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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.05.2019

Unautorisiertes Brot? Salimas Abenteuer als Hackerin

Wie man einen Toaster überlistet
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Für meinen Geschmack war das Buch viel zu kurz. Aus dem Thema hätte man locker mehr machen können, aber hier war es immerhin überhaupt nicht in die Länge gezogen.

Salima ist meistens schnell von Begriff, ...

Für meinen Geschmack war das Buch viel zu kurz. Aus dem Thema hätte man locker mehr machen können, aber hier war es immerhin überhaupt nicht in die Länge gezogen.

Salima ist meistens schnell von Begriff, gründlich und hat gute Absichten. Sie möchte mit ihren Jailbreak-Aktionen (= Änderung des Betriebssystems, um andere Funktionen einzubauen) nur denjenigen helfen, die durch die steifen und unfairen Regeln so sehr benachteiligt werden. Natürlich gibt es da auch schnell viele Interessenten, weil die Dringlichkeit der aktuelle Lage wichtiger scheint als die drohenden Konsequenzen.

Das Buch thematisiert also schon einige interessante Probleme, die aktuell schon vorhanden sind, wenn auch nicht in diesem Ausmaß. Die Umsetzung davon fand ich schon gelungen und auch gut verständlich.

Dabei geht es um Toaster, Waschmaschinen und andere Geräte und alles ist sehr digital und "smart" - was heutzutage ja total angesagt ist - und daher sowohl angenehmer für den Verbraucher als auch komplizierter, wenn es um Nutzungsrechte geht. Salima gehört dabei zu einer Gruppe, die keine echte Wahl hat, was sie benutzen kann, weil sie keine finanziellen Mittel hat, und dadurch dazu gezwungen wird, in anderer Hinsicht Geld auszugeben. Auch Diskriminierung spielt in dem Buch eine Rolle!

Enttäuschend fand ich aber, dass manches hier viel zu gut lief und vor allem zum Schluss alles zu schnell und einfach ging. Es ist zwar eine Novelle und daher kann man keine umfangreiche Geschichte erwarten, aber nach dieser zusammenhängenden und angemessen ausführlichen Story hätte ich mir auch ein entsprechendes Ende gewünscht.

Fazit
Mir hat "Wie man einen Toaster überlistet" ziemlich gut gefallen und ich mochte die Darstellung der Regeln um Patente, Nutzungsbedingungen und co. und auch Salimas Abenteuer als Hackerin fand ich spannend und unterhaltsam!

Veröffentlicht am 12.05.2019

Letztendlich nur durchschnittlich

Love Play
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Eigentlich fand ich das Buch zu einem großen Teil in Ordnung, aber es gab auch nur eine Sache, die ich wirklich gut fand, dann aber andere Sachen, die mich weniger überzeugen konnten und so war es zum ...

Eigentlich fand ich das Buch zu einem großen Teil in Ordnung, aber es gab auch nur eine Sache, die ich wirklich gut fand, dann aber andere Sachen, die mich weniger überzeugen konnten und so war es zum Schluss doch nur durchschnittlich.

Lilah hat nach der Trennung von Ethan ihr eigenes Leben aufgebaut und dann ist Ethan plötzlich zurück und will am Liebsten dort weitermachen, wo sie aufgehört haben. Er ist schon etwas schuldbewusst, aber so ganz scheint er nicht zu begreifen, was er Lilah damals angetan hat.
Doch auch seine aktuellen Taten machen Ethan nicht gerade zum Helden. Nachdem die beiden sich recht schnell versöhnen lässt er ihr keinen Freiraum mehr für das Leben, dass sie sich eben aufgebaut hat. Lilah hat einen Job, aber auch Prüfungen, für die sie lernen muss, und dafür lässt ihr Ethan einfach kaum Zeit, da er sie voll für sich beansprucht, wann immer er sie braucht. Bei jedem seiner Spiele, zum Dinner und jede Nacht, die er Zeit hat.
Zwar meint er es nicht böse, aber respektiert ihre Grenzen nicht und nimmt jede kleinste Zurückweisung sehr persönlich, sodass Lilah es dann nicht übers Herz bringt, standhaft zu bleiben.

Ich mochte also das ernste und realistische Thema, das ein Problem zwischen ihnen darstellt, doch dann spielten noch andere Faktoren mit, und die waren mir dann wieder zu flach. Auch ihre Versöhnung sowie ihre Konflikte konnten mich nicht wirklich überzeugen.

Fazit
An "Love Play" mochte ich eigentlich nur einen Aspekt und alle anderen fand ich nur durchschnittlich für das Genre. Schade!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Geschichte
  • Erzähstil
  • Gefühl
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.05.2019

Spannend, prickelnd und erotisch - Die Beziehung von Keira und Mount entwickelt sich positiv weiter!

Sinful Queen
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Enthält leichte Spoiler zum Vorgänger!

Bei diesem Buch hatte ich schon ein viel besseres Gefühl als bei "Sinful King", denn hier merkte man viel mehr von ein einer beinahe normalen Beziehung gesehen. ...

Enthält leichte Spoiler zum Vorgänger!

Bei diesem Buch hatte ich schon ein viel besseres Gefühl als bei "Sinful King", denn hier merkte man viel mehr von ein einer beinahe normalen Beziehung gesehen. Wobei man sagen muss, dass sie noch immer nicht annähernd normal ist!
Aber da ist viel weniger Zwang und Druck, Keira will ihre Zeit mit Mount verbringen und er behandelt sie auch viel liebevoller und vorsichtiger. Es will sie nicht mehr nur besitzen, er will viel mehr von ihr, auch ihr Glück liegt ihm sehr am Herzen.
Man merkt also eindeutig, dass sich die sexuelle Anziehung zu etwas Größerem weiterentwickelt, trotz des komplizierten Starts und so großer Unterschiede zwischen den Charakteren.

Und doch hat Mount einen sehr starken Beschützerinstinkt und sagt auch Keira sehr gerne, was sie zu tun hat. Meistens steht sie drauf - in sexueller Hinsicht, aber sie ist gleichzeitig auch stur und möchte ihrem eigenen Weg folgen. Und auch Mount wünscht sich eine starke, selbstständige Frau an seiner Seite und unterstützt sie - solange sie weiß, wo sie hingehört.

Das Buch ist nicht allzu lang, aber spannend, prickelnd und sehr erotisch. Auch Machtspielchen, Intrigen und eine Art Mafia-Politik spielen neben ausführlichen Liebesszenen eine Rolle.

Fazit:
Die Beziehung von Keira und Mount hat sich "Sinful Queen" weiterentwickelt, auch wenn sie von "glücklich" noch ein Stück entfernt ist. Ich bin gespannt, wie es ausgeht!

Veröffentlicht am 07.05.2019

Spannender Auftakt!

Ophelia Scale - Die Welt wird brennen
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Europa, etwa hundert Jahre in der Zukunft: Zwar gibt es weiterentwickelte Technologie, aber fast jede Art davon wurde den Bürgern seit der "Abkehr" vor einigen Jahren verboten. Angeblich, weil die Bürger ...

Europa, etwa hundert Jahre in der Zukunft: Zwar gibt es weiterentwickelte Technologie, aber fast jede Art davon wurde den Bürgern seit der "Abkehr" vor einigen Jahren verboten. Angeblich, weil die Bürger immer unsozialer wurden, aber das kauft Ophelia dem König nicht ab.
Sie gehört zu der unbekannten Rebellengruppe ReVerse und möchte eines Tages den König stürzen, denn seine furchtbaren Regeln haben ihre Träume und auch noch ihre Beziehung zerstört. Sie hat eine ziemlich starre, arrogante Weltanschauung und hält ihren eigenen Weg für den einzig Richtigen. Auf die dummen Unwissenden schaut sie von oben herab. Klar, sie ist schon ziemlich clever, aber das macht sie auch nicht unfehlbar.
Ich habe mir für sie einfach gewünscht, dass ihr die Augen geöffnet werden und sie auch mal Fehler einsieht, dass sie von ihrem hohen Ross gestoßen wird.

Lucien ist ein sehr charmanter und verständnisvoller Kerl, und er kommt Ophelia sehr schnell näher. Ihre Beziehung entwickelt sich rasant, aber bleibt zunächst eher oberflächlich, daher hat es mich nicht gestört, doch toll fand ich sie auch nicht unbedingt. Dafür war es mir in Anbetracht ihrer Stellungen zu simpel.

Der Einstieg in das Buch fiel mir sehr leicht, auch wenn es mir dann schwer fiel, die Regeln des Königreiches zu verstehen. Das lag dann wohl daran, dass die offizielle Begründung für die Abkehr sehr schwammig ist und auch die Ausnahmen kein logisches Muster zu ergeben scheinen.

Aber die wahre Erklärung war besser gelungen, wenn auch nicht lückenlos perfekt.
Das Buch war durch die Spionagen spannend, aber die Umgebung schien mir manchmal nicht vollständig ausgreift. Zum Ende hin fand ich es immer besser und durchdachter und auch die Plotttwists waren ganz nach meinem Geschmack (auch wenn ich sie teilweise habe kommen sehen). Ein Cliffhanger rundet die Sache noch ab und ich freue mich auf die Fortsetzung.

Fazit
Trotz einiger Schwächen hat mir "Ophelia Scale - Die Welt wird brennen" ziemlich gut gefallen, da mich vor allem das Ende vom Buch noch überzeugen konnte.

Veröffentlicht am 04.05.2019

Perfektes Finale!

Vollendet - Die Wahrheit (Band 4)
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Was für ein toller Abschluss! Nach einigen Jahren des Wartens durfte ich endlich das Ende der Reihe lesen und bin absolut zufrieden.
Da ich die Vorgänger noch mal aufgefrischt habe, konnte ich nochmal ...

Was für ein toller Abschluss! Nach einigen Jahren des Wartens durfte ich endlich das Ende der Reihe lesen und bin absolut zufrieden.
Da ich die Vorgänger noch mal aufgefrischt habe, konnte ich nochmal sehr gut beobachten, was für eine unglaubliche Entwicklung unsere Protagonisten Connor, Risa und vor allem Lev gemacht haben.

Die Umwandlung und die Verantwortlichen dafür sind nach wie vor der Feind, den es zu besiegen gilt, doch auch weitere Antagonisten gefährden die Mission. Der größenwahnsinnige Starkey und seine Storchenbrigarde machen weiter Krawall und auch der gute alte Nelson will Connor und Co. zur Umwandlung ausliefern.

Die Helden kämpfen auf ihre eigene Art gegen die Umwandlung. Während Connor und Risa versuchen, den Organdrucker zum Laufen zu bringen, will Lev flüchtige Wandler unterstützen und den Menschen die Augen öffnen. Auch Cam versucht etwas beim Proaktiven Bürgerforum zu bewegen, denn obwohl seine Erinnerungen manipuliert wurden, weiß er noch, wofür er kämpft.

Wie auch zuvor konnte mich die Handlung absolut begeistern. Es gibt wieder viele Perspektivwechsel, sodass das Buch eher langsam startet, weil so viele Handlungsstränge parallel verlaufen und es trotz einigen Todesfällen während der letzten Bücher so viele Charaktere gibt, die auch so viele unterschiedliche Dinge erleben.

Während die Spannung sich eher gemächlich entwickelte - wobei jeder einzelne Augenblick im Buch schön spannend, tiefsinnig und/oder einfach emotional war -, war mir das Ende schon fast zu schnell. An einer Stelle dachte ich mir noch, dass ja noch unglaublich viel passieren müsste und doch nur noch so wenig Seiten übrig sind - aber es hat doch noch gepasst, und mir hat nicht einmal etwas gefehlt. Ich hätte es aber auch gern ausführlicher gelesen, schließlich mag ich diese Welt so gern und hätte daher auch so viel mehr sehen wollen!

Aber ich bin ziemlich glücklich mit dem Ende. So viele lose Fäden kommen hier zusammen und schließen dieses Abenteuer wirklich so perfekt wie möglich ab.

Fazit:
"Vollendet - Die Wahrheit" ist ein wirklich perfekter Abschluss einer abstrakten und unglaublich spannenden Reihe! Von Neal Shusterman kann ich einfach nicht genug kriegen!