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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.06.2019

Emotionales Finale mit viel Herzschmerz, Verlust und schwierigen Neuanfängen

All In - Zwei Versprechen
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Enthält SPOILER zum Vorgänger!

Ein wirklich schöner Abschluss!
Kacey ist absolut am Boden und hat jeden Halt verloren, daher fällt sie baldin alte Handlungsmuster zurück und verliert ein wenig die Kontrolle ...

Enthält SPOILER zum Vorgänger!

Ein wirklich schöner Abschluss!
Kacey ist absolut am Boden und hat jeden Halt verloren, daher fällt sie baldin alte Handlungsmuster zurück und verliert ein wenig die Kontrolle über ihren Alkohol-Konsum. Sie ist allein, einsam, traurig - so unendlich traurig, dass sie sich nicht anders zu helfen weiß.
Theo geht es nicht viel besser. Er hat seinen Bruder sehr geliebt und die Lücke zu füllen, die Jonah hinterlassen hat, liegt einfach nicht in seiner Macht. Er ist jemand, für den andere zuerst kommen, also kümmert er sich um seine Mutter und auch um Kacey, wenn sie ihn lässt. Er steht irgendwie immer im Schatten seines Bruders und hat auch das Gefühl, dass er doch nur ein schlechter Ersatz sein könnte, aber er liebt Jonah und könnte ihm natürlich niemals böse sein. Er ist einfach verzweifelt, weil auch seine Welt aus den Fugen gerissen wurde.

Aber die zwei sind füreinander da und unterstützen und begleiten einander durch den Schmerz. Geteiltes Leid ist halbes Leid, aber sie sind noch viel mehr als nur zwei Leidensgenossen.
Aber was tut man mit diesen verwirrenden Gefühlen? Erstmal ist es doch zu früh, um überhaupt darüber nachzudenken, oder? Außerdem, ausgerechnet Theo und Kacey?
Ihre Freundschaft ist ihnen so wichtig und sie fühlen sich auch, als würden sie Jonah betrügen, selbst wenn es dessen Wunsch war, dass sie eben wieder lieben.

Auf jeden Fall erwartet einen hier viel Herzschmerz und das Buch hat mir wieder gut gefallen. Kacey und Theo leben ihre Leben mit Ach und Krach weiter und Jonahs "Erbe" ist gut spürbar.
Ich hatte das Gefühl, dass hier alles viel schneller ging und obwohl es schon ein angemessenes Tempo hatte, hätte ich mir doch mehr Zeit gewünscht. Es war nicht wirklich überstützt, aber ich hatte das Gefühl, dass da Dinge verloren gingen, zum Beispiel Kaceys Karriere oder ihre neuen Freunde, von denen man doch einiges sah, um neugierig zu werden, aber doch so wenig, dass sie mir nicht sooo wichtig vorkamen.

Fazit
"All In -Zwei Versprechen" bietet ein emotionales Finale mit viel Herzschmerz, Verlust und schwierigen Neuanfängen.

Veröffentlicht am 23.06.2019

Prinz Tymur, die Nervensäge

Das gefälschte Siegel
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Der Anfang des Buches hat mir noch ziemlich gut gefallen, da es ziemlich solide beginnt, aber das Tempo bleibt langsam und ich hatte das Gefühl, das würde an Tymur liegen. Generell war dieser Hauptcharakter, ...

Der Anfang des Buches hat mir noch ziemlich gut gefallen, da es ziemlich solide beginnt, aber das Tempo bleibt langsam und ich hatte das Gefühl, das würde an Tymur liegen. Generell war dieser Hauptcharakter, der als einziger keine eigene Perspektive hat, für mich die Quelle allen Ärgernisses.
Natürlich soll er mysteriös wirken, aber ich fand seine hinterlistige Art einfach unglaublich nervig. Er ist der Kern seiner Gruppe und darum muss sich auch ständig alles um ihn drehen. Die anderen drei Protagonisten machen sich genauso viele Gedanken um ihn wie über die wahren Probleme.
Kevron fand ich hier noch am sympathischsten, da er ein gebrochener Mann ist und auch eine starke Entwicklung durchmacht. Die Magierin Enidin ist arrogant, aber eigentlich wirkt sie auf nicht eher nutzlos und einfältig, während der Wächter Lorcan steif und grimmig ist.

Die Handlung entwickelt sich eher zäh, weil Tymur von der Reise ablenkt, die magisch sein könnte. Stattdessen verfolgt man, wie Tymur lügt oder einfach Blödsinn von sich gibt. Natürlich hat er auch seine Sorgen, aber für mich ergaben seine Taten teilweise einfach gar keinen Sinn.
Die Reise war auch eher enttäuschend, obwohl die Vorbereitungen recht vielversprechend schienen. Die einzige Spannung - wenn man das so nennen will - bildeten die Dramen um Tymur, seine Liebe und seine Freundschaft, abgesehen davon passiert nicht viel und das, was dann noch übrig blieb, konnte mich dann auch nicht mehr packen.

Fazit
"Das gefälschte Siegel" konnte mich leider nicht besonders begeistern, da die Handlung zwischen dem Drama um den mysteriösen Tymur unterging und das Buch eher zäh war. Schade!

Veröffentlicht am 22.06.2019

Oberflächlich-witzig

My Dearest Enemy
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Es ist schon ein recht vorhersehbares Buch, denn auch wen ich manchmal schon etwas verwirrt war, konnte man die Charaktere sehr leicht durchschauen und wollte dann, dass sie selbst sehen, was allen anderen ...

Es ist schon ein recht vorhersehbares Buch, denn auch wen ich manchmal schon etwas verwirrt war, konnte man die Charaktere sehr leicht durchschauen und wollte dann, dass sie selbst sehen, was allen anderen längst klar ist.

Daisy kann Lucas absolut nicht leiden und will ihn ständig besiegen und ausstechen, aber sie kann sich auch nicht wirklich von ihm fernhalten. Man kann es schon Besessenheit nennen, denn sie verfolgt ihn wirklich schon beinahe auf Schritt und Tritt. Vorgeblich, um ihm einen Schritt voraus zu sein, aber auch wenn sie selbst daran glaubt, kann man schon ahnen, dass das nicht ihr einziges Motiv ist.
Lucas ist ihr in der Hinsicht sehr ähnlich, wobei ich von ihm immer erwartet habe, dass er sich erwachsener verhalten würde und Daisy hier die wahre streitsüchtige sei, denn ihre Gedanken zu der Situation kennt man ja sehr genau.
Aber beide sind sehr stur und keiner kann zu seinen Gefühlen stehen, wenn er sich dieser überhaupt bewusst ist.
Ich mochte aber auch die Entwicklung, die sie im Buch durchmachen!

Die Zankereien zwischen den beiden sind schon ziemlich kindisch und auch andere Handlungspunkte bleiben eher oberflächlich-witzig. Durch die Länge und die lockere Handlung ist das Buch aber eine unterhaltsame Lektüre für Zwischendurch, nicht mehr und nicht weniger.

Fazit
"My Dearest Enemy" bleibt eher oberflächlich, bietet aber eine ganz unterhaltsame Enemies-to-Lovers Geschichte, solange man nicht zu viel erwartet.

Veröffentlicht am 22.06.2019

Zu wenig Worldbuilding - verschwendetes Potenzial!

Mirage - Die Schattenprinzessin
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Ich hatte etwas mehr von dem Buch erwartet, auch wenn es mir gut gefallen hat.

Ich hatte Spaß beim Lesen, denn auch wenn ich es nicht übermäßig spannend fand, mochte ich die Charaktere sehr gerne.
Amani ...

Ich hatte etwas mehr von dem Buch erwartet, auch wenn es mir gut gefallen hat.

Ich hatte Spaß beim Lesen, denn auch wenn ich es nicht übermäßig spannend fand, mochte ich die Charaktere sehr gerne.
Amani ist wirklich verzweifelt, aus ihrer Heimat gerissen und unter ihren Feinden sehnt sie sich immer nach ihrem Zuhause und bleibt stark, um irgendwann zurückkehren zu können, sie findet sogar Wege, ihre Zeit sinnvoll zu nutzen. Sie ist leidenschaftlich und freundlich und beweist sich sowohl als Schauspielerin als auch als subtile Strippenzieherin. Manchmal finde ich sie schon etwas leichtsinnig, aber sie hat auch ihre inneren Konflikte, wo ihre Loyalität liegt und wo ihr Herz ...
Auch die furchtbare Maram fand ich faszinierend, denn so brutal und kalt sie auch immer war, sah man, dass mehr dahinter steckt.

Die Science-Fiction Aspekte kommen mir hier deutlich zu kurz, es war mehr eine Doppelgänger-Geschichte am königlichen Hof und die Story hätte genauso gut in einer technologielosen Welt spielen können. Ich hätte einfach gern viel mehr Worldbuilding gehabt, mehr gesehen und vor allem sollte die Wahl des Handlungsorts eine größere Rolle spielen!
Man merkt einen arabisch-orientalischen Einfluss was die Namen, Titel, Klamotten, etc. betrifft und das hat mir zwar gut gefallen, aber auch hier konnte ich die Atmosphäre nicht richtig spüren und hätte mir mehr gewünscht. Generell kann ich also sagen, dass mich die Welt einfach nicht überzeugen konnte und das ist einfach unglaublich viel verschwendetes Potenzial.
Trotzdem hat man einen interessanten Rahmen mit königlichem Hof und Adel, Eroberungen und Rebellionen.

Fazit:
Bei "Mirage - Die Schattenprinzessin" hätte ich mir mehr gewünscht, was den Schauplatz betrifft, aber Amani und ihre Geschichte als Doppelgängerin haben mir gut gefallen und ich freu mich auf mehr!

Veröffentlicht am 19.06.2019

Herzschmerz und schwierige Entscheidungen

Suddenly Forbidden (Gray Springs University 1)
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Daisy und Quinn waren früher ein Paar, bis Daisy wegzog und die Fernbeziehung scheiterte. Doch dann treffen sie sich an der Universität wieder und Daisy hat gehofft, ihre alte Liebe wiederzufinden, doch ...

Daisy und Quinn waren früher ein Paar, bis Daisy wegzog und die Fernbeziehung scheiterte. Doch dann treffen sie sich an der Universität wieder und Daisy hat gehofft, ihre alte Liebe wiederzufinden, doch Quinn hat sein Leben weitergelebt und hat eine neue Freundin - die frühere gemeinsame Freundin Alexis.
Das ganze ist sehr schwierig für alle Beteiligten. Daisy hat zwar zwei Jahre ohne Kontakt zu ihren früheren Freunden gelebt, aber immer mit der Hoffnung, dass ihre Beziehung mit Quinn noch eine Chance hätte. Es ist schon etwas naiv zu erwarten, dass Quinn auf sie wartet, aber dass er ausgerechnet mit Alexis zusammen ist, ist ein zusätzlicher Schlag.

Quinn ist etwas durcheinander, denn er liebt Alexis, möchte seine Beziehung nicht aufgeben und war auch lange glücklich, doch seine Gefühle für Daisy sind immer noch da und die sind ziemlich verwirrend für ihn. Seine Vergangenheit lässt ihn nicht los, er will mit Alexis zusammen sein, kann aber auch Daisy nicht vergessen und sowohl er selbst leidet unter diesem Zwiespalt als auch die beiden Frauen, die er liebt.

Die Sache mi Alexis ist schon etwas kompliziert, denn sie war mir recht schnell unsympathisch, weil ich generell skeptisch bin, wenn man sich mit Ex-Partnern von Freunden trifft. Gibt es öfter in Literatur und im echten Leben, aber das läuft auch mal schief, gerade wenn (wie hier) noch so viele Gefühle im Spiel sind. Da ich Alexis also nicht mochte, war sie das Hindernis und in meinen Augen weniger die arme Freundin, deren Beziehung langsam in die Brüche zu gehen scheint. Sie gibt Quinn keinen Freiraum, sie klammert und beißt um sich. Handelt sie da falsch? Wer würde schon untätig rumstehen und einfach zusehen?

Ansonsten ist es natürlich eine furchtbare Situation, voller Herzschmerz und schwierigen Entscheidungen. Die Geschichte konzentriert sich auf diesen Konflikt, ist aber auch nicht ohne Charme und Witz. Mir hat sie als kurzweilige Lektüre ganz gut gefallen.

Fazit
"Suddenly Forbidden" bietet eine traurige Geschichte über Trennung, Neuanfänge und alte Liebe und in der Hinsicht war sie auch gut gelungen und berührend.