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Veröffentlicht am 15.09.2025

Ein Roman mit Tiefgang, der mich sehr berührt hat ...

Es könnte so einfach sein
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Du hast noch nie von Anne Handorf gehört? Hatte ich auch nicht bis ich dieses wunderbare Buch „Es könnte so einfach sein“ in die Hand nahm und es fast nicht mehr zur Seite legen konnte! Hinter dem Pseudonym ...

Du hast noch nie von Anne Handorf gehört? Hatte ich auch nicht bis ich dieses wunderbare Buch „Es könnte so einfach sein“ in die Hand nahm und es fast nicht mehr zur Seite legen konnte! Hinter dem Pseudonym Anne Handorf verbergen sich die Autoren Carla Grosch und Volker Jarck, die beide in unterschiedlichen Rollen in der Buchbranche tätig sind. Mit diesem ihrem Debütroman ist ihnen meiner Meinung nach ein Volltreffer gelungen, den es gilt im lesebegeisterten Teil der Bürger weit zu verbreiten, er hat es wirklich verdient!

Carla und Volker haben sich für ihr Buch die Protagonistin Vera Albach als Hauptfigur ausgesucht, die seit Jahren erfolgreich Romane schreibt und nun an diesem letzten Buch vor dem wohlverdienten Ruhestand beinah zu erliegen droht. Doch sie hat Glück, sie hat ihren Lieblingsmenschen, ihren Ehemann Leo, an ihrer Seite, der sie stets unterstützt und darauf achtet, dass es ihr gut geht. Es war nicht immer einfach für Vera in der Buchbranche Fuß zu fassen, denn viele Jahre wurde sie belächelt, wenn sie den Wunsch und später die Forderung aussprach, unter ihrem eigenen Namen veröffentlichen zu dürfen. „Niemand will ein Buch lesen, das von einer Frau geschrieben wurde …“ bekam sie stets zu hören und so war sie gezwungen, sich hinter einem männlichen Pseudonym zu verstecken. Doch schließlich änderten sich die Zeiten und Vera durfte Vera sein. Warum auch nicht, wenn sogar eine Frau Chancen hat, die Regierungsbelange einer ganzen Nation zu managen?

Mit „Es könnte so einfach sein“ ist ein ganz großartiger Roman entstanden, der die Gegenwart mit der Vergangenheit verknüpft und uns so erlaubt erst das Mädchen Vera Langhoff und schließlich die Frau Vera Albach kennenzulernen und diese durch ihre „Entwicklungsjahre“ zu begleiten. Es war bestimmt nicht immer einfach, doch Vera ist eine Kämpferin, die sich ganz nebenbei aber auch bewusst ist, dass allein auf weiter Flur mal so gar nichts geht. Als Sahnehäubchen obendrauf, durfte ich als Leserin auch der Entstehung von Veras letztem Romans beiwohnen, in den viele persönliche Gefühle geflossen sind. Die Autorin Vera und die Protagonistin scheinen ganz zufälligerweise mehr als eine Gemeinsamkeit zu teilen. Fesselnd und mit viel Tiefgang kommt dieses Buch daher mit authentisch gezeichneten und sympathischen Charakteren. Natürlich gibt es von mir für dieses beeindruckende Werk mit fünf funkelnden Sternen verbunden mit einer von Herzen kommenden Leseempfehlung die absolute Bestnote. Vielleicht muss man – so wie ich - tatsächlich selbst schon ein wenig reifer sein, um die volle Bandbreite der Message zu verstehen? Taucht ein in die Geschichte und entscheidet für euch selbst!

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Veröffentlicht am 13.09.2025

Eine Reise an die raue schottische Küste ...

Das Geschenk des Meeres
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Es ist bitterkalt, der Wind pfeift und die Wellen toben als der Fischer Joseph mit einem kleinen Jungen im Arm vom Strand kommt. Wenn die Vernunft einen nicht des Besseren belehren würde, könnte man glauben, ...

Es ist bitterkalt, der Wind pfeift und die Wellen toben als der Fischer Joseph mit einem kleinen Jungen im Arm vom Strand kommt. Wenn die Vernunft einen nicht des Besseren belehren würde, könnte man glauben, ein Wunder wäre geschehen und der kleine Moses sei zurück, der vor einigen Jahren in genau so einer Nacht für immer im Meer verschwand. Für seine Mutter Dorothy reißen alte Wunden auf. Die Vergangenheit, die sie so vehement zu bekämpfen sucht, um wieder ein wenig Normalität in ihr Leben zu bringen, holt sie wieder ein. Damals wie heute gehört sie in der eingeschworenen Dorfgemeinschaft zu den Außenseitern. Ihr wird vorgeworfen stolz und unnahbar zu sein, dabei gehorcht sie doch einfach nur den Worten, die ihr die eigene Mutter vor vielen Jahren immer wieder eingebläut hat. Sie ist stark und doch so verletzlich, einsam und gefangen in sich selbst. Hat sie nicht auch ein bisschen Glück verdient?

Die Autorin, selbst Mutter von fünf Kindern, schafft es neben den wunderbaren Beschreibungen der rauen Landschaft mit seinen Wetterkapriolen auch die Enge des Dorflebens einzufangen. Geschickt legt sie die Kraft zerstörerischer Worte und grausamer Gerüchte dar, die von den Dorfbewohnern ausgeht. Aber sie versteht es auch die geheimen Sehnsüchte Dorothys und Josephs freizulegen, zwei Menschen, die sich lieben und sich dennoch stets selbst im Weg stehen. Manchmal wollte ich den Beiden einfach nur zurufen: „Traut euch doch endlich!“

Mit seiner Poesie, den fast schon mystischen Aspekten und der dichtgewebten Atmosphäre fängt Julia R. Kelly das einsame Schottland vor über hundert Jahren ein. Leider bleiben einige Personen, z. B. Mrs. Brown, die den ortsansässigen Krämerladen führt, ein wenig blass und auch ein paar kleine Längen störten manchmal ganz leicht den Lesefluss. Von mir gibt es aber dennoch vier berührende Sterne und eine uneingeschränkte Leseempfehlung. Wer intensive, unter die Haut gehende Romane liebt, ist „Das Geschenk des Meeres“ bestens beraten.

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Veröffentlicht am 13.09.2025

Die Säbel rasseln schon im Hintergrund ...

Das verschwundene Fräulein
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Es scheint Victoria und Christian nicht vergönnt, in Ruhe eine gemeinsame Sommerfrische zu genießen, nachdem sie doch sowieso nur die paar Wochen im Jahr gemeinsam verbringen dürfen. Diesmal reist Victoria ...

Es scheint Victoria und Christian nicht vergönnt, in Ruhe eine gemeinsame Sommerfrische zu genießen, nachdem sie doch sowieso nur die paar Wochen im Jahr gemeinsam verbringen dürfen. Diesmal reist Victoria in Begleitung ihrer ältlichen Tante an, die es sich auf die Fahne geschrieben hat, einen geeigneten Heiratskandidaten für ihre Nichte an Land zu ziehen. Doch da hat sie die Rechnung ohne den Wirt gemacht, denn bevor wir uns als Leser umsehen, stecken Victoria und Christian schon wieder tief in den Ermittlungen zu einem Kriminalfall. Die 17jährige Tochter eines Flottenadmirals verschwindet spurlos von der Bildfläche. Als der Entführer schließlich den ersten Erpresserbrief schickt, in dem er ankündigt, dass Ilse nur noch drei Tage zu leben hat, ist die Sorge groß. Was könnte das Motiv des Entführers sein? Will er von Ilses Vater Informationen erpressen, die bezüglich des nahenden Krieges von Bedeutung sein könnten? Das Ermittlerduo ist sich einig, dass hier akuter Handlungsbedarf besteht, wenn es nur in ihrer privaten Beziehung auch so viel Einigkeit geben würde …
Mit einem weinenden Auge wurde mir am Ende der Geschichte bewusst, dass es sich bei „Das verschwundene Fräulein“ wohl um den letzten Band der spannenden und überaus unterhaltsamen Reihe rund um Victoria Berg und Christian Hinrichs handelt. Vier Bände lang habe ich sie lesenderweise begleitet und mich dabei immer wieder gerne auf Norderney begeben. Die Beschreibungen der Insel Norderney haben direkt Lust auf einen Urlaub dort gemacht. Auch in diesem vierten Teil fand ich den Kriminalfall gelungen, die Charaktere authentisch und die Geschichte bis auf ein paar kleine Längen zwischendurch durchaus rund. Ich vergebe daher sehr gerne strahlende vier von fünf Sternen und möchte diesen Vierteiler allen Lesern ans Herz legen, die auch mal in die Welt von vor über hundert Jahren abtauchen möchten, in der Handys, geschweige denn künstliche Intelligenz, noch keine Rolle spielten. Nun bin ich natürlich gespannt, was die Autorin Elsa Dix als nächstes für ihre Leser in Petto haben. Von mir gibt es für die Seebad Krimis eine von Herzen kommende Empfehlung!

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Veröffentlicht am 10.09.2025

Erschreckend realistisch ...

Das Meer
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Mit „Das Meer“ präsentiert uns der bekannte Autor Wolfram Fleischhauer ein ökologisches Horrorszenario. Um das Meer vor der absoluten Überfischung und somit Zerstörung zu bewahren, hat sich eine radikale ...

Mit „Das Meer“ präsentiert uns der bekannte Autor Wolfram Fleischhauer ein ökologisches Horrorszenario. Um das Meer vor der absoluten Überfischung und somit Zerstörung zu bewahren, hat sich eine radikale Gruppe formatiert, die mit drastischen Maßnahmen um Aufmerksam buhlt. Um die Menschen vom Fischverkehr abzubringen, haben sie es sich auf die Fahne geschrieben großflächige Fischvergiftungen durch eine untergemischte Alge zu verursachen. Bald gibt es die ersten Todesopfer, die Angst ist geschürt und die Mächtigen der Fischindustrie schlagen zurück. Kann es bei diesem Krieg Gewinner geben?

Während das Hörbuch von einem meiner Lieblingssprecher - Johannes Steck – vorgetragen wurde, fragte ich mich beim Lauschen des Öfteren, ob ich hier vielleicht nicht doch lieber zur Printausgabe des Romans gegriffen hätte. Die Story wirkt durch die vielen Namen und eben so vielen Schauplätzen fast etwas überfrachtet und manchmal fiel es mir ein wenig schwer, die Zusammenhänge zu erkennen. Da das Ganze jedoch so spannend gehalten wurde und hinter jeder Kurve eine neue Überraschung zu warten schien, war ich doch rasch versöhnt mit dem Setting.

Hinter „Das Meer“ versteckt sich eine Geschichte, die sicher mehr Wahrheitsgehalt hat, als wir als Laien und unschuldige Zuschauer vermuten. Sollte solche eine Situation tatsächlich mal zum Tragen kommen, dann Gnade uns Gott!

Ich vergebe für diesen eindringlichen und wachrüttelnden Roman solide vier von fünf Sternen und vergebe zudem eine Empfehlung, wobei ich hier wohl tatsächlich zu der gedruckten Version raten würde.

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Veröffentlicht am 09.09.2025

Wiener Kaffeehäuser ... ein wichtiges Stück Tradition!

Die Tote im Kaffeehaus
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Ich kann es kaum glauben, aber nun habe ich mich mit „Die Tote im Kaffeehaus“ schon zum elften Mal mit der sympathischen Protagonistin Sarah Pauli auf Verbrecherjagd begeben. Man könnte fast sagen, nun ...

Ich kann es kaum glauben, aber nun habe ich mich mit „Die Tote im Kaffeehaus“ schon zum elften Mal mit der sympathischen Protagonistin Sarah Pauli auf Verbrecherjagd begeben. Man könnte fast sagen, nun gehört sie schon fest zur Familie!

In diesem Band möchte sie als neuernannte Chefredakteurin im Wiener Boten eine Sonderausgabe zum Thema Kaffee rausbringen, was in der wunderbaren Kaffeehochburg Wien durchaus das Interesse vieler Leser wecken wird. Hierzu verabredet sie sich mit der Grande Dame des Kaffees und Besitzerin dreier Kaffeehäuser, Marianne Böhm. Frau Böhm macht trotz ihrer achtzig Jahre einen munteren Eindruck und plaudert gerne über ihre Erfahrungen. Umso größer ist der Schock bei Sarah, als diese plötzlich mitten im Gespräch leblos auf den Tisch sinkt und trotz sofortiger eingeleiteter Rettungsmaßnahmen kurz darauf verstirbt. Doch Sarah wäre keine gute Reporterin, wenn sie diesen unerwarteten Tod so einfach unter „wird schon alles seine Richtigkeit haben“ ablegen würde. Sie drängt ihren Freund Martin Stein, der als Kommissar bei der Wiener Polizei tätig ist, auf eine Untersuchung der Todesursache und des Umfelds der Toten. Und schon bald gibt es einen weiteren Toten …

Nicht immer sind Beate Maxians Romane so schlüssig aufgebaut wie dieser elfte Band. Ein roter Faden zieht sich durch den gesamten Roman, dem es Spaß macht zu folgen und der den Spannungsbogen hochhält. Gepaart mit einem flüssigen Schreibstil und viel Wiener Lokalkolorit hat es Beate Maxian geschafft mich zu begeistern. Hierfür vergebe ich sehr gerne mit fünf Sternen die Höchstnote und spreche mal wieder eine uneingeschränkte Leseempfehlung aus. Während die Fälle an sich pro Buch in sich abgeschlossen sind, empfehle ich dennoch in der richtigen Reihenfolge zu lesen, um auch die privaten Hintergründe der verschiedenen Charaktere auskosten zu können.

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