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Veröffentlicht am 16.04.2018

Willkommen in Shaker Heights ...

Kleine Feuer überall
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Ein Monatshighlight! Wie geht man damit um, wenn man merkt, dass die eigene heile Familienwelt auf einmal Risse bekommt? Und wie geht man damit um, wenn man merkt, dass eine Entscheidung, die man in jungen ...

Ein Monatshighlight! Wie geht man damit um, wenn man merkt, dass die eigene heile Familienwelt auf einmal Risse bekommt? Und wie geht man damit um, wenn man merkt, dass eine Entscheidung, die man in jungen Jahren getroffen hatte, das Leben auf einmal auf den Kopf stellt und man seitdem auf der Flucht ist? Genau diese Fragen beantwortet die talentierte Autorin Celeste Ng, die sich inzwischen zu einer meiner Lieblingsautorinnen einen Platz auf meiner „never ending“ Leseliste ganz weit oben gesichert hat. Nach ihrem großen Erfolg mit dem ersten Roman „Was ich euch nicht erzählte“ habe ich mich sehr gefreut zu entdecken, dass sie ihrem tollen Schreibstil treu geblieben ist.
Mit viel Feingefühl für ihre einzelnen Charaktere kehrt sie langsam aber sicher deren innerste Geheimnisse nach außen. Hier wird nichts geschönt. Ganz ohne Kitsch und Schnörkel dürfen wir als Leser eintauchen in die Geschichten in und um Shaker Heights, einer Community in der, wie ich überrascht lesen durfte, auch die Autorin selbst einige Jahre ihrer Jugend verbracht hat. Shaker Heights war lange eine der reichsten Städte Amerikas und beliebter Wohnort der wohlhabenden Mittelschicht von Unternehmern und Intellektuellen und warb damit, dem Zuzug von Minderheiten wohlwollend gegenüber zu stehen. Nach dem Lesen des Buches musste ich jedoch schmerzhaft feststellen, dass selbst in diesem Fleckchen der Erde nicht alles Gold ist, was glänzt. Von mir eine absolute Leseempfehlung, Celeste Ng, diesen Namen sollte man sich merken!

Veröffentlicht am 12.04.2018

Hier sind Korruption und Brutalität ein trauriger Teil des Alltags ...

Kammerflimmern
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Diesmal brauchte ich doch das erste Viertel um so richtig in den Fall einzutauchen. Vielleicht lag es auch daran, dass die Pause zwischen Band 1 und diesem Band 2 ein wenig zu lang war? Egal, als ich mich ...

Diesmal brauchte ich doch das erste Viertel um so richtig in den Fall einzutauchen. Vielleicht lag es auch daran, dass die Pause zwischen Band 1 und diesem Band 2 ein wenig zu lang war? Egal, als ich mich eingelesen hatte, fand ich es doch mal wieder sehr beeindruckend, wie Kommissar Paul Lenz sein berufliches und auch privates Leben in Einklang zu bringen versucht. Mit dieser Geschichte ist er in einen Fall involviert, der eine Spur des Todes nach sich zieht und auch vor der Familie seiner Geliebten Maria nicht Halt macht. Wie viel Korruption selbst in uns bekannten Unternehmen wie der Industrie- und Handelskammer steckt ist auf jeden Fall erschreckend und von der russischen Mafia, der „Abschtschjak“ hatte ich bis heute noch nie gehört. Puzzleteilchen für Puzzleteilchen setzen Lenz und seine Truppe das große Ganze zusammen, doch auch er ist vor Schüssen und Erpressungen nicht gefeit. Kann er sein Doppelleben weiterhin aufrechterhalten? Mir gefällt der Schreibstil des Autors, der seine berufliche Karriere ursprünglich mit dem Aufbau eines Motorradgeschäfts begann, inzwischen aber verdient er sich sein Geld seit ca. 2009 als hauptberuflicher Autor.

Veröffentlicht am 07.04.2018

Mal wieder ein Fall mit Bravour gelöst ...

Die Tote von Charlottenburg
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Leo Weichsler ist doch immer wieder eine Reise ins Berlin der 20er Jahre wert! Auch mit diesem Fall beweist er mal wieder eine wunderbare Kombinationsgabe gepaart mit viel Menschlichkeit. Ich hätte ihn ...

Leo Weichsler ist doch immer wieder eine Reise ins Berlin der 20er Jahre wert! Auch mit diesem Fall beweist er mal wieder eine wunderbare Kombinationsgabe gepaart mit viel Menschlichkeit. Ich hätte ihn schütteln mögen, denn ich hatte die Lösung schon nach der Hälfte des Buchs für ihn parat. Wer nun aber denkt, dass dies mein Lesevergnügen geschmälert hat, irrt gewaltig. Im Gegenteil, ich konnte es nun kaum erwarten zu Ende zu lesen um meine Theorie bestätigt zu sehen. Sehr gut gefallen hat mir übrigens, dass wir einen neuen Kollegen kennen lernen durften, der mir gleich ans Herz gewachsen ist. Auf den armen Herrn Sonnenschein wird wohl in den nächsten Bänden noch Einiges zukommen. Während Deutschland noch mitten in der Inflation mit der damit verbundenen Währungsreform steckt und die Menschen ihr Geld so schnell gar nicht ausgeben können, wie es an Wert verliert, machen sich am Himmel schon die dicken schwarzen Wolken des bevorstehenden Nationalsozialismus breit. Auch im Privatleben des Herrn Leo Wechsler bleibt es spannend. So, so ... ein Termin mit der Clara nächste Woche vor der Arbeit ... ich freue mich schon sehr auf den Folgeband dieser reizenden historischen Krimireihe, der Gott sei Dank schon auf meinem SUB auf mich wartet.

Veröffentlicht am 06.04.2018

Wenn ein Bild dein Leben verändert ...

Das geheime Lächeln
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Wenn man den Klappentext liest, könnte man meinen, alles sei schon mal da gewesen, alles hätte man schon mal gehört. Dem möchte ich aber vehement widersprechen. Mit Emilia begegnete ich einer Frau, die ...

Wenn man den Klappentext liest, könnte man meinen, alles sei schon mal da gewesen, alles hätte man schon mal gehört. Dem möchte ich aber vehement widersprechen. Mit Emilia begegnete ich einer Frau, die nach einer persönlichen Lebenskrise auf der Suche nach ihrer eigenen Identität ist. Sie fühlt sich von ihrem Mann hintergangen und nutzt diese Chance nach der Entdeckung des im Klappentext beschriebenen Porträts, die Lücken in ihrem eigenen Leben zu schließen. Nie wurde die ganze Wahrheit offenbart in ihrer Familie. Und nicht nur Emilia litt ihr Leben lang darunter, sondern diese Unterschlagung führte auch zur Ausgrenzung ihrer Großmutter und zum Zusammenbruch ihrer eigenen Mutter Pauline.
Praktisch von der ersten Seite an findet man sich als Leser in die Geschichte eingebunden. Bettina Storks schafft es mir ein Gefühl zu geben, als fieberte ich direkt mit bei der Auktion das Porträt von Sophie, als litt ich mit Emilia und Vladi und als liebte ich mit Sophie und Jean-Pierre. Aber die Zeit drängt, denn Zeitzeugen sind dünn gesät. So reist Emilia also nach Frankreich, wo alles begann, endete um dann wieder zu beginnen. Vollkommen ohne Kitsch dafür mit einer wunderbaren Intensität erzählt die Autorin diese Geschichte. Sie verliert sich zuweilen in Beschreibungen, die mich wünschen ließen, selbst Jahre in der Provence verbracht zu haben. Von mir eine klare Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 05.04.2018

Ich habe das Ende leider nicht mehr miterlebt ...

Die geheimen Schwestern
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Wie kann man ein so interessantes Thema auf solch langweilige Art umsetzen? Hier wurden Chancen vertan dem Hörer die Legenden, die um die mysteriösen Amazonen ranken, näher zu bringen. Die Geschichte hüpft ...

Wie kann man ein so interessantes Thema auf solch langweilige Art umsetzen? Hier wurden Chancen vertan dem Hörer die Legenden, die um die mysteriösen Amazonen ranken, näher zu bringen. Die Geschichte hüpft zwischen Gegenwart und Vergangenheit hin und her, womit ich ja normalerweise kein Problem habe. Aber hier wechselte sich Langeweile mit mehr Langeweile ab, dass ich nach zwei Dritteln schließlich abbrach. Ich kam schon mit dem anderen Buch der Autorin – „Julia“ – nicht zurecht. Sollte sie sich zum Schreiben eines weiteren Buchs entschließen bin ich raus.