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Veröffentlicht am 31.12.2019

Erfüllt die Erwartungen (übertrifft sie aber nicht)

Queen of Air and Darkness
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Enthält Spoiler zu den Vorgängern!
Man fragt sich bei den Schattenjägern echt, was bei ihnen schiefgelaufen ist. In den Chroniken der Unterwelt wurde so lange gegen Valentines Ideen gekämpft und danach ...

Enthält Spoiler zu den Vorgängern!
Man fragt sich bei den Schattenjägern echt, was bei ihnen schiefgelaufen ist. In den Chroniken der Unterwelt wurde so lange gegen Valentines Ideen gekämpft und danach war es immer noch schwierig, aber die Beziehung zwischen Schattenjägern und Schattenweltlern wurde verbessert. Na ja, zumindest manche haben es versucht. Und hier wird es wieder richtig schlimm, als Horace Dearborn und die Kohorte die Kontrolle an sich reißen mit ihrer Hetze lösen sie den gleichen Rassismus noch mal aus, gegen den man über viele, viele Bücher gekämpft hat. Fällt der Autorin vielleicht einfach nichts anderes ein?

Die vielen Charaktere und vielen Perspektiven sorgen dafür, dass man nur relativ langsam vorankommt, weil ja alle mal zu Wort kommen müssen. Viele machen ihre ganz persönlichen Krisen durch, die auch nicht unbedingt mit dem wahren Konflikt des Buches zu tun haben. Beim Finale dieser Reihe müssen ja auch alle wichtigen Liebesbeziehungen zu einem Schluss kommen - zumindest vorläufig, diese Reihe wird ja nie enden - und das beansprucht auch viel Zeit.

Julian und Emma müssen weiter versuchen, gegen ihre Liebe füreinander anzukämpfen und sie geheim zu halten. Julian greift dabei zu einer drastischen Maßnahme, die ihn quasi zu einem Roboter macht, was nicht ohne Konsequenzen bleibt. Bei Cristina, Mark und Kieran kommt die Dreiecksbeziehung zu ihrem Höhepunkt und es knistert ganz schön. Die Blackthorns trauern noch um den Verlust ihres geliebten Familienmitglieds und vor allem Ty will den Tod seiner Schwester nicht akzeptieren.

Es ist auf jeden Fall eine ganze Menge los. Gefährliche Trips ins Feenreich, epische Kämpfe, magische Bedrohungen und große Reden. Auf der anderen Seite unmögliche Liebe, Identitätskrisen und Trauer. Man bekommt auf jeden Fall alles, was man von einem Schattenjäger-Roman so erwartet. Wer die vorherigen Bücher mochte, wird ganz sicher auch dieses lieben.

Zum Schluss fand ich es etwas schade, dass dann noch ein Parallelwelt-Drama dazu kam, denn so etwas mag ich generell nicht so sehr. Dazu wurde auch noch für die irgendwann kommende Reihe "The Wicked Powers" vorbereitet, die drei Jahre nach dem Ende dieses Buches spielt. Die Grundsteine für die Charakterbeziehungen werden hier schon gelegt, sodass man beim nächsten Buch dann vermutlich wieder einiges verpasst, wenn man nicht auch diese Reihe kennt. Diese tausend Verknüpfungen machen es schwer für neue Leser, in die Welt einzusteigen. Man muss schon alle Bücher kennen, um es wirklich zu verstehen.

Fazit
"Queen of Air and Darkness" als Abschluss der Reihe konnte mich wieder mit seinen vielen Charakteren und komplizierten Welten in den Bann ziehen und ich werde die Schattenjäger-Bücher weiterlesen, obwohl es mich stört, dass die Reihe kein Ende nimmt. Ich kann es einfach nicht lassen :D

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Veröffentlicht am 30.12.2019

Ganz anders als der Pol, aber nicht weniger spannend

Die Spiegelreisende 3 - Das Gedächtnis von Babel
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Kann Spoiler zu den Vorgängern enthalten!

Als der Klappentext mit einem Zeitsprung von drei Jahren begann, hat mich das echt traurig gemacht. Im Buch merkt man aber keine all zu großen Veränderungen, ...

Kann Spoiler zu den Vorgängern enthalten!

Als der Klappentext mit einem Zeitsprung von drei Jahren begann, hat mich das echt traurig gemacht. Im Buch merkt man aber keine all zu großen Veränderungen, Ophelia hat in der Zwischenzeit fast nichts erlebt und sich auch nicht wirklich weiterentwickelt. Ich fand es etwas schade, dass sie kaum etwas gelernt hat, aber so ist dem Leser auch nichts entgangen.

Diesmal stürzen wir mit Ophelia wieder in eine unbekannte Welt, die ganz anders ist als der wankelmütige Pol, in Babel wird Ophelia Disziplin beigebracht! Wie immer kommt Ophelia ziemlich unvorbereitet an und hat keine Ahnung von den Menschen und ihren Sitten, aber immerhin hat sie ein Ziel und den Ansatz eines Plans.

Babel hat mir sehr gut gefallen. Ophelia wird hier zu einer Schülerin und da ich auch solche Akademie-Umgebungen mag, hatte ich viel Spaß an dem Setting, bei dem auf der neuen Arche auch noch neue Familienkräfte und andere Magie präsentiert werden. Ich mochte es hier auch, wie Ophelia sich entwickelt und wie sie sich selbst wahrnimmt. Obwohl sie eine stolze und anständige Leserin ist, merkt sie auch mit großer Bestürzung, dass sie noch viel zu lernen hat. Diese neue Perspektive fand ich einfach erfrischend.

Was ich auch großartig fand: Es gab Antworten! Die Bücher haben schon einen speziellen Schreibstil und skurrile Charaktere, sodass es immer ziemlich wirr ist, aber das macht auch ihren Charme aus. Und hier gab es wieder viele neue Informationen, die weiter neugierig machen, weil sie wieder nicht alles verraten, sondern eigentlich nur andere Mysterien schaffen. Ich habe das Gefühl, es sei noch so vieles offen, dass man das im vierten und letzten Buch unmöglich alles beantworten und auflösen kann. Da ist noch eine so große Welt und so viele Geschichten, die noch erzählt werden wollen, ich würde da so gern noch mehr von sehen!

Fazit
Ich habe auch "Das Gedächtnis von Babel" sehr genossen! Die neue Arche bietet neue Perspektiven und neue Antworten, aber auch neue Mysterien. Ich bin schon sehr gespannt auf das Finale, obwohl ich eigentlich gar nicht will, dass es schon vorbei ist.

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Veröffentlicht am 27.12.2019

Lieber betrügen, als eine Lüge zuzugeben?!

Never Too Close
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Die Freundschaft von Violette und Loan ist sehr innig. Sehr. Man nenne mich von mir aus verklemmt oder altmodisch, aber wenn mein Freund sich so mit seiner besten Freundin verhalten würde, fände ich das ...

Die Freundschaft von Violette und Loan ist sehr innig. Sehr. Man nenne mich von mir aus verklemmt oder altmodisch, aber wenn mein Freund sich so mit seiner besten Freundin verhalten würde, fände ich das alles andere als normal. Sie schlafen in einem Bett, kuscheln, reden über alles ... Gleichzeitig reden sie über sehr vieles gar nicht, zum Beispiel über ihre Familie. Ihre Familiengeheimnisse sind natürlich auch sehr dramatisch, ist ja klar.

Violette ist dabei, sich in einen anderen zu verlieben und das wirkt auch vollkommen überzeugend, sodass ich mir am Anfang schon gewünscht habe, dass das funktioniert (bevor sich der Typ als arrogant und engstirnig entpuppt hat). Sie wünscht sich gar keine Beziehung mit Loan, sondern mit diesem Kerl. Und obwohl sie eigentlich so selbstbewusst ist, hat sie das Gefühl, sie müsse sich nach seinen Wünschen verbiegen, was ich sehr schade fand.

Dann kommt diese Jungfräulichkeit-Loswerden-Sache. Violette will vor ihrem neuen Freund Clément nicht zugeben, dass sie noch Jungfrau ist und muss daher fix dieses Problem beseitigen, bevor sie irgendwann mit ihm schläft. Es ist doch viel besser, ihn mal eben zu betrügen und mit dem besten Freund zu schlafen, oder? Der wird sowieso schon verdächtigt und Clément fühlt sich etwas unwohl mit der innigen Beziehung der beiden, aber das ist trotzdem besser, als eine Lüge zuzugeben, oder? NEIN, VERDAMMT. Vielleicht hat sie unterbewusst einfach nach einer Ausrede gesucht, mit ihrem besten Freund Loan zu schlafen, aber das ist so furchtbar unlogisch, dass ich sie nicht mehr ernstnehmen konnte.

Nachdem der Damm einmal gebrochen ist, ist die Freundschaft zwischen Violette und Loan nicht mehr die Gleiche. Man kann die Anziehung zwischen den beiden sehr gut spüren. Nach dem ganzen unlogischen Blödsinn konnte ich es aber nicht mehr genießen. Eigentlich fand ich nichts an dem Buch wirklich großartig und der Grund, aus dem Violette mit Loan geschlafen hat, hat mich so furchtbar aufgeregt.

Fazit
"Never Too Close" hat zwar einen angenehmen Schreibstil, aber die Beziehung zwischen Loan und Violette konnte mich nicht wirklich überzeugen. Als Freunde waren sie zu eng und der Beginn ihrer Liebesgeschichte war mir zu blöd.

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Veröffentlicht am 27.12.2019

Ich kriege nicht genug von dieser Welt und dieser Familie!

Hidden Legacy - Kalte Flammen
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Nevadas Geschichte ist vorbei und in diesem Buch wird damit der Stab an ihre jüngere Schwester Catalina weitergereicht, zu der es auch noch eine Trilogie geben wird (die hoffentlich auch übersetzt wird). ...

Nevadas Geschichte ist vorbei und in diesem Buch wird damit der Stab an ihre jüngere Schwester Catalina weitergereicht, zu der es auch noch eine Trilogie geben wird (die hoffentlich auch übersetzt wird). Nevadas Stimme Yesim Meisheit übernimmt noch den Prolog, danach geht es mit Julia Stoepel weiter. Dieser Übergang hat mir sehr gut gefallen.

Obwohl es hier um eine Hochzeit geht, gibt es wieder einen kleinen Fall zu lösen, bei dem wieder die Häuser, Magie und Intrigen eine große Rolle spielen. Haus Baylor ist nun noch ganz neu und die meisten wissen gar nicht, was diese Familie wirklich kann. Catalina und ihre Geschwister lernen dabei weiterhin, ihre Kräfte zu kontrollieren und entdecken nun vielleicht sogar neue Seiten daran.

Catalina leidet aber etwas an den Nebenwirkungen ihrer Kräfte, gegen die sie nicht wirklich etwas tun kann. Sie lässt niemanden an sich ran, denn sie weiß, dass diese Liebe nicht echt wäre. Dadurch ist sie eher zurückhaltend und wird von den meisten unterschätzt, aber sie ist genauso stark und unabhängig wie ihre Schwester, und gleichzeitig voller Liebe für ihre Familie.

Nach der großartigen Trilogie um Nevada habe ich noch lange nicht genug von ihrer Welt und ihrer Familie. Ich war schon wieder traurig, als das Hörbuch vorbei war und hoffe, dass es bald bei LYX/LYX-Audio mit der Reihe weitergeht!

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Veröffentlicht am 27.12.2019

Schon interessant, aber nicht wirklich spannend.

Schatten der Provence
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Kunst, Kunstgeschichte, Kunstraub und Raubkunst. Mehr als ein Krimi war das für mich mit vielen informativen Dialogen eine Lehrstunde über die gestohlene Kunst während des zweiten Weltkriegs. Dazu kam ...

Kunst, Kunstgeschichte, Kunstraub und Raubkunst. Mehr als ein Krimi war das für mich mit vielen informativen Dialogen eine Lehrstunde über die gestohlene Kunst während des zweiten Weltkriegs. Dazu kam noch, dass ich den Krimi-Teil ziemlich vorhersehbar fand, obwohl er durchaus interessant war. Es gibt einige Kapitel, in denen man auch dem Mörder folgt, wenn auch ohne dessen Identität zu kennen, was ich persönlich nicht so sehr mag.

Man merkt an einigen Stellen schon, dass es sich hier um eine Reihe mit wiederkehrenden Protagonisten handelt, denn bei vielen werden komplizierte Hintergrundgeschichten angerissen, sodass man merkt, dass viel mehr dahintersteckt. Gleichzeitig hatte ich aber eigentlich auch keine Schwierigkeiten, mit den Figuren klarzukommen. Kann sein, dass ich dann hier und da ein paar Details verpasst habe, aber ich habe nichts davon bemerkt. Daher würde ich sagen, dass man nicht unbedingt die ganze Reihe lesen muss.

Albin Leclerc ist im Ruhestand und auch wenn er versucht, sich an einen neuen Alltag zu gewöhnen, ist er innerlich noch immer ein Polizist. Als dann zwei bekannte Polizisten ihn in diesem schwierigen und medienträchtigen Fall um Rat bitten, kann er da nicht mehr Ruhe geben, auch wenn seine Beteiligung am Fall nicht wirklich gewünscht ist. Mit seiner sturen Art und seinem Hund, mit dem er sich ständig unterhält, taucht er überall auf und setzt seinen Verstand ein, der trotz des Alters immer noch sehr scharf ist.

Fazit
"Schatten der Provence" war zwar interessant, spannend fand ich es jedoch nicht. Der Schreibstil lag mir nicht so sehr und Albin, der aufdringlich ist und mit seinem Hund redet, war auch nicht ganz mein Fall.

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