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Veröffentlicht am 08.10.2023

Für alle, die nicht genug von den Scythe kriegen können

Gleanings – Storys aus dem Scythe-Universum
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Das Buch hält auf jeden Fall, was es verspricht und bietet viele Geschichten aus der Welt der Scythe. Ich hatte beim Ende der Trilogie gemischte Gefühle, aber es war schön, wieder in diese Welt einzutauchen ...

Das Buch hält auf jeden Fall, was es verspricht und bietet viele Geschichten aus der Welt der Scythe. Ich hatte beim Ende der Trilogie gemischte Gefühle, aber es war schön, wieder in diese Welt einzutauchen und neue Facetten zu entdecken.

Die Geschichten sind nicht chronologisch geordnet, manche spielen noch zu den Anfangszeiten der Scythe, wo ihre Arbeit noch so unbekannt ist, dass sie für harmlose Schauergeschichten gehalten werden und nicht für etwas, das einen endgültigen Tod herbeiführt. Andere Geschichten spielen auch Jahre nach dem Ende der Trilogie und lassen uns einen kleinen Blick in die Zukunft werfen, aber man merkt auch, dass der Autor da nicht zu viel verraten möchte und die Zukunft dieser Welt eher offen lassen möchte.

Man trifft ein paar wenige bekannte Charaktere wieder und bekommt kurze Einblicke in ihre Vergangenheit oder auch mal etwas, das man von ihren Leben verpasst hat, aber es gibt auch Geschichten, die ganz neue Gebiete erkunden und bei den vielen, faszinierenden Möglichkeiten fand ich auch jede Story wirklich interessant und gelungen. Es gibt Tragödien, aber auch (romantische) Komödien. Meistens ist der Ton durch das Thema der Sterblichkeit schon eher ernst, aber es fehlt auch nicht an Humor. Mit Spannung, mitreißenden Emotionen und auch tiefgründigen Überlegungen konnte mich jede einzelne Story überzeugen.

Fazit
Insgesamt ist das Buch keine richtige Fortsetzung, aber ich fand es sehr schön, wieder in diese spannende dystopische Welt einzutauchen und mehr von Scythe und Thunderhead zu sehen.

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Veröffentlicht am 05.09.2023

Alberne Feindschaften und seltsame Flüche

The Romeo & Juliet Society, Band 1 - Rosenfluch
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Joy findet heraus, dass sie ein Mitglied der Familie Capulet ist, denn die beiden Familien aus der berühmten Tragödie von Shakespeare haben tatsächlich existiert, auch wenn alles ganz anders war. Ein Fluch ...

Joy findet heraus, dass sie ein Mitglied der Familie Capulet ist, denn die beiden Familien aus der berühmten Tragödie von Shakespeare haben tatsächlich existiert, auch wenn alles ganz anders war. Ein Fluch zwingt Jugendliche aus beiden Familien immer wieder dazu, sich zu verlieben und geopfert zu werden, wenn alle anderen überleben wollen. Und auch Joy kann sich diesem Fluch nicht entziehen.


Schon das Cover verspricht ein Liebesdreieck, aber echte Chemie ist eher zwischen Rhyme Capulet und Cut Montague, den aktuellen Fürsten der beiden Häuser. Zwischen ihnen ist es schon eine Art Hassliebe, weil sie sich schon so lange kennen und anscheinend Spaß an ihrer Feindschaft haben, die sich zum größten Teil in Form von albernen Beleidigungen zeigt. Ihre Beziehung hat mich schon mehr interessiert als alle Verbindungen, die Joy zu den anderen Charakteren hatte. Sie ist schon ziemlich planlos und möchte nichts mit dem Fluch zu tun haben, aber dann versucht sie, das beste draus zu machen, schließt Freundschaften und ist trotzdem ziemlich überfordert von den Regeln und der Magie, die sie noch nicht durchschaut.

Ich habe eine Weile gebraucht, um mich an die Häuser und ihre Regeln zu gewöhnen. Der Fluch, der die beiden Häuser betrifft, konnte mich nicht ganz überzeugen und alles andere baut darauf, sowohl alle Geheimnisse und Intrigen als auch alle Beziehungen zwischen den Charakteren, sowie natürlich auch die gesamte Handlung. Die Feindschaft zwischen den Häusern, die Verehrung der Fürsten, die Magie der Nachkommen und die Bälle und Kämpfe, um ein Liebespaar für den Fluch zu finden - ich fand die Geschichte besonders am Anfang oberflächlich und albern, dazu noch ein sehr jugendlicher Schreibstil, der viele Übertreibungen nutzt. Mit der Zeit konnte ich mich ein wenig dran gewöhnen und fand die Geschichte einigermaßen unterhaltsam, wenn auch vorhersehbar und nicht wirklich spannend.

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Veröffentlicht am 03.09.2023

Kurzweiliger und gefühlvoller Liebesroman

Faking It with #41 (Hockey Hotties 3)
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Ford ist ein erfolgreicher Eishockeyspieler, doch sein Vater erwartet von ihm, dass er den Sport hinter sich lässt und stattdessen das Familienunternehmen führt. Sein Leben wird auf den Kopf gestellt, ...

Ford ist ein erfolgreicher Eishockeyspieler, doch sein Vater erwartet von ihm, dass er den Sport hinter sich lässt und stattdessen das Familienunternehmen führt. Sein Leben wird auf den Kopf gestellt, als er plötzlich erfährt, dass er eine Tochter hat, um die er sich auch noch alleine kümmern darf, denn die Mutter des Kindes macht sich aus dem Staub und überlässt Ford das kleine Mädchen. Seine Situation ist eine Herausforderung für PR-Beraterin Lena, aber Fords Vater hat eine geniale Idee: Ford und Lena sollen eine Verlobung vortäuschen.

Ford hat definitiv nicht mit der unerwarteten Verantwortung für seine kleine Tochter gerechnet, aber er ist auch bereit zu tun, was nötig ist. Das bedeutet für ihn auch, sie vor Enttäuschungen zu beschützen. Er fühlt sich schon zu Lena hingezogen, auch wenn die beiden sich ständig zanken. An Silvester gab es einen Kuss und nun ist sie für ihren Job oft in seiner Nähe, aber mit einem Kind ist er vorsichtiger, wen er in sein Leben lassen will, denn er kann auch nicht zulassen, dass sich seine Tochter an jemanden gewöhnt, der nicht bleiben wird - schließlich wurde sie nun schon von ihrer eigenen Mutter verlassen.

Und dann macht ihm noch sein Vater Druck, dass er Eishockey aufgeben soll, dabei ist es das, was ihn glücklich macht, das Familienunternehmen hingegen könnte ihn kaum weniger interessieren. Aber er spielt mit, als sein Vater ihn dazu drängt, eine Verlobung mit Lena vorzuspielen und Lena hat auch ihre Gründe, sich darauf einzulassen. Die Zusammenarbeit mit Ford ist nicht immer leicht für sie, aber sie merkt schon, dass Ford zwar etwas Pech mit der Presse hat, aber ein anständiger und verantwortungsvoller Kerl ist, besonders seit er Vater geworden ist.

Es gibt in ihrer Liebesgeschichte schon verschiedene Elemente: Enemies-to-Lovers, Ford als Single-Dad, dann ist da natürlich noch das Fake-Dating und der Sport spielt auch eine Rolle, also ist schon eine Menge los. Trotzdem wirkt die Geschichte nicht überladen, es passt alles zusammen und ergibt einen kurzweiligen und auch gefühlvollen Liebesroman.

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Veröffentlicht am 03.09.2023

Anstrengend durch zu viele Plottwists

Kingdom of the Wicked – Die Göttin der Rache
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Enthält Spoiler zu den Vorgängern!

Emilias Schwester Vittoria lebt - aber die Wiedervereinigung läuft nicht gerade so wie geplant, denn Vittoria hat viele Geheimnisse, die Emilias Welt wieder auf den ...

Enthält Spoiler zu den Vorgängern!

Emilias Schwester Vittoria lebt - aber die Wiedervereinigung läuft nicht gerade so wie geplant, denn Vittoria hat viele Geheimnisse, die Emilias Welt wieder auf den Kopf stellen.

Ich war schon sehr gespannt auf das Finale der Reihe und das Buch hat mehr unerwartete Enthüllungen geboten, als ich erwartet hätte, aber leider nicht auf die gute Art. Der zweite Band hatte ein gemütliches Tempo und der Fokus lag auf der Beziehung zwischen Emilia und Wrath, und hier wurde nun jede Menge Handlung nachgeholt. Es kam eine Enthüllung nach der anderen und man hatte dazwischen kaum Zeit, die neuen Informationen alle zu verarbeiten. Mein Problem war dabei, dass es so viele waren und auch zu Dingen, die man nie hinterfragt hat. Diese komplett unerwarteten Überraschungen haben der Geschichte zunehmend unglaubwürdiger gemacht und erschienen mir irgendwann nicht einmal mehr logisch. Ich fand im zweiten Teil nervig, wie vieles damit erklärt wurde, dass man wegen des Fluches nicht darüber reden könnte, hier war eher das Gegenteil der Fall und das war noch schlimmer.

Es hat jedenfalls dafür gesorgt, dass ich mich zunehmend unwohl in dieser Fantasywelt gefühlt habe und kaum noch Spaß an der Geschichte hatte. Die Beziehungen zwischen den Charakteren wurden ebenfalls komplizierter. Emilia muss herausfinden, wie sie mit all den neuen Informationen umgehen soll, wenn sich mal wieder so viel in ihrem Leben ändert: Ihre Vergangenheit, ihre Familie, was sie über sich selbst weiß. Schwierige Entscheidungen müssen getroffen werden, dabei herrscht Chaos in ihrer Gefühlswelt.

Der Fluch spielt weiterhin eine große Rolle, und dann ist da noch ein Fall, den Emilia und Co. aufklären müssen, um den Frieden zwischen verschiedenen Parteien zu bewahren und ich fand es am Anfang noch etwas schwer nachzuvollziehen, wie das alles zusammengehört, daher fand ich, dass es die Handlung nur unnötig kompliziert gemacht und von Emilias Abenteuer abgelenkt hat. Letztendlich wurden aber alle Handlungsstränge zusammengeführt und Fragen beantwortet, zu denen man nie eine Antwort wollte.

Fazit
Leider fand ich das Finale einfach nicht spannend und eher anstrengend mit zu vielen erzwungenen Plottwists, die für mich nicht wirklich Sinn ergaben.

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Veröffentlicht am 03.09.2023

Wieder ziemlich traurig und dramatisch

A Whisper Around Your Name
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Jo hat als Kind ein Schreckliches überlebt, danach waren ihre Teenagerjahre voller Umzüge und nun bestimmt sie gern selber, was andere über sie denken und hält die Menschen sonst eher auf Abstand. Bis ...

Jo hat als Kind ein Schreckliches überlebt, danach waren ihre Teenagerjahre voller Umzüge und nun bestimmt sie gern selber, was andere über sie denken und hält die Menschen sonst eher auf Abstand. Bis sie Evan kennenlernt, der wegen seiner seltsamen Visionen ein Außenseiter ist, trotz seines guten Aussehens. Jo fühlt sofort eine besondere Verbindung zu ihm, aber das Leben kommt ihrem wenigen Glück in die Quere.


Evan sieht die Dinge eher positiv und hat schon eine Art Frieden mit seinen ungewöhnlichen Fähigkeiten geschlossen und lässt sich schon davon lenken, aber er träumt auch davon, nach dem Schulabschluss die Stadt zu verlassen. Und Jo wird auch auf sich selbst gestellt sein, sobald sie achtzehn ist. Sie sind beide sehr einsam und finden ineinander jemanden, dem sie ihre Träume und Ängste anvertrauen können.

Emma Scott gehörte schon eine Weile zu meinen Lieblingsautorinnen, aber nach den ersten paar Titeln, die beim LYX-Verlag erschienen sind, hat meine Begeisterung langsam nachgelassen und die letzten paar Bücher fand ich eher enttäuschend. Leider gehört auch dieses Buch nicht gerade zu meinen Highlights, besonders durch die Art, wie hier immer auf die Tränendrüse gedrückt wird und auch die übernatürliche Komponente hat es für mich nicht besser gemacht.

Ich finde die Bücher einfach ein bisschen zu dramatisch, die Protagonisten haben verschiedene Traumata und erleiden weiterhin einen Schicksalsschlag nach dem nächsten - das erscheint mir einfach ein bisschen zu übertrieben und ich kann mich nicht mehr mit den Charakteren identifizieren, sodass ich auch kaum eine Verbindung zur Geschichte spüren kann. Die Protagonisten hatten eher mein Mitleid als meine Sympathie und ihr trauriges Abenteuer konnte mich einfach nie packen.

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