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Veröffentlicht am 27.12.2019

Lieber betrügen, als eine Lüge zuzugeben?!

Never Too Close
3

Die Freundschaft von Violette und Loan ist sehr innig. Sehr. Man nenne mich von mir aus verklemmt oder altmodisch, aber wenn mein Freund sich so mit seiner besten Freundin verhalten würde, fände ich das ...

Die Freundschaft von Violette und Loan ist sehr innig. Sehr. Man nenne mich von mir aus verklemmt oder altmodisch, aber wenn mein Freund sich so mit seiner besten Freundin verhalten würde, fände ich das alles andere als normal. Sie schlafen in einem Bett, kuscheln, reden über alles ... Gleichzeitig reden sie über sehr vieles gar nicht, zum Beispiel über ihre Familie. Ihre Familiengeheimnisse sind natürlich auch sehr dramatisch, ist ja klar.

Violette ist dabei, sich in einen anderen zu verlieben und das wirkt auch vollkommen überzeugend, sodass ich mir am Anfang schon gewünscht habe, dass das funktioniert (bevor sich der Typ als arrogant und engstirnig entpuppt hat). Sie wünscht sich gar keine Beziehung mit Loan, sondern mit diesem Kerl. Und obwohl sie eigentlich so selbstbewusst ist, hat sie das Gefühl, sie müsse sich nach seinen Wünschen verbiegen, was ich sehr schade fand.

Dann kommt diese Jungfräulichkeit-Loswerden-Sache. Violette will vor ihrem neuen Freund Clément nicht zugeben, dass sie noch Jungfrau ist und muss daher fix dieses Problem beseitigen, bevor sie irgendwann mit ihm schläft. Es ist doch viel besser, ihn mal eben zu betrügen und mit dem besten Freund zu schlafen, oder? Der wird sowieso schon verdächtigt und Clément fühlt sich etwas unwohl mit der innigen Beziehung der beiden, aber das ist trotzdem besser, als eine Lüge zuzugeben, oder? NEIN, VERDAMMT. Vielleicht hat sie unterbewusst einfach nach einer Ausrede gesucht, mit ihrem besten Freund Loan zu schlafen, aber das ist so furchtbar unlogisch, dass ich sie nicht mehr ernstnehmen konnte.

Nachdem der Damm einmal gebrochen ist, ist die Freundschaft zwischen Violette und Loan nicht mehr die Gleiche. Man kann die Anziehung zwischen den beiden sehr gut spüren. Nach dem ganzen unlogischen Blödsinn konnte ich es aber nicht mehr genießen. Eigentlich fand ich nichts an dem Buch wirklich großartig und der Grund, aus dem Violette mit Loan geschlafen hat, hat mich so furchtbar aufgeregt.

Fazit
"Never Too Close" hat zwar einen angenehmen Schreibstil, aber die Beziehung zwischen Loan und Violette konnte mich nicht wirklich überzeugen. Als Freunde waren sie zu eng und der Beginn ihrer Liebesgeschichte war mir zu blöd.

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Veröffentlicht am 27.12.2019

Ich kriege nicht genug von dieser Welt und dieser Familie!

Hidden Legacy - Kalte Flammen
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Nevadas Geschichte ist vorbei und in diesem Buch wird damit der Stab an ihre jüngere Schwester Catalina weitergereicht, zu der es auch noch eine Trilogie geben wird (die hoffentlich auch übersetzt wird). ...

Nevadas Geschichte ist vorbei und in diesem Buch wird damit der Stab an ihre jüngere Schwester Catalina weitergereicht, zu der es auch noch eine Trilogie geben wird (die hoffentlich auch übersetzt wird). Nevadas Stimme Yesim Meisheit übernimmt noch den Prolog, danach geht es mit Julia Stoepel weiter. Dieser Übergang hat mir sehr gut gefallen.

Obwohl es hier um eine Hochzeit geht, gibt es wieder einen kleinen Fall zu lösen, bei dem wieder die Häuser, Magie und Intrigen eine große Rolle spielen. Haus Baylor ist nun noch ganz neu und die meisten wissen gar nicht, was diese Familie wirklich kann. Catalina und ihre Geschwister lernen dabei weiterhin, ihre Kräfte zu kontrollieren und entdecken nun vielleicht sogar neue Seiten daran.

Catalina leidet aber etwas an den Nebenwirkungen ihrer Kräfte, gegen die sie nicht wirklich etwas tun kann. Sie lässt niemanden an sich ran, denn sie weiß, dass diese Liebe nicht echt wäre. Dadurch ist sie eher zurückhaltend und wird von den meisten unterschätzt, aber sie ist genauso stark und unabhängig wie ihre Schwester, und gleichzeitig voller Liebe für ihre Familie.

Nach der großartigen Trilogie um Nevada habe ich noch lange nicht genug von ihrer Welt und ihrer Familie. Ich war schon wieder traurig, als das Hörbuch vorbei war und hoffe, dass es bald bei LYX/LYX-Audio mit der Reihe weitergeht!

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Veröffentlicht am 27.12.2019

Schon interessant, aber nicht wirklich spannend.

Schatten der Provence
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Kunst, Kunstgeschichte, Kunstraub und Raubkunst. Mehr als ein Krimi war das für mich mit vielen informativen Dialogen eine Lehrstunde über die gestohlene Kunst während des zweiten Weltkriegs. Dazu kam ...

Kunst, Kunstgeschichte, Kunstraub und Raubkunst. Mehr als ein Krimi war das für mich mit vielen informativen Dialogen eine Lehrstunde über die gestohlene Kunst während des zweiten Weltkriegs. Dazu kam noch, dass ich den Krimi-Teil ziemlich vorhersehbar fand, obwohl er durchaus interessant war. Es gibt einige Kapitel, in denen man auch dem Mörder folgt, wenn auch ohne dessen Identität zu kennen, was ich persönlich nicht so sehr mag.

Man merkt an einigen Stellen schon, dass es sich hier um eine Reihe mit wiederkehrenden Protagonisten handelt, denn bei vielen werden komplizierte Hintergrundgeschichten angerissen, sodass man merkt, dass viel mehr dahintersteckt. Gleichzeitig hatte ich aber eigentlich auch keine Schwierigkeiten, mit den Figuren klarzukommen. Kann sein, dass ich dann hier und da ein paar Details verpasst habe, aber ich habe nichts davon bemerkt. Daher würde ich sagen, dass man nicht unbedingt die ganze Reihe lesen muss.

Albin Leclerc ist im Ruhestand und auch wenn er versucht, sich an einen neuen Alltag zu gewöhnen, ist er innerlich noch immer ein Polizist. Als dann zwei bekannte Polizisten ihn in diesem schwierigen und medienträchtigen Fall um Rat bitten, kann er da nicht mehr Ruhe geben, auch wenn seine Beteiligung am Fall nicht wirklich gewünscht ist. Mit seiner sturen Art und seinem Hund, mit dem er sich ständig unterhält, taucht er überall auf und setzt seinen Verstand ein, der trotz des Alters immer noch sehr scharf ist.

Fazit
"Schatten der Provence" war zwar interessant, spannend fand ich es jedoch nicht. Der Schreibstil lag mir nicht so sehr und Albin, der aufdringlich ist und mit seinem Hund redet, war auch nicht ganz mein Fall.

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Veröffentlicht am 27.12.2019

Berührende Geschichte mit authentischen Charakteren!

Das Schicksal weiß schon, was es tut
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Rob kann nichts für seinen Zustand, er ist selbst ein Opfer. Nicht nur ist er den fiesen Blicken und Kommentaren seiner Mitschüler ausgesetzt, er selbst fühlt sich von seinem Vater auch betrogen. Er hat ...

Rob kann nichts für seinen Zustand, er ist selbst ein Opfer. Nicht nur ist er den fiesen Blicken und Kommentaren seiner Mitschüler ausgesetzt, er selbst fühlt sich von seinem Vater auch betrogen. Er hat nicht nur seine Freunde verloren, sondern auch sein Vertrauen für sein Vorbild und zweifelt nun auch die Vergangenheit an. Robs trauriges Schicksal hat mich in diesem Buch am meisten berührt, entsetzt und zum Nachdenken gebracht.

Auch Maegan ist eine Außenseiterin und fühlt sich neben ihrer großen Schwester oft fehl am Platz, obwohl sie eigentlich auch erfolgreich ist. Ich finde, neben Robs Problemen sind ihre etwas verblasst, weil sie doch alltäglicher waren und auch öfter mal Thema in Romanen sind. Bei ihr sind es familiäre Krisen, während Rob gerade sein ganzes Leben hinterfragt.

Der Schreibstil war meiner Meinung nach aber wieder großartig, wie ich es von der Autorin gewohnt bin. Durch Freud und Leid bringt sie mit ihrer gefühlvollen Art die vielen Facetten ihrer Charaktere hervor, die auch nicht perfekt sind. Man kann nicht nur bei Rob, sondern bei allen Charakteren fühlen, was für harte Zeiten sie durchmachen und dabei bleiben sie authentisch, sodass man einfach nicht anders kann, als mit ihnen zusammen zu leiden. Das Ende war schön, aber ich hätte mir etwas anderes gewünscht, weil ich anscheinend etwas gegen Friede-Freude-Eierkuchen habe.

Fazit
"Das Schicksal weiß schon, was es tut" hat mir richtig gut gefallen und vor allem Robs Geschichte hat mich echt mitgerissen. Ich freu mich auf mehr Bücher der Autorin!

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Veröffentlicht am 24.12.2019

Ist jeder sich selbst der Nächste?

Offline - Du wolltest nicht erreichbar sein. Jetzt sitzt du in der Falle.
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In der Offline-Gruppe gibt es viele sehr unterschiedliche Charaktere, die auch ganz unterschiedlich mit der Situation umgehen. Ihre unterschiedlichen Reaktionen auf die Angst machen ja den größten Teil ...

In der Offline-Gruppe gibt es viele sehr unterschiedliche Charaktere, die auch ganz unterschiedlich mit der Situation umgehen. Ihre unterschiedlichen Reaktionen auf die Angst machen ja den größten Teil der Spannung aus. Ein anderer Faktor ist, dass alle ihre eigenen (dunklen) Geheimnisse haben und dadurch auch verdächtig wirken.

Außer Jenny, der Protagonistin des Buches, in deren Gedankenwelt man auch Einblick hat. Sie ist nett, handelt trotz ihrer Angst rational und ist auch ganz clever. Der fast perfekte kühle Kopf in all dem Trubel.

Die anderen Charaktere reagieren oft viel emotionaler, aber das ist auch verständlich. Oft dachte ich mir, wenn sie mal logisch nachdenken würden, wie man strategisch am besten vorgeht, dann wären sie auch nicht ständig in Gefahr. Aber natürlich ginge dann die ganze Spannung flöten und man müsste sich etwas mehr anstrengen, damit es gefährlich bleibt, trotz scheinbarem Schutz. Zum Glück sind Menschen gar nicht so rational und handeln eher panisch, egoistisch, impulsiv, vorschnell ... und das fand ich hier gut ausgenutzt und gut dargestellt. Aufgeregt hat es mich dann aber trotzdem, weil doch so viel intelligentere Entscheidungen so offensichtlich waren!

Es gibt später auch einige Kapitel aus Sicht des misshandelten Opfers, bei denen ich die Einsicht sehr interessant und gelungen fand.

Zum Schluss kann ich sagen, dass ich den Täter auch tatsächlich verdächtigt habe, aber eigentlich habe ich alle Charaktere mal verdächtigt. Letztendlich lag ich mit meiner Theorie auch gar nicht so falsch.

Fazit
Insgesamt hat mir "Offline" ganz gut gefallen. Die unterschiedlichen Charaktere und die drohende Gefahr haben für Spannung gesorgt.

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