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Veröffentlicht am 12.06.2023

Die Regeln der feinen Gesellschaft, zwei Außenseiter und unerwartete Gefühle

Ein Duke wider Willen
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Drei Schwestern sind in einer schwierigen Lage, denn ihre Mutter war in einen Skandal verwickelt, der ein schlechtes Licht auf die Familie wirft und ihr Vater kümmert sich auch nicht um die drei Mädchen. ...

Drei Schwestern sind in einer schwierigen Lage, denn ihre Mutter war in einen Skandal verwickelt, der ein schlechtes Licht auf die Familie wirft und ihr Vater kümmert sich auch nicht um die drei Mädchen. Obwohl es sich für Damen ihres Standes nicht gehört zu arbeiten, müssen sie ihr Glück selbst in die Hand nehmen und gründen "Elegant Occasion", um der feinen Gesellschaft bei der Organisation ihrer Veranstaltungen zu helfen.

Und genau diese Hilfe braucht auch Geoffrey Brookhouse, ein leidenschaftlicher Ingenieur und frischgebackener Herzog, der sich kaum für die Gepflogenheiten des arroganten Adels interessiert und sicher auch nie Teil davon sein wollte. Aber nun ist er entschlossen, seine Familie zu beschützen und dazu gehört auch, seiner schüchternen Schwester Rosabel zu einer guten Ehe zu verhelfen.

Eliza ist die ältere und vernünftigere Schwester, die mittlerweile verwitwet ist und ihre jüngeren Schwestern beschützen will und die jüngste der drei ist Verity, die besonders freche Expertin für Essen. Und dann ist da noch Diana, die selbst die Wünsche der schwierigsten Klienten erfüllen kann. Doch sie hätte nicht erwartet, dass sie ausgerechnet Gefühle für Lord Brookhouse entwickelt, der keine Manieren hat und sich nur widerwillig auf die kostspieligen Empfehlungen der Schwestern einlässt.

Aber das Leben in der feinen Gesellschaft hat nun einmal viele Regeln und Traditionen, von denen wir auch zusammen mit dem Lord und seiner Schwester erfahren. Geoffrey ist schon ziemlich genervt, aber irgendwann beginnt er doch, Dianas Arbeit zu respektieren und sie arbeiten sehr gut zusammen, um Rosabels Zeit als Debütantin zu einem Erfolg zu machen. Dabei ist Diana durch den Skandal ihrer Mutter eine Außenseiterin, die alles weiß, während Geoffrey der interessante Neuzugang ist, der gar nichts weiß und noch viel zu lernen hat. Sie geraten am Anfang aber nicht nur wegen ihrer Unterschiede aneinander, sondern wegen der Chemie zwischen ihnen - und ihre verwirrenden Gefühle füreinander stellen ihre Entscheidungen auf die Probe.

Fazit
Die Enemies-to-Lovers-Romance der Protagonisten hat mir sowieso gut gefallen, aber ich mochte auch die Nebencharaktere, besonders Rosabel, die sich wirklich schön weiterentwickelt hat. Die Arbeit der Schwestern fand ich interessant, auch, wie Diana es schafft, die Wünsche ihrer Kunden mit ihren eigenen Interessen unter einen Hut zu kriegen, und auch verschiedene Geheimnisse sorgen für Spannung.

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Veröffentlicht am 12.06.2023

Gute Fortsetzung mit neuen Herausforderungen

Queen of the Wicked 2: Der untote Prinz
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Enthält Spoiler zum Vorgänger!

Belladonna hatte inzwischen Zeit, sich an ihre Rolle als Hexenkönigin zu gewöhnen und hat sich zum Ziel gesetzt, für mehr Frieden zwischen den verschiedenen Wesen zu sorgen, ...

Enthält Spoiler zum Vorgänger!

Belladonna hatte inzwischen Zeit, sich an ihre Rolle als Hexenkönigin zu gewöhnen und hat sich zum Ziel gesetzt, für mehr Frieden zwischen den verschiedenen Wesen zu sorgen, denn zu ihrem Coven sollen auch ein Dämon und eine Fae gehören - sind die Hexen bereit für diese Veränderung? Doch plötzlich drohen ihnen allen größere Gefahren, sodass ihre Pläne wieder in den Hintergrund rücken.

Obwohl mich der erste Band nicht ganz überzeugen konnte, habe ich mich auf "Queen of the Wicked - Der untote Prinz" gefreut, weil ich beim Vorgänger das Gefühl hatte, dass etwas fehlte, und ich dachte, dass man das nun nachholen würde. Dieses Buch schlägt schon andere Richtungen ein und ich fand ihn insgesamt spannender, aber in der Handlung fehlte mir wieder ein wenig der rote Faden. Es gibt Bösewichte zu besiegen, aber Belladonnas Abenteuer am Nachthof hat nicht so viel damit zu tun, dort wird nur ihre Macht und ihre Herkunft weiter ergründet, was am Ende natürlich eine Rolle spielt, aber es zieht den Mittelteil etwas in die Länge.

Belladonna ist die Hexenkönigin, doch man sieht sie kaum als Königin der Hexen, weil sie unterwegs ist und dadurch wieder wenig mit anderen Hexen zu tun hat. Ihre Rolle als Königin zeigt sich meistens in ihren unaufhaltsamen Kräften, die es mit jedem aufnehmen können. Es gibt einige neue Charaktere, neue Mächte und neue Herausforderungen für sie, aber ich hatte etwas mehr von ihr als Königin erwartet, etwas mehr Charakterentwicklung und etwas weniger Glück.

Und dann ist da natürlich noch der untote Prinz Blake, mit dem es ein paar spicy Szenen gibt. Aber dafür, dass er im Titel erwähnt wird, steht er gar nicht so sehr im Mittelpunkt. Es wird noch ein wenig erklärt, wie das Leben von Dämonen aussieht, und was es bedeutet, eine Dämonenbraut zu sein, aber er ist auch nur ein Charakter in einer Geschichte, die vor allem beschreibt, was Belladonna so besonders macht.

Fazit
Insgesamt fand ich den zweiten Band weder besser noch schlechter als den ersten Band. Es ist ein nettes Fantasy-Abenteuer mit mächtigen Charakteren und viel Humor, aber ich hatte mir einfach mehr erhofft.

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Veröffentlicht am 10.06.2023

Tödliche Spiele, ungeahnte Kräfte und Freundschaft zwischen Halbgöttern

SOL. Das Spiel der Zehn
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Am Anfang fiel es mir schon ein bisschen schwer, die Welt zu verstehen, weil es eine Mischung aus lateinamerikanischer Fantasy und modernen Elementen ist, also tauchen sowohl Götter mit spanischen Namen ...

Am Anfang fiel es mir schon ein bisschen schwer, die Welt zu verstehen, weil es eine Mischung aus lateinamerikanischer Fantasy und modernen Elementen ist, also tauchen sowohl Götter mit spanischen Namen auf als auch Sammelkarten von ihnen und mancher ihrer Kinder. Es gibt unter den Göttern die Golds, die niedrigeren Jades und die bösen Obsidians, die eingesperrt wurden. Für die Sonnenspiele werden in der Regel zehn Nachfahren der göttlichen Golds ausgewählt, doch in diesem Jahr sind zwei Jade-semidioses (Halbgötter) mit von der Partie.

Teo hätte nie damit gerechnet, dass er als einer der Teilnehmer der Sonnenspiele auserwählt werden würde, zum einen aufgrund seiner Herkunft und außerdem, weil er sich eher Sorgen um seine beste Freundin Niya gemacht hat, die eine Gold-semidiosa ist und sich gewünscht hatte, an den Spielen teilnehmen zu dürfen. Teo hingegen hält nicht viel von den Spielen, an deren Ende einer der zehn Auserwählten zum Sonnenträger erwählt wird, um Sols Macht zu verbreiten, doch ein anderer von ihnen muss für diese Macht geopfert werden.

Viele sind der Meinung, dass sicher einer der beiden Jade-semidioses am Ende sterben wird, doch Teo ist entschlossen, sich selbst, den jungen Xio und Niya vor der Opferung zu bewahren, obwohl die Gold-semidioses seit Jahren für die Herausforderungen ausgebildet werden und er und Xio da klar im Nachteil sind. Er selbst hat keine besonderen magischen Kräfte, denn obwohl er als Sohn der Göttin der Vögel Flügel hat, verkümmern diese seit seiner Gender-Bestätigungszeremonie. Trotz der unproblematischen Geschlechtstransition hat er also noch leichte Schwierigkeiten mit seiner Magie. Während der Spiele wird seine Welt auf den Kopf gestellt, denn er muss seine wahre Stärke erkennen, Vorurteile hinter sich lassen und wird mit seinen Gefühlen für seinen ehemaligen besten Freund Aurelio konfrontiert.

Die Sonnenspiele fand ich sehr spannend, es gibt verschiedene magische Herausforderungen mit unerwarteten Ausgängen und ich freue mich schon darauf, in der Fortsetzung mehr über diese Welt zu erfahren. Obwohl sie mit den Namen und Begriffen insgesamt sehr lateinamerikanisch ist, gibt es Diversität bei den Hautfarben, Geschlechteridentitäten und sexuellen Orientierungen. Ich konnte mich bisher noch nicht an das deutsche Neopronomen "sier" gewöhnen, obwohl ich der englischen Entsprechung "they" öfter begegne, aber ich mochte insgesamt, wie inklusiv die Geschichte ist.

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Veröffentlicht am 08.06.2023

Königliche Hochzeiten, Twitter-Schlachten und peinliche Verwandte

Maybe Your Royal
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Enthält Spoiler zum Vorgänger!

Als Gegnerin der Monarchie wurde sie schon kritisiert, aber das ist kein Vergleich zu der Aufmerksamkeit, die Tessa als Verlobte des Kronprinzen auf sich zieht. Jeder hat ...

Enthält Spoiler zum Vorgänger!

Als Gegnerin der Monarchie wurde sie schon kritisiert, aber das ist kein Vergleich zu der Aufmerksamkeit, die Tessa als Verlobte des Kronprinzen auf sich zieht. Jeder hat eine Meinung zu allen Aspekten ihres Lebens und auch zu ihrer baldigen Hochzeit, dabei sollte es doch nur um ihre Liebe gehen.

Es gibt sowohl in den Medien als auch online viele Hater, die finden, dass Tessa nicht gut genug für ihren Prinzen ist und sehen auch eine bessere Alternative zu der wenig erfolgreichen Journalistin. Tessa ist schon etwas unsicher, da hilft es nicht, dass sie auf jeden ihrer Fehler hingewiesen wird und unter viel Druck steht, da von ihre erwartet wird, sich wie die perfekte Braut zu benehmen. Auch die Adeligen machen es ihr nicht gerade leicht, sich anzupassen.

Ein Problem ist auch ihre Arbeit, denn es ist schwierig, sowohl Journalistin als auch Inhalt der beliebtesten Schlagzeilen zu sein. Aber sie kann ihren Job nicht sofort aufgeben, weil sie sowieso schon für eine Goldgräberin gehalten wird und diesen Eindruck nicht noch verstärken möchte. Aber während sie irrelevante Arbeiten verrichtet, kann sie auch nicht so viel Zeit mit Arthur verbringen wie sie gern möchte, was in dieser Phase ihre Beziehung auf die Probe stellt.

Auch an Humor fehlt es wieder nicht. Alberne Twitter-Schlachten, lustige Nachrichten und Berichterstattungen und Tessas peinliche Familie sorgen für viele unterhaltsame Momente. Zum größten Teil geht es um Tessas Selbstwertgefühl und darum, dass Tessa und Arthur der Welt noch beweisen müssen, dass ihre Liebe all den Ärger wert ist.

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Veröffentlicht am 08.06.2023

Spannende Fantasy und eine magische Verbindung zwischen Donnertigerin und "Affenkind"

Der Lotuskrieg: Last Stormdancer
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Viele Jahre vor den Ereignissen in "Stormdancer" hat die Lotusgilde vor nicht allzu langer Zeit mit dem Anbau und Verkauf des Blutlotus begonnen und die Natur spürt schon die Auswirkungen, andere Pflanzen ...

Viele Jahre vor den Ereignissen in "Stormdancer" hat die Lotusgilde vor nicht allzu langer Zeit mit dem Anbau und Verkauf des Blutlotus begonnen und die Natur spürt schon die Auswirkungen, andere Pflanzen wachsen nicht mehr gut, die Menschen werden krank und die Tiere bekommen auch kaum noch Nachwuchs. Sogar die mächtigen Donnertiger sind betroffen.

Jun erkennt die große Gefahr, die vom Blutlotus ausgeht und ist entschlossen, die Welt zu retten. Aufgrund einer Weissagung geht er dabei Risiken ein und reist auf der Suche nach Hilfe zu den Donnertigern, mit denen er als sogenannter "Bruder der Yōkai" kommunizieren kann.

Erzählt wird die Geschichte aus der Perspektive der Donnertigerin Koh, die Menschen als Affenkinder bezeichnet und einen interessanten Blickwinkel auf die Welt der Menschen bietet. Sie weiß zunächst nicht, was sie von Jun halten soll, doch dann spüren die beiden eine ganz besondere Verbindung zwischen sich, die über Vertrauen hinausgeht. Sie beschließt, ihm zu helfen, obwohl ihre Artgenossen von weiblichen Donnertigern erwarten, dass sie sich ruhig verhalten und Nachwuchs produzieren.

Nach dem Tod des Kaisers kämpfen seine zwei Söhne um die Nachfolge und gehen dabei Bündnisse ein, um sich den Sieg zu sichern. Währenddessen steigt die Lotusgilde auf und auch wegen der Kurzgeschichte "Wollte es doch regnen", die in diesem E-Book enthalten ist, kann man sich denken, wie das ausgehen wird. Es ist schon frustrierend zuzusehen, wie kurzfristige Ziele wie Macht und Reichtum weniger Individuen wichtiger scheinen als die furchtbaren langfristigen Folgen für die Natur und das gesamte Volk.

Fazit
Mir hat die Kombination aus spannender Fantasy und Gesellschaftskritik und auch die Verbindung zwischen Jun und Koh sehr gut gefallen, auch wenn es etwas gedauert hat, bis ich mich an ihre Perspektive gewöhnt habe. "Wollte es doch regnen" bietet noch einen kleinen Einblick in das Leben einer "Unreinen" und insgesamt hätten beide Geschichten gern noch länger sein können.

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