine Rolle, wenn sie sich danach nicht wiedersehen. Außerdem ist sie Jungfrau. Erst will sie es Gabe nicht sagen, weil es ihr unangenehm ist, aber als sie es doch gesteht, hat sie Angst, dass er sich von ihr abwendet. Was er auch tut. Und dann kann sie nicht ohne ihn und sucht einen Kompromiss.
Sie macht sich Sorgen darüber, was passieren wird, wenn Gabriel doch erfährt, dass ie aus ärmeren Verhältnissen stammt und das macht die gesamte zweite Hälfte aus. Das hat mich dann irgendwann wirklich sehr genervt.

Gabriel ist ein Playboy, so wie seine Freunde Shep und Tristan. Als er Lucy trifft, kann er an keine andere mehr denken, keine andere interessiert ihn mehr. Er findet sie einfach sehr sexy und sieht darin auch eine Gelegenheit, die langweiligen Ferien mit seinen Eltern interessanter zu gestalten. Er langweilt sich eben ein bisschen, aber selbst unter anderen Umständen hätte er sicher nicht abgelehnt.
Seine Eltern haben ein Mädchen aus einer reichen Familie für ihn gefunden. Audrey würde sich als zukünftige Schwiegertochter eignen, darum muss er sie öfters treffen, und findet sie nicht besonders ansprechend. Er möchte auch gar nicht tun, was seine Eltern ihm vorschreiben, sondern seinen eigenen Weg gehen. Das ist aber auch nicht so einfach, denn seine Eltern haben bereits alles durchgeplant und Gabe sieht ds letzte Jahr College als letzte Freiheit an, als letzte Möglichkeit, nochmal die Sau rauszulassen. Das plant er auch so zu nutzen.
Aber erstmal muss er ja diesen Sommer überstehen und dann ist da Lucy. Als er erfährt, dass sie Jungfrau ist, geht er erstmal auf Abstand. Er schätzt sie da schon genug, um das zu respektieren und sie zu nichts zu drängen. Und in Gedanken denkt er ständig an Sex und hofft, dass sie es zulässt. Ja klar, Gabe. Aber es überrascht mich nicht wirklich, er macht ja keinen Hehl draus, dass er das wollte. gut fand ich nur, dass er sie nicht drängt.

Die anderen Charaktere der Reihe tauchen auch auf und ich bin schon sehr gespannt auf die Fortsetzung!

Fazit
Mich konnte die Handlung von "Fair Game - Lucy & Gabriel" nicht völlig überzeugen, sie war auch nicht so originell. Ich fand die Geschichte eigentlich ganz in Ordnung, aber Lucy hat mich genervt.

Veröffentlicht am 10.08.2017

Die selbstlose Alexa

Schwert & Flamme
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Enthält Spoiler zu den Vorgängern!

Inhalt
Alexa konnte Rafe entkommen, aber Rylan ist noch in seiner Gewalt. Und außerdem steht Alexa immer noch unter Rafes Befehl, dass sie ihm nichts antun kann ...
Krieg ...

Enthält Spoiler zu den Vorgängern!

Inhalt
Alexa konnte Rafe entkommen, aber Rylan ist noch in seiner Gewalt. Und außerdem steht Alexa immer noch unter Rafes Befehl, dass sie ihm nichts antun kann ...
Krieg steht bevor in Antion. Nicht nur die Dansii sondern auch die Blevoneser haben es unerklärlicherweise auf sie abgesehen. Dabei ist genau jetzt der Zeitpunkt, in dem die beiden Königreiche zusammenhalten müssen um die drohende Gefahr aus Dansii abzuwehren. König Armando hat eine Armee aus schwarzen Zauberern und beherrscht andere dunkle Mächte, die allen zum Verhängnis werden können ...

Protagonisten
Alexa steht nun endlich zu ihren Gefühlen für Damian, aber sonst hat sich kaum etwas verändert. Sie stürzt von einer waghalsigen Aktion in die nächste und riskiert dabei gern ihr Leben, solange sie nur andere beschützt. Sie ist eben vor alle Damians Wache und erst danach seine Geliebte, darum bringt sie ihn und andere immer außer Gefahr, um sich dann erst um Probleme zu kümmern. Das ist zwar edel von ihr, aber durch ihre Unbesiegbarkeit kam es einem schon weniger selbstlos vor. Sie schafft es eben immer wieder irgendwie zu gewinnen. Schlimm ist das jetzt auch nicht, aber es kommt einem so vor, als würde sich das öfters wiederholen
Rylan liegt ihr sehr am Herz und sie möchte ihn befreien, aber das fand ich gar nicht so schlau. An der Seite des Königs hätte sie viel mehr bewirken können als wenn sie einen einzelnen Soldaten rettet und sich dabei selbst in Gefahr bringt.

Damian ist der etwas unsichere König. Es läuft zwar besser in seinem Land, aber nicht gradios. Und bei diesen bevorstehenden Kriegen weiß er auch nicht genau, wie er handeln soll. Er muss eben erst für die Sicherheit seines Volkes sorgen und kann dabei nicht auf Dinge vertrauen, von denen er nicht sicher weiß, dass sie ihm helfen. Als Blevon ihnen den Krieg ankündet, ist das eine schlechte Wendung der Dinge, weil sie so von beiden Seiten bedroht werden, statt sich gegen den Feind zu verbünden.
Dazu hat Damian eine weitere Sorge: Alexa. Er möchte sie beschützen, aber Alexa lässt es nicht wirklich zu. Sie setzt sich einfach durch und lässt ihn so im Stich. Und Damian denkt immer nur an seine Freundin - wenn sie weg ist macht er sich Sorgen, wenn sie da ist wird oft manches sehr zweitrangig. Wenn Krieg droht, sollte das Liebestamtam des Königs erstmal weniger Priorität haben, als es hier der Fall war.

Handlung und Schreibstil
Für ein Buch sind es ziemlich viele, ausführliche Kampfszenen, aber da die Protagonistin selbst eine Kämpferin ist, ist das ja auch zu erwarten. Ich hatte dadurch aber auch oft das Gefühl, dass es nur sehr langsam vorankommt. Außerdem gibt es bei Erklärungen lange Monologe und einiges scheint sich durch Alexas ähnliche Handllungsmuster zu wiederholen.

Fazit
"Schwert und Flamme" hat mich gut unterhalten mit diversen Kampfszenen, und wem die Vorgänger gefallen haben, wird auch den Abschluss der Reihe mögen.

Veröffentlicht am 10.08.2017

Eine herzzerreißende Liebesgeschichte

The Sun Is Also a Star
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Inhalt
Natasha lebt seit Jahren mit ihrer Familie in New York, ging hier zur Schule und würde sich nun normalerweise mit ihrer Freundin mögliche Colleges ansehen. Aber Natasha ist illegal hier, und soll ...

Inhalt
Natasha lebt seit Jahren mit ihrer Familie in New York, ging hier zur Schule und würde sich nun normalerweise mit ihrer Freundin mögliche Colleges ansehen. Aber Natasha ist illegal hier, und soll noch heute Abend abgeschoben werden.
Daniel hat heute ein wichtiges Gespräch, das ihm auf eine wichtige Universität bringen soll. Doch dann begegnet er Natasha und ist fasziniert von ihr, und möchte sie unbedingt von sich überzeugen - von sich und von der Liebe. Aber ihnen bleibt nur dieser eine Tag ...

Cover und Titel
Das von Dominique Falla gestaltete Cover gefällt mir sehr gut. Es ist mal etwas anderes und sieht dabei auch echt hübsch aus. Der Titel spielt auch eine Rolle im Buch, und ich finde es ganz gut gewählt. Klingt auf jeden Fall auch ansprechend und originell.

Protagonisten
Natasha ist die eher realistisch-pessimistische Sorte Frau, was in ihrer aktuellen Lage aber auch verständlich ist. Wenn man sich Hoffnung macht und dann immer wieder enttäuscht wird, ist man eben mit der harten Realität konfrontiert und die schönen Dinge werden sehr nebensächlich. Sie versucht immer noch, eine Möglichkeit zu finden, doch bleiben zu können und wandert durch die Stadt, wo sie dann Daniel begegnet. Er ist nicht nur attraktiv, sondern romantisch und deutlich optimistischer, also das genaue Gegenteil von ihr. An ihrem letzten Tag ist er erfrischend und verdrängt einen Teil ihrer schlechten Laune, ist also genau das, was sie braucht.

Daniel ist eben Natashas Gegenstück. Während Natasha meint, man könne tun, was man will, fügt Daniel sich dem Willen seiner Eltern, die möchten, dass er Arzt wird. Sie selbst kommen aus ärmeren Verhältnissen in Korea und wollen ihren Kindern nun eine gute Zukunft ermöglichen. Nachdem Daniels Bruder Charlie versagt hat, obwohl alles so vielversprechend aussah, lastet nun noch mehr Druck auf Daniels Schultern. Eigentlich ist er eher der schüchterne Romantiker, der gerne Gedichte schreibt, aber das ist nicht, was seine Eltern von ihm verlangen. Er sieht keine andere Möglichkeit, als ihrem Wunsch nachzukommen, obwohl er gar nicht Arzt werden möchte.
Als er Natasha sieht, ist er von ihr fasziniert und bringt sie dazu, sich mit ihm zu unterhalten und dann auf einen Handel einzulassen. Er ist süß und charmant und wächst sogar der nüchternen Natasha ans Herz. Während er Natasha auf die schönen Dinge aufmerksam machen will, zeigt sie ihm, dass er sich auch mal durchsetzen muss.

Handlung und Schreibstil
Es werden einige philosophische Sachen angesprochen, das Leben und das Schicksal, wie alles zusammenspielt. Es ist ein wichtiger Tag im Leben der beiden und sie sprechen über all die Dinge, die sie bewegen und an die sie glauben. Ich fand es wirklich rührend und traurig, das Thema von Buch ist ja eher ernst. Es ist zwar ein glücklicher Tag, aber es ist eben Natashas letzter, was dem ganzen eine andere Stimmung verleiht.

Es gibt viele verschiedene Perspektiven und jede Person hatte ein eigenes kleines Symbol am Kapitelanfang, was ich sehr süß fand. Die Perspektiven geben dem Buch eine neue Dimension, weil sie so viele andere Personen zeigen. Wie all ihre Leben und Handlungen zusammenspielen und das Leben der anderen beeinflussen. Am Anfang hat es mich gestört, weil ich eine überschaubare Anzahl von Erzählperspektiven bevorzuge, aber da das ganze Buch hauptsächlich diesen Tag behandelt, waren sie doch nötig, um dem Buch eine weitere Tiefe zu verleihen.

Fazit
"The Sun is also a Star" hatte sympathische Charaktere, eine herzzerreißende Liebesgeschichte, die mich zum Schluss zu Tränen gerührt hat, und einen angenehmen Stil, der es zu einem schönen Leseerlebnis gemacht hat.

Veröffentlicht am 10.08.2017

Gute Charaktere und süße Liebesgeschichte, Ehre und Macht

Mr. President – Macht ist sexy
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Inhalt
Eigentlich wollte Senatortochter Charlotte Wells selbst nie in die Politik gehen, aber dann ist es ausgerechnet Matthew Hamilton, der kandidiert! Als sie elf Jahre alt war, war sie von dem jungen ...

Inhalt
Eigentlich wollte Senatortochter Charlotte Wells selbst nie in die Politik gehen, aber dann ist es ausgerechnet Matthew Hamilton, der kandidiert! Als sie elf Jahre alt war, war sie von dem jungen Mann damals sehr beeindruckt gewesen und ihm ihre Unterstützung zugesichert, falls er jemals kandidieren sollte.
Und nun ist es soweit. Aber Charlotte ist kein kleines Mädchen mehr. Sie schwärmt schon seit Jahren für Matt, aber ihre Gefühle sind stärker geworden. Dass Matt sie unbedingt in seinem Wahlkampfteam haben möchte, ist nicht gerade hilfreich. Denn Matt möchte zwar President werden, aber ohne eine First Lady an seiner Seite. Und Skandale kann er erst recht nicht gebrauchen ...

Cover und Titel
Der etwas derangiert wirkende Herr im Anzug passt sehr gut zum Inhalt und ist auch ein Hinweis auf die erotischen Aspekte des Buches. Es geht um den Wahlkampf, darum passt auch der Titel. Matt ist vielleicht unter anderem durch seine Macht sexy, aber für Charlotte steht das nicht im Vordergrund ;)

Protagonisten
Charlotte hat ein weiches Herz und engagiert sich bei Women of the World, und eigentlich möchte sie nicht in die Politik und damit ins Licht der Öffentlichkeit. Doch sie war schon mit jungen elf Jahren von Matt begeistert und konnte ihn nie vergessen, darum kann sie nicht wirklich widerstehen. Und schon gar nicht, wenn er inzwischen eine noch stärkere Anziehungskraft auf sie hat.
Sie ist sehr enthusiastisch in allem was sie tut, möchte ihre Liebsten schützen und anderen Menschen helfen. Wie könnte man sie nicht mögen?
Sie ist überzeugt, dass Matt als Präsident perfekt wäre und möchte nicht, dass diese Chance durch irgendwelche Dummheiten verspielt wird. Dummheiten wie eine Affäre. Sie möchte nichts riskieren und leidet sehr unter diesem Tabu, aber sie tut es für Matt und für ihr Land.

Matt ist der Sohn eines ehemaligen Präsidenten und war schon vor seiner Kandidatur sehr bekannt. Sein Vater wollte damals, dass sein Sohn auch irgendwann Präsident wird, und nun ist es für Matt soweit. Er möchte sein Land zum Besseren führen und als er Charlotte nach so langer Zeit wiedertrifft, möchte er, dass sie dabei ist. Sie ist voller Ideen und Tatenrang, und er meint genau das zu brauchen. Durch diese Dinge fühlt er sich zu ihr hingezogen, auch in weniger professioneller Hinsicht.
Er nimmt seine Aufgaben und Pflichten sehr Ernst und erlaubt sich eigentlich keine Fehltritte. Er tritt immer sehr souverän auf und überzeugt das Volk mit seinem Charme, seinen Idealen und Vorstellungen. Und Charlotte ebenso. Es ist also nicht sein Aussehen allein, dass für ihn spricht.

Handlung und Schreibstil
Wie fand ich das Hindernis, das einer Beziehung der beiden im Wege steht? Ganz in Ordnung. Seine Kandidatur hatte eben Vorrang und ein Skandal kann alles zerstören. Man könnte ja theoretisch auch heiraten, aber er meinte, dass er als Präsident keine Zeit mehr für Frau und Kinder haben würde, und Charlotte hätte das nicht verdient. Das finde ich edel von ihm, und es reicht mir auch als Begründung. Aber das Thema wurde um die tausendmal angesprochen, was zu Wiederholungen geführt hat. Ja gut, es ist eines ihrer Probleme, mit dem sie täglich konfrontiert werden, aber irgendwann hat man es doch verstanden.

Eine Sache, die mir gut gefallen hat war, wie sehr sie an das Wohl ihres Landes denken. Amerika hatte Vorrang für sie. Matt will nicht für die Macht Präsident werden, sondern weil er Gutes tun möchte. Er sieht, wie schlecht die Umstände sind und möchte die Veränderung bringen. Und Charlotte glaubt daran, dass er wirklich etwas bewirken kann und ist hauptsächlich deswegen in seinem Wahlkampfteam und unterstützt ihn mit allen Möglichkeiten.

Fazit:
"Mr. President - Macht ist sexy" hat mir gut gefallen, die Protagonisten konnten mich überzeugen und auch die Handlung und die Liebesgeschichte waren ganz authentisch. Es hat sich einiges ein wenig wiederholt, weil das Problem der beiden sehr oft angesprochen und diskutiert wurde.

Veröffentlicht am 04.08.2017

Eine Flucht voll (zerstörter) Hoffnung

Als die Träume in den Himmel stiegen
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Inhalt
Früher lebte Samar mit ihren Eltern und ihren Geschwistern in Kabul, bis es zu gefährlich für die Familie wurde. Erst die Russen und später die Taliban brachten Chaos in das Leben so vieler Familien.
Nun ...

Inhalt
Früher lebte Samar mit ihren Eltern und ihren Geschwistern in Kabul, bis es zu gefährlich für die Familie wurde. Erst die Russen und später die Taliban brachten Chaos in das Leben so vieler Familien.
Nun sitzt Samar in einem Zug, der ins Ungewisse führt, aber die Reise hierhin war nicht leicht und sie hat viele Verluste erlitten ...

Cover und Titel
Mir gefallen Die Farben schonmal sehr gut, Sonnenauf- und -untergänge sehen generell schon mal sehr schön aus, mit ihren Farbübergängen. Die Sonne befindet sich hinter dem spielenden Kind und ich finde, kombiniert mit dem Titel wirkt es sehr traurig, aber auch hoffnungsvoll. Den englischen Titel finde ich auch gut, sogar etwas besser, da der Platz unterm Mandelbaum schon eine Rolle spielt.

Charaktere
Samar ist bei ihrem ersten Auftritt fünf Jahre alt und wird im Verlauf des Buches natürlich älter. Unter den gegebenen Umständen ist auch sie gezwungen, früher erwachsen zu werden, darum fiel es mir immer schwer, ihr Alter einzuschätzen. Samar ist wissbegierig und könnte Lehrerin oder Schriftstellerin werden. Sie hat viele Träume und immer noch Hoffnung. Wenn Schlimmes passiert, versucht sie, darüber hinwegzukommen, in die Zukunft zu blicken und sich wenn nötig neue Ziele zu setzen. Sie versteht oft Zusammenhänge und liest oft zwischen den Zeilen, aber es ist eben eine Welt, in der nur die Schlauen überleben können.

Es gibt viele weitere Charaktere: Samars fünf Geschwister, jeder von ihnen voller Leidenschaft bei ihren Taten, ihre Eltern, die ihre Geheimnisse haben, Familienfreunde und Verwandte, die sie unterstützen, und viele weitere Personen, die sie auf ihrem Weg treffen.Wenn ich mehr zu ihnen sage, wüsste ich gar nicht, wo ich anfangen und aufhören soll. Jeder spielt eine Rolle.

Handlung und Schreibstil
Huh, ich weiß gar nicht wirklich, was ich dazu sagen soll. Es werden eben von Zeit zu Zeit neue Dinge enthüllt, und ich weiß nicht, wie ich meine Meinung erklären soll, ohne zu spoilern.
Es wird abwechselnd aus der Gegenwart und chronologisch aus der Vergangenheit erzählt, aus der Perspektive der jungen Samar, die in der Gegenwart gerade mal fünfzehn ist. Meiner Meinung nach war das eine gute Weise, das Geschehene zu erzählen. Man ahnte, wo sie landen würden und hatte daher Hoffnung, trotz all der schrecklichen Dinge, die ihnen zugestoßen sind. So hat das Buch die Gefühle des Lesers gelenkt und Hoffnung, Trauer und Mitgefühl erzeugt. Das finde ich natürlich gut, ich mag es ja, wenn Geschichten mich berühren und ich später nicht nur denke, dass es ein netter Zeitvertreib war.

Die Kriege und Auseinandersetzungen, die Flüchtlingslager und die strengen Gesetze der Taliban waren schrecklich. Dabei werden Familien auseinander gerissen, Heimaten zerstört, und unzählige sterben. Dieses Buch hatte genau das zum Thema, also ist es natürlich ein ernstes Buch. Ich fand die Perspektive des jungen Mädchens gut gewählt, es wäre eine ganz andere Geschichte gewesen, wenn es eine Mutter oder ein Soldat oder Ähnliches gewesen wäre.

Fazit
"Als die Träume in den Himmel stiegen" ist ein Buch mit einem ernsten Thema aus der Sicht eines jungen Mädchens, dass durch die Hölle geht, bevor sie dann in diesem Zug landet. Es ist eine Reise und Flucht mit Hoffnung, Angst, Trauer und Verzweiflung, bei der Samar viel zu schnell erwachsen werden musste.