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Veröffentlicht am 08.06.2021

Jugendliche mit Erwachsenenproblemen - Besser als ich erwartet hätte

Trust My Heart - Golden-Campus-Trilogie, Band 1 (Prickelnde New-Adult-Romance auf der glamourösen Golden Isles Academy. Für alle Fans von KISS ME ONCE.)
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May ist noch relativ neu auf den Golden Isles und wohnte bei ihrer Großmutter, die aber kürzlich verstorben ist. Um nicht zu ihrer Mutter zurückkehren zu müssen, möchte sie vorzeitige Volljährigkeit beantragen, ...

May ist noch relativ neu auf den Golden Isles und wohnte bei ihrer Großmutter, die aber kürzlich verstorben ist. Um nicht zu ihrer Mutter zurückkehren zu müssen, möchte sie vorzeitige Volljährigkeit beantragen, aber dafür braucht unter anderem einen Job, der ihr dann sehr unerwartet angeboten wird: Sie soll sie Nanny von Sophie James sein - die kleine Schwester der Brüder Felix und Noah, deren Eltern verstorben sind und die sichtlich überfordert sind, wenn es um die Erziehung der elfjährigen Schwester geht.

Felix und seine Geschwister gehen unterschiedlich mit dem Verlust ihrer Eltern um. Die Brüder möchten das Sorgerecht für Sophie auf jeden Fall behalten, wissen aber auch nicht, wie sie mit dem eher rebellischen Mädchen umgehen sollen, das sich von ihrer Familie im Stich gelassen fühlt. May aber spricht genau ihre Sprache, was Felix wirklich sehr hilft. Felix vermisst seine Eltern sehr und kann nicht wirklich nachvollziehen, dass May sich von ihrer Mutter lossagen möchte, aber sie lässt sich von ihrem Vorhaben nicht abbringen und ist sehr entschlossen, ihr Ziel auch zu erreichen.

Wie so oft bei arroganten Protagonisten gefällt es Felix, dass May sich ihm, im Gegensatz zu so vielen anderen Mädchen, nicht an den Hals wirft. Dieses Bad-Boy Image hat mich erst abgeschreckt, aber Felix legt diesen Casanova-Mantel unglaublich schnell ab und wurde mir dann auch schnell sympathischer, weil er aufrichtig an May interessiert ist und da auch gar keine Spielchen spielt.

Am Anfang war ich noch etwas skeptisch, weil es mir schon wie die typische Bad-Boy-Lovestory vorkam, aber dann konnten mich Felix und May doch noch überzeugen. Beide Protagonisten sind noch Schüler, haben aber sehr erwachsene Probleme und sind auch auf sich allein gestellt, sodass sich das Buch für mich mehr wie New Adult angefühlt hat, auch wenn es an einer Highschool spielt. Ich fand es auch schön, dass es wenig Highschool-Drama gab und man sich stattdessen mehr auf die Liebesgeschichte und die Entwicklung der Charaktere konzentriert hat.

Fazit
"Trust My Heart" hat mir besser gefallen als ich anfangs erwartet hätte. Die Charaktere benehmen sich schon sehr reif und der Gar-Nicht-So-Bad-Boy Felix hat mich auch positiv überrascht.

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Veröffentlicht am 06.06.2021

Spannende Office-Romance!

Dirty Headlines
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Eigentlich war es ein One-Night-Stand und sie hätten sich nie wiedergesehen, darum hat Judith sich auch getraut, sein Geld zu stehlen, um die hohen Arztrechnungen ihres Vaters bezahlen zu können. Aber ...

Eigentlich war es ein One-Night-Stand und sie hätten sich nie wiedergesehen, darum hat Judith sich auch getraut, sein Geld zu stehlen, um die hohen Arztrechnungen ihres Vaters bezahlen zu können. Aber schon an ihrem ersten Tag im neuen Job begegnet sie ihrem neuen Boss: Célian. Er ist kein besonders freundlicher Chef und auch ihre gemeinsame Nacht steht zwischen ihnen, aber die Anziehung ist definitiv noch zu spüren.

Ich denke, von allen Büchern der Autorin hat mich dieses am wenigsten aufgeregt, weil Célian nicht so schlimm ist wie andere männliche Protagonisten, trotzdem ist er schon oft abweisend und hat komplexe Gefühle. Seine Beziehung zu seinem Vater ist katastrophal, sie können sich ganz offen nicht ausstehen und Célian wird von seinem Vater teilweise sogar bei seiner Arbeit sabotiert. Sein Vater bringt seine schlimmsten Eigenschaften hervor und macht ihn zu einem berechnenden Geschäftsmann, Judith hingegen macht ihn weich und umgänglich.

Célian hat einen Plan, um seinen Vater loszuwerden, und deswegen kann er sich nicht wirklich mit Judith einlassen, aber er kann auch nicht die Finger von ihr lassen. Es ist zu einem großen Teil schon die typische Office-Romance mit dem strengen Chef und seiner Mitarbeiterin, die ihn herausfordert und damit seine Welt auf den Kopf stellt. Aber ich fand das schon gut umgesetzt, weil es hier noch mehr Faktoren gibt, die ihre Liebesgeschichte noch spannender machen. Außerdem fand ich auch beide Protagonisten sehr sympathisch und konnte ihre Gefühle meistens gut nachvollziehen.

Die Informationen aus dem Klappentext konnte man schon im ersten Kapitel abhaken, sodass der Rest des Buches voller Möglichkeiten war, so wie ich meine Bücher am liebsten mag. Ich war schon immer wieder überrascht, wie neue Elemente dazukamen und die Geschichte um ganz neue Details erweiterten. Das gab mir schon das Gefühl, dass man die gesamte Buchlänge gut genutzt hat, Langeweile kam sowieso nie auf. Am Ende wurde es mir ein bisschen zu bunt, bis dahin fand ich die Liebesgeschichte eigentlich noch ziemlich realistisch, wenn auch dramatisch, aber da wurde es mir dann doch etwas zu viel der Zufälle, auch wenn ich es trotzdem ganz unterhaltsam fand.

Fazit
Die Office-Romance "Dirty Headlines" hat mir wie erwartet sehr gut gefallen, die Charaktere sind sympathisch und ihre spannende Liebesgeschichte konnte mich wirklich sehr gut unterhalten.

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Veröffentlicht am 05.06.2021

Schon etwas vorhersehbar, aber mitreißend und unterhaltsam

Our Second Chance
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Ravens Mutter ist Haushälterin bei einer reichen Familie und diesen Sommer arbeitet Raven auch in diesem Haushalt. Da lernt sie dann den ältesten Sohn Gavin kennen und die Chemie stimmt sofort. Gavins ...

Ravens Mutter ist Haushälterin bei einer reichen Familie und diesen Sommer arbeitet Raven auch in diesem Haushalt. Da lernt sie dann den ältesten Sohn Gavin kennen und die Chemie stimmt sofort. Gavins eiskalte Mutter möchte sie schon trennen, bevor überhaupt etwas passiert ist, und da sie die Macht hätte, Ravens Mutter aus dem Job, den diese dringend braucht, zu entlassen, halten sie ihre Beziehung geheim, weil sie sich einfach nicht voneinander fernhalten können.

Die eine Hälfte des Buches behandelt die Vergangenheit, wie sie sich kennengelernt haben, sich verlieben und sich wieder trennen, danach gibt es einen Zeitsprung und der Rest spielt in der Gegenwart, zehn Jahre nach ihrer letzten Begegnung. Dabei gibt es Kapitel aus den Perspektiven beider Protagonisten. Zusammen mit dem Klappentext und dem Prolog, der in der Gegenwart spielt, wird vor allem die erste Hälfte des Buches ziemlich vorhersehbar, aber das hat mich hier nicht so sehr gestört, weil ich das Buch einfach wie erwartet gut geschrieben fand. Es konnte mir genau das bieten, was ich erhofft hatte, tiefe Gefühle, die sich so lange gehalten haben, Leidenschaft, die man gut spüren kann, und eine gute Prise Humor - also wieder eine schöne Achterbahn der Gefühle.

Ihre geheime Beziehung ist natürlich schon spannend, aber sie konnte mich auch berühren. Es ist eine so unschuldige und aufrichtige Liebe, die von Anfang an unter einem schlechten Stern steht, weil Gavins Mutter sie ja trennen will. Man weiß, dass den beiden nicht viel Zeit bleibt, daher habe ich ihnen das Glück umso mehr gegönnt. Später ist dann zu viel Zeit vergangen, sie haben ihre Leben weitergelebt und haben Geheimnisse vor einander, sodass einfach zu viel zwischen ihnen steht, aber man kann die Sehnsucht immer noch spüren und kann es kaum erwarten, dass die beiden endlich wieder zu einander finden.

Fazit
"Our Second Chance" hat mir wie erwartet gut gefallen. Auch wenn ich vor allem die erste Hälfte sehr vorhersehbar fand, konnte die Geschichte von Raven und Gavin mich mitreißen, gut unterhalten und zu Tränen rühren.

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Veröffentlicht am 04.06.2021

Aus den Augen, aus dem Sinn und der Wunsch, dass sich jemand erinnert

Das unsichtbare Leben der Addie LaRue
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Addies Pakt mit dem Teufel ist jetzt schon dreihundert Jahre her. Seit dreihundert Jahren hat sie jeder vergessen, sobald sie außer Sicht ist, ganz egal, wie oft sie sich schon getroffen haben und wie ...

Addies Pakt mit dem Teufel ist jetzt schon dreihundert Jahre her. Seit dreihundert Jahren hat sie jeder vergessen, sobald sie außer Sicht ist, ganz egal, wie oft sie sich schon getroffen haben und wie viel Zeit sie miteinander verbracht haben. Sie hat kaum Besitz, keine Freunde, keine Bekannten und kann keine Spuren hinterlassen, aber sie sucht schon immer nach Wegen, ihren Fluch zu umgehen, indem sie Künstler inspiriert, in deren Werken man sie finden kann. Dass man sie immer vergisst, verstärkt in ihr den Wunsch, dass man sich an sie erinnert, und wenn sie nur eine unbekannte Frau auf einem Gemälde ist.

Ich fand Addie wirklich sehr sympathisch und konnte ihr Sehnen nach Normalität, Freundschaften und Besitztümern wirklich gut spüren. Auch ihre regelmäßigen Verluste und wie sie nach all diesen Jahren immer noch darunter leidet, immer und immer wieder vergessen zu werden, hat mir immer wieder das Herz gebrochen.

Dann trifft sie Henry, der sie nicht vergisst und das allein macht ihn ja schon unglaublich faszinierend. Wenn man so wenig Auswahl hat wie Addie, hat man dann überhaupt wirklich eine Wahl? Wie könnte sie nicht Zeit mit dem einzigen Menschen verbringen wollen, der sie nicht sofort vergisst, sobald sie kurz weg ist? Trotzdem ist ihre Beziehung mit Henry nicht einfach, weil seine Freunde sie weiterhin vergessen, weil sie immer noch kein normales Leben führen kann und weil Henry auch eigene Geheimnisse hat.

Es gibt noch eine Konstante in ihrem Leben: Das Wesen, mit dem sie den Pakt einging. Natürlich kann er sich durchaus an Addie erinnern und macht ihr das Leben so schwer, damit sie aufgibt und ihm ihre Seele überlässt. Einerseits hasst Addie ihn, für das, was er sich durchleiden lässt, aber andererseits bedeutet es ihr auch viel, dass er sich an sie erinnern kann, so sehr sie sich selbst dafür hasst. Das komplizierte Verhältnis der beiden war für mich einer der interessantesten und spannendsten Aspekte in diesem Buch.

Es gibt auch viele verschiedene Szenen aus den letzten dreihundert Jahren von Addies Leben, die mir alle sehr gut gefallen haben. Addie ist da immer eine alleinstehende, fremde Frau und ohne besonders viele Rechte und ohne viele Möglichkeiten, sodass sie es besonders schwer hatte. Das macht das Buch gewissermaßen auch zu historischer Fiktion.

Fazit
"Das unsichtbare Leben der Addie Larue" hat mir wirklich gut gefallen. Ich mochte die Einblicke in Addies langes Leben und wie sie lernte, damit umzugehen, immer wieder vergessen zu werden. Auch ihre komplizierten Beziehungen fand ich wirklich faszinierend und gelungen dargestellt.

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Veröffentlicht am 04.06.2021

Geld, Shopping und Liebe

Something Pure
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Zwischen Kellnerin Alice und Hilfskellner Beck fliegen sofort die Funken und die beiden kommen sich schnell näher. Doch dann stirbt Becks Vater und er muss zurück zu seiner Familie - seiner superreichen ...

Zwischen Kellnerin Alice und Hilfskellner Beck fliegen sofort die Funken und die beiden kommen sich schnell näher. Doch dann stirbt Becks Vater und er muss zurück zu seiner Familie - seiner superreichen Familie. Da er sich nicht von Alice trennen will, bittet er sie mitzukommen, was sie dann auch tut. Die Welt der Reichen schimmert schön, aber hinter dem Glanz lauern viele Intrigen, denn manche finden Alice nicht gut genug für Beck.

Alice mag natürlich nicht das Geld sondern Beck und fühlt sich auch, wie man es in den meisten Geschichten gewohnt ist, etwas unwohl, wenn man für sie so viel Geld ausgibt. Aber Beck tut es trotzdem und ich denke mir jedes Mal, dass er dieses Mal zu weit gegangen ist, aber Alice macht es gar nicht mal so viel aus, weil sie einsieht, dass er sein eigenes Geld nach Belieben ausgeben darf. Alice selbst bleibt sich aber treu, wenn jemand eine Kellnerin braucht, springt sie einfach mal ein, auch wenn andere da die Nase rümpfen. Ich mochte es sehr, wie sie sich so gar nicht davon beeindrucken lässt, eigentlich immer gelassen bleibt und über den Dingen steht.

Beck fand ich da schon etwas anstrengender. Man lernt ihn als Hilfskellner kennen, der dem Reichtum seiner Familie zumindest für eine Weile den Rücken gekehrt hatte und in dieser Zeit wohl etwas dazugelernt hat. Davon spürt man aber nichts, so wie der Kerl Geld ausgibt. Zu Alice ist er immer unglaublich charmant und ich fand ihre Gespräche, ihr Geflirte und die Neckereien wirklich sehr unterhaltsam, das war wohl einer meiner liebsten Aspekte an diesem Buch.

Gelegentlich gibt es ein paar Zwischenfälle und Auseinandersetzungen mit fiesen reichen Leuten, ansonsten geht es nur ums Geld ausgeben und wie Alice sich damit fühlt. Vieles fand ich sehr vorhersehbar und bei den Reichen gibt es definitiv einige Stereotype, aber das ist ja nicht ungewöhnlich. Für mich hat sich der Mittelteil aber viel zu sehr in die Länge gezogen, für den Seitenumfang ist mir hier viel zu wenig passiert. Stattdessen wird eben ausführlich eingekauft, was aber natürlich zu dem Superreich-Feeling passt.

Fazit
Ich hätte von "Something Pure" etwas mehr erwartet, denn es konnte mich zwar gut unterhalten, hat sich aber zu sehr in die Länge gezogen. Die Protagonistin Alice mochte ich sehr gerne, aber ihr reicher Liebster ging mir ein bisschen auf die Nerven.

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