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Veröffentlicht am 14.08.2018

Der Mann von der Hygiene ermittelt.

Eiskalter Hund
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Als der Fellinger, seines Zeichens Lebensmittelkontrolleur, im „Peking“ auf einmal einen toten Hund im Kühlraum findet, wird er doch skeptisch und fängt seine ganz eigenen Ermittlungen an. Denn eigentlich ...

Als der Fellinger, seines Zeichens Lebensmittelkontrolleur, im „Peking“ auf einmal einen toten Hund im Kühlraum findet, wird er doch skeptisch und fängt seine ganz eigenen Ermittlungen an. Denn eigentlich wollt er ja schon eh immer zur Polizei, weil sein Instinkt täuscht ihn nicht oft. Und dann ist da noch die Besitzerin vom Hund verschwunden – es gibt kein Halten mehr für Fellinger und er ermittelt immer weiter und weiter…

Durch Zufall bin ich auf die Geschichte „Eiskalter Hund“ gestoßen und war durchaus neugierig aufs Hörbuch. Die Aufmachung der Kartonhülle fand ich schon auch gut gemacht, optisch ein ansprechendes Hörbuch, das sich auch inhaltlich sehr unterhaltsam angehört hat.

Was es dann auch absolut war. Aber mal langsam. Der Sprecher ist mit Michael Schwarzmaier genial gewählt, mir hat er als Sprecher wirklich sehr gut gefallen. Durch den bayrischen Dialekt kommt es wirklich so rüber, als würd‘ der Fellinger seine Geschichte persönlich erzählen. Und auch die Stimmen der anderen Personen spricht er wunderbar abwechslungsreich und echt gut. Hier hab ich mich wirklich gut unterhalten gefühlt, das hat mir echt gefallen.

Die Geschichte ist ja schon ein bißchen skurril, denn wenn „einer von der Hygiene“ da auf einmal wirklich Ermittlungen in einem vermeintlichen Mordfall anstellt, dann ist das ja doch eher ungewöhnlich. Kurz hatte ich mal das Gefühl, dass mir das dann doch zu abstrus ist, aber eigentlich passt das alles hervorragend zusammen. Die Geschichte ist sehr unterhaltsam, lustig und wirklich spannend. Mir hat dieses Zusammenspiel sehr gut gefallen, die gesamte Dauer des Hörspiels (5 CDs, ca. 6 Std. 19 Minuten) ist wie im Flug vergangen. Wirklich kurzweilig also.

Von mir gibt’s 5 von 5 Sternen für dieses geniale, unterhaltsame, spannende und lustige Hörbuch und eine absolute Empfehlung.

Veröffentlicht am 13.08.2018

Wenn ein Ereignis einen Schatten über alles wirft…

Vier.Zwei.Eins.
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Als junges Paar erleben Laura und Kit im Jahr 1999 eine totale Sonnenfinsternis in Cornwall. Doch dabei entdeckt Laura eine vermeintliche brutale Vergewaltigung. Der Täter bestreitet alles, Beth, das Opfer ...

Als junges Paar erleben Laura und Kit im Jahr 1999 eine totale Sonnenfinsternis in Cornwall. Doch dabei entdeckt Laura eine vermeintliche brutale Vergewaltigung. Der Täter bestreitet alles, Beth, das Opfer schweigt. Einige Zeit nach der Gerichtsverhandlung steht Beth dann allerdings vor der Tür von Laura und Kit… 16 Jahre später leben beide mit einer neuen Identität zurückgezogen an einem geheimen Ort. In ständiger Angst ist vor allem Laura, dass sie doch wieder von Beth gefunden werden…

Allein die optische Aufmachung des Buches wirkt schon wirklich sehr anziehend und ansprechend gemacht, finde ich. Und auch die Geschichte hat mich sehr angesprochen, ich war also wirklich gespannt darauf wie sich hier was wie darstellt bzw. entwickelt (hat).

Das Buch ist in der Erzählform von Kit bzw. Laura geschrieben und wechselt immer mal wieder zwischen den Jahren 1999 bzw. 2015. Dieser Stil hat es mir zu Beginn des Buches nicht wirklich leicht gemacht so richtig in die Geschichte hinein zu kommen, genau zu verstehen was wie passiert ist oder was im aktuellen Zeitalter passiert. Hier habe ich wirklich länger gebraucht um so richtig ins Buch zu versinken, das fand ich ein bißchen schade. Der Schreibstil hat mir ganz gut gefallen, es ist verständlich geschrieben, gut lesbar. Lediglich die Jahreswechsel haben mich immer mal wieder irritiert.

Meiner Ansicht nach sind manche Dinge im Buch viel zu präsent, so ist es für Kit immer wieder sehr wichtig Sonnenfinsternis über Sonnenfinsternis zu sehen, dafür dann seine schwangere Frau Laura allein zu Hause zu lassen. All das ging mir ein bißchen „gegen den Strich“ beim Lesen, aber gut, das war eben inhaltlich vorgegeben von der Autorin. Auch die Ausführungen über die entstandene Schwangerschaft fand ich ein bißchen halbherzig, man erläutert, dass die Zwillinge wohl durch eine künstliche Befruchtung entstanden sind, dies wird aber – für mein Gefühl – ein bißchen untergeordnet angesehen. (Und gerade dann, wenn der Weg zu einer Schwangerschaft doch alles andere als einfach war, sollte man das doch noch mehr schätzen als Kit es tut…).

Die Idee, die hinter der gesamten Geschichte steckt, finde ich wirklich interessant und gut, man hat immer wieder Zweifel, wie sich was denn nun wohl abgespielt hat. An manchen Stellen war es für mich aber auch ein bißchen arg konstruiert und in gewisser Weise realitätsfremd. Das hat meinen Lesegenuss etwas getrübt, leider.

Von mir gibt es hier 3 von 5 Sternen, ich habe eine spannende Lektüre gehabt, die durch die Zeitsprünge aber nicht immer klar zu durchblicken war. Alles in allem ein unterhaltsames Buch, das mich aber nicht gänzlich begeistert hat. Hinsichtlich einer Empfehlung bleibe ich unentschlossen.

Veröffentlicht am 07.08.2018

Paradiese sind doch wunderbar!

Atlas der verlorenen Paradiese
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Dieser bibliophil gestaltete Band mit handgezeichneten Karten stellt 30 Paradiese vor, die einmal welche waren. Kleine Gärten Eden, welche für eine kürzere oder längere Weile das Glück ermöglicht haben.

Mal ...

Dieser bibliophil gestaltete Band mit handgezeichneten Karten stellt 30 Paradiese vor, die einmal welche waren. Kleine Gärten Eden, welche für eine kürzere oder längere Weile das Glück ermöglicht haben.

Mal ein völlig anderes Buch lesen, interessante, neue Einblicke erhalten, auf das darf man sich beim „Atlas der verlorenen Paradies“ durchaus einstellen. Das Buch ist sehr hochwertig gemacht, sowohl von Außen als auch innen dann.

Zu Beginn eines jeden Kapitels erfährt man durch die Überschrift um was es geht, darunter ist dann der Kontinent samt den Koordinaten angegeben. Passend dazu gibt es einen Kartenausschnitt, welcher aber natürlich keiner Google-maps-Ansicht entspricht, sondern weicher gezeichnet, schöner gestaltet ist.

In durchaus bildhafter, anspruchsvoller Sprache erfährt man interessantes über die verschiedensten Orte. Man merkt hier, wie durchaus poetisch die Wortwahl erfolgt ist, vielleicht auch gar philosophisch.

Im Buch erfährt man dann etwas über „Die Inseln der Frauen“ in Asien, über die Gärten von Inverewe, über Manoa (Südamerika), das Schloß Hohenschwangau oder auch über „Neu-Kythera, Ozeanien. Oftmals sind hier auch Zitate berühmter Personen (Kolumbus beispielsweise) aufgeführt, die entsprechend zum Text passen. Durch die Karten ist es farblich ein recht abwechslungsreiches Bild, da manche Karten eher in blau (Ozean, Wasser), grün, gelb oder auch rot gehalten sind.

Alles in allem ist dies ein Buch, für das man sich wirklich Zeit nehmen muss. Man kann ohne Probleme immer mal wieder ein Kapitel lesen, d. h. man muss nicht alles am Stück lesen, sondern kann es sich nach Lust und Laune nehmen. Man sollte dann aber auch wirklich Zeit und Muße dafür haben. Durch den Stil und den doch eher schweren und tiefgründigen Inhalt ist es sicher keine leichte Kost. In dieser Hinsicht habe ich mir ein bißchen schwer getan, wobei es eben doch recht informativ inhaltlich war. Die Gestaltung des Buches macht durchaus Lust aufs Buch, es ist wirklich wertig gemacht und allein darin blättern und die Landkarten begutachten ist interessant.

Von mir gibt es 4 von 5 Sternen für ein sehr interessantes, wertiges und philosophisches Buch mit tollem Inhalt, außerdem eine Empfehlung.

Veröffentlicht am 23.07.2018

Die Welt erwacht jeden Tag neu. Und jeder von uns kann ein klein wenig beeinflussen, in welchem Licht der neue Tag erstrahlt.

Der Duft des Lebens
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Aviv, ein junger Glasbläser, erhält einen Auftrag für fünfzig Glasgefäße. Doch sein Auftraggeber ist Kaminski, ein Arzt, der ihm nicht ganz geheuer ist. Mit diesen Glasfläschchen will Kaminski von Sterbenden ...

Aviv, ein junger Glasbläser, erhält einen Auftrag für fünfzig Glasgefäße. Doch sein Auftraggeber ist Kaminski, ein Arzt, der ihm nicht ganz geheuer ist. Mit diesen Glasfläschchen will Kaminski von Sterbenden den letzten Hauch einfangen, um so an deren Seelen gelangen. Denn er selbst hat keine Seele, er meint, dass alle anderen mehr Mensch sind, als er selbst es ist. Als Aviv ihm auf die Spur kommt gilt es das zu verhindern. Doch schafft er diesen Wettlauf gegen die Zeit? Auf seinem Weg erhält er viele Erkenntnisse über die Menschen und sich selbst, lernt sich selbst noch besser kennen.

Die Geschichte des Buches hat mich sehr angesprochen, ebenso vor allem die Leseprobe, die einen guten Einblick in das recht poetisch und philosophisch wirkende Buch gab. Als ich dann auf dem abnehmbarem Buchumschlag noch die Aussagen von Anselm Grün, Manfred Lütz und Jean-Remy von Matt gelesen habe, war ich doch auch noch mehr beeindruckt. Und noch gespannter auf das Buch, als ich es ohnehin schon war.

Von der Sprache her ist das Buch angenehm zu lesen, keine einfache Literatur, sondern durchaus welche mit ordentlich Tiefgang. Es ist eine sehr bildhafte, angenehme Sprache und die Geschichte ist durchaus recht poetisch geschrieben. Dennoch gut verständlich, man sollte sich aber einfach auch Zeit nehmen für dieses Buch, denn es bringt viele schöne Aussagen und Denkanstöße mit sich. So beispielsweise: „Tiefe Wurzeln zerstört man doch nicht, nur weil jemand in der Baumspitze ein paar Zweige abschneidet.“ (Seite . 154)

Generell ist das Buch keine einfache Unterhaltungsliteratur, sondern mit vielen philosophischen Aussagen versehen. Auch ist die Geschichte nicht wirklich vorhersehbar, es gab für mich beim Lesen immer mal wieder die ein oder andere Überraschung, was mir wirklich gut gefallen hat. Ebenso die Botschaft, die generell mit auf den Weg gegeben werden soll, Menschlichkeit, ist immer wieder schön verpackt.

Mich hat dieses Buch sehr beeindruckt, es war zunächst ein wenig anders, als ich es erwartet hatte, war noch tiefgründiger als angenommen, aber sowas von lesenswert. Ich konnte das Buch fast nicht aus der Hand legen, weiß auch, dass ich es mindestens noch einmal lesen möchte, um mir all die Botschaften wieder in Erinnerung zu rufen. Entsprechend gibt es von mir 5 von 5 Sternen und eine Empfehlung für dieses wunderbar poetisch-philosophische Buch, das so viele tolle Aussagen enthält, die sich viele Menschen mal zu Gemüte führen sollten.

Veröffentlicht am 18.07.2018

München – eine Stadt voller Möglichkeiten

MARCO POLO Reiseführer München
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Der klassische Marco Polo Reiseführer München – inzwischen ausgestattet mit der App, die inklusive ist – bringt nicht nur die gewohnten Insider Tipps mit, sondern noch viel mehr an tollen Informationen ...

Der klassische Marco Polo Reiseführer München – inzwischen ausgestattet mit der App, die inklusive ist – bringt nicht nur die gewohnten Insider Tipps mit, sondern noch viel mehr an tollen Informationen über Sehenswürdigkeiten und Co. Er beinhaltet eine praktische entnehmbare Faltkarte und weiteres Kartenmaterial, so dass man gut den Überblick behält.

Nicht nur bei Fernreisen ist ein Reiseführer für mich Pflichtlektüre, auch bei Städtereisen erfahre ich gerne schon vor Reisebeginn etwas darüber. So hatte ich nun den Marco Polo Reiseführer München vorliegen, um mir dadurch den ein oder anderen Tipp zu holen.

Der Marco Polo Reiseführer ist so aufgebaut, dass man in der vorderen Klappbroschur erst einmal die wichtigsten Marco Polo Highlights in der Übersicht hat. Anschließend findet man dann Hinweise über die verschiedenen Sehenswürdigkeiten, Essen & Trinken, Einkaufsmöglichkeiten, Abendgestaltung sowie Übernachtungsmöglichkeiten eingeteilt in die verschiedenen Kapitel. Anschließend gibt es noch Stadtspaziergänge und grundsätzliche Informationen (Events & Feste, praktische Hinweise, Cityatlas, „bloß nicht!“).

Die verschiedenen Sehenswürdigkeiten sind praktisch nach den Örtlichkeiten gegliedert, es geht also nicht bunt durcheinander sondern ist absolut gut strukturiert. Bei den einzelnen Erläuterungen findet man dann auch die Angabe wie man mit öffentlichen Verkehrsmitteln dorthin gelangt, meist auch die Information über die Öffnungszeiten, den Eintrittspreis sowie die Angabe einer Homepage. Die Bebilderung ist sehr geglückt, so bekommt man hier schon tolle Einblicke und kann für sich selbst entscheiden ob es sich lohnt die jeweilige Sehenswürdigkeit zu besuchen. Gelb markiert und dementsprechend hervorgehoben sind immer wieder die Insider-Tipps, so dass man diese auf Anhieb findet.

Besonders geglückt finde ich die „Best of“-Tipps, wie man zum Beispiel tolle Orte zum Nulltarif ansehen kann, was eben typisch München ist, was man auch bei Regen unternehmen kann oder wie man gut entspannen kann. Zusätzlich ist der Reiseführer mit gutem Kartenmaterial (einem entnehmbaren Faltplan sowie abgedruckte Citypläne, außerdem ein Plan über das Netz der öffentlichen Verkehrsmittel) ausgestattet, was natürlich sehr von Vorteil ist.

Für mich war dieser Reiseführer absolut hilfreich, ich habe tolle Tipps und Ideen erhalten was ich mir in München unbedingt ansehen sollte. Außerdem hatte ich dank des guten Kartenmaterials immer wieder einen guten Überblick wo ich mich wie befinde. Entsprechend zufrieden bin ich gewesen und vergebe 5 von 5 Sternen und eine Empfehlung.