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Veröffentlicht am 12.06.2020

Viel Rauch, wenig Inhalt

Kingdoms of Smoke – Dämonenzorn
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Enthält Spoiler zum Vorgänger!

Der Einstieg in die Geschichte fiel mir sehr leicht, der Vorgänger ist ja noch nicht allzu lange her. Band 1 hat mir schon nicht so sehr gefallen, weil es unglaublich vorhersehbar ...

Enthält Spoiler zum Vorgänger!

Der Einstieg in die Geschichte fiel mir sehr leicht, der Vorgänger ist ja noch nicht allzu lange her. Band 1 hat mir schon nicht so sehr gefallen, weil es unglaublich vorhersehbar war, aber hier war noch weniger los.

Zunächst sind die fünf Protagonisten zusammen unterwegs, doch sie werden schon bald getrennt, sodass man wieder mehrere Schauplätze hat.

Obwohl Catherine unschuldig ist, geben viele Pitorianer der fremden Prinzessin die Schuld an dem Krieg, den ihr machtgieriger Vater ins Land gebracht hat. Es heißt, sie stecke mit ihnen unter einer Decke und nun ist auch ihr Verlobter, der pitorianische Prinz Tzsayn nicht mehr an ihrer Seite, um sie zu verteidigen. Catherine setzt sich also für dieses Land ein, in dem man ihr mit so viel Misstrauen begegnet, zum einen, weil sie den Menschen helfen möchte, aber auch, weil sie keine andere Wahl hat. Da sie für diesen Kampf viel Kraft braucht, greift sie gelegentlich mal zu dem besonderen Dämonenrauch, der sie stärkt ... man kann sich vielleicht denken, wozu das führt. Ihr treuer Leibwächter Ambrose ist noch immer total verliebt in sie, aber auch eifersüchtiger denn je. Seit dem Tod seiner Geschwister ist er ziemlich verbittert und Catherine ist alles, was ihm noch bleibt. Die Beziehung der beiden fand ich aber nicht besonders romantisch, weil Ambrose so besitzergreifend ist.

Auch die Liebe von Edyon und March konnte mich nicht wirklich überzeugen. Marchs Geheimnis steht noch zwischen ihnen, aber der verliebte und unfassbar naive Edyon vertraut ihm blind. March hat also Schuldgefühle, weil er Edyon inzwischen schon so gern hat und ihn nicht belügen möchte und Edyon ist voller Hoffnung und Liebe. Ganz interessant war dann die Perspektive von Tash, die ihren besten Freund und Begleiter verloren hat und deren Leben auf den Kopf gestellt ist. Sie war immer Dämonenjägerin, aber nun beginnt sie, mehr über diese unerforschten Wesen zu erfahren.

Ein paar Hofintrigen, neue Erkenntnisse über Dämonen, Kämpfe und ein bisschen Liebesdrama. Auf 440 Seiten ist erstaunlich wenig passiert, es gibt nur ein paar Highlights, dafür mehr Geplänkel dazwischen.

Fazit
"Kingdoms of Smoke - Dämonenzorn" war nicht besonders spannend. Es ist einfach nicht besonders viel passiert und die Charaktere konnten mich auch nicht überzeugen.

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Veröffentlicht am 09.06.2020

Spannende Hintergrundgeschichte, aber man wollte zu viel auf einmal erklären

Die Tribute von Panem X. Das Lied von Vogel und Schlange
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Das Buch hat mich schon angesprochen, weil ich generell Bücher mag, die aus der Perspektive eines "Bösewichts" geschrieben sind. Coriolanus Snow ist ein sehr interessanter Charakter und ich war schon gespannt, ...

Das Buch hat mich schon angesprochen, weil ich generell Bücher mag, die aus der Perspektive eines "Bösewichts" geschrieben sind. Coriolanus Snow ist ein sehr interessanter Charakter und ich war schon gespannt, wie er zu dem unbarmherzigen Präsidenten wurde, den wir aus der Trilogie kennen.

Der Krieg ist erst zehn Jahre her und die zehnten Hungerspiele stehen an. Im Krieg hat die Familie Snow so viel verloren, sodass nur noch Coriolanus, seine Cousine, seine Großmutter und ein beinahe leeres Haus übrig geblieben sind. Sie haben kaum noch etwas zu Essen, aber dafür haben sie noch ihren Stolz und geben sich viel Mühe, nach außen den Schein von Wohlstand zu bewahren. Vor allem Coriolanus ist die Ehre seiner Familie wichtig. Bis zu einem gewissen Grad ist er noch unschuldig, er hat unter Krieg und Hunger gelitten, schwierige Zeiten durchgemacht und für ihn ist es noch lange nicht vorbei, weil er natürlich entschlossen ist, seine Familie wieder an die Spitze der Gesellschaft zu bringen. Dazu ist ihm jedes Mittel recht, er ist berechnend und manipulativ, aber wirklich böse ist er auch dann nicht, wenn er die Hungerspiele ausnutzt, um selbst davon zu profitieren ... oder?

Ich fand seine Perspektive wirklich interessant, weil ich ihn trotz allem nie wirklich hassen konnte. Er zeigt auch öfter mal Mitgefühl und Menschlichkeit, doch er sitzt auch auf einem hohen Ross, obwohl er ja eigentlich nichts hat - außer seinem Stolz und dem unbeirrbaren Gefühl, besser als alle anderen zu sein.

Durch ihn, seine oft eher spontanen und doch berechnenden Pläne und seine Hinterhältigkeit fand ich das Buch schon fast durchgehend spannend, zumindest bis zu einer gewissen Stelle, ab der es für mich eher bergab ging. Panem und das Kapitol so kurz nach dem Krieg waren eine wirklich interessante Kulisse, die schon fast mehr der normalen Welt gleicht als dem Panem, wie man es aus Katniss' Perspektive kennt.

Die Hungerspiele sehen da noch ganz anders aus und sind in den Kinderschuhen, es wird aber auch gut erklärt, was ihr Zweck ist. Das Prequel soll neben der Entwicklung von Coriolanus Snow noch zeigen, wie dieser die Hungerspiele revolutioniert hat und welche Dinge, die wir aus der Trilogie kennen, schon damals eine Rolle spielten. Ich finde, hier wollte man viel zu viel auf einmal und das hat mich an diesem Buch auch am meisten gestört. Das Buch deckt nur eine relativ kurze Zeitspanne ab, wenn man bedenkt, dass es die Hungerspiele 75 Jahre lang gibt und Snow sogar noch ein Stück älter ist. In diesen paar Monaten soll es so viele neue Ideen gegeben haben? So viele Dinge sollen für Coriolanus eine tiefere, persönliche Bedeutung gehabt haben, obwohl sie eigentlich eher zufällig waren? Für mich wurden da einfach zu viele Verknüpfungen gemacht, wo sie einfach nicht passten und es waren auch insgesamt so viele.

Anfang und Mittelteil fand ich sehr stark und spannend, aber zum Ende hin ist die Geschichte abgeschweift und ich fand, Coriolanus hat da auch seinen Biss verloren.

Fazit
Zum größten Teil fand ich "Das Lied von Vogel und Schlange" spannend und interessant, weil ich Coriolanus Snow als Protagonist so interessant fand und auch die Einblicke in die Welt von Panem nach dem Krieg haben mir gut gefallen. Ich finde aber, man wollte hier zu viele Dinge auf einmal einführen und zu viele Verbindungen schaffen, was einfach zu viel des Guten war.

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Veröffentlicht am 09.06.2020

Verbotene Liebe, vorhersehbar und übertrieben dramatisch

It was always you
1

Ivy hat sich in den letzten vier Jahren immer nach ihrem Zuhause gesehnt, nach ihrer Familie, auch wenn diese sie so sehr vernachlässigt haben. Ihr Stiefvater hat sie damals, kurz nach dem Tod ihrer Mutter, ...

Ivy hat sich in den letzten vier Jahren immer nach ihrem Zuhause gesehnt, nach ihrer Familie, auch wenn diese sie so sehr vernachlässigt haben. Ihr Stiefvater hat sie damals, kurz nach dem Tod ihrer Mutter, ganz plötzlich in ein Internat verfrachtet und den Kontakt stark reduziert, sodass Ivy ganz allein dastand. Nun wird sie plötzlich zurück auf die Privatinsel gerufen - ja, ihr Stiefvater ist sehr reich, natürlich ist Ivy aber zu stolz, um sein Geld auszugeben - und das ist ziemlich verwirrend für sie. Ihr Stiefvater tut ein bisschen so, als wäre nie etwas gewesen, Stiefbruder Noah ist ein nerviger Rebell und Stiefbruder Asher ist einfach so unglaublich attraktiv.

Asher fand ich erstmal ziemlich kindisch und auch bis zum Ende konnte er mich nicht wirklich davon überzeugen, dass er ein unwiderstehlich toller Kerl sein soll. Als sie jünger waren, war er immer sehr fies zu ihr und nach den vier Jahren ist er ziemlich sauer auf Ivy, weil sie vier Jahre nicht da war. Ivy gegenüber ist er meist kalt und abweisend, außerdem ist er undurchschaubar und geheimnisvoll. Der klassische mysteriöse Liebesroman-Kerl.

Die Handlung fand ich jetzt nicht sooo gut und ziemlich vorhersehbar. Zum Schluss hat alles Sinn ergeben, aber das heißt nicht unbedingt, dass die Auflösung besonders gut war und die Story gerettet hat. Die Liebesgeschichte zwischen Ivy und Asher besteht aus Missverständnissen und unterdrückter Leidenschaft, was daran liegt, dass sie Stiefgeschwister sind und der Vater sie voneinander ferngehalten hat. So richtig überzeugen konnte mich die verbotene Liebe aber nicht. Viele Szenen zwischen den beiden fand ich kitschig oder einfach zu übertrieben dramatisch.

Die Handletterings fand ich schon ganz hübsch und sie passten auch gut in die Geschichte, zudem Ivy dabei auch beschreibt, wie sie sie macht.

Fazit
Die Liebesgeschichte von "It was always you" konnte mich nicht wirklich begeistern, da sie ziemlich vorhersehbar und flach blieb. Die Protagonisten Ivy und Asher konnten mich nicht von ihrer verbotenen Liebe überzeugen.

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Veröffentlicht am 07.06.2020

Spannender Abschluss

Der Ruf der Rache
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Enthält Spoiler zum Vorgänger!

Der Start ins Buch war eher langweilig, weil erstmal die Heimreise von Jase und Kazi ansteht und meiner Meinung nach zieht sich das mit Geheimnissen, Überlegungen und Wünschen ...

Enthält Spoiler zum Vorgänger!

Der Start ins Buch war eher langweilig, weil erstmal die Heimreise von Jase und Kazi ansteht und meiner Meinung nach zieht sich das mit Geheimnissen, Überlegungen und Wünschen schon etwas in die Länge. Der Einstieg fiel mir daher nicht so leicht, auch wenn es das erste Buch schon gut rekapituliert hat, aber als es dann erstmal losging, habe ich den Rest ziemlich schnell gelesen.

In Höllenrachen hat sich eine ganze Menge verändert. Durch einen Hinterhalt werden Kazi und Jase getrennt und kämpfen getrennt voneinander um ihr Leben und für ihre Liebe - und natürlich für das Volk und die Familie Ballenger. Während Kazi ihre Fähigkeiten als Spionin unter Beweis stellen muss, kämpft Patrei Jase erst einmal ums Überleben. Beide tragen eine große Last auf ihren Schultern und haben so viel Verantwortung, dass sie mehr um jeden anderen kämpfen, bevor sie selbst dran sind.

Die Geschichte wird gut abgerundet, offene Fragen werden geklärt und viele Charaktere bekommen die Zeit und Entwicklung, die sie verdienen. Ich fand das Buch fast durchgehend spannend, mit dem Versteckspiel und gefährlichen Spionage-Aktionen, Intrigen, Geheimnissen und authentischen Bösewichten. Die Liebesgeschichte von Kazi und Jase wurde mir manchmal ein bisschen zu viel, aber sie trotzdem gut zu der ernsten Situation. Das Ende war mir dann etwas zu kitschig und ähnlich langgezogen wie der Anfang des Buches.

Fazit
Insgesamt hat mir "Der Ruf der Rache" wirklich gut gefallen. Anfang und Ende haben sich etwas gezogen, doch der Mittelteil war sehr spannend und insgesamt war es ein sehr guter Abschluss für die Reihe, der alles schön abgerundet hat.

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Veröffentlicht am 01.06.2020

Nur kurze Momente, kein richtiges Kennenlernen

Truly
9

Andie ist eigentlich eine süße Maus. Nach einer schwierigen Zeit läuft es bei ihr finanziell nicht so gut, aber sie freut sich sehr auf das Studium gemeinsam mit ihrer Freundin, die deutlich extrovertierter ...

Andie ist eigentlich eine süße Maus. Nach einer schwierigen Zeit läuft es bei ihr finanziell nicht so gut, aber sie freut sich sehr auf das Studium gemeinsam mit ihrer Freundin, die deutlich extrovertierter ist als Andie - was wohl keine große Leistung ist, denn Andie ist schüchtern, hat kein großes Selbstvertrauen und hat außerdem noch einen Ordnungsfimmel.

Cooper ist etwas verkorkst, weil er etwas erlebt hat, sodass er sich nicht mehr traut, eine Beziehung einzugehen. Andie erinnert ihn an dieses Ereignis und schürt nur seine Ängste, weswegen er sie auf Distanz hält und daher etwas grob behandelt. Das verletzt Andie dann schon, weil sie eben etwas sensibel ist.

Das Buch konnte mich einfach nicht so richtig packen. Ich hatte oft das Gefühl, dass es keine richtige Handlung hat, weil die Liebesgeschichte mich nicht so ganz überzeugen konnte. Spannung wurde erst einmal durch den Prolog erzeugt, der einige Zeit in der Zukunft spielt und deswegen neugierig macht, wie es denn zu dieser Situation kommt und was danach passiert. Als das dann aufgelöst wurde, war ich schon ein wenig enttäuscht, weil ich etwas anderes erwartet hatte.

Bei der Liebesgeschichte war mein Problem, dass die beiden sich kaum kennengelernt haben. Sie finden einander attraktiv und die Chemie ist da, aber weil Cooper sich so zurückhält und Andie sich nicht traut, passiert kaum etwas zwischen ihnen. Die Szenen der beiden sind immer sehr kurz, sie reden kaum - daher kann ich bei Andie auch kaum nachvollziehen, warum sie sich in ihn verliebt, wenn er doch gar nicht die Chance hat, irgendwelche Eigenschaften von sich zu präsentieren. Eigentlich ist das die Geschichte vom Anfang einer Liebesgeschichte, also bevor es wirklich Liebe wird, aber dann auch wieder nicht, weil manches dafür auch schon wieder zu viel ist. In puncto Liebe ist mir dann jedenfalls zu wenig passiert, ich hätte mehr Momente der Zweisamkeit gewünscht.

Und ohne Liebesgeschichte bleibt auch nicht mehr so viel übrig. Andies beste Freundin June und Coopers bester Freund Mason, die in der Fortsetzung "Madly" die Hauptrolle spielen, bekommen hier schon so einige gemeinsame Auftritte, sodass ich die Geschichte der beiden schon interessanter fand als die von Andie und Cooper - das sollte ja wohl nicht so sein, dass ein anderes Paar den Protagonisten die Show stiehlt!

Fazit
"Truly" konnte mich leider nicht wirklich überzeugen, weil ich eine Liebesgeschichte erwartet habe, diese aber nur dezent war. Da hätte ich gerne etwas mehr Gefühl und mehr schöne Szenen mit den Protagonisten!

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