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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.05.2019

Verstörend und spannend zugleich!

YOU – Du wirst mich lieben
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Dieses Buch war auf jeden Fall interessant und definitiv keine normale Liebesgeschichte.

Joe ist krank. Was soll man da noch groß sagen?
Er ist von Guinevere Beck, genannt Beck, besessen und will direkt ...

Dieses Buch war auf jeden Fall interessant und definitiv keine normale Liebesgeschichte.

Joe ist krank. Was soll man da noch groß sagen?
Er ist von Guinevere Beck, genannt Beck, besessen und will direkt eine Bezieung mit ihr. Allerdings nicht so wie normale Leute, er will Perfektion und ist bereit, sie zu erzwingen. Für ihn ist sie der Fixpunkt in seinem Leben, darum kontrolliert und stalkt er Beck und greift immer wieder in ihr Leben ein.

So wahnsinnig Joe auch ist und man ziemlich schnell sagen kann, dass er "der Böse" in dieser Geschichte ist: Beck ist auch nicht gerade ein unschuldiges Mädchen. Sie tut während des Buches viele fragwürdige Dinge und handelt eigentlich selten so, wie man es von einer anständigen Person erwarten würde. Auch wenn es mal gut läuft, hat man Einblicke in ihre Gedanken und auch das besudelt sie nicht gerade mit Ruhm. Mir wurde sie nie sympathisch.
Aber ihr furchtbarer Charakter bedeutet natürlich trotzdem nicht, dass sie es verdient, wie Joe sie behandelt und dass sie zum Stalking-Opfer wird. Dadurch fiel es mir schon schwerer, Mitleid mit ihr zu haben, aber verdient hat sie es natürlich trotzdem nicht.
Das fand ich aber ganz interessant zu sehen, wie sehr die Meinung über das Opfer auch die Meinung zu der Tat beeinflusst. Das ist traurig, aber leider viel zu wahr.

Das Buch ist auf jeden Fall ungewohnt und ich war manchmal fasziniert von Joes durchdachter Vorgehensweise, andere Male verstört von seinen Gedanken und angeekelt von seiner anstößigen Sprache. Ich fand es aber definitiv spannend und werde auch definitiv die Fortsetzung lesen!

Vergleich zur Serie: Die beiden sind sich schon recht ähnlich, wobei ich die Atmosphäre in der Serie noch intensiver fand und mir auch die Unterschiede und Zusätze der Serie ganz gut gefallen haben.

Fazit:
"YOU - Du wirst mich lieben" ist verstörend und unheimlich, aber auch ziemlich spannend. Mir hat es gut gefallen!

Veröffentlicht am 29.05.2019

Vorhersehbar und nicht besonders spannend - aber locker und süß :)

Wild Games - In deinen starken Armen
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Zara ist schon sehr frustriert, denn ihr Beruf ist der Eiskunstlauf, aber ihre Aussichten entsprechen nicht gerade ihren Vorstellungen: Nach einer großen Blamage ist sie im Moment nur noch Lehrerin für ...

Zara ist schon sehr frustriert, denn ihr Beruf ist der Eiskunstlauf, aber ihre Aussichten entsprechen nicht gerade ihren Vorstellungen: Nach einer großen Blamage ist sie im Moment nur noch Lehrerin für Grundschüler und das ist nicht gerade ruhmreich. Dabei ist es ihre große Leidenschaft und alles was sie braucht, ist noch eine Chance - die sie hier kriegt und die will sie auch unbedingt nutzen.
Ansonsten ist sie sehr aufgedreht, hat ihre Sportlertraditionen (oder eher Macken) und setzt sich mit ihrer Leidenschaft und Entschlossenheit gut durch.

Wie nicht anders zu erwarten: Ty wirkt super hart und einschüchternd nach außen, aber er ist nicht nur im Job ein Kämpfer. Ähnlich wie Zara braucht er die Show, um sein Image aufzubessern und ihm ist das bewusst, auch wenn er nicht begeistert ist.

Beide sind sehr zielstrebige und ziemlich liebenswerte Charaktere, deren Kampf um den Weg zurück in die gute Seite des Ruhms mich gut unterhalten hat.
Ihre Geschichte ist schon sehr vorhersehbar und auch nicht gerade frei von Klischees, aber ich habe auch nicht besonders viel davon erwartet und das Buch nur als leichte Lektüre für Zwischendurch betrachtet, daher hat es mich auch nicht enttäuschen können - aber leider auch nicht besonders begeistern.

Fazit
In "Wild Games - In deinen starken Armen" mochte ich die leidenschaftlichen, entschlossenen Charaktere ganz gerne und ihre Liebesgeschichte war zwar nicht spannend, aber doch ganz süß.

Veröffentlicht am 24.05.2019

Spürbare Verzweiflung beim Kampf ums Überleben

Dry
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Wieder ein absolut geniales Buch! Diesmal schreibt mein Lieblingsautor mit seinem Sohn Jarrod zusammen, aber ich kann nicht wirklich sagen, ob ich dadurch Unterschiede im Schreibstil gesehen habe. Ich ...

Wieder ein absolut geniales Buch! Diesmal schreibt mein Lieblingsautor mit seinem Sohn Jarrod zusammen, aber ich kann nicht wirklich sagen, ob ich dadurch Unterschiede im Schreibstil gesehen habe. Ich fand es wie gewohnt und wie erwartet unglaublich fesselnd und atmosphärisch.

Alyssa ist eigentlich eine ziemlich durchschnittliche Jugendbuch-Protagonistin. Sie ist hilfsbereit, meistens schnell von Begriff und clever, bleibt ruhig und ist die Stimme der Vernunft (und Moral), wenn alles wieder drunter und drüber geht. Sie ist schon sehr sympathisch, aber sie konnte mich auch nicht wirklich mit einem komplexen Charakter überzeugen.

Kelton ist ziemlich schräg und wirkt die meiste Zeit wie ein etwas unheimlicher Nerd, dessen Hobby es ist, sich auf den Zusammenbruch des Systems vorzubereiten. Das liegt aber vor allem am Einfluss seines fanatischen Vaters, der sehr engstirnige Ansichten hat und nur wenig menschliche Emotionen durchblicken lässt.
Als sich dann aber rausstellt, dass nur ihre Familie auf eine Katastophe wie den "Tap-Out" vorbereitet ist, ist Keltons Vater absolut nicht bereit, seine Ressourcen zu teilen und gibt höchstens Tipps, und das fand ich zwar ziemlich herzlos, aber ich konnte ihn auch verstehen. Zum einen ist er eben nicht besonders großzügig und außerdem sind das die ganzen Leute, die ihn schon immer schikaniert haben wegen der Eigenarten seiner Familie. Und Größe beweisen ist auch nicht so sein Ding.
Und daher ist Kelton ähnlich schrullig, aufdringlich und seine Gedanken fand ich teilweise auch etwas verstörend. Andererseits ist er ein lieber und im Kern aufrichtiger Kerl, der entgegen seiner Erziehung doch nicht so kaltherzig ist.

Es geht um Wasserknappheit - man kommt in dem Buch eigentlich gar nicht mehr an Wasser. Und ich hatte beim Lesen zwar nicht wirklich starken Durst, aber der brennende Durst und der verzweifelte Kampf um Wasser der Charaktere war für mich so spürbar, dass ich das Gefühl hatte, die Leute um mich herum hätten es auf mein Wasser abgesehen, ich müsste mein Wasser beschützen und draußen wäre es heiß und trocken. Nichts davon stimmte, aber immer, wenn ich bemerkte, wie sehr mich das Buch beeinflusste, war ich sehr beeindruckt vom Sog des Buches.
Inzwischen ist es wieder einige Tage her, dass ich das Buch beendet habe, aber man sieht Wasser schon direkt wieder mit anderen Augen als zuvor. Man sieht auch, dass man nichts für selbstverständlich nehmen darf und das man auch etwas für seine Umwelt tun sollte, um seine Welt mit all diesen schönen Seiten zu behalten.

Fazit
Die Suche nach einer sicheren Wasserquelle in "Dry" war spannend, fesselnd und einfach genial! Die Verzweiflung der Charaktere konnte ich beim Lesen definitiv spüren!

Veröffentlicht am 20.05.2019

Informativ und ewig lang - aber es lohnt sich!

Feuer und Blut - Erstes Buch
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Für dieses Buch habe ich so unglaublich lange gebraucht und es war schon ziemlich anstrengend zu lesen. Es ist nun mal geschrieben wie ein Geschichtsbuch, mit ungenauen Angaben, da viele Informationen ...

Für dieses Buch habe ich so unglaublich lange gebraucht und es war schon ziemlich anstrengend zu lesen. Es ist nun mal geschrieben wie ein Geschichtsbuch, mit ungenauen Angaben, da viele Informationen unbekannt sind oder im Laufe der Zeit verloren gingen. Dabei gibt es zwar einige Szenen, in denen kurze Gespräche widergegeben werden, aber meistens sind es eher vereinzelte Zitate, wenn überhaupt.

Das Tempo war auch gewöhnungsbedürftig, denn manche Jahre vergingen im Fluge während andere ereignisreich waren und viel ausführlicher beschrieben wurden.

Die Charaktere sind unglaublich zahlreich, denn das Buch behandelt etwa 135 Jahre und da gab es nicht nur den komplizierten und inzestuösen Targaryen-Stammbaum sondern noch hundert weitere Charaktere. Und alle haben sie ungewöhnliche und ähnliche Namen, komplizierte und verworrene Geschichten und bleiben auch nie wirklich lange, falls man sich doch mal an sie gewöhnt hat.

Das fand ich beim Lesen schon etwas bitter und traurig; man sieht im Schnelldurchlauf so viele Leben, wie sie sich von kleinen, unschuldigen Kindern zu guten Herrschern oder auch im Gegenteil zu herzlosen und intriganten Persönlichkeiten entwickeln, man fiebert mit ihnen mit und muss dann zusehen, wie sie wegen allen möglichen Gründen wieder untergehen. Mich hat es traurig gemacht, so vielen Charakteren, die man ins Herz geschlossen hat (auch wenn man Teile ihrer Geschichte vielleicht wieder vergessen hat) beim Sterben zuzusehen.

Auch wenn ich durch den Schreibstil nur sehr langsam voran kam, hat mir das Buch wirklich gut gefallen. Es bietet viele spannende Geschichten aus Westeros und erklärt Hintergründe zu bekannten Gesetzen und Beziehungen zwischen den Häusern und beantwortet auch weitere Fragen. Die Geschichten mit den Drachen habe ich auch sehr genossen und finde es sehr schade, dass es sie in der Fortsetzung dann nicht/kaum noch geben wird.
Ich bereue es definitiv nicht, meine Zeit in dieses Buch investiert zu haben!

Fazit
Für "Feuer und Blut" habe ich sehr lange gebraucht, aber dieses Geschichtsbuch aus war vor allem informativ, aber trotz der Längen auch sehr spannend! Ich freue mich auf alles aus der Welt aus Eis und Feuer, das ich in die Finger kriege!

Veröffentlicht am 20.05.2019

Gelungener Abschluss eines großen Abenteuers!

Magnus Chase 3: Das Schiff der Toten
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Wie immer konnte mich Rick Riordan mit seinen ganz eigenen, verrückten Darstellungen der Mythologie begeistern und zum Lachen bringen.
In diesem Band gefiel mir auch wieder die die Diversität an Charakteren, ...

Wie immer konnte mich Rick Riordan mit seinen ganz eigenen, verrückten Darstellungen der Mythologie begeistern und zum Lachen bringen.
In diesem Band gefiel mir auch wieder die die Diversität an Charakteren, sowie die muslimische Samirah, die im Ramadan fastet und währenddessen nordische Gottheiten und Kreaturen bekämpft. Auch der/die genderfluide Alex ist ein interessanter und witziger Charakter, auch wenn ich nie wirklich einen Überblick über sein/ihr aktuelles Geschlecht hatte und mich die Pronomen regelmäßig verwirrten.
In Alex' Nähe wird Magnus etwas nervös und unsicher und hat auch immer das Bedürfnis ihn/sie zu beeindrucken, was ich absolut niedlich fand. Ansonsten ist er natürlich ein wahrer Teamplayer und verlässt sich vollkommen auf seine Freunde, die sich alle gegenseitig unterstützen.
Sie sind eine echt tolle und dynamische Gruppe!

Unsere Helden werden wieder Hin und Her geschickt, um vor dem Kampf mit Loki noch verschiedene Aufgaben zu erledigen und erleben dabei wieder halsbrecherische, spannende Abenteuer mit allen möglichen Wesen und Gottheiten.

Fazit
"Magnus Chase - Das Schiff der Toten" ist ein typischer Riordan und bietet viele kurze zusammenhängende Abenteuer mit einer guten Portion Humor und freundschaftlichem Zusammenhalt!