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Veröffentlicht am 05.10.2020

Lorettas 12. Fall

Ringelpietz mit Abmurksen
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Inhaltsangabe lt. Klappentext:

Bei welchen Dates darf nicht geredet werden? Wer muss in die Hölle der blinkenden Herzen? Was macht ein Großwildjäger auf einer Singleparty? Das fragt sich Loretta, die ...

Inhaltsangabe lt. Klappentext:

Bei welchen Dates darf nicht geredet werden? Wer muss in die Hölle der blinkenden Herzen? Was macht ein Großwildjäger auf einer Singleparty? Das fragt sich Loretta, die seit Kurzem nicht nur online auf Partnersuche ist, sondern im Speed-Dating plötzlich auch Männern gegenübersitzt, die sie in ihren wildesten Träumen nicht als Partner in Erwägung gezogen hätte. Nur der wortgewandte Mike weckt ihr Interesse. Doch schon beim zweiten Treffen ist es aus mit dem Rosenkavalier – im doppelten Wortsinn, denn er bricht tot zusammen. Und Loretta? Geht der Sache natürlich auf den Grund!


Leseeindruck:

Als ganz ganz großer Fan der Autorin Lotte Minck alias Brenda Stumpf habe ich alle ihre Krimödien rund um Sex-Hotlinerin Loretta Luchs und den ihrigen gelesen. In diesem brandneuen 12. Band „Ringelpietz mit Abmurksen“ geht es nach ruhrpöttisch humorvollem Loretta-Style wieder turbulent zu

Nachdem sie von ihren Freunden überredet wurde an einem Speed-Dasing teilzunehmen stolpert sie mal wieder fast buchstäblich über eine Leiche. Ausgerechnet über Mikes Leiche, der einzige Kandidat, der einigermaßen ihr Interesse geweckt hatte. Tja und Loretta wäre nicht Loretta, wenn sie nicht sofort und berechtigterweise Mord wittern würde und schon nimmt dieser neue Fall seinen Lauf….

Wie bereits eingangs erwähnt, ist dies nicht nur Lorettas 12. Fall, sondern auch bereits meiner und so war ich mit den meisten Protagonisten bereits bestens vertraut. Jede Krimödie kann aber natürlich einzeln gelesen werden, wobei die zwischenmenschlichen Beziehungen der Hauptcharaktere natürlich schon eine Rolle spielt und ich froh war da ganz gut Bescheid zu wissen. Hier gibt es sogar noch eine private glückliche Wendung für Loretta, die mit ihrer cool gelassenen Art und ihrem ruhr(s)pöttischem Mundwerk immer wieder begeistert und mich zum lachen bringt. Wieder ganz viel Handlung und ganz viel Aktion und immer wieder Rätselraten was hinter dem Mord steckt.

Knapp 300 Seiten haben meine Lachmuskeln wieder ganz schön überstrapaziert und und nun heißt es erneut warten auf den nächsten Band.
Das Cover ist passend zur Buchreihe und dem Inhalt gewählt. Von mir gibt es wieder fette 5 vollverdiente Sterne!

@esposa1969

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.09.2020

Deutschland 1963

Vier Tage im Juni
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Klappentext:

John F. Kennedy besucht Deutschland, Millionen Menschen jubeln ihm zu. Die Polizei bildet zwar vorsorglich Mordkommissionen, aber deutsche und amerikanische Geheimdienste haben offiziell ...

Klappentext:

John F. Kennedy besucht Deutschland, Millionen Menschen jubeln ihm zu. Die Polizei bildet zwar vorsorglich Mordkommissionen, aber deutsche und amerikanische Geheimdienste haben offiziell keine Hinweise auf Anschlagspläne. Als bereits am ersten Tag ein Mann auf den Präsidenten schießen will, wird deutlich: Kennedy hat in Deutschland mächtige Feinde. Sie halten den US-Präsidenten für zu nachgiebig gegenüber der Sowjetunion. Wie Bundeskanzler Adenauer wollen sie die deutsche Atombombe, um einen Überfall durch russische Panzer abwehren zu können.



Leseeindruck:

In „Vier Tage im Juni“ wird der in einem Politthriller der Deutschlandbesuch des amerikanischen Kult-Präsidenten John F. Kennedy von 1963 thematisiert .
Die gesamte Welt befindet sich im Ausnahmezustand und Freudentaumel. Die ganze Welt? Außer vllt. Der Attentäter, der im Hintergrund seine eigenen Pläne schmiedet…

Das Personenregister zu Beginn des Buches hilft einem beim Einstieg die Protagonisten besser zuzuordnen. Chronologisch verfolgt der Leser die Begebenheiten zeitlich mit. Viele wahre Begebenheiten werden ebenso aufgegriffen, wie fiktive Elemente. Das 1960er Jahre Feeling wird gut zum Leser hinüber transportiert. Der Autor Jan-Christoph Nüsse schafft es gut sich dorthinein versetzen zu lassen. Diese Abhandlung ist gut geschrieben, ist zu Beginn sehr fesselnd, flacht dann aber ein wenig in seiner Spannung ab. Lesenswert mit 3,5 Sternen, die ich auf 4 aufrunde ist diese Abhandlung aber allemal.

Das Cover mit Adenauer, Brandt und Kennedy in der Limousine...treffender könnte das Cover kaum gewählt sein....



@ esposa1969

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.09.2020

Die wahre Maria Magdalena

Fromme Sünde
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Inhaltsangabe lt. Klappentext:

Die Kult-Detektive Bär und Marlein zwischen Feministinnen und Patriarchen.

Franken: Privatdetektiv Philipp Marlein soll den Autor eines provokanten Enthüllungsbuches über ...

Inhaltsangabe lt. Klappentext:

Die Kult-Detektive Bär und Marlein zwischen Feministinnen und Patriarchen.

Franken: Privatdetektiv Philipp Marlein soll den Autor eines provokanten Enthüllungsbuches über Maria Magdalena vor den 'neuen Tempelrittern' schützen. Allgäu: Hobbydetektiv Emil Bär soll Gewalttaten und Sex-Exzesse junger Mädchen aufklären, die einen Maria-Magdalena-Geheimbund gegründet haben. Ettal: Bär und Marlein treffen sich bei einem Kongress – und geraten zwischen die Fronten. Es geht um Mord, die Zukunft des Christentums– und um ein geheimes Evangelium, das den Lauf der Weltgeschichte verändern könnte.


Leseeindruck:


Nachdem ich bereits „Schwarze Madonna“ und „Heiliger Bastard“ vom Autorenduo Xaver Maria Gwaltinger und Josef Rauch lesen durfte, freute ich mich auf einen weiteren religiösen Kriminalroman, in welchem Hobbydetektiv Emil Bär und Privatdetektiv Philipp Marlein ermitteln. Mit diesen beiden Figuren war ich ja noch bereits bestens vertraut, ebenso mit dem Schreibstil  des Autorenduos, welcher zu Beginn ein wenig gewöhnungsbedürftig ist, da gerade die Bär-Kapitel mit Ein-Wort-Sätzen brillieren, aber inzwischen liebe ich gerade diese Kapitel.

Der Klappentext verspricht uns ja bereits, dass es inhaltlich wieder sehr spannend zugeht und so passiert es auch: Der Theologe und Autor Klüngelbein sucht Schutz bei Privatdetektiv Philipp Marlein, denn schließlich fürchtet er um sein Leben, dessen er sich nicht mehr sicher fühlt seines bevorstehenden Enthüllungsbuches über die wahre Maria Magdalena wegen. Seine Befürchtungen scheinen nicht unberechtigt, den bald wird dieser ermordet aufgefunden….

Faszinierend empfand ich bei diesem Krimi, das er nicht rein fiktiv ist, sondern die legendäre Maria Magdalena mit einbezieht. So wirkt diese Krimi noch authentischer, obwohl die Charaktere natürlich rein erfunden sind. Die Spannung ist hier höchst gegeben. Insgesamt 90 packende Kapitel die Marlein und Bär zu kommen lassen bzw. deren Autoren, verteilen sich auf insgesamt 411 Seiten und ließen sich kurzweilig und unterhaltsam lesen.

Das Cover ist wieder ein richtiger Hingucker und passend zuInhalt und Krimi-Reihe gestaltet.


@esposa1969

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.09.2020

Aufgetaucht

Letzter Ausstieg Saar
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Inhaltsangabe lt. Klappentext:

Eine Wasserleiche wirbelt bei einer Überfahrt auf der Saar das Leben von vier Menschen durcheinander. Während sich die Freundinnen Hanne und Gabriele nach dem Leichenfund ...


Inhaltsangabe lt. Klappentext:

Eine Wasserleiche wirbelt bei einer Überfahrt auf der Saar das Leben von vier Menschen durcheinander. Während sich die Freundinnen Hanne und Gabriele nach dem Leichenfund auf die Suche nach den besonderen Umständen von Siegfried Brokatts Tod machen und auch Kommissar Forsberg den kuriosen Spuren nachgeht, verfolgt Dackel Günther seine ganz eigenen Pläne. Dass bei den Ermittlungen vieles nicht zusammenpasst, könnte daran liegen, dass der Tote im gelben Parka nicht wirklich Siegfried Brokatt ist …


Leseeindruck:

Mit „Letzter Ausstieg Saar“ von Erfolgsautorin Marion Demme-Zech liegt dem Leser ein fesselnder und unterhaltsamer Saarland-Krimi vor und zugleich der Auftakt der Hauptkommissar Wolfgang Forsberg-Reihe. Passend zum Buchtitel ist das Cover natürlich treffend perfekt gewählt.

Bei der ersten Single-Kulturwanderung lernen Hanne und Gabrielen sich kennen und freunden sich miteinander an. Während einer Fährfahrt fällt ihnen ein „Taucher“ mit weit aufgerissenen Augen und aufgequollener Haut auf, somit ist klar: Da treibt eine Wasserleiche. Das weckt den Ermittlungsspürsinn der Freundinnen und natürlich auch den der ermittelnden Dienststelle allen voran Hauptkommissar Wolfgang Forsberg, Gabrieles Ex-Mann. Der Fall nimmt viele Wendungen an, ist richtig gut konstruiert und endet einfach perfekt!

Da ich unweit des Saarlands wohne, empfand ich den Lokalkolorit als herrlich angenehm und fühle mich animiert die Burg Montclair oder die Lutwinuskirche zu besuchen. Schade, dass der Märchenpark in Cloef geschlossen wurde, der hätte mich auch sehr gereizt. Somit dient dieser Krimi auch ein wenig als Reiseführer.

Der Krimi wird u.a. aus der Sicht der Hanne Wallenstein verfasst und und ist jeweils in der Ego-Perspektive eines der Personen geschrieben, die aus deren Sicht berichtet wird, so dass man sich wunderbar in diese hineinversetzen kann. Da aber etliche Charaktere zu Wort kommen muss man schon umdenken, wer „spricht oder denkt denn da nun gerade“, so wird dieser Mordfall mit all den Gedankengängen der Protagonisten gut unter die Lupe genommen. Wessen Ansichten wir gerade lesen, das wird bei jedem Kapitel als Zitat eingeleitet, so bleibt es übersichtlich.

Gespickt wird dieser Krimi mit fiktiven Zeitungsartikeln des Saarbrücker Morgenblattes, was diesen Krimi noch interessanter werden lässt. Neben der Spannung kommt aber auch der Humor nicht zu kurz, ich musste oft ganz schön schmunzeln.

Insgesamt ein perfekter Krimi zum Wohlfühlen, den ich mit 5 Sternen vollsten empfehlen kann.



@esposa1969

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.09.2020

Geiseldrama

Still schweigt der See
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Inhaltsangabe lt. Klappentext:

Zwölf Stunden Angst

Bewaffnete Männer überfallen die Universität Konstanz und nehmen fünfzig Geiseln. Ihre Forderung: Eine Vergewaltigungsserie soll endlich aufgeklärt ...

Inhaltsangabe lt. Klappentext:

Zwölf Stunden Angst

Bewaffnete Männer überfallen die Universität Konstanz und nehmen fünfzig Geiseln. Ihre Forderung: Eine Vergewaltigungsserie soll endlich aufgeklärt werden. Als ein Bus mit einer Bombe auftaucht, droht die Lage zu eskalieren. Und alles wird live in den sozialen Netzwerken übertragen. Hauptkommissar Paul Sito und seinen Kollegen bleiben nur wenige Stunden, um eine Katastrophe zu verhindern.



Leseeindruck:

Da ich bereits zuvor schon einige Bodensee-Krimis aus der Feder der Autorin Tina Schläge lesen durfte, war ich mit Hauptkommissar Paul Sito und dem Schreibstil der Autorin, sowie der Szenerie noch bestens vertraut. Konstanz befindet sich im Ausnahmezustand: Fünfzig Geiseln werden genommen, als Forderung soll eine Vergewaltigungsverbrechensserie endlich aufgeklärt werden. Hauptkommissar Paul Sito und seine Truppe. Kommen an ihre Grenzen, denn die Zeit läuft ihnen davon….

Der Krimi war sehr lesenswert, temporeich und absolut fesselnd. Irgendwie erinnerte mich die Story aus einer Mischung des Geiseldramas von Gladbeck und Speed. Der Spannungsbogen war von Anfang bis Ende straff gespannt. Die Figuren bekam während des Lesens Gesichter und nahmen Gestalt an. Ich habe mich bestens unterhalten gefühlt. Die 315 Seiten waren kurzweilig und ließen die Seiten nur so dahin fliegen.


@esposa1969

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere