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Veröffentlicht am 29.11.2021

Die Prinzessin die ihren eigenen Weg geht

Diana (Ikonen ihrer Zeit 5)
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Wer kennt sie nicht die berühmte Lady Di? Als kleines Mädchen hegt sie den Traum einmal eine Prinzessin zu sein. Niemals hätte sie gedacht dass ihr Traum in Erfüllung gehen könnte. Unsterblich ist sie ...

Wer kennt sie nicht die berühmte Lady Di? Als kleines Mädchen hegt sie den Traum einmal eine Prinzessin zu sein. Niemals hätte sie gedacht dass ihr Traum in Erfüllung gehen könnte. Unsterblich ist sie als Teenager in Prinz Charles verliebt. Der verspielte Teenager, der in seiner Freizeit gerne Ballett tanzt, versucht Prinz Charles zu umgarnen und für sich zu gewinnen. Doch ganz so einfach gestaltet sich dieses Unterfangen nicht. Charles lässt sie zappeln und zappeln. Diana hält das bald nicht mehr aus. Als sie bereits die Hoffnung aufgegeben hat, erhält sie von Charles einen Heiratsantrag und ihr Traum geht in Erfüllung: Sie wird die Prinzessin of Wales. Doch das Leben am Königshof gestaltet sich sehr schwierig und Diana findet sich sehr schlecht zurecht. Das Hofprotokoll ist sehr streng und legt Diana ein Korsett an. Immer wieder versucht sie aus diesem Korsett auszubrechen und ihre eigenen Interessen zu verfolgen. Dies gefüllt der Königsfamilie jedoch gar nicht. Hinzu kommt dass sie kein Schritt für sich alleine machen kann. Immer wieder muss sie auf die Journalistin aufpassen die ihr auf Schritt und Tritt folgen. Charles scheint sich nicht sehr für sie zu interessieren und pflegt immer noch intensiven Kontakt mit ihrer Rivalin Camilla. Es scheint eine Ehe zu dritt zu sein. Es gibt immer mehr Grabenkämpfe zwischen Diana und Charles und auch sie versucht ihr Glück ausserhalb ihrer Ehe. Diana entwickelt sich zu einer immer stärkeren Persönlichkeit, welche ihren eigenen Weg geht.

Ein sehr spannendes Buch über eine beeindruckende Persönlichkeit, das mich gleich ab der ersten Seite gefesselt hat. Eine Geschichte zwischen Realität und Fiktion die Julie Heiland auf eine interessante Art und Weise erzählt.

Die Geschichte dreht sich natürlich um Diana und Charles die beiden Hauptprotagonisten. Doch auch wird die Königsfamilie immer wieder erwähnt und man erhält einen guten Einblick in das Leben hinter den Mauern des Königspalast. Camilla, die Erzrivalin, darf natürlich auch nicht fehlen. Sie ist eine fast unerlässliche Persönlichkeit für die Geschichte rund um Charles und Diana. Sie wird immer wieder gekonnt in Szene gesetzt. Und dann sind da noch die beiden Kindern William und Harry, welches bereits als kleine Kinder eine große Last auf ihrem Rücken tragen. Das Hofprotokoll ist für Kinder vermutlich sehr schwer zu begreifen und dann ist da noch die nicht ganz so einfache Ehe ihrer Eltern. Und wie muss es erst im Internat sein, wenn man die zukünftigen Thronfolger ist? Immer beobachtet und vermutlich auch teilweise ausgegrenzt. Alles was man macht wird auf das Silbertablett gelegt und einen falschen Schritt kann man sich fast nicht erlauben.

Für mich ein sehr spannendes Buch über das Leben von Diana und ihr Umfeld. Ich kann das Buch all denjenigen die historische Romanbiografien lieben sehr empfehlen.

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Veröffentlicht am 21.11.2021

Auf der Spur nach dem Familiengeheimnis – spannende Familiengeschichte

Die Magnolienfrauen
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Felicia oder Fee wie sie genannt wird, wird von der Vergangenheit eingeholt. Der Mörder ihrer besten Freundin Eva will sie treffen. Ihr Leben gerät dadurch komplett ins Wanken. Kurz vor ihrem Tod offenbart ...

Felicia oder Fee wie sie genannt wird, wird von der Vergangenheit eingeholt. Der Mörder ihrer besten Freundin Eva will sie treffen. Ihr Leben gerät dadurch komplett ins Wanken. Kurz vor ihrem Tod offenbart Fee’s Grossmutter ihr ein lang gehütetes Familiengeheimnis. Fee erbt den Anteil am Haus in Brissago und versucht den letzten Wunsch ihrer Grossmutter Violetta zu erfüllen. Ihr Verlobter Christian ist ihr in der ganzen Situation keine grosse Hilfe. Seine politische Karriere und sein Ansehen ist ihm viel wichtiger als sich mit den Gefühlen seiner Verlobten auseinanderzusetzen. Fee beschliesst in die ‘Magnolienvilla’ nach Brissago zu reisen und da den Verkauf des Hausanteils abzuwickeln. Dabei will sie auch Abstand zu der Situation mit ihrem Verlobten und dem tragischen Vorfall mit Eva gewinnen. Doch in Brissago wartet Pippa, die Halbschwester ihrer Grossmutter, auf sie und ist gar nicht begeistert. Doch Fee ist immer darum bemüht die eisige Stimmung zwischen ihr und Pippa irgendwie zum Leben zu erwecken. Im Tessin öffnen sich für Fee immer weitere Familiengeheimnisse und sie stellt eigene Nachforschungen an. Ein wichtiger Punkt ist auch, dass sie ihre Urgrossmutter Alice findet. Doch die grosse Frage ist, ob diese überhaupt noch lebt und sie ihr die Botschaft ihrer Grossmutter überbringen kann. Grosse Unterstützung erhält sie vom Nachbar Nando. Gelingt es den beiden das Familiengeheimnis der Ferrazinis zu lüften?

‘Die Magnolienfrauen’ ermöglichen dem Leser ein einmaliges Erlebnis in einen wunderschönen Ort abzutauchen. Durch die Erzählungen scheint man direkt im Geschehen zu sein und kann sich die Situationen sehr gut bildlich vorstellen. Mich hat das Buch gleich ab der ersten Seite gefesselt und bis am Schluss nicht mehr losgelassen. Besonders spannend war, dass die Geschichte aus zwei verschiedenen Zeitepochen beschrieben wurde. Fee’s Geschichte und ihre Nachforschungen in der Gegenwart wurden immer wieder durch Schilderungen aus Sicht von Alice ergänzt. Beides zusammen gab dann einen roten Faden in der Geschichte und war pro Kapitel gut aufeinander abgestimmt.

Fee, wie auch alle anderen ‘Magnolienfrauen’ sind sehr starke Frauen, welche für Gerechtigkeit einstehen und sich auch nicht so schnell einschüchtern lassen. Während ihrer Recherche erfährt Fee sehr viel über den 2. Weltkrieg im Tessin. Sie erfährt wie ihre Familie dazumal gelebt hat, wie unterschiedliche Ansichten die Familie gespalten haben und was die Schmuggler mit ihrer Familie zu tun hatten. Ganz zu Beginn konnte ich mit Pippa nicht viel anfangen. Sehr stur und trotzig kommt sie rüber. Je mehr man jedoch über die Familiengeschichte erfährt, desto nachvollziehbarer ist ihr Verhalten.

Ein fesselndes Buch für gemütliche Lesestunden, das jedem Liebhaber von historischen Familiengeschichten sehr zu empfehlen ist.

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Veröffentlicht am 07.11.2021

Packender Krimi

Meeressarg (Ein Fabian-Risk-Krimi 6)
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Auf einer erzwungenen Kanutour entdeckt eine Frau per Zufall unter Wasser ein Auto mit zwei Leichen. Bei den Leichen handelt es sich um eine Frau und einen Mann, die beide zuerst nicht identifiziert werden ...


Auf einer erzwungenen Kanutour entdeckt eine Frau per Zufall unter Wasser ein Auto mit zwei Leichen. Bei den Leichen handelt es sich um eine Frau und einen Mann, die beide zuerst nicht identifiziert werden können. Schnell ist klar, dass es sich hierbei nicht um einen Unfall handelt, sondern ein Mord war. Doch das Ermittlerteam rund um Jan Husk tut sich schwer ein mögliches Motiv zu finden und den Tathergang zu rekonstruieren. Der tote Mann wird als hochrangiger Beamter identifiziert und es ist höchste Geheimhaltung über die Ermittlungen gewünscht. Wer die tote Frau ist, bleibt lange unklar und scheint für die Ermittlungen auch nicht sehr relevant zu sein. Jan Husk fühlt sich in der Rolle des Ermittlungsleiters nicht besonders wohl, vor allem da er sich durch seinen Chef Kim Sleizer unter Druck gesetzt fühlt. Und der scheint auch irgendwie ein komisches Spiel zu spielen. Dunja Hougard, die von Kim Sleizer aus dem Polizeidienst gedrängt wurde, scheint immer mehr Beweise für die Machenschaften von Kim Sleizer zu haben und möchte ihn in die Ecke drängen. Doch das ist nicht so ganz einfach, den auch er hat seine Waffen um sie auszuschalten. Ein spannendes Katz und Maus-Spiel zwischen den beiden. Und dann ist da noch Fabian Risk, der erst kürzlich seinen Sohn verloren hat, der auch eine offene Rechnung mit Sleizer hat. Irgendwie scheinen alle Fäden der Ermittlungen und Machenschaften bei Sleizer zusammenzukommen. Nur eine Vermutung, ein purer Zufall oder doch die erschreckende Wahrheit?

‘Meeressarg’ hat mich gleich von der ersten Seite an gepackt und gegen Schluss konnte ich das Buch gar nicht mehr weglegen. Es werden viele verschiedene Handlungsstränge beschrieben, die zu Beginn etwas verwirren, jedoch am Schluss durchaus Sinn ergeben.

Jan hat als Ermittler keine einfachen Stand. Er muss gegen viele Widerstände ankämpfen und er fühlt sich überhaupt nicht wohl in seiner neuen Rolle. Als Leser kann man sich sehr gut in ihn hineinversetzen und diese Unsicherheit spüren. Und sich dann auch noch verfolgt fühlen, löst nochmals einen grösseren Stress aus. Aber auch Dunja hat es nicht leicht. Sie lebt ständig in der Gefahr, aufzufliegen oder nach der Suchmeldung verhaftet zu werden. Sie bedient sich wahrlich nicht immer den zulässigen Methoden, sie verfolgt jedoch ein konkretes Ziel wo dies auch notwendig ist. Mit Sleizer konnte ich mich von Beginn weg nicht anfreunden. Ein überheblicher Typ mit einem enormen Selbstbewusstsein, das niemand zerstören kann. Auch kommt er sehr speziell rüber, irgendwas scheint er zu verbergen, den wieso weiss er sehr schnell immer genau wo er suchen muss?

Obwohl ich die vorherigen Bände nicht gelesen habe, bin ich sehr gut in die Geschichte reingekommen. Ich hatte nie das Gefühl irgendwelche Informationen zu vermissen, die für das Verständnis wichtig gewesen wären.

Ein packender Krimi, der sehr zu empfehlen ist.

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Veröffentlicht am 31.10.2021

spannender und fesselnder Roman über die Ullstein-Frauen

Die Ullsteinfrauen und das Haus der Bücher
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Immer wieder entflieht Rosalie Gräfenberg Paris und kehrt zurück in ihre Heimat Berlin. Die Journalistin verfasst zwischendurch Reiseberichte für den Ullstein-Verlag. Auf einem Bankett lernt sie den Generaldirektor ...

Immer wieder entflieht Rosalie Gräfenberg Paris und kehrt zurück in ihre Heimat Berlin. Die Journalistin verfasst zwischendurch Reiseberichte für den Ullstein-Verlag. Auf einem Bankett lernt sie den Generaldirektor Franz Ullstein kennen. Die beiden verstehen sich gleich auf Anhieb und es dauert nicht lange, bis der verwitwete Franz ihr einen Heiratsantrag macht. Nach einer Bedenkzeit entscheidet sich Rosalie für die Ehe. Die Familie Ullstein sieht es aber nicht gerne, dass Franz nochmals heiratet und dann noch so eine junge Frau. Sie versuchen die beiden mit allen vorhandenen Mitteln auseinanderzubringen. Doch Rosalie ist eine sehr selbstbewusste Frau und lässt sich nicht so schnell aus der Ruhe bringen. In ihrer Freundin Vicky Baum findet sie eine Unterstützerin und die beiden lassen sich von der dominierenden Männerwelt nicht einschüchtern. Beide leben ein freies Leben und möchten ihre Freiheit um keinen Preis aufgeben. Auch Lili, das Tippfräulein von Vicky, möchte ihren eigenen Traum verfolgen. Der kreative Kopf im Vorzimmer schreibt ein eigenes Buch und muss allen Mut zusammen nehmen, um dieses Vicky vorzustellen. Drei Frauen, mit ihrem Drang nach Freiheit und eine dominierende Männerwelt. Kann das gut gehen?

‘Die Ullsteinfrauen und das Haus der Bücher’ fesselt den Leser bereits auf der ersten Seite und die Geschichte rund um die drei Frauen und den Ullstein-Verlag lassen einem nicht mehr los. Es ist schwierig zu beurteilen, was wirklich Realität und was Fiktion ist. Auf den ersten Blick ist alles Realität, wenn man dann aber weiter überlegt, vermutet man bereits das es Passagen gibt, die nicht der Realität entsprechen. Ich finde es gut, dass im Schlusswort näher darauf eingegangen wird und der Leser auf diese Thematik aufmerksam gemacht wird.

Die drei Frauen Rosalie, Vicky und Lili sind drei starke Frauen, wobei jede ihre Meinung vertritt. Diese drei Protagonisten waren mir bereit am Anfang sehr sympathisch. Rosalie, welche möglichst ihre Freiheit geniessen und ihre Träume verwirklichen möchte, Vicky die ebenfalls von der Freiheit besessen ist und sich von niemanden was diktieren lässt. Und dann ist da noch Lili, die vermeintlich kleine und scheue Schreibkraft. Auch sie hat ihre Vorstellungen vom Leben und möchte diese auch verwirklichen. Diese drei Frauen sind eine bunte Mischung, die perfekt zusammen passt.

Für mich ein sehr gelungener Roman, den ich verschlungen habe und jedem weiterempfehlen kann.

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Veröffentlicht am 25.10.2021

Ruhiger, fesselnder Thriller

TAKEOVER. Und sie dankte den Göttern ...
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Nicky Landsaat lebt zusammen mit ihrer Familie in Amsterdam. Eine Bilderbuchfamilie sieht aber anders aus: ihr Vater ein richtiger Tyrann, ihre Mutter schluckt alles und verkriecht sich und ihre Geschwister ...

Nicky Landsaat lebt zusammen mit ihrer Familie in Amsterdam. Eine Bilderbuchfamilie sieht aber anders aus: ihr Vater ein richtiger Tyrann, ihre Mutter schluckt alles und verkriecht sich und ihre Geschwister sind drogenabhängig und sind kriminell. Als einzige der Familie hat sie es zu etwas gebracht und verfügt über einen hervorragenden Studienabschluss. Nicky bewirbt sich bei Christie NV, einer Beratungsfirma, die darauf spezialisiert ist grosse Firmen zu zerschlagen und kann tatsächlich am Trainee-Programm teilnehmen. Doch mit ihrer unkonventionellen Denkweise verursacht sie so manches Kopfschütteln und kommt dabei nicht überall gut an. Einzig der Chef von Christie NV, Peter de Boer, beeindruckt diese andere Denkweise und auch ihr Erscheinen. Nicky geniesst das vollste Vertrauen von Peter und wird auch für einen Auslandseinsatz eingesetzt. Leider ist das Ergebnis dieses Einsatzes jedoch nicht so wie gewünscht und sie verliert die Anstellung. Als Peter jedoch mit seiner Vergangenheit konfrontiert wird und einen speziellen Auftrag erhält, wird Nicky zu seiner engsten Vertrauten. Er soll einen einflussreichen Öl-Konzern vernichten, darf aber niemanden sonst damit beauftragen. Doch bei der Bewältigung der Aufgabe gehen beide ein grosses Risiko ein und geraten in Gefahr. Können die beiden den Auftrag dennoch zu Ende bringen?

Takeover ist sehr spannend geschrieben und fesselt einem bereits zu Beginn an das Buch. Es braucht eine gewisse Zeit bis der Leser die Zusammenhänge versteht, wenn sie aber dann Verstanden sind, dann ist man in der Geschichte gefesselt. Als Leser fiebert man richtig mit und hofft dass für Peter und Nicky alles gut ausgeht.

Nicky wächst dem Leser bereits von Beginn an ans Herz. Sie versucht aus der Familie auszubrechen und für sich ein besseres Leben aufzubauen. Ihre Geschwister versucht sie immer wieder auf den richtigen Weg zu bringen und sie hat auch kein Problem damit ihre Meinung loszuwerden. Ihre spezielle Denkweise macht sie sehr sympathisch und lässt sie noch stärker dastehen. Das Schicksal spielt ihr übel mit, sie lässt sich aber durch nichts und niemandem unterkriegen. Den Unternehmer Peter konnte ich am Anfang nicht so einordnen. Zum einen kommt er als sehr hochnäsiger Geschäftsmann rüber, der keine Skrupel hat Firmen zu zerstören und den Menschen ihre Lebensgrundlage zu nehmen. Je mehr der Leser jedoch über seine Geschichte erfährt desto mehr, versteht man diese Persönlichkeit. Mir wurde er im Laufe der Geschichte immer sympathischer.

Obwohl es sich bei dem Buch nicht um einen klassischen Alder-Olsen handelt, den wir von der Sonderdezernat-Q-Reihe kennen, kann ich das Buch empfehlen. Es ist ein ruhiger, fesselnder Thriller mit starken Persönlichkeiten.

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