Profilbild von emma_moon

emma_moon

Lesejury Profi
offline

emma_moon ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit emma_moon über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.02.2026

eine magische Welt und ein Haufen Drachen

Royal Houses – Haus der Drachen
3

Kerrigan ist Halb-Fae/Halb-Mensch in einer Welt, die Menschen verachtet und jeglichen Rechten anspricht. Verstoßen von ihrem Vater wächst sie als Schülerin im Haus der Drachen auf. Gemeinsam mit ihren ...

Kerrigan ist Halb-Fae/Halb-Mensch in einer Welt, die Menschen verachtet und jeglichen Rechten anspricht. Verstoßen von ihrem Vater wächst sie als Schülerin im Haus der Drachen auf. Gemeinsam mit ihren Freunden bereiten sie sich auf die Zeremonie vor, bei der sie von einem anderen Haus erwählt werden sollen. Als plötzlich alles anders kommt, der düstere Fordham aus dem Haus der Schatten auftaucht und sich Attacken in Kerrigans Umfeld häufen, schlägt die Geschichte eine unerwartete Richtung ein....

Ich liebe alle Geschichten, in denen Drachen eine Rolle spielen, deswegen war ich sehr gespannt auf dieses Buch. Mir hat es sehr gefallen, dass es verschieden Typen von Drachen gibt, die je nach Persönlichkeit mit verschiedenen Reitern verbunden werden. Auch die verschiedenen Häuser fand ich sehr abwechslungsreich und originell, da jedes Haus einen anderen Fokus setzt. Besonders die Elementarmagie war dabei interessant für mich. Ich hätte mir nur gewünscht, dass mehr zum Worldbuildung erklärt worden wäre. Bis zum Ende hin wird man mit einigen Fragen zurückgelassen, was schade ist, da die Geschichte viel Potential bietet. Manche Szenen wirkten auch eher unrelevant für die Geschichte und irgendwie random. Vor allem das Turnier, was eigentlich eine große Rolle spielen sollte, war nur nebensächlich.

Was mir gut gefallen hat, war die Protagonistin Kerrigan. Sie ist eine super starke und positive Person, obwohl das Leben ihr so oft Steine in den Weg legt. Auch die Chemie zwischen ihr und Fordham hat sich natürlich angefühlt. Hier sei nur gesagt, dass es eher eine Fantasy Geschichte mit Romance Subplot war. Ich denke, dass man da aber mehr in Band 2 erwarten kann.

Ein süßes Buch mit schönen neuen und klassischen Fantasy-Elemente, die etwas tiefer ausgearbeitet hätten werden können.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 01.12.2025

Anders als gedacht

Terror at the Gates
2

Zu Beginn muss ich nochmal auf die wunderschöne Gestaltung des Buches aufmerksam machen. Das Cover finde ich super ansprechend, auf der Innenseite des Umschlags gibt es eine Karte, vorne und hinten im ...

Zu Beginn muss ich nochmal auf die wunderschöne Gestaltung des Buches aufmerksam machen. Das Cover finde ich super ansprechend, auf der Innenseite des Umschlags gibt es eine Karte, vorne und hinten im Buch sind Charakterzeichnungen und der Farbschnitt rundet alles perfekt ab. Bei der Aufmachung hat sich der Verlag wirklich sehr viel Mühe gegeben!

Lilith war eine super selbstbewusste Protagonistin, die auch keine Angst davor hatte, mit ihren Meinungen und Äußerungen anzuecken. Ich bewundere sie wirklich sehr dafür, dass die so eine fröhliche und liebevolle Person ist, wenn man bedenkt, was sie alles unter ihrer Familie und dem Bischof erleiden musste. Besonders ihre Magie fand ich sehr spannend, da ich in keinem anderen Buch je von sowas gelesen hatte.
Z. war als männlicher Protagonist ebenfalls sehr passend, da er Lilith die Stirn bieten konnte und seine Rationalität und Ruhe in vielen Szenen hilfreich war. Besonders zum Ende hin bin ich mit seinem Charakter warm geworden.
Von allen Charakteren hatte Gabriel für mich allerdings die meiste Tiefe. Ich habe so mit ihm mitgefühlt und konnte seine Handlungen von allen am meisten nachempfinden (nur mit dem Kosenamen "Baby girl" bin ich nicht ganz warm geworden...). Er gehört definitiv zu meinen liebsten Figuren der Geschichte.
Das Ende des Buches hat mich nochmal sehr überrascht, da einige Dinge passiert sind, die ich so nicht vorhergesehen hatte. Da von Anfang an der Bösewicht sehr klar dargestellt war, hatte man sich nicht so stark mit anderen Möglichkeiten auseinandergesetzt, weshalb die Offenbarung zum Ende hin sehr gelungen war. Der Cliffhanger macht definitiv sehr neugierig auf den 2. Band!

Nun zu meinen Kritikpunkten: Weshalb ich die Geschichte ursprünglich lesen wollte, war die Magie, die Lilith ausüben kann, da ich so etwas noch nie gelesen hatte. Allerdings spielte ihre Magie während der Handlung kaum eine Rolle, was ich sehr schade fand. Allgemein wurde das Magiesystem kaum erklärt und es bleiben so viele Fragen offen (bspw. Wie sich die Männer die Magie der Frauen zu nutzen machen, welche Magie die anderen Frauen der Geschichte haben usw.). Auch der Aspekt, dass Lilith als Tänzerin arbeiten sollte, wurde kaum aufgegriffen, was mich ebenfalls enttäuscht hat.
Für mich hätte die Geschichte noch spannender sein können. Manchmal hatte ich das Gefühl, dass spannende Dinge angesprochen, aber direkt wieder fallen gelassen und zu einem anderen Punkt übergegangen wurde. Erst zum Ende hin wurde es wirklich interessant.

Das Buch hatte wirklich sehr viel Potenzial, doch leider kann ich keine volle Punktzahl geben, da mir persönlich einfach einige Dinge gefehlt haben, auf die ich mich sehr gefreut hatte. Trotz allem ein starkes Buch, das vielen Fantasy-Lesern gefallen könnte!

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 24.07.2025

Definitiv mal was anderes, aber sehr interessant!

Hero
1

Normalerweise lese ich eher weniger Romane, da ich eher aus dem Genre Romance und Fantasy lese, deswegen kann ich das Buch schlecht mit anderen Büchern vergleichen, die in eine ähnliche feministische Richtung ...

Normalerweise lese ich eher weniger Romane, da ich eher aus dem Genre Romance und Fantasy lese, deswegen kann ich das Buch schlecht mit anderen Büchern vergleichen, die in eine ähnliche feministische Richtung gehen.

Mir hat die Geschichte aber sehr gut gefallen und ich fand vor allem den Schreibstil sehr interessant. Die Handlung ist in sieben Tage unterteilt und zwischendurch werden immer wieder Ausschnitte aus der Jugend von Hero, der Kennlernphase mit ihrem Freund und andere Beziehungen zu Männern vorgestellt. Ab und zu ist es als Leser wirklich schwierig zu entschlüsseln, ob man sich gerade in der Vergangenheit oder Gegenwart befindet, aber das ist mir nicht negativ aufgefallen. Im Gegenteil: so liest man immer sehr aufmerksam und entschlüsselt die Zusammenhänge zwischen den Ereignissen und die versteckten Anspielungen erst nach und nach. Besonders gut fand ich auch die Märchen, in denen die Autorin feministische Inhalte und Warnungen verpackt und die perfekt die Geschichte von Hero - unserer Heldin - ergänzen.
Für mich wurde die Geschichte besonders dadurch so nahbar, dass Hero und auch die anderen Figuren nie komplett gut oder böse, sondern sehr vielschichtig waren. Immer wenn ich dachte, dass mir eine Figur sympathisch ist, macht sie einen Fehler und man muss als Leser erst wieder neues Vertrauen in die Figur entwickeln und versuchen sich in ihre Lage zu versetzen.
Bei den männlichen Figuren, die Hero vor allem als junge Erwachsene negativ geprägt haben, hat sich natürlich keine Sympathie entwickelt. Es ist wirklich erschreckend, wie viel Manipulation und Leid Hero durch Männer erfahren hat und wie nah diese Geschichte an der Alltagsrealität von Frauen sind. Umso wichtiger finde ich es, wie die Autorin diese Begegnungen im Buch einfließen lässt und auch Hero reflektiert betrachtet, dass sie damals manipulieren wurde und aus diesem toxischen Umfeld weg musste.

Alles in allem hat mir das Buch wirklich gut gefallen. Es liest sich wegen der vielen Absätze und märchenhaften Zwischengeschichten sehr angenehm und schnell weg. Große Empfehlung auch für die, die sich erst noch an das Thema feministischer Literatur herantasten möchten.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 08.07.2025

"Die Liebe ist nicht blind, manchmal sieht sie nur etwas verschwommen"

Hello Stranger
0

Das Cover hatte mich direkt angesprochen, da ich den Zeichenstil der Figuren wirklich sehr mag. Auch die Idee mit der Gesichtsblindheit hatte für mich etwas Originelles, über das ich so noch nie gelesen ...

Das Cover hatte mich direkt angesprochen, da ich den Zeichenstil der Figuren wirklich sehr mag. Auch die Idee mit der Gesichtsblindheit hatte für mich etwas Originelles, über das ich so noch nie gelesen hatte, was mich sehr neugierig gemacht hat.

Aber kurz zu den Figuren: Sadie ist eine sehr spannende Protagonistin gewesen, die es wirklich nicht leicht hat. Ich bewundere sie echt dafür, so gut durchgehalten zu haben, obwohl sie eine unglaublich fiese Stiefschwester und eine schwierige Beziehung zu ihrem Vater hat, gesichtsblind geworden ist und eine der größten Wettbewerbe meistern muss. Ich wäre an ihrer Stelle bestimmt sehr verzweifelt und ihre Stärke habe ich wirklich bewundert.
Auch die Entwicklung von Lucinda und Sadie hat mich sehr gefreut. Irgendwie finde ich, dass sie gezeigt hat, dass man Menschen nicht einfach in böse und gut einteilen kann.
Darüber hinaus hat mir das Ende sehr gefallen. Die große Auflösung um Joe und den Tierarzt habe ich echt nicht kommen sehen, obwohl es wirklich einige Anzeichen gab, die einem besonders jetzt direkt auffallen. Diese Enthüllung und das Happy-End haben einen sehr gelungenen Abschluss des Buches und der Liebesgeschichte gebildet.

Etwas, was mir aber das ganze Buch über nicht so gut gefallen hat, war der Schreibstil und wahrscheinlich teilweise die Übersetzung. Ich hatte so oft das Gefühl, dass die Unterhaltungen gestellt wirkten und keiner so im wirklichen Leben miteinander reden würde. Auch die Wortwahl wie "Wiesel" und "coole Socke" fand ich etwas befremdlich; vielleicht bin ich einfach nicht die Altersgruppe des Romans. Die beiden Punkte haben es mir schwer gemacht, mich richtig in das Buch fallen zu lassen und eine Bindung zu den anderen Charakteren aufzubauen. Viele Interkationen wirkten einfach zu realitätsfern.
Auch Sue als "beste Freundin" hat mir nicht gefallen. Wer fährt denn bitte mit seinem Verlobten weg und lässt seine beste Freundin so kurz vor einen wichtigen Ereignis hängen??? Nicht die Art von Freundschaft, wie ich sie definieren würde, auch wenn Sadie dafür Verständnis hatte.

Alles in allem hatte ich mit der Liebesgeschichte von Sadie wirklich Spaß und ihre Rolle als Künstlerin, die gesichtsblind wird, hat mir sehr gefallen. Nur der Schreibstil und der Aufbau der Dialoge haben meinen Geschmack leider nicht getroffen.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 04.07.2020

Was wäre, wenn du von einen auf den anderen Moment all deine Erinnerungen verlieren würdest?

Repeat This Love
3

Nach einem tragischen Vorfall verliert Clem jegliche Erinnerungen an ihr früheres Leben. Um herauszufinden, wer sie vor dieser schicksalhaften Nacht war, macht sie sich auf die Suche nach alten Erinnerungen ...

Nach einem tragischen Vorfall verliert Clem jegliche Erinnerungen an ihr früheres Leben. Um herauszufinden, wer sie vor dieser schicksalhaften Nacht war, macht sie sich auf die Suche nach alten Erinnerungen - und landet im Tattoostudio von Ed. Ihrem Ex-Freund, der die schmerzhafte Trennung noch nicht überwunden hat, an die sich Clem nicht erinnern kann. Und doch spürt sie eine gewisse Verbindung zu Ed. Da ist Chaos und Spannung quasi vorprogrammiert...

Da ich noch kein Buch von Kylie Scott gelesen hatte, aber schon so viele gute Meinungen zu ihren Büchern gehört hatte, waren meine Erwartungen doch recht hoch. Und ich wurde nicht enttäuscht.

Mir hat der Schreibstil und die Atmosphäre in dem Buch sehr gut gefallen und ich fühlte mich von der ersten Seite an von der Geschichte gefesselt. Es wurde für mich zu einem richtigen Wohlfühlbuch.

Auch mit den Charakteren konnte ich mich sofort anfreunden. Besonders Clems lustige und offene Art hat dem Buch ein sehr freches und lockeres Feeling gegeben, was mir sehr gefallen hat. Bei Ed musste man erst durch seine Fassade dringen, aber man hat vom ersten Moment an gewusst, dass er ein guter Kerl ist, und er hat sich langsam in mein Herz geschlichen. So einen Typ wie Ed findet man (leider) nicht überall.

Mein einziger Kritikpunkt ist das Ende. Es ging mir alles ein wenig schnell und Aspekte, die eigentlich nochmal besprochen werden sollte, wurden in wenigen Sätzen abgetan, was ich sehr schade fand. Auch ein bestimmtes Ereignis, was ich jetzt nicht verraten möchte, kam für mich zu überstürzt und unüberlegt.

Mein Fazit: Ich habe das Lesen sehr genossen und möchte in Zukunft definitiv erneut zu einem Buch von Kylie Scott greifen, besonders da sie einen wunderbaren Schreibstil hat und Charaktere kreiert, die einem zum Schmunzeln und Mitfiebern bringen.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Charaktere
  • Erzählstil
  • Cover
  • Gefühl