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Veröffentlicht am 12.07.2021

Maia ... eine Tochter Rio de Janeiros ...

Die sieben Schwestern
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Ich gestehe, ich habe dieses Buch schon vor sechs Jahren gelesen und mein Kommentar war damals: Mal wieder ein Buch, das man zuklappt und seufzt: „Ach, war das schön!“
Aber nachdem mir nun die Hörbücher ...

Ich gestehe, ich habe dieses Buch schon vor sechs Jahren gelesen und mein Kommentar war damals: Mal wieder ein Buch, das man zuklappt und seufzt: „Ach, war das schön!“
Aber nachdem mir nun die Hörbücher zu dieser wunderbaren Reihe quasi in den Schoß fielen, habe ich mich entschlossen, die Reihe noch einmal ganz in Ruhe von Anfang an zu hören. Wie ich schon bei der Buch Rezension bemerkte, gefiel mir auch diesmal die intensive Beschreibung Rio de Janeiros sehr gut. Eine Stadt, von der ich so wenig weiß und die für mich auch in Gedanken am anderen Ende der Welt liegt. Sehr eindrucksvoll beschreibt die Autorin auch die weniger schönen Ecken und die weniger privilegierten Menschen. Der Schriftsteller Floriani bringt dieses Schicksal sehr treffend auf den Punkt, in dem er Maia mitteilt, dass man in Brasilien entweder unverschämt reich oder bettelarm ist.
Zudem lerne ich in diesem ersten Band am Rande auch die anderen Schwestern kennen, mit denen sich Lucinda Riley in den Folgebänden befassen wird. Ich bin schon sehr gespannt, wie es weitergehen wird.
Natürlich wird mein Hörvergnügen überschattet von der Tatsache, dass diese wunderbare Autorin inzwischen verstorben ist. Nicht nur mit der Schwestern Reihe hat sie mir schon seit Jahren viele zauberhafte Lese- und Hörstunden beschert. In Gedanken halte ich ihr Erbe in Ehren. Sie ist viel zu jung von uns gegangen.

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Veröffentlicht am 11.07.2021

Menschenrechte ... Fehlanzeige!

Der Himmel über Alabama
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Dieser interessante Roman zum Themen Sklaverei in den Südstaaten wird aus vier Sichtweisen erzählt, aus der von Clarissa und ihrer Mutter Theodora sowie aus der von Sarah und ihrer Mutter Emmeline. Mrs. ...

Dieser interessante Roman zum Themen Sklaverei in den Südstaaten wird aus vier Sichtweisen erzählt, aus der von Clarissa und ihrer Mutter Theodora sowie aus der von Sarah und ihrer Mutter Emmeline. Mrs. Theodora Allen kommt aus einer liebevollen und aufgeschlossenen Familie, die ihrer Tochter ein freies und glückliches Leben geboten hatten. Der Schock muss groß gewesen sein, als ihr Ehemann kurz nach der Hochzeit sein wahres, brutales Gesicht zeigt. So steckt sie schließlich all ihre Liebe und ihr Wissen in ihre eigene Tochter Clarissa. Eng ist das Leben der Familie Allen mit dem der Haussklavin Emmeline und ihrer Tochter Sarah verbunden. Während Sarah privilegiert als Spielgefährtin Clarissas dienen darf, muss Emmeline Mr. Allen jede Nacht zu Diensten sein. Ein Dienst, der Theodora traurig und verstört zurücklässt und auch für Emmeline nicht ganz ohne Folgen bleibt. Auf perfide Weise wird sich diese Konstellation später wiederholen …

Das Buch gibt einen hervorragenden Einblick in das damalige Leben in den Südstaaten Amerikas, das bunt und schillernd aber auch oft bedrückend und grausam war. Die Slaven wurden umgetrieben vom Fluchtgedanken, die Herren der Plantagen vom Gedanken an Unterdrückung und Gehorsam. Die Autorin zeichnet ein durchaus anschauliches Bild der Zeit aber mir fehlte beim Lesen manchmal ein wenig die Emotion und die Leidenschaft. An mancher Stelle wirkte die Geschichte fast wie eine Aufzählung von Geschehnissen, die sich locker aneinanderreihten. Ein spannendes Thema mit einem überraschenden Ausgang, das leider nicht ganz so spannend umgesetzt wurde. Von mir gibt es dreieinhalb von fünf Sternen.

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Veröffentlicht am 09.07.2021

Die Ruhrbesetzung und andere kleine und große Tragödien ...

Kornblumenjahre
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In aus dem ersten Teil gewohnter Schreibweise geht die Jahrhundertsaga weiter. Diesmal reisen wir im Handlungsstrang der Vergangenheit der Zukunft ein wenig entgegen, und zwar in die zwanziger Jahre des ...

In aus dem ersten Teil gewohnter Schreibweise geht die Jahrhundertsaga weiter. Diesmal reisen wir im Handlungsstrang der Vergangenheit der Zukunft ein wenig entgegen, und zwar in die zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts. Für die Hauptcharaktere Sophie, Johanna und Luise geht es spannend weiter. Die mutige Sophie flieht ins von den Franzosen besetzte Ruhrgebiet und hat eine wundersame und gleichzeitig tragische Begegnung mit ihrem geliebten Pierre. Sie versucht bei Luise und Siegfried unterzukommen, doch dessen Franzosenhass macht ein gemeinsames Wohnen unmöglich. Inzwischen merkt Johanna, dass sie sich immer mehr von ihrem Mann entfremdet und auch Irina aus Russland hat das Glück leider nicht für sich gepachtet …

Im Handlungsstrang der Gegenwart geht das Rätselraten weiter. Geschürt wird dieses durch geheimnisvolle Aussagen von Johannes Schwester Franziska. Was versucht sie den jungen Leuten zu vermitteln, was zu verschweigen?

Ich muss sagen, dieser zweite Band hat mir besser gefallen als der Einstiegsteil. Inzwischen war ich vertraut mit den Namen und hatte mich direkt gefreut auf das Wiedersehen. Auch der geschichtliche Hintergrund brachte für mich neue Erkenntnisse. Über die Besetzung des Ruhrgebiets durch die Besatzungsmacht der Franzosen hatte ich noch so gar nichts gelesen. Ich freue mich ja immer dazuzulernen.

Band drei liegt bereits lesebereit auf dem SUB und wird bald in Angriff genommen. Ich bin schon sehr gespannt auf die Fortsetzung und vergebe für „Kornblumenjahre“ viereinhalb wohlverdiente Sterne.

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Veröffentlicht am 08.07.2021

Wer ist eigentlich dieser "Papa"?

Eismord
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Noch immer trauert John Cardinal um seine verstorbene Frau. Nur schwer trösten Fernsehabende mit Kollegin Lise Delorme über seine Einsamkeit hinweg. Doch schon kommt die gewünschte und dennoch gefürchtete ...

Noch immer trauert John Cardinal um seine verstorbene Frau. Nur schwer trösten Fernsehabende mit Kollegin Lise Delorme über seine Einsamkeit hinweg. Doch schon kommt die gewünschte und dennoch gefürchtete Abwechslung in Form eines brutalen Doppelmords daher. In einem einsamen Ferienhaus, das schon einige Zeit auf dem Markt zum Verkauf steht, werden zwei grausam hingerichtete Leichen entdeckt … John Cardinal hat einen neuen Fall! Und muss diesmal tief in die Vergangenheit eintauchen um fündig zu werden. In der Zwischenzeit bleibt das russische Pelzhändlerehepaar nicht das einzige Opfer …
Superspannend mit Tiefgang! Besser kann diesen fünften Teil der Reihe um Detective John Cardinal eigentlich nicht beschreiben. Der Autor Giles Blunt entführt uns mal wieder in den verschneiten Nordosten Kanadas nach Algonquin Bay, eine kleine fiktive Stadt für die North Bay am Lake Nipissing Pate stand. Hier stellt er uns einem Mann vor, der sich „Papa“ nennt und sich mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen ein kleine Killergang herangezogen hat, die ihm fast bedenkenlos gehorcht. Wird es John zusammen mit Lise gelingen, diesen Ring zu sprengen?
Ich persönlich fühlte mich bestens unterhalten und vergebe dem Hörbuch mit fünf Sternen die volle Punktzahl. Als kleinen Tipp gebe ich mit auf den Weg, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu genießen, da doch die ein oder andere persönliche Entwicklung der Charaktere eine Rolle spielt.

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Veröffentlicht am 06.07.2021

Lass das bloß nicht Dieter sehen ...

Grenzgängerin aus Liebe
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In seinen zwanziger Jahren ist man noch leicht zu beeindrucken und verliebt sich gerne. Genau das widerfährt auch der jungen Sophie, die sich von Karsten, dem älteren und durchaus wohlhabenden und einflussreichen ...

In seinen zwanziger Jahren ist man noch leicht zu beeindrucken und verliebt sich gerne. Genau das widerfährt auch der jungen Sophie, die sich von Karsten, dem älteren und durchaus wohlhabenden und einflussreichen Mann, gerne verwöhnen lässt. Immer wieder verspricht er ihr ein gemeinsames Leben, das er vorab mit Geschenken und immer neuen Liebesschwüren untermalt. Doch natürlich stehen seine Frau und Kinder besonders in den Ferien und an Wochenenden im Vordergrund. Geplagt vom schlechten Gewissen ermöglicht er ihr einen Urlaub in Bulgarien, bei dem Sophie den jungen, gutaussehenden Hermann aus dem Westen über den Weg läuft. Es scheint Liebe auf den ersten Blick für Hermann, der die junge Ostdeutsche gerne mit Agneta von Abba vergleicht. Der Urlaub geht zu Ende und von nun an ist Sophie hin und her gerissen … Hermann im Westen scheint unerreichbar aber eine gemeinsame Zukunft mit Karsten zeichnet sich auch nicht ab … Sophie wagt einen Schritt, für den sie für die nächsten Jahre bitter bezahlen wird …

Ich muss gestehen, dass ich zu Anfang einfach nur mit dem Kopf schüttelte bezüglich der Naivität der Protagonistin. Kann man wirklich immer wieder genau das Falsche tun? Schließlich kam ich jedoch zu dem Entschluss, dass es wohl durchaus möglich ist, dass man sich immer tiefer in den Dreck reitet, ohne wirklich etwas dagegen machen zu können. Auch ich habe in meinem Leben viel riskiert, musste aber Gott sei Dank dafür nicht so bitter bezahlen wie Sophie. Ich freue mich, dass sie dank Hera Lind ein kleines Sprachrohr in die Welt bekommt, ihr Schicksal zu teilen und hoffe, dass sie trotz aller Widrigkeiten noch viele schöne Jahre genießen konnte und weiterhin kann. Mein abgezogenes Sternchen bezieht sich nicht auf Sophies Geschichte, sondern auf die sprachlichen Schnitzer, die den Charakteren Redewendungen des 21ten Jahrhunderts in den Mund legten, die es damals unmöglich gegeben haben konnte. Dank Svenja Pages, DER Stimme für Hera Lind Hörbücher, hat mich das Hörbuch bestens unterhalten und ich vergebe somit verdiente vier von fünf Sternen.

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