Ein super Roman, perfekt für jeden, der gerne eher anspruchsvolle Fantasyromane und Krimis liest.
Drei Viertel totDas Buch spielt in einer fiktiven Welt in der Stadt Alt Coulumb. Nachdem der dort mehr oder weniger herrschende und lebende Gott Kos getötet wurde, muss die Kunstwirkerin Tara Abernathy ihn mit der Hilfe ...
Das Buch spielt in einer fiktiven Welt in der Stadt Alt Coulumb. Nachdem der dort mehr oder weniger herrschende und lebende Gott Kos getötet wurde, muss die Kunstwirkerin Tara Abernathy ihn mit der Hilfe des Technikernovizen Abelard und ihrer neuen Chefin Miss Kevarian wieder zum Leben erwecken. Je mehr sie jedoch über Kos Tod und Vergangenheit forscht, desto mehr schockierende Geheimnisse kommen ans Tageslicht und sie gerät in einen gefährlichen Strudel aus Intrigen und Manipulation. Wem kann sie noch trauen?
Mir hat das Buch insgesamt ziemlich gut gefallen, ganz besonders in der letzten Hälfte. Es fiel mir am Anfang ehrlich gesagt schwer, in die Geschichte reinzukommen, was vor allem an dem komplexen (aber gutem) Weltenaufbau, der teilweise ziemlich detaillierten Beschreibung von kompliziert klingenden Mechanismen und dem eher anspruchsvollen Schreibstil lag. Auch hatte ich das Gefühl, dass manche Szenen am Anfang teilweise etwas langatmig und unnötig langgezogen und detailliert waren. Als ich dann aber in der Mitte des Buches angekommen bin, war ich voll in der Geschichte drinn und habe mit den Charakteren mitgefiebert. Im letzten Drittel wurde die Geschichte noch einmal richtig spannend. Ein Ereignis jagte das nächste und es kamen immer wieder neue Geheimnisse heraus.
Ich fand den Plot vom Buch echt gut und interessant. Mit den Charakteren sah es genauso aus. Die Hauptcharaktere (Tara und Abelard) fand ich toll, genauso auch die Nebencharaktere. Mal davon abgesehen, dass die meisten Personen dort alle möglichen Wesen, von Vampir über Magier (=Kunstwirkende) bis hin zu Göttern, waren, was ich echt toll finde, fand ich auch die Gestaltung ihrer Persönlichkeiten echt interessant, auch wenn der Fokus des Buchs vor allem auf der Handlung und nicht auf den Charakteren selbst lag.
Auch wenn der Schreibstil eher anspruchsvoll war, hat er mir gefallen. Ich hatte die ganze Zeit über das Gefühl, richtig in der Welt und der Stadt zu sein und alles wie in einem Film zu erleben. Der einzige Nachteil, den der Schreibstil hatte, war, dass ich manche Sätze dreimal lesen musste, um sie zu verstehen und es mir oft schwer fiel, das Buch abends vorm Schlafengehen zu lesen (was ich sonst bei anderen Büchern immer tue), da ich mich richtig konzentrieren musste, um alles zu verstehen und ich dafür abends zu müde war😂. Wenn man das Buch aber in einem einigermaßen ausgeschlafenen Zustand liest, ist es super.
Neben dem Schreibstil hat mir auch die eher düstere und magische Atmosphäre, die kreiert wurde, sehr gut gefallen.
Übrigens ist in diesem Buch keine Liebesgeschichte vorhanden. Wenn man das Buch also in der Hoffnung bzw. Erwartung liest, eine als Nebenplot zu bekommen, wird man wohl oder übel enttäuscht werden. Allerdings fand ich aber, dass zwischen manchem Charakteren durchaus Chemie bestand😅.
Ich glaube, wenn man gerne Fantasyromane und Geschichten liest, in denen Morde und Geheimnisse aufgeklärt werden müssen und in denen es um Magie geht und wenn man nichts gegen etwas eher anspruchsvolles hat, wird man dieses Buch LIEBEN. Wenn man aber etwas entspanntes für zwischendurch sucht, was man vielleicht auch abends, wenn man müde ist, zum Entspannen lesen kann, ist dieses Buch wahrscheinlich eher nichts für einen.