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Veröffentlicht am 29.08.2024

Rache oder Familienstreitigkeit? – spannender Fall

Ostseefinsternis
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Endlich möchte Pia zusammen mit ihrem Sohn Felix und Marten ihren wohlverdienten Urlaub geniessen. Zusammen fahren sie in Martens neues Haus an der Ostsee. Doch kaum dort angekommen wird Pia zu einem neuen ...

Endlich möchte Pia zusammen mit ihrem Sohn Felix und Marten ihren wohlverdienten Urlaub geniessen. Zusammen fahren sie in Martens neues Haus an der Ostsee. Doch kaum dort angekommen wird Pia zu einem neuen Fall dort in der Nähe gerufen. In einer Bucht wurde die Leiche eines Mannes gefunden. Wenige Wochen zuvor kam es im kleinen Dorf Kaltenbrode schon mal zu einem Zwischenfall. Die junge Stella Böttcher wurde auf dem Heimweg brutal überfallen und bis heute ist nicht klar wer dahinter steckt. Der gefundene Tote Benno Hagenberg war der Geliebte von Stella. Haben die beiden Vorfälle einen Zusammenhang? Pia gerät während den Ermittlungen in ein Dorf, in dem zwei Familien seit Jahren zerstritten sind und dies sind ausgerechnet die Familien Böttcher und Hagenberg. Die Ermittlungen gestalten sich schwierig und ziehen sich in die Länge. Haben die beiden Fälle mit den Familienstreitigkeiten zu tun oder steckt etwas anderes dahinter?

‘Ostseefinsternis’ ist Pia’s neunzehnter Fall, welcher den Leser mit einer spannenden und nicht gedachten Auflösung überrascht. Bis zuletzt ist nicht absehbar, wer hinter all dem steckt. Die Szenen an der Ostsee sind sehr bildhaft beschrieben und lassen den Leser in das kleine Dorf und deren Bewohner abtauchen. Neben den spannenden Ermittlungen wird auch viel über Pia’s Privatleben beschrieben, was dem ganzen eine gute Mischung gibt.

Pia kann ihren wohlverdienten Urlaub nicht geniessen, macht sich aber neben den Ermittlungen auch immer grosse Sorgen um ihren Sohn. Eine gute Ermittlerin, aber auch eine fürsorgliche Mutter stecken in ihr. Doch ihre Ängste der Entführung begleiten sich nach wie vor, weshalb sie vermutlich auch sehr sorgsam um Felix ist. Marten scheint dafür ein guter Gegenpart zu sein. Er schafft es immer Pia wieder auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen.

Ein spannender Fall an der Ostsee mit alten Familienstreitigkeiten. Auf den zwanzigsten Fall von Pia warte ich schon sehnlichst.

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Veröffentlicht am 02.08.2024

Schwere Zeiten – doch Aufgeben ist keine Option

Die Buchhandlung in der Amalienstraße
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Bücher sind für Elly und ihre beste Freundin Henni das allerliebste. Darum ist es für Elly auch selbstverständlich dass sie eine Ausbildung in diese Richtung machen möchte. Doch als Frau in der Zeit vor ...

Bücher sind für Elly und ihre beste Freundin Henni das allerliebste. Darum ist es für Elly auch selbstverständlich dass sie eine Ausbildung in diese Richtung machen möchte. Doch als Frau in der Zeit vor dem ersten Weltkrieg wird sie für diesen Wunsch belächelt. Aber Aufgeben ist für sie keine Chance und so zeigt sie es allen, die je daran gezweifelt haben. Ihren Job in der Buchhandlung in der Amalienstrasse macht ihr sehr viel Freude und dass sie dort zusammen mit ihrer besten Freundin arbeiten darf, ist das Tüpfelchen auf dem i. Die Buchhandlung läuft sehr gut und so wird auch ein weiterer Gehilfe eingestellt. Doch Leo scheint ein Geheimnis zu haben, das er nicht preisgeben möchte. Wieso wechselt er zur Buchhandlung nach München, wo er doch vorher in Berlin einen besseren Job hatte? Als der erste Weltkrieg Einzug hält, müssen die Frauen die Buchhandlung alleine stemmen, den die Männer melden sich freiwillig zum Dienst, oder werden eingezogen. Das Leben wird für alle immer schwieriger und das letzte was im Krieg gebraucht werden, sind Bücher. Doch die Frauen aus der Buchhandlung in der Amalienstrasse geben nicht auf und kämpfen weiter. Sie lassen sich nicht unterkriegen und gehen dabei auch ein sehr grosses Risiko ein.

Mit ‘Die Buchhandlung an der Amalienstrasse’ ist Heidi Rehn ein spannender historischer Roman gelungen. Es beschreibt eindrücklich das Leben der einfachen Gesellschaft vor, während und zum Ende des ersten Weltkrieges. Buchhändler hatten bereits vor dem Krieg mit der Zensur zu kämpfen, was während dem Krieg noch schlimmer wurde und ein Überleben noch unmöglicher machten. In diesem Roman wird jedoch gut beschrieben, dass sich nicht jeder untergeordnet hat, sondern auch für seine Interessen gekämpft hat. Risiken wurden bewusst in Kauf genommen, auch wen man wusste was einem blüht sollte man erwischt werden.

Die beiden jungen Damen Elly und Henni kämpfen für ihre Träume. In der Buchhandlung können sie ihrer Liebe zu Büchern nachgehen und sich unabhängig von ihren Familien machen. Sie sind sich überhaupt nicht zu Schade auch mal strengere Arbeiten auszuführen oder Arbeiten zu übernehmen, welche für Männer gedacht sind. Das sie so wenig Unterstützung von ihren Familien erfahren, finde ich schade. Doch die beiden gehen ihren Weg und unterstützen sich gemeinsam. Von Hauenstein wurde mir Verlauf der Geschichte immer unsympathischer und aufdringlicher. Ein Zeitgenosse dem man nicht unbedingt begegnen möchte.

Ein spannender Einblick in die Zeit vor, während und zum Ende des ersten Weltkrieges.

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Veröffentlicht am 10.07.2024

Spannende Geschichte mit drei aussergewöhnlichen Frauen

Der Stockholm-Code – Die erste Begegnung
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Iris, Signe und Elisabeth sind aus den unterschiedlichsten Gründen in Stockholm gelandet. Verbinden tut diese drei Frauen auf den ersten Blick eigentlich nichts. Doch alle drei Frauen werden zu einem Test ...

Iris, Signe und Elisabeth sind aus den unterschiedlichsten Gründen in Stockholm gelandet. Verbinden tut diese drei Frauen auf den ersten Blick eigentlich nichts. Doch alle drei Frauen werden zu einem Test eingeladen, an dem sie unterschiedliche, sehr komplexe Fragestellungen bearbeiten müssen. Und zwischen den vielen Frauen, die den Test ebenfalls gemacht haben, sind es genau die drei Frauen, welche nun für den schwedischen Geheimdienst arbeiten. Mit ihren aussergewöhnlichen mathematischen Fähigkeiten beginnen sie die verschlüsselten Nachrichten der Nazis zu verstehen. Doch dies ist alles andere als einfach und ein erstes Erfolgserlebnis lässt auf sich warten. Iris macht sich sehr grosse Sorgen um ihre beiden Jungs. Nach ihrer Flucht nach Schweden sind beide verängstigt und vor allem Josef leidet sehr. Mit Hilfe des Professors, Signe und Elisabeth gelingt es ihr immer besser die Sorgen abzuwischen und positiv in die Zukunft zu blicken. Doch jegliche Hoffnung wird jäh zerschlagen.

‘Der Stockholm Code – Die erste Begegnung’ fand ich spannend. Das Setting im 2. Weltkrieg verspricht Spannung und ich wurde nicht enttäuscht. Wer jedoch erwartet, dass hier die Arbeit im Geheimdienst im Vordergrund steht, wird enttäuscht. Im Vordergrund steht die Geschichte um die drei Frauen. Als Leser lernt man deren Werdegang und ihr Leben kennen. Die drei Frauen lernen sich das erste mal kennen und entwickeln eine Freundschaft. Der Epilog lässt einige Fragen zurück und Band 2 muss unbedingt gelesen werden, den man möchte ja wissen was aus den drei Frauen wird.

Sowohl Elisabeth, wie auch Signe und Iris haben ihre Geschichte, doch keine lässt sich unterkriegen. Zusammen geben sie sich gegenseitig halt und unterstützen sich gegenseitig. Drei starke und aussergewöhnliche Frauen, welche ich sehr sympathisch fand und gerne erfahren möchte, wie ihre Geschichte weitergeht.

Ein spannendes Buch mit sympathischen Charakteren, welche Lust auf den zweiten Band machen.

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Veröffentlicht am 01.07.2024

Fehlende Spannung

Der Donnerstagsmordclub oder Ein Teufel stirbt immer zuletzt (Die Mordclub-Serie 4)
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Der Donnerstagsmordclub kommt nicht zur Ruhe. Nach Weihnachten wird der Antiquar Kuldesh ermordet in seinem Auto aufgefunden. Er scheint in ein Drogengeschäft verwickelt zu sein, doch die Drogen sind spurlos ...

Der Donnerstagsmordclub kommt nicht zur Ruhe. Nach Weihnachten wird der Antiquar Kuldesh ermordet in seinem Auto aufgefunden. Er scheint in ein Drogengeschäft verwickelt zu sein, doch die Drogen sind spurlos verschwunden. Da Kuldesh ein guter Freund von Elizabeths Mann Stephen ist, läutet der Donnerstagsmordclub eigene Ermittlungen ein. Und plötzlich befinden sie sich inmitten von Drogendealern und Betrügern, anstelle die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr ruhig zu verbringen. Die beiden Polizisten Chris und Donna werden plötzlich vom Fall abgezogen und keiner weiss genau wieso. In was ist Kuldesh hier geraten? Ein normales Drogengeschäft scheint dies nicht zu sein.

Es war mein erstes Buch rund um den Donnerstagsmordclub und es konnte mich nicht packen. Mir hat eine gewisse Spannung gefehlt, vermutlich auch dadurch dass einzelne Szenen unnötig in die Länge gezogen sind. Auch gibt es viele Nebenschauplätze, die teilweise verwirrend sind und es so schwierig ist, sich auf die eigentliche Geschichte zu konzentrieren.

Die Mitglieder des Donnerstagsmordclub fand ich sympathisch. Jeder hat sein eigenes Leiden und seine eigenen Interessen die sie verteidigen. Doch schauen sie sehr gut zueinander und so bekommt keiner das Gefühl alleine zu sein. Für Leser, welche die vorherigen Bänder nicht kennen ist die Vielzahl an Protagonisten eher verwirrend.

Ein Buch dass mich nicht vollends überzeugen konnte, aber ein netter Ausflug mit englischem Humor

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Veröffentlicht am 18.06.2024

Krönender Abschluss der Trilogie

Die Hotelerbin
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Für Eva entwickelt sich alles hervorragend. Sie fühlt sich sehr wohl in Karlsbad und im Hotel Janker werden ihr immer mehr verantwortungsvolle Aufgaben übertragen. Sie arbeitet fleissig auf ihr Ziel hin, ...

Für Eva entwickelt sich alles hervorragend. Sie fühlt sich sehr wohl in Karlsbad und im Hotel Janker werden ihr immer mehr verantwortungsvolle Aufgaben übertragen. Sie arbeitet fleissig auf ihr Ziel hin, ihren eigenen Verkaufsstand zu erwerben und legt ihr Geld auf die Seite. Doch ihre Familie erwartet von ihr, dass Eva sie finanziell unterstützt. Dies hat sie in den letzten Jahren auch immer wieder gemacht und entsprechend hat ihr Vater Lunte gerochen. Um einen Hof einer Witwe zu erwerben, verlangt er von Eva viel Geld. Eva lässt sich erweichen und stellt das notwendige Geld zur Verfügung, doch bei dieser einen Forderung soll es nicht bleiben. In Karlsbad muss ich sich von ihrem geschätzten Gast Augustus verabschieden. Der alte Mann kommt schon jahrelang immer nach Karlsbad und sieht in Eva seine Enkelin. Doch langsam verlassen ihn seine Kräfte und er zieht sich nach England zurück. Die Wege von Eva und dem jungen Hotelerben Ludwig Krach kreuzen sich immer wieder. Als Eva seine Tochter Otti aus dem Fluss rettet, wird sie als Heldin gefeiert. Um die kleine Otti kümmert sich im Hotel Adonis niemand so richtig, da sie beeinträchtigt ist. Doch Eva stellt fest, dass wen man sich mehr um Otti kümmert, das kleine Mädchen überhaupt nicht beeinträchtigt ist.

‘Die Hotelerbin’ ist der letzte Teil der Trilogie und hat mir sehr gut gefallen. Ein würdiger Abschluss der Trilogie, welche ihren Schauplatz in Karlsbad hat. Wer die beiden Vorgänger gelesen hat, ist gleich wieder mitten im Geschehen und hofft für alle dass sie ihr gewünschtes Leben leben können. Doch ohne Hindernisse, Abenteuer und Hinterhältigkeiten wäre dies viel zu einfach. Die Autorin erzählt eine spannende Geschichte um die Hotels in Karlsbad, welche die Leser durch die Seiten fliegen lässt und die Szenen bildlich vor Augen erscheinen lässt.

Eva als Hauptcharakter gewinnt immer mehr an Selbstvertrauen. Im ersten Band war sie eher scheu und erlaubte sich keinen Fehler. Ihre Entwicklung in dieser Trilogie kann gut beobachtet werden. Nun als junge, volljährige Frau lässt sie sich auch von ihrer Familie nicht mehr viel sagen und lebt ihr eigenes Leben. Durch ihr Pflichtgefühl und Sorgfältigkeit, wird sie von allen sehr geschätzt. Der Hotelerbe Ludwig Krach scheint doch noch einen weichen Kern zu haben Bisher nahm ich ihn als verwöhnten, hochnässigen Mann war, der seiner Tante alles Recht machen wollte. Doch nun wehrt auch er sich und lässt sich nicht mehr alles gefallen.

Ein würdiger Abschluss einer spannenden Trilogie der Hotels in Karlsbad. Kurzweilige Lesestunden sind garantiert und machen das Buch zu einer tollen Leseempfehlung

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