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Veröffentlicht am 04.04.2024

„Ein Stück Frankreich, das ins Meer gefallen ist und von England aufgesammelt wurde.“ Victor Hugo

Kalt lächelt die See
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Die Kombination aus Guernsey und Krimi ließ mich zu diesem Buch greifen und was soll ich sagen, gleich die ersten Seiten ließen mich wieder eintauchen in das Leben auf dieser wunderbaren Insel, die hoffentlich ...

Die Kombination aus Guernsey und Krimi ließ mich zu diesem Buch greifen und was soll ich sagen, gleich die ersten Seiten ließen mich wieder eintauchen in das Leben auf dieser wunderbaren Insel, die hoffentlich noch lange ein kleiner Geheimtipp bleiben wird. Während ich bei meinem Urlaub dort natürlich meinen Mann an meiner Seite hatte, begleite ich diesmal Kate Langlois, eine Polizistin, die mit ihrem Team das Verschwinden eines Ehepaares aufzuklären hat. Doch es ist nicht nur irgendein Ehepaar. Nein, die Beiden waren vor zwei Jahren bereits in den Schlagzeilen, denn da verschwand ihre kleine Tochter spurlos. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt …

Schon auf den ersten Seiten erkannte ich die Liebe zu Guernsey, die die Autorin verspüren muss. Sie nimmt ihre LeserInnen an die Hand und läuft mit ihnen durch die steilen Gassen der Altstadt von St. Peter Port, schickt sie an den Hafen, wo sie die vielen Boote bei Ebbe und Flut bewundern können und zeigt ihnen verborgene kleine Buchten, die ein Fremder nie entdeckt hätte. Ganz nebenbei hat sie sich natürlich auch noch eine spannende und verwobene Kriminalgeschichte ausgedacht, die es in sich hat. Die Story eignet sich wunderbar zum Miträtseln und zwischendurch mal wieder bei Fish and Chips oder einem leckeren Eis innezuhalten. Die Charaktere in „Kalt lächelt die See“ sind wunderbar gezeichnet. Die Stimmung im Team wird genauso gut rübergebracht wie die Melancholie des französischen Archäologen Nicolas Arture. Mit Kate, ihrem Team und besonders auch ihrer lebhaften Familie möchte ich gerne weitere Stunden verbringen und freue mich bereits heute auf den zweiten Teil. Aber erstmal vergebe ich für diesen Serienauftakt natürlich „insulanische“ fünf von fünf Sternen verbunden mit einer Leseempfehlung, an alle, die die die Insel Guernsey bereits kennen oder hiermit kennenlernen möchten.

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Veröffentlicht am 03.04.2024

Liebe kann man nicht befehlen ...

Wenn's am schönsten ist
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Lukas, der kurz vor dem Abitur steht, lebt mit seiner Mutter Sabine zusammen, die ihn praktisch sein ganzes Leben alleine großgezogen hat. Denn sein Vater Peter hat sich einfach so aus dem Staub gemacht ...

Lukas, der kurz vor dem Abitur steht, lebt mit seiner Mutter Sabine zusammen, die ihn praktisch sein ganzes Leben alleine großgezogen hat. Denn sein Vater Peter hat sich einfach so aus dem Staub gemacht … sagt Sabine! Doch was steckt wirklich dahinter, dass der Vater ihn damals im Stich gelassen hat, und warum hat er nie versucht, ihn zu kontaktieren? Auf einer Feier zum 70. Geburtstag der Großmutter treffen Peter und Lukas aufeinander. Es sollte eine Annäherung werden, die in einem Desaster endet. Gibt es denn überhaupt noch eine Hoffnung auf Versöhnung, Annäherung oder gar eine Beziehung zwischen den Beiden oder ist die Atmosphäre einfach zu vergiftet?

Die wunderbare Autorin Astrid Ruppert, die mich schon mit ihrer Winter-Frauen-Trilogie verzaubert hat, schafft es auch diesmal wieder mich einmal komplett zu überzeugen. Sehr anschaulich verarbeitet sie in ihrem vorliegenden Roman eine traurige Thematik, die leider in vielen Haushalten Alltagsrealität ist. Und doch besteht immer wieder das berühmte Quäntchen Hoffnung, dass die Vernunft und vor allem die Liebe siegen wird. „Wenn’s am schönsten ist“ stellt dies auf ausdrucksstarke Weise unter Beweis und ließ mich immer wieder mit einem lachenden und einem weinenden Auge durch die Geschichte navigieren. Von mir gibt es begeisterte fünf Sterne und eine dicke, fette Leseempfehlung. Das Buch lässt mich nachdenklich, ein wenig traurig aber auch hoffnungsvoll zurück, denn … aufgeben gibt’s nicht!

Veröffentlicht am 02.04.2024

Wie ist es doch am Rhein so schön ...

Loreley - Die Frau am Fluss
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Note 2: Mit „Loreley: Die Frau am Fluss“ begebe ich mich an den Mittelrhein in die Zeit der Romantik, die in Romanen derzeit eher weniger Beachtung zu finden scheint. Umso spannender fand ich diese Reise ...

Note 2: Mit „Loreley: Die Frau am Fluss“ begebe ich mich an den Mittelrhein in die Zeit der Romantik, die in Romanen derzeit eher weniger Beachtung zu finden scheint. Umso spannender fand ich diese Reise auf der ich Julie, ihre Schwester Ruth und Gregor kennenlerne, zwei verwaiste Schwestern und der Sohn ihres Vormunds. Während die blinde Ruth sich nach Gregor verzehrt, hat dieser nur Augen für Julie, die mit ihrer umwerfenden Schönheit verzaubert aber durch diese auch Missgunst und Neid schürt. Schließlich wird Julie gezwungen ihrer Heimat für immer den Rücken zu kehren und die Schwester im Stich zu lassen. Doch sie ist eine starke junge Frau, die nicht nur schön, sondern auch klug und mutig ist. Sie geht ihren Weg und lernt Johann kennen, der ebenfalls keine Familie mehr hat und eine schwere Schuld im Gepäck mit sich trägt. Wird es den Beiden gelingen, alle Hindernisse zu überwinden und die Vergangenheit hinter sich zu lassen?
Ein wunderschönes Cover und der einprägsame Titel machten es mir schwer, nicht sofort alles stehen und liegen zu lassen und einzutauchen in die Geschichte um Julie, Johann und den mächtigen Rhein. Endlich fand ich jetzt die nötige Zeit und Ruhe und konnte eintauchen in eine Geschichte, die mich anfangs schwer in den Bann zog. Man merkte beim Lesen, dass die Autorin Susanne Popp sich richtig in die Recherche reingekniet haben muss, denn sie schafft es, mich als Leserin tief eintauchen zu lassen in die Welt des angehenden 19. Jahrhunderts am Rhein mit seinen Besonderheiten, egal ob erschaffen durch den Menschen oder die Natur. Spannend fand ich auch die Informationen zur Rheinbegradigung und der aufkommenden Dampfschifffahrt, hier hätte ich mir jedoch ein wenig mehr Tiefe gewünscht. Überhaupt fängt die Geschichte leider irgendwann an ein wenig zu plätschern und das Ende ließ mich ein wenig enttäuscht zurück. Hierfür ziehe ich ein Sternchen ab, sage aber dennoch „Chapeau“ an die Autorin für ein interessantes Werk, das bei mir mal wieder die ein oder andere Wissenslücke schließen konnte. Ich vergebe „rheinische“ vier von fünf Sternen und freue mich schon auf den Folgeband, der wohl im Herbst erscheinen soll. Der Ausgang dieses ersten Teils erlaubt ja durchaus Raum für Spekulationen …

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Veröffentlicht am 02.04.2024

Heimerziehung nach modernen pädagogischen Prinzipien ... Wunsch oder Wirklichkeit?

Die Kinder von Schönbrunn (Die Schönbrunn-Saga 2)
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Mit „Die Kinder von Schönbrunn“ darf ich nach Wien reisen, wo ich gleich die beiden Schwestern Greta und Emma im Geiste wieder in die Arme schließen darf. Während die „große“ Schwester Emma sich ihren ...

Mit „Die Kinder von Schönbrunn“ darf ich nach Wien reisen, wo ich gleich die beiden Schwestern Greta und Emma im Geiste wieder in die Arme schließen darf. Während die „große“ Schwester Emma sich ihren Traum Tierärztin zu werden erfüllen konnte und nun gemeinsam mit ihrem Mann die Praxis des verstorbenen Vaters weiterführt, fristet Greta ein eher unglückliches Leben. Sie trauert noch immer dem im Krieg vermissten Mann Gustav nach und verkriecht sich, gemeinsam mit ihrem kleinen Töchterchen, im Haus ihrer Schwester. Doch ein für sie außergewöhnlicher Spaziergang im Park scheint ihrem Leben bald einen neuen Sinn zu geben. Ermutigt durch eine Fremde, besucht sie die Werbeveranstaltung der Erzieherschule im Schloss Schönbrunn und beschließt spontan einer Ausbildung zuzustimmen. Endlich scheint ihr Leben wieder einen Sinn zu bekommen, wird sie es auch schaffen, ihrem geliebten Gustav endlich seine verdiente letzte Ruhe zu gönnen?

Beate Maly, die auch unter den Pseudonymen Laura Baldini und Lina Jansen schriftstellerisch unterwegs ist, gehört mit zu meinen liebsten österreichischen Autorinnen und hat mir auch mit diesem zweiten Teil der Schönbrunn Dilogie wunderbare Lesestunden beschert. Eindrucksvoll beschreibt sie die schrecklichen Bedingungen und die Armut, unter der Kinder der unteren Bevölkerungsschichten leiden mussten und wie und warum sie oft als letzten Ausweg im Kinderheim landen, wo sie nach der Aufnahme oft auf Vorurteile, Ablehnung und teilweise drastische Strafen stießen.

Während sich die Geschichte flüssig und angenehm liest, hätte ein wenig mehr Tiefe und Raffinesse und definitiv ein paar mehr Seiten den Figuren und der Handlung sicher nicht geschadet. Band zwei reicht in meinen Augen nicht ganz an den Vorgängerband heran. Aber alles in allem habe ich den historischen Roman, der - ausgenommen sind unsere Protagonisten – durchaus auf wahren Tatsachen beruht, sehr gerne gelesen. Die Autorin hat mich definitiv dazu inspiriert neben dem Lesen ein wenig das Internet zu bemühen und mich mal wieder in meinem Wunsch auf einen baldigen Besuch in Wien bestärkt. Von mir bekommt der Roman solide vier von fünf Sterne verbunden mit einer definitiven Leseempfehlung. Auf jeden Fall handelt es sich um eine gelungene Fortsetzung zu dem Vorgänger „Die Frauen von Schönbrunn“.

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Veröffentlicht am 30.03.2024

Es lebe der Zentralfriedhof, die Szene wird makaber ...

Der Tote vom Zentralfriedhof
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„Der Tod, das muss ein Wiener sein”, heißt es in einem Lied von dem längst verstorbenen Sänger, Komponist und Dichter Georg Franz Kreisler, und er bezeichnete Wien gerne als das Zentrum des Morbiden. Da ...

„Der Tod, das muss ein Wiener sein”, heißt es in einem Lied von dem längst verstorbenen Sänger, Komponist und Dichter Georg Franz Kreisler, und er bezeichnete Wien gerne als das Zentrum des Morbiden. Da könnte er absolut recht gehabt haben, denn in diesem vierten Band rund um die Journalistin Sarah Pauli gelingt es zwei als Gärtner verkleideten Männern am helllichten Tag einen Sarg aus einem Mausoleum auf dem Zentralfriedhof zu stehlen. „Wer macht denn sowas?“, fragt ihr euch zu Recht, denn der ziemlich prominente und zu Lebzeiten nicht unvermögende Tote hat dort bereits vor fünf Jahre seine vermeintlich letzte Ruhe gefunden. Zeitgleich kontaktiert Sarah Pauli, die eine neue Serie über das mystische Wien schreiben will, eine Wiener Fremdenführerin namens Erika, die wie sie das Übernatürliche liebt. Die Beiden verabreden sich in einem Café, doch Erika taucht niemals auf. Sie scheint spurlos verschwunden und nachdem der Verdacht erst auf ihren Ehemann fällt, versucht Sarah verzweifelt Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Fällen herzustellen. Ihr ahnt es. Sie schlägt sämtliche gutgemeinten Warnungen in den Wind und macht sich auf die Suche …
Auch dieser vierte Band liest sich wieder in einem Rutsch, besonders, da mir diese Reihe und mit ihr Sarah, Conny und David inzwischen doch recht ans Herz gewachsen sind. Warum vergebe ich diesmal also nur drei Sterne? Es war mir schlicht und einfach ein wenig „too much“ mit den Glücksbringern, den Pechsträhnen, den Verschwörungstheorien und was sonst so aus Sarahs klugen „Goscherl“ kam. Schade, dadurch wirkte die Geschichte ein wenig konstruiert obwohl die Idee rund um den Kriminalfall eigentlich genial ist. Ich vergebe diesmal nur dreieinhalb von fünf Sternchen aber bleibe der Reihe natürlich absolut treu. Ach ja, welche neue Location habe ich mir diesmal auf mein travel log gesetzt? Selbstverständlich ein erneuter Besuch auf dem Zentralfriedhof und ein anschließender Besuch in einem traditionellen Café bei einer schönen Mélange oder doch lieber bei einem kleinen Schwarzen?

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