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Veröffentlicht am 25.01.2026

Fehlende Spannung und verwirrender Schreibstil

Britt-Marie war hier
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Britt-Marie verschwindet nach dem Seitensprung ihres Mannes aus dessen Leben und versucht auf eigenen Beinen zu stehen. Zuerst muss dafür ein Job her. Auf dem Arbeitsamt ist es für Britt-Marie fast nicht ...

Britt-Marie verschwindet nach dem Seitensprung ihres Mannes aus dessen Leben und versucht auf eigenen Beinen zu stehen. Zuerst muss dafür ein Job her. Auf dem Arbeitsamt ist es für Britt-Marie fast nicht aushaltbar. Bei ihr muss alles nach einem bestimmten Muster ablaufen und alles seine Richtigkeit haben. Die nette junge Frau auf dem Arbeitsamt braucht starke Nerven für Britt-Marie. Doch es gibt schlussendlich einen Job der in Frage kommt und so verschlägt es Britt-Marie nach Berg. Sie soll da in einem Jugendheim die Hauswartungs-Arbeiten übernehmen, obwohl es kurz vor der Schliessung steht. Sie als eher zurückhaltende Person, weckt schnell das Interesse der Dorfbewohner und macht schnell Bekanntschaften mit anderen Personen. Doch durch ihren Drang zur Perfektion, Sauberkeit und immer denselben Abläufen, eckt sie mancherorts an. Doch mit dem Trainieren der zusammengewürfelten Fussballmannschat scheint sie definitv in diesem Dorf angekommen zu sein.

‘Britt-Marie war hier’ kommt mit einem speziellen Schreibstil daher, an den man sich zuerst gewöhnen muss. Dadurch wird das Lesevergnügen leider getrübt und man kommt erst gegen Schluss richtig in die Geschichte. Das Leben im Dorf finde ich treffend beschrieben und ist für den Leser sehr gut greifbar. Nachdem ich bereits die beiden Bücher die sich um Ove und die Oma drehten gelesen haben, fehlte mir in diesem Buch total die Spannung und hat mich leider nicht so gut unterhalten, wie die beiden anderen Bücher.

Britt-Marie hat einen ganz eigenen Charakter, an den man sich zuerst gewöhnen muss. Sie begibt sich aus ihrer Komfortzone, bleibt aber immer noch sehr unsicher. Ihr Putzfimmel und ihre durchgetakteten Tage, stellen sie vor Herausforderungen und kommt nicht bei jedem gleich gut an. Die Kinder der Fussballmannschaft versuchen sie zu knacken und begegnen ihr als wäre sie ein Mensch wie alle andern auch. Zusammen verfolgen sie ein Ziel.

Das Buch konnte mich nicht überzeugen und konnte mir keine spannenden Lesestunden bescheren.

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Veröffentlicht am 17.01.2026

Geldgier, Familie und mörderische Weihnachten

Stille Nacht, mörderische Nacht
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Im beschaulichen Zermatt in einem alten Herrenhaus auf der Riffelalp trifft zu Weihnachten die gesamte Familie ein. Doch das aufeinandertreffen läuft wie alle Jahre alles andere als harmonisch. Die fünf ...

Im beschaulichen Zermatt in einem alten Herrenhaus auf der Riffelalp trifft zu Weihnachten die gesamte Familie ein. Doch das aufeinandertreffen läuft wie alle Jahre alles andere als harmonisch. Die fünf Kinder von Clothilde wären alle froh, wenn ihre wohlhabende Mutter etwas von ihrem Geld abgeben würde, den sie alle nagen eher am Hungertuch und kommen gerade so über die Runden. Neid, Missgunst und Eifersucht prägen die Familienfeier. Einige der Familienmitglieder reisen auch schon früher an, um das Herz der alten Dame zu erweichen, doch die hat sich schon längst ein eigenes Bild über die Mitglieder ihrer Familie gebildet. Als am Heiligabend die Dame des Hauses vor dem Haus tot aufgefunden wird, gehen alle von einem Mord aus. Der Täter muss auch noch im Hause sein, den bei diesem Schneesturm der schon seit Tagen wütet, ist das Haus fast nicht erreichbar und flüchten ist auch nahezu unmöglich. Doch wem ist der Mord zuzutrauen, ein Motiv dazu hätte fast jeder Anwesende. Anna, die Enkelin von Clothilde wird mit den «Ermittlungen» beauftragt, kommt jedoch sehr schnell selbst ins Kreuzfeuer.

‘Stille Nacht, mörderische Nacht’ ist ein spannender Krimi in weihnächtlicher Atmosphäre. Die Leser werden ins zugeschneite Zermatt entführt und haben das Gefühl selbst mitten unter der Familie zu sein. Es dreht sich alles um das Erbe, Geldnöte, schlechtes Benehmen und Eifersucht. Trotzt der vielen Charaktere behält der Leser einen guten Überblick über die Familie und lernt mit den Rückblenden in vorherige Tage vieles über die einzelnen Familienmitglieder.

Clothilde und Anna sind ein gut eingespieltes Gespann. Beide machen sich nicht so viel aus Geld und Anna ist es wichtig dass es ihrer Grossmutter Clothilde gut geht. Die alte Dame wird immer gebrechlicher und benötigt Unterstützung, welche Anna ihr gerne gibt. Doch in der Familie wird das nicht gerne gesehen und Anna wird vorgeworfen dass sie sich dadurch in eine bessere Ausgangslage bezüglich des Erbes bringen möchte. Die Kinder von Clothilde könnten nicht unterschiedlicher sein, was ihre Charaktere anbelangen, doch im Grunde genommen geht es doch allen nur ums Geld. Doch alle werden eine grosse Überraschung erleben.

Ein spannender Krimi für zwischendurch, der nicht nur in der Weihnachtszeit gelesen werden kann.

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Veröffentlicht am 06.01.2026

Langwieriger Einstieg, Spannung kommt erst gegen Schluss

Oxen. Pilgrim
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Niels Oxen sucht nach seiner Gefangenschaft auf einer Pilgerreise Ruhe und Frieden. Dabei wird er auch von seinem Sohn begleitet und die beiden können endlich Zeit miteinander verbringen. Doch die Ruhe ...

Niels Oxen sucht nach seiner Gefangenschaft auf einer Pilgerreise Ruhe und Frieden. Dabei wird er auch von seinem Sohn begleitet und die beiden können endlich Zeit miteinander verbringen. Doch die Ruhe ist kurz, denn er wird von Axel Moosmann zusammen mit seiner Kollegin Margarethe Franck beauftragt, die Übergabe von geheimen Finanzdaten zu koordinieren und zu überwachen. Dies stellt sich als grosse Herausforderung heraus, da sie einige Feinde haben, welche ihnen das Leben schwer machen. Margarethe hatte zuvor noch an einem anderen Fall gearbeitet, doch die Ermittlungen wurden eingestellt und sie von ihren Aufgaben freigestellt. Doch es lässt ich alles keine Ruhe. Will hier jemand etwas verbergen und sie steht mit ihren Nachforschungen im Weg? Bei der Überwachung der Übergabe der Finanzdaten begeben sich die beiden selbst in grosse Gefahr und versuchen ihre Widersacher auszutricksen. Dabei werden sie von Sally einer Polizistin unterstützt. Die drei haben aber noch ein anderes grosses Ziel, den sie möchten herausfinden wer sich hinter der Mandarill-Maske befindet. Je weiter sie mit ihren Nachforschungen kommen, umso mehr kommt ihnen der Verdacht dass die Mandarill-Maske auch etwas mit den heiklen Finanzdaten zu tun hat und ihre Widersacher alles versuchen, um sämtliche Beweise und Hinweise zu eliminieren. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.

Leider gestaltet sich der Einstieg in dieses Buch sehr langwierig und verwirrend. Die Spannung kommt erst mit der Zeit. Ich habe mehrmals überlegt, ob ich das Buch wirklich zu Ende lesen soll oder ich es abbrechen soll. Ich habe ihm glücklicherweise eine Chance gegeben, den gegen Schluss kommt immer mehr Spannung auf und man fliegt durch die Seiten. Auch wenn es für mich das erste Buch dieser Reihe ist, hatte ich nicht immer das Gefühl irgendwas zu vermissen, denn es wurde immer wieder kurz erwähnt was vorher geschehen ist, so dass man die benötigten Informationen für gewisse Passagen hatte. Doch es würde vermutlich durchaus Sinn machen, die Vorgänger-Bücher zu kennen um allem Folgen zu können.

Niels Oxen, Margarethe Franck, Sally Finnsen und Axel Moosmann sind die Hauptfiguren, welche den Leser durch das Buch begleiten. Alle Figuren haben ihre Eigenheiten, scheinen jedoch auf den ersten Blick gut miteinander zu arbeiten. Doch mit der Zeit ist nicht mehr klar, was für ein Spiel das Axel spielt und ob wirklich alle mit offenen Karten spielen. Doch alle lassen sich nicht unterkriegen und tun alles um dem Rätsel auf die Spur zu kommen.

Der langwierige Einstieg und die anfangs fehlende Spannung beeinflussen das Lesevergnügen eher negativ.

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Veröffentlicht am 31.12.2025

Spannende Lektüre über ein einschneidendes Ereignis

Als der Sturm kam
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Ein gewaltiger Sturm und viel Regen, führen zu dem was niemand für möglich gehalten hat. Eine tragische Sturmflut verändert das Leben der hamburgischen Bevölkerung drastisch. Immer mehr Wasser führt zu ...

Ein gewaltiger Sturm und viel Regen, führen zu dem was niemand für möglich gehalten hat. Eine tragische Sturmflut verändert das Leben der hamburgischen Bevölkerung drastisch. Immer mehr Wasser führt zu zahlreichen Dammbrüchen und die Menschen dahinter können ihr Hab und Gut nicht retten oder haben nicht mal mehr eine Möglichkeit zu flüchten. Während Marion, die als Stenotypistin bei der Polizei arbeitet, um ihr Zuhause in der Schrebergarten-Kolonie bangt, versucht sie in ihrem Job das Beste zu geben. Auch Dieter als Mitglied des THW’s versucht möglichst vielen Menschen zu helfen. Seine Familie wägt er in Sicherheit, doch dem ist nicht so. Sie bewohnen ebenfalls ein kleines Häuschen in der Schrebergarten-Kolonie und sind in grosser Gefahr. In dieser dramatischen Nacht kämpfen viele ums Überleben, ihr Hab und Gut und Helfen einander so gut wie möglich. Doch es verändert viele Leben für immer, manchmal führt es zu einem Happy End oder es macht die Verzweiflung noch grösser.

‘Als der Sturm kam’ ist eine beeindruckende Erzählung der tragischen Sturmnacht im Februar 1962. Die Autorin nimmt den Leser mit in diese Tragödie und bringt einem ein Stück Geschichte auf eine spannende Art rüber. Auch wenn nicht alles der Realität entspricht, bekommt man als Leser ein gutes Bild der Situation und leidet mit den Betroffenen mit.

Als Leser begleitet man Marion, die Stenotypistin der Polizei. Neben ihrer gewissen Arbeit, hat sie selbst ein grosses Päcken zu tragen. Die grosse Ungewissheit ob ihre Mutter noch lebt oder nicht, versucht sie mit Arbeit zu verdrängen. Ihre Einstellung, dass sie im Polizeigebäude mehr bewirken kann, als draussen finde ich bemerkenswert. Sicherlich keine einfache Situation, sie wird jedoch von vielen Seiten unterstützt. Der junge Helikopter-Pilot Georg möchte unbedingt helfen, wird am Anfang jedoch ausgebremst. Als er Helfen kann, geht er keinen Kompromiss ein, den für ihn zählt jedes Leben das er retten kann. Ihm ist es dabei egal, ob er sich dabei an die Ordnung hält oder nicht.

Spannende Lesestunden sind garantiert.

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Veröffentlicht am 27.12.2025

Wiedersehen, Geheimnisse und Vertrauen – spannender Roman

Der fünfte Advent
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Zusammen mit ihrem Vater betreibt Doris mitten in der Stadt Luzern einen Souvenir-Laden. Gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit brummt das Geschäft mit den Weihnachtskugeln und die freie Zeit ist auf ein ...

Zusammen mit ihrem Vater betreibt Doris mitten in der Stadt Luzern einen Souvenir-Laden. Gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit brummt das Geschäft mit den Weihnachtskugeln und die freie Zeit ist auf ein Minimum beschränkt. Doch nun nach Jahren kommt ihre frühere WG-Partnerin und Mitstudentin aus England nach Luzern und möchte sie treffen. Dabei entsteht die Idee alle WG-Partner nach Luzern einzuladen und ein paar gemütliche Tage zu verbringen. Wie ein Wunder klappt diese Idee und es treffen sich alle nach vielen Jahren wieder. Doch Doris verfolgt noch was anderes aus der Vergangenheit: der Vater ihrer Tochter. Obwohl sie keinen Kontakt mehr möchte, taucht er ebenfalls in Luzern auf. Doch er hat keine guten Absichten. Und das Verhältnis zu ihrer Tochter ist auch zerrüttet, ihren Enkel kennt sie nicht. Ihr grosser Wunsch wäre, diese Sache aus der Vergangenheit aus dem Weg zu räumen und das Band zu ihrer Tochter zu kitten. Der Besuch ihrer ehemaligen WG-Partner bringt sie auf andere Gedanken und bringt auch so manches Geheimnis ans Licht.

‘Der fünfte Advent’ ist ein spannender Roman, der im adventlichen Luzern spielt. Dabei wird nicht alles schön-geredet. Vieles bleibt verschlossen, bis man sich dann mal traut oder jemandem anvertrauen kann. Wer bei diesem Buch eine gemütliche Adventsgeschichte erwartet, liegt falsch, den es geht um Freundschaft, die Vergangenheit und um Geheimnisse die man hütet, weil einem die Geschichte niemand glaubt. Obwohl ich vom Titel her was anderes erwartet habe, hat mich das ganze positiv überrascht und so bin ich regelrecht durch die Seiten und durch Luzern geflogen.

Doris hat es nicht immer einfach und doch versucht sie das Beste daraus zu machen. Das sie für Kinder das Christbaumkugeln verzieren organisiert, fand ich rührend. Sie hat einen guten Durchhaltewille und gibt nicht auf. Schön das sie zu ihrem Vater ein solch gutes Verhältnis hat. Sie denkt nicht immer an sich und versucht zu helfen und zu vermitteln. So auch bei Lotte, einer WG-Partnerin aus früherer Zeit.

Ein spannender Roman für zwischendurch, der dem Leser durch die Zeilen vieles vermittelt.

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