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Veröffentlicht am 15.11.2018

Herzzerreißend, mitreißend und erschütternd - Hat mich wieder total umgehauen!

Red Rising - Asche zu Asche
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Protagonisten
Nach der wunderbaren Trilogie, die einen festen Platz in meinem Herzen hat, wurde mir hier das Herz gebrochen. Es war schon lange klar, dass Darrow oft gnadenlos vorgehen musste, um Gerechtigkeit ...

Protagonisten
Nach der wunderbaren Trilogie, die einen festen Platz in meinem Herzen hat, wurde mir hier das Herz gebrochen. Es war schon lange klar, dass Darrow oft gnadenlos vorgehen musste, um Gerechtigkeit herbeizuführen, aber hier wirkt die Situation noch hoffnungsloser und verzweifelter.
Nach all der Zeit und aller Opfer, die gebracht wurden, gibt es immer noch keinen Frieden, und das macht Darrow wirklich zu schaffen. Er hält bestimmte Leute dafür verantwortlich und ist überzeugt, dass manche Leute den Frieden aktiv verhindern und diese Hindernisse will er noch aus dem Weg räumen, um endlich seine Ziele zu erreichen.
Man sieht, wie er mit sich selbst im Konflikt steht, weil er Frieden will und diesen nur erzwingen könnte. Er will nicht wirklich kämpfen, sondern auch für seinen Sohn da sein, der ihm langsam fremd wird, aber gleichzeitig hält er es nicht aus zu sehen, wie sich die Lage nicht bessert und kann einfach nicht anders, als zu handeln.

Neben Darrow gibt es hier jetzt noch drei andere Charaktere, die eine eigene Perspektive bekommen und wie so oft bei verschiedenen Handlungssträngen habe ich mir die ganze Zeit gewünscht, dass sie zusammenfließen.
Zum einen ist da Lyria, eine Rote, die ähnlich wir Darrow in den Gruben aufgewachsen ist, bis die Republik sie dort rausgeholt hat und sie nun nicht besser dran ist als zuvor. Alles, was sie kannte, wurde ihnen entrissen und als Gamma und früherer Liebling der Unterdrücker werden sie und ihre Freunde und Familie auch noch von anderen Roten schlecht behandelt. Sie ist frustriert und wütend auf das Oberhaupt, das Hilfe versprach und nichts tat, aber sonst ist sie nur ein kleiner Mensch, der versucht, sich durchzuschlagen und sich wie so viele andere auch nur Frieden und Glück wünscht.

Ephraim kämpfte einmal für die Ziele des Schnitters, doch er fühlt sich verraten, weil es keine Gerechtigkeit gab und so viele schuldige Goldene ohne Strafe davongekommen sind. Sein Schmerz und sein Groll machen ihn zu einem anderen Menschen und er sucht einen neuen Sinn im Leben, was im Moment Diebstahl bedeutet.

Zuletzt ist da Lysander, der Enkel des früheren Oberhaupts, der nun mit Cassius auf der Flucht ist. Ich hatte ein anderes Schicksal für ihn erwartet und fand es schade, dass er so abseits vom Geschehen ist. Seine Perspektive war aber auch sehr interessant, weil nun er seine wahre Identität verheimlichen musste und Situationen mit seinem Intellekt als Goldener lösen muss. Er fühlt sich verloren und weiß nicht genau, was er vom Leben will oder was für Ziele er sich setzt.

Handlung und Schreibstil
Nach dem Ende eines Buches ergänzt die Phantasie eines Lesers das ja eigentlich so, dass dann alles gut läuft und sich einrenkt und die Aussichten zum Ende der ursprünglichen Trilogie waren auch vielversprechend. Und dann muss man erfahren, dass eigentlich nichts lief wie geplant. Als hätte man einen guten Freund Jahre später wiedergetroffen und erfährt von dessen Misserfolgen. Es war frustrierend und herzzerreißend, stahl alle Hoffnung und ließ doch hoffen, dass sich alles zum Guten wendet. Was müssen diese Charaktere noch durchmachen? Welche Opfer müssen sie noch bringen und was wird ihnen letztendlich Frieden bringen? Und wird es die Opfer wert sein?
Es war eine absolute Gefühlsachterbahn und das erschütternde Ende lässt mich schon sehnsüchtig auf Fortsetzungen warten!

Fazit
Ich hatte schon Angst vor "Red Rising - Asche zu Asche", weil es wieder Krieg über geliebte Charaktere bringt, aber ihr schreckliches Schicksal konnte mich total mitreißen und ich habe mitgelitten und mitgefiebert und hoffe, dass sich irgendwann noch alles aufklären wird!

Veröffentlicht am 12.11.2018

Tolle Drachen und eine mutige Protagonistin

Der Sommerdrache
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Protagonisten
Ihr Leben lang ist Maia von Drachen umgeben gewesen und dieses Jahr ist sie alt genug und ihr Aery hat mehr Drachenküken als zuvor hervorgebracht. Also hoffen sie und ihr Bruder Darian, ihre ...

Protagonisten
Ihr Leben lang ist Maia von Drachen umgeben gewesen und dieses Jahr ist sie alt genug und ihr Aery hat mehr Drachenküken als zuvor hervorgebracht. Also hoffen sie und ihr Bruder Darian, ihre eigenen Küken zu bekommen, die sie großziehen dürfen, doch dann läuft es anders als geplant und Maia gleitet ihr Leben aus den Händen, nun muss sie irgendwas tun, um die Katastrophe abzuwenden. Sie geht Risiken ein und überlässt ihr Glück nicht mehr dem Zufall oder der Gnade anderer Leute, denn sie ist zielstrebig, mutig und sie liebt Drachen. Zu ihrem Bruder hat sie eine enge Beziehung, aber dieser ist nicht so entschlossen wie sie, was sie in Krisen manchmal auseinanderbringt, auch wenn sie immer zusammenhalten.

Die Anzahl der Charaktere bleibt für ein Fantasy Abenteuer eigentlich vergleichsweise klein, weil man sich auch geographisch nicht allzu viel auf dem Land bewegt und somit auch nicht viele verschiedene Personen kennenlernt. Dann hatten aber einige noch ihre Drachen, die ebenfalls Namen haben, und dann waren es schon so einige Namen, die nicht so leicht zu merken waren.

Eine besondere Rolle spielten natürlich Maias Vater, aber auch die Geistlichen Bellua und Mabir, die für die Situation zuständig waren und unterschiedlicher Meinung waren als Maia oder ihre Bekannten. Das führte zu Konflikten zwischen den Parteien, zwang zu Geheimniskrämerei und sorgte mit für Spannung.

Handlung und Schreibstil
Die Geschichte befasst sich vor allem mit der Beziehung zwischen Drachen und Menschen, insbesondere Maias Gefühle in dieser Hinsicht. Maia liebt Drachen und sieht sie als würdevolle Wesen, die Respekt verdienen. Die Drachen schaffen es auch, diesen Eindruck beim Leser zu wecken, weil man schon merkt, wie intelligent sie sind, gerade bei einem Drachen, der noch in den Mittelpunkt der Geschichte rückt.

Desweiteren ging es noch um die Bedrohung von Außen durch unheimliche magische Wesen, die Aerys, also Drachen-Brutstätten, überfallen und in der Umgebung ihr Unwesen treiben. Sie sind die Feinde, nah, aber doch in der Ferne. Auch die Uneinigkeit in der Religion stand im Mittelpunkt der Geschichte, und die Streitigkeiten über die Bedeutung des Sommerdrachen waren schon faszinierend, aber durch viele Namen fand ich es schwer, dem zu folgen und fand es daher etwas zu langatmig.

Todd Lockwood ist ein Künstler, der sich darauf versteht, die Drachen wirklich wunderbar darzustellen und auch einige schöne Zeichnungen in die Geschichte einbringt, und die magische Welt hat mir schon gut gefallen, aber ich hätte einfach gern mehr davon gesehen!

Fazit
Zwar fand ich in "Der Sommerdrache" die Drachen wunderbar und auch Maia konnte mich überzeugen, aber die Geschichte fand ich etwas schwächer und ich hätte gerne mehr von der Welt gesehen.

Veröffentlicht am 10.11.2018

Konnte mich wieder uneingeschränkt überzeugen!

Wicked – Eine Liebe zwischen Licht und Dunkelheit
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Protagonisten
Ivy wurde wie die anderen Mitglieder auch in den Orden hineingeboren und kannte nie ein anderes Leben als den Kampf gegen die Fae. Dadurch hat sie schon viele Verluste erlitten, denn die ...

Protagonisten
Ivy wurde wie die anderen Mitglieder auch in den Orden hineingeboren und kannte nie ein anderes Leben als den Kampf gegen die Fae. Dadurch hat sie schon viele Verluste erlitten, denn die Fae sind gefährlich und die Lebenserwartung ihrer Gegner nicht gerade sehr hoch. An die Möglichkeit sich noch einmal zu verlieben kann sie kaum glauben.
Bis Ren auftaucht und sie sich in seinen smaragdgrünen Augen verliert. Er ist ein guter Kämpfer und weiß eine Dinge besser, und dann ist er auch noch unglaublich charmant, ehrlich und macht keinen Hehl aus seinen Absichten - er sagt ganz offen, wie attraktiv er Ivy findet und neckt sie gerne, weil sie sich eher abweisend verhält. Als sich die Situation mit den Fae verändert, steht Ren an Ivys Seite und unterstützt sie.
Sie bilden ein dynamisches Paar mit einem gemeinsamen Ziel und ihre Neckereien sind amüsant zu lesen. Man schließt sie sofort ins Herz, weil sie durch ihre taffe Art und ihren weichen Kern einfach sympathisch sind.

Handlung und Schreibstil
Ich weiß gar nicht, was ich zu diesem Buch groß sagen sollte. Jennifer L. Armentrout hat wieder ihre Magie gewirkt und konnte mich mit dieser fantastischen Geschichte absolut verzaubern. Die Charaktere hier sind etwas älter als in anderen Werken der Autorin, und so gibt es auch etwas mehr Erotik in der Geschichte als in Jugendbüchern, aber ansonsten ist der Schreibstil ähnlich magisch, heiß und fesselnd.

Diesmal begeben wir uns in ein New Orleans, wo auch Fae ihr Unwesen treiben und Ivy, ihre Familie und Freunde und auch Ren gehören zum Orden, der es sich zum Ziel gemacht hat, die Welt von den bösartigen Fae zu säubern. Wer schon, wie ich, mehrere Bücher mit bösen Feenwesen gelesen hat, kennt schon grob die Ideen und kann sicher auch einiges vorhersehen. Die Geschichte ist mit der Armentrout-Version dieser Fabelwesen definitiv spannend und bietet neue Überraschungen, auch wenn man bisher noch nicht viel davon gesehen hat. Das Ende ist aber unglaublich vielversprechend und ich freu mich sehr auf die Fortsetzungen! Ich freu mich generell sehr über jedes Buch der Autorin ;D

Fazit
Mit "Wicked" konnte mich Jennifer L. Armentrout wieder uneingeschränkt überzeugen. Sympathische Charaktere, magische Wesen, spannende Kämpfe und ein absolut fesselnder Schreibstil!

Veröffentlicht am 09.11.2018

Ein Paar voller Schmerz, Schuld und Unsicherheiten

Die letzte erste Nacht
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Protagonisten
Tate will eine Wiederholung, Trevor will das nicht. Also, eigentlich will er schon irgendwie, er begehrt sie, aber er kann das nicht zulassen und will sich nicht auf sie einlassen. Und dann ...

Protagonisten
Tate will eine Wiederholung, Trevor will das nicht. Also, eigentlich will er schon irgendwie, er begehrt sie, aber er kann das nicht zulassen und will sich nicht auf sie einlassen. Und dann reagiert er sehr besitzergreifend und will Tate immer beschützen, weil er eifersüchtig ist und sich einfach nicht von ihr fernhalten kann. Das ist auch ganz in Tates Sinn, denn sie hat Spaß daran, ihn etwas zu reizen und damit zu verführen. Sie ist zwar ein äußerlich taffes Mädchen, aber Innen ist sie weich und versucht den Tod ihres Bruders zu verarbeiten, für den sie sich die Schuld gibt, obwohl sie nichts damit zu tun hat. Sie ertränkt ihren Kummer in Drogen und lässt nichts an sich ran, und meistens eilt dann Trevor herbei und versucht, ihr zu helfen. Sie sind ein Paar voller Schmerz, Schuld und Unsicherheiten, die sich toll ergänzen und wunderbar harmonieren.

Handlung und Schreibstil
Mir hat es irgendwie schon gefallen, wie das Buch anfing, die erste gemeinsame Nacht von Tate und Trevor liegt schon davor und man beginnt direkt damit, sich mit den Folgen des Ganzen auseinanderzusetzen und ist somit sofort mitten im Geschehen. Das Geheimnis, das hier umherschwirrt, ist zwar recht schnell zu durchschauen, aber auch sonst ist es gut verpackt und man fiebert direkt mit.

Fazit
Nach dem schwächeren zweiten Buch der Reihe fand ich "Die letzte erste Nacht" wirklich spannend und hatte eine gute Zeit mit Tate und Trevor, deren Geschichte einfach passte und mich damit mitreißen konnte.

Veröffentlicht am 09.11.2018

Schwächster Teil der Reihe

Der letzte erste Kuss
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Protagonisten
Elle ist abgesehen von ihr reichen Familie eigentlich ein ganz normales Mädchen mit Freunden und einem besten Freund, der immer für sie da ist. Plötzlich beginnt sie, Luke ganz anders als ...

Protagonisten
Elle ist abgesehen von ihr reichen Familie eigentlich ein ganz normales Mädchen mit Freunden und einem besten Freund, der immer für sie da ist. Plötzlich beginnt sie, Luke ganz anders als vorher wahrzunehmen, auch wenn sie ihn schon vorher attraktiv fand, waren sie nur Freunde und nichts darüber hinaus war geplant. Als Elle wieder zu ihrer Familie und zu ihrer manipulativen Mutter gehen muss, unterstützt Luke sie weiterhin und sie kommen sich näher und das Gefühlschaos bricht bei beiden aus, weil sie nicht ihre Freundschaft gefährden wollen, sich aber trotzdem nach mehr sehnen und sich einreden, dass sich nichts verändert habe. Alles sehr kompliziert. Oder so, es wird jedenfalls sehr kompliziert dargestellt.

Handlung und Schreibstil
Die Geschichte von Elle und Luke konnte mich nicht so fesseln wie die Story im Vorgänger oder in der Fortsetzung, die ich inzwischen auch schon gelesen habe. Vom Aufbau war sie auch recht nah an "Der letzte erste Blick", was ich sehr schade finde. Dann war es durch die recht vorhersehbare Handlungen auch nicht so spannend und zog sich in die Länge, und das Drama zum Schluss fand ich etwas unnötig. Also man kann hier sagen, dass die anderen Bücher da doch ähnlich sind und sie mir trotzdem besser gefallen haben, aber da konnte ich einen besseren Draht zu den Charakteren finden. Ich hatte hier einfach nicht so viel Spaß wie bei den anderen.

Fazit
Die Protagonisten von "Der letzte erste Kuss" konnten mir nicht so sehr ans Herz wachsen wie andere Charaktere der Reihe und auch wegen der fehlenden Spannung hat es sich etwas in die Länge gezogen. Für mich ist das der schwächste Band der Reihe.